Wieso sprechen wir Menschen nich die gleiche Sprache?

14 Antworten

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Hallo jenny398, ich finde es schön das es soviel schöne Sprachen gibt und soviel unterschiedliche. Das macht uns doch alle zumindest ein bissl individuell.

Aber warum sprechen Menschen überhaupt verschiedene Sprachen? Wie entstanden die unterschiedlichen Sprachen? Nun, dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung. Sie stammt aus dem Alten Testament: der Turmbau zu Babel. Die Menschen sprachen alle eine Sprache. Sie wollten einen Turm bauen, der bis in den Himmel reichen sollte.

Damit wollten sie ihre Einigkeit festigen und verhindern, dass sie in alle Welt verstreut werden. Doch mit irdischen Mitteln lässt sich der Himmel nicht erreichen. Gott bestrafte die Menschen für ihre Überheblichkeit, indem er ihnen verschiedene Sprachen gab. Die Folge: Da sich die Menschen nun nicht mehr untereinander verständigen konnten, musste der Turmbau aufgegeben werden.

Auch Zeichensprachen sind Sprachen.

Sprachforscher sehen das jedoch ein klein wenig anders. Sie gehen von einer langsamen Entwicklung der verschiedenen Sprachen aus, die alle auf gemeinsame Ur-Sprachen zurückzuführen sind. Diese Ur-Sprachen gehen bis auf unsere noch Affen ähnlichen Vorfahren zurück. Um die Sprachen besser erforschen zu können, teilen die Wissenschaftler alle Sprachen in so genannte Sprachfamilien ein.

In einer Sprachfamilie werden alle Sprachen zusammengefasst, die irgendwann einen gemeinsamen Ursprung hatten. Deswegen haben alle Sprachen einer Familie auffällige Gemeinsamkeiten. Die meisten Sprachen Europas gehören beispielsweise zur indogermanischen Sprachfamilie. Lediglich zwei gehören nicht dazu: Ungarisch und Finnisch.

Zu den romanischen Sprachen gehören unter anderen Italienisch, Spanisch und Französisch. Diese Sprachen haben untereinander sehr viel Ähnlichkeit. Vater heißt beispielsweise auf Spanisch und Italienisch "padre" und im Französischen "père". Der gemeinsame Ursprung dieser Sprachen ist Latein. Dort heißt Vater "pater". Latein war die Sprache der alten Römer. Und die eroberten ein riesiges Weltreich.

Zu diesem Weltreich gehörten auch die heutigen Länder Spanien und Frankreich, das damals noch Gallien hieß. Dort führten die Römer das Lateinische ein. Nun sprachen die Menschen in den eroberten Ländern kein richtiges Hochlatein. Sie vermischten es ein wenig mit ihrer ursprünglichen Sprache. Man nannte das "Vulgärlatein".

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Sprachen mit lateinischer Herkunft immer mehr zu selbstständigen Sprachen: Spanisch, Französisch und viele andere mehr. Wenn Du in der Schule Latein lernst, kannst Du zumindest einige Wortfetzen in den romanischen Sprachen wieder erkennen und diese Sprachen sogar ein ganz klein wenig lesen, ohne sie gelernt zu haben.

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20071009005118AAWVvjp

Also dieser Turmbau zu Babel-Geschichte nach war früher zwischen den Menschen alles Tutti, bis Gott dazwischenfunkte und seit dem alle Menschen deswegen aneinander vorbeireden, sich bekriegen und nichts mehr gemeinsam gebacken bekommen?!

Und das steht so sogar in der Bibel?! :D Und niemanden scheint das zu stören?

Nun, vielen dank für diese neue, erbauliche Geschichte, die man hier ja immer und immer wieder liest.

Irgendwie hab ichs ja immer gewusst ... :)

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@SomOne

Danke dir auch fürs Sternchen, habe mich super gefreut!

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@elenore Super-Antwort mit vielen Denkanstössen

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Wahrscheinlich, weil die Sprache sich in verhätlnismäßig kleinen Gebieten regional entwickelt hat.

Nachdem auch die "Reisemögliohkeiten" sehr begrenzt waren, konnte die Entwicklung in dem einern Gebiet die in einem anderen nicht beeinflussen. Erst durch die Völkerwanderung u.a andere Ereignisse fand auch eine Verbreitung der verschiedenen Sprachen, bis hin zu einer Vermischung statt.

Das merkt man heute noch an den vesrchiedenen Dialekten, die z.B. in Deutschland gesprochenw edren. Da merkt man die Beeinflussung durch die Sprachen angrenzender Gebiete-

Is ja unfassbar was für n Quark hier überall steht ...

Die sache ist die: Die ersten Menschen kamen alle nachweislich aus der Gegend die wir heute als Afrika kennen. Von dort aus haben sie sich über tausende von Jahren über den gesammten Globus ausgebreitet. Sie sind immer weiter gewandert und haben immer neue Gebiete besiedelt. Dadurch haben sich natürlich immer mehr einzelne Gruppen ergeben. Die einen gingen nach Norden, die anderen nach Westen. Da sie also nicht mehr zusammen lebten, haben sich auch alle unterschiedlich entwickelt und sich ihren unterschiedlichen Lenbensräumen angepasst. Und natürlich sind in diesen vielen verschiedenen Gruppen die Verständigungslaute und Gesten immer unterschiedlicher geworden. So haben sich dann überall im Laufe einer langen Zeit ganz unterschiedliche Sprachen und Kulturen entwickelt.

Wenn du mal aufs Land fährst, wo die Leute einen Dialekt von Deutsch sprechen kannst du auch feststellen, dass in manchen gegenden schon von einem Dorf zum nächsten leicht unterschiedlich gesprochen wird. Es hängt also alles mit den Gruppen zusammen, die gemeinsam in einem bestimmten Gebiet leben und wie sich diese Gruppen über tausende von Jahren gebildet und Organisiert haben.

Das ganze ist natürlich sehr Komplex, aber ich denke, so in der richtung ist es einigermaßen leicht verständlich und annähernd richtig erklärt.

Naja, nicht überall mittlerweile, aber die ersten paar antworten waren schon haarsträubend teilweise ...

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Weil Sprachen sich verändern. Vergleiche z.B. mal deutsche Texte, die 150 Jahre alt sind, mit heutigen Texten. Da fallen dir schnell Unterschiede auf.

Noch eindeutiger wird es, wenn du ndir mal z.B. Deutsch, Niederländisch und Englisch ansiehst. Ursprünglich kamen die alle aus einer Sprache. Die Ähnlichkeiten kann man an einigen Stellen noch sehen, aber ein Deutscher versteht einen Engländer trotzdem nur, wenn er die Sprache gelernt hat.

Und innerhalb der Sprachen gibt es dann auch wieder Unterschiede. Setz mal einen Hamburger mit einem aus Bayern in einen Raum - Wenn die beide ihren Dialekt sprechen werden die sich kaum verstehen.

Dem Niederländischen sind dann u.A. Flämisch und Afrikaans entsprungen - Auch wieder veränderte Formen der Ursprungssprache.

Und auch im Englischen spricht man heute von American English und British English. Da sind die Unterschiede aber noch nicht so gewaltig.

Im Grunde läuft das so ab wie bei der Evolution.

Mutationen (In der Sprache z.B. Wörter aus Fremdsprachen, die eingebunden werden (Ich geh mal chillen.))

Isolation (Also räumliche Trennung z.B. eines Volkes)

x Zeit

= Sprachevolution

Das fängt damit an, daß die einen - z.B. Red Indians - ehemals in den Urwäldern Canadas dem Wild nachstellen und dabei nicht nur auf akustische Unhörbarkeit sondern auch noch auf die Windrichtung achten müssen - GEGEN die sie sich anpirschen. Verständigung mit dem Jagd-Kumpan. : stumme Zeichensprache.


Mein nächstes Beispiel ist der vor dem Eisloch mit einem speer lauernde Eskimo - der froh ist, den Mund nicht öffnen zu müssen, weil dabei soviel WÄRME flöten geht - das kannst Du auch außerhalb Grönlands bei einer Bergwanderung durch Gletscher beobachten.


Gehst Du dagegen in den Tropen mit Deinem ganzen Stamm laut gröhlend auf Treibjagd, wirst du in der gleichen Zeit etwa 100 soviel menschliche Laute - Lieder ? - von Dir geben. - und wohl auch 100 x soviel Essbares dabei aufscheuchen !!


Beim Norweger oder Eskimo - Finne - Rentierjäger - gibt es kein Überreden im Sinne von Totquatschen wie bei - sagen wir mal - der Discomaus in Italien, die noch auf Kosten der Eltern lebt; EINE falsche Entscheidung in den eisigen- oder überhaupt NATUR-bestimmten Ländern kann tödlich sein.


Das ist ein Denk-ANSATZ ! Kannst Du den selbständig WEITER-spinnen ?

Naja, denk mal, WIEVIELE Menschen überhaupt der Ur-Eskimo getroffen hat - im Jahr z.B. - da kann also so gut wie KEINE REDE sein davon, daß sein vorhandener Sprachschatz von anderen KULTUREN ergänzt - bereichert wurde - im Gegensatz von Bangladesh z. B.

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