Wieso spenden viele Organe nicht, sie brauchen die Organe doch eh nicht mehr wenn sie tot sind?

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53 Antworten

Ich finde es nicht richtig das du Organspende als moralische Verpflichtung darstellst

Diese Menschen sterben nicht weil sie Organe brauchen, sondern weil sie krank sind, klar ist das grausam aber deswegen finde ich es nicht okay das jetzt jeder Organe spenden soll und gezwungen wird seinen eigenen Körper im Falle des Falles zu opfern

Ich habe mich Anfang des Jahres zusammen mit meinem Zwillingsbruder sehr intensiv mit dem Thema Organspende beschäftigt und wir sind zu dem Entschluss gekommen das wir nicht spenden wollen würden

Wir haben einander sehr lieb und brauchen einander keiner von uns könnte damit leben wenn der andere nach schweren Unfall von Ärzten in einer OP wie ein Tier ausgenommen wird und so sterben muss, wir finden das Organspende System grausam und moralisch zweifelhaft

Ich meine wäre es nicht mein Körper der in der Op auseinander genommen würden, wenn ich ja sagen würde und der Ernstfall eintritt, folglich ist es auch meine Entscheidung ob ich das tun würde oder nicht und wie unfair und gemein ist es da Organspende moralische Verpflichtung hinzustellen so wie du es gerade tust

Ich helfe gerne wo ich kann, ich werde mich auch mit 18 bei der DKMS registrieren, Knochenmark wächst ja nicht und so kann ich helfen leben zu retten, ich tu das gerne, nur sterben will ich dafür nicht dafür lebe ich zu gerne und hänge an meinem Leben, außerdem hab ich ja noch eine Verantwortung für meinen Zwillingsbruder der mich braucht

Ich hab nur diese Chance zu leben und die möchte ich nicht verlieren

Wir haben auch schon Dokus gesehen wo es um Kinder ging und es macht uns immer so wahnsinnig traurig das die Ärzte nichtmals vor Kinder halt machen können, ein kleines Kind das einen fürchterlichen Unfall hatte und jetzt an der Schwelle des Todes ist wird von den Ärzten einfach hinübergeschubst und ausgenommen nur damit sie die Organe bekommen

Dazu kommt noch das die Tests uns Angst machen, die sind alles andere als zuverlässig, bis zu 30 % der Hirntoddiagosen könnten falsch sein, was ist wenn ich nur deswegen ausgespendet werde und sonst überlebt hätte, dann hätte mein Bruder den wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren und für mich wäre es aus

ein Hirntoter stirbt eh

Ein Hirntoter stirbt nur weil man ihm die Beatmung abstellt und er dann erstickt, wenn man ihn beatmet kann er noch Jahre leben

Und eines Tages in der Zukuft vielleicht auch wieder aufwachen

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/us-forscher-wollen-mit-stammzellen-hirntote-wiederbeleben-aid-1.5970193

Und gerade wenn es Hoffnung gibt würde ich diese auch nutzen wollen und solange beatmet werden wollen bis diese Technik endlich auch beim Menschen funktioniert, damit ich den kleinen Lichtblick den es gibt nutzen kann um einestages vielleicht doch zurückkehren zu können und meine Lieben wieder in die arme schließen zu können

Wenn ich meine Organe spenden würde kann ich das nicht mehr und alles wäre für mich verloren und aus

ihr mal eine neue Leber braucht

Natürlich würde ich auch kein fremdes Organ haben wollen, ich käme mir wie ein Mörder vor, wenn ich ein Organ nehmen würde für das ein anderer Mensch, der auch Hoffungen und Träume hatte gestorben ist

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Konstamoc 09.08.2016, 18:30


Ein Hirntoter stirbt nur weil man ihm die Beatmung abstellt und er dann erstickt, wenn man ihn beatmet kann er noch Jahre leben

Was bringt es bitte einen Menschen der zu einem Gemüse geworden ist zu beatmen ?

Wenn ein Menschen wirklich Hirntot ist dann kann er zwar weiter beatmet werden , allerdings sind zu diesem Zeitpunkt schon so viele Gehirnariale vollkommen zerstört wurden , dass er maximal noch eine Kartoffel ist.

Es ist absolut unnötig für solche Hirntoten Menschen Resocurcen zu verschwenden nur weil man selbst nicht mit dem Gedanken leben möchte , dass dieser Menschen eigentlich schon tot ist.

_________________________________________________________

Anders ist es natürlich mit Koma-Partienten deren Gehirn noch vollkommen (oder zu großen Teilen) intakt ist und diese somit überhaupt eine chance haben in der Zukunft ein Menschenwürdiges Leben zu führen.

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ManuTheMaiar 09.08.2016, 18:52
@Konstamoc

Was bringt es bitte einen Menschen der zu einem Gemüse geworden ist zu beatmen ?

dass er maximal noch eine Kartoffel ist.

Aber es gibt Hoffnung das sich das auch mal wieder ändert, schon jetzt schaffen Forscher es bei Ratten und bald gehen die ersten Tests an Menschen los, vielleicht ist der Spuk mit Hirntot schon sehr bald vorbei

Was ist wenn das nurnoch 10-15 Jahre dauert bis diese Technologie fertig ist, dann besteht zumindest ein Lichtblick irgendwann mal wieder zurückkehren zu können und wieder aufzuwachen anstelle das man stirbt und verrottet

Dann lass ich mich doch lieber so lange beatmen und nutze den Lichtblick wenigstens den Rest meines Lebens nach 10-15 Jahren noch leben zu können

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/us-forscher-wollen-mit-stammzellen-hirntote-wiederbeleben-aid-1.5970193

Und hast du schonmal an die Angehörigen gedacht, für die es vielleicht leicher ist denjenigen wenigstens noch besuchen zu können, mit ihm kuscheln zu können, immer mit der reellen Hoffnung das es eines Tages so weit ist und die Technologie einsatzbereit ist, sodass sie ihren Liebsten wieder in die Arme schließen können anstatt das dieser kalt und tot unter der Erde verfault während andere dann mit der fertigen Technologie gerettet werden

Menschen Resocurcen zu verschwenden

Wir reden hier von Menschenleben, Ressourcen dürfen da keine Rolle spielen genauso wenig wie Geld, das ist alles ersetzbar, ein Leben nicht

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Konstamoc 09.08.2016, 19:16
@ManuTheMaiar

Aber es gibt Hoffnung das sich das auch mal wieder ändert, schon jetzt schaffen Forscher es bei Ratten und bald gehen die ersten Tests an Menschen los, vielleicht ist der Spuk mit Hirntot schon sehr bald vorbei

Du bist ziemlich Naiv wenn du glaubst , ein erfolgreiche rekonstruierung von Hirngewebe bei Ratten auch nur im Ansatz auf den Menschen übertragbar ist.

Das menschliche Gehirn ist mit dem einer Ratte nicht zu vergleich!

Selbst wenn es gelingt das Hirngewebe wiederherzustellen hast du in fast allen Fällen danach einen Menschen dessen Gehirn komplett resetet wurde un dieser Menschen der schon vllt mitte 30 ist wieder auf dem Stand eines Babys ist.

Was ist wenn das nurnoch 10-15 Jahre dauert bis diese Technologie fertig ist, dann besteht zumindest ein Lichtblick irgendwann mal wieder zurückkehren zu können und wieder aufzuwachen anstelle das man stirbt und verrottet

Immer diese blöde Wort "wenn".

Wenn man ein allheilimittel hätte müsste kein Mensch mehr an schlimmen Krankheiten sterben und.... blablabla...

Das ist nichts anderes als blödsinn und hypotetische annahmen was du da schreibst.

Klar kann es sein , dass morgen ein Mittel gegen den Hirntot gefunden wird aber was für auswirkungen ein Hirntot auf das Gehirn hat ist dir immer noch nicht klar.

Nur Gehirnariale zu reproduzieren bringt nicht viel wenn du keine vernknüpfungen zwischen den Synapsen im Gehirn hast.

Du müsstest das Gehin vor dem Schaden zu 100% Klonen um ein annehmbare Ergebniss zu erziehlen.

Dann lass ich mich doch lieber so lange beatmen und nutze den
Lichtblick wenigstens den Rest meines Lebens nach 10-15 Jahren noch leben zu können

Du hast echt vorstellungen...

Wenn jeder Mensch so denken würde hätten wir bald Lagerhallen voll mit Leichen die Beatmet werden.

Dir ist schon klar , dass diese Idee absoluter schwachsinn ist und du scheinbar eher auf Komapartienten anspielst als auf 100% Hirntote oder ?

Komapartienten werden meistens sehr sehr lange Zeit am leben gehalten weil es bei denen einen Sinn macht!

Bei Hirntoten macht es eben keinen sinn diese am Leben zu erhalten.

Und hast du schonmal an die Angehörigen gedacht, für die es
vielleicht leicher ist denjenigen wenigstens noch besuchen zu können,
mit ihm kuscheln zu können, immer mit der reellen Hoffnung das es eines
Tages so weit ist und die Technologie einsatzbereit ist, sodass sie
ihren Liebsten wieder in die Arme schließen können anstatt das dieser
kalt und tot unter der Erde verfault während andere dann mit der
fertigen Technologie gerettet werden

Schon alleine bei Lesen dieses Textes könnte ich kotzen.

Ich beziehe mich hir nur auf Hirntote und somit ist es egal was du mit einem Hirntoten machst.

Wenn du keine 100% Kopie des Intakten Gehirns dieses Menschen hast ist die sache durch!

Und willst du ernsthaft sagen , dass ein Grund Menschen die chance auf ein Leben durch Organspende zu nehmen der ist , damit die Angehörigen dieses Menschens ein lebensgroßes und hirnloses ebenbild des Menschen den sie mal geliebt haben als Kuscheltier missbrauchen?

Ganz ehrlich , ehe ich mich 15-20Jahre beatmen lasse nur um danach maximal ein 40 Jahre altes Kleinkind zu sein sollte man mir doch eher den Stecker ziehen und mit meinen Organen Menschen die diese Organe wirkliche brauchen helfen.

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sophieeee97 09.08.2016, 18:37

Du siehst das ganze aber nur von einer Seite, was ist mit denen die Organe brauchen, was wäre denn wenn dein Bruder mal eine neue Leber braucht

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ManuTheMaiar 09.08.2016, 18:42
@sophieeee97

Ich hab das sehr wohl von beiden seiten betrachtet, ich finde das ja auch grausam das Menschen sterben müssen, aber es ist nunmal auch so das der Spender ebenfalls ein menschliches Wesen ist der hier zum Nutzobjekt gemacht wird und dabei getötet wird

Sollte mein Bruder mal eine neue Leber brauchen spende ich ihm die Hälfte von meiner, wir sind eineiige Zwillinge das bedeutet damit würde er sogar wieder vollständig gesund werden und müsste nicht wie andere sein Immunsystem kaputtmachen lassen, wie könnte da zulassen das man ihm etwas anderes einbaut als ein Teil von mir

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Konstamoc 09.08.2016, 18:53
@ManuTheMaiar


Ich hab das sehr wohl von beiden seiten betrachtet, ich finde
das ja auch grausam das Menschen sterben müssen, aber es ist nunmal auch
so das der Spender ebenfalls ein menschliches Wesen ist der hier zum
Nutzobjekt gemacht wird und dabei getötet wird


Sollte mein Bruder mal eine neue Leber brauchen spende ich ihm die
Hälfte von meiner, wir sind eineiige Zwillinge das bedeutet damit würde
er sogar wieder vollständig gesund werden und müsste nicht wie andere
sein Immunsystem kaputtmachen lassen, wie könnte da zulassen das man ihm
etwas anderes einbaut als ein Teil von mir



Du hast eine wirklich sehr idealistische herangehensweise an probleme.

Allerdings läuft die realität nunmal nicht so.

Ein Hirntoter Mensch ist nichts anderes als ein Obejekt , ein Hirntoter hat keine bis nur noch kaum messbare Hirnaktivität und somit weder eine Persönlichkeit noch die möglichkeit nach unserem stand der Medizin ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Hirntote sind nur noch Gemüse an Beamtumungsmaschienen so hart das auch klingen mag.

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Zu Punkt 2:

Was ist wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht als Spender in frage kommst und die einzige möglichkeit das dein Bruder überlebt die ist , dass einem hirntoten Menschen der Stecker gezogen wird , aber die Familie des Hirntoten ihr Gemüse noch nen paar Jahre ohne eine Chance auf besserung Beatmen lassen will ?

Ich würde einiges darauf verwetten , dass in diesem Scenario selbst du sagst , dass es mehr Sinn macht die Existenz eines Gemüses ohne Chance zu beenden als deinen Bruder der sein Leben noch vor sich hat auch vorzeitig ins Gras beißen zu lassen.

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ManuTheMaiar 09.08.2016, 19:06
@Konstamoc

Ein Hirntoter Mensch ist nichts anderes als ein Obejekt , ein Hirntoter hat keine bis nur noch kaum messbare Hirnaktivität und somit weder eine Persönlichkeit noch die möglichkeit nach unserem stand der Medizin ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Hirntote sind nur noch Gemüse an Beamtumungsmaschienen so hart das auch ist.

Noch ist das so, die Betonung liegt auf noch, aber schon sehr bald könnte es Hoffnung geben

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/us-forscher-wollen-mit-stammzellen-hirntote-wiederbeleben-aid-1.5970193

Was ist wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht als Spender in frage kommst

Das ist ja wohl mehr als unrealistisch, wozu sind wir denn eineiige Zwillinge, wenn wir die Vorteile nichtmals ausspielen können

Ich würde nicht zulassen das mein Bruder unter einem fremden Organ leiden muss unter Krankheiten durch das geschwächte Immunsystem und der ständigen Angst wie lange es noch hält, lieber würde ich alles auf eine Karte setzen und wenn es sein muss auch ein Risiko eingehen und trotzdem für ihn spenden, die Ärzte sind bei sowas ja so kritisch das die schon abraten wenn das Risiko nur ein paar Prozent beträgt, das würde ich aber eingehen

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Konstamoc 09.08.2016, 19:20
@ManuTheMaiar

Das ist ja wohl mehr als unrealistisch, wozu sind wir denn eineiige Zwillinge, wenn wir die Vorteile nichtmals ausspielen können


Ich würde nicht zulassen das mein Bruder unter einem fremden Organ
leiden muss unter Krankheiten durch das geschwächte Immunsystem und der
ständigen Angst wie lange es noch hält, lieber würde ich alles auf eine
Karte setzen und wenn es sein muss auch ein Risiko eingehen und trotzdem
für ihn spenden, die Ärzte sind bei sowas ja so kritisch das die schon
abraten wenn das Risiko nur ein paar Prozent beträgt, das würde ich aber
eingehen

Hör mal zu den kennst dich echt 0 mit der Materie aus und denkst extrem schwarz/weiß!

Man kommt als Spender schon nicht mehr in frage wenn man zu wenig Wiegt!

Schon die kleinste Möglichkeit die das Risiko signifikant erhöht , dass du und dein Bruder bei dem Eingriff abkratzen hat zur folge , dass sich kein Artzt in ganz Deutschland sich mehr für den Eingriff zur Verfügung stellen wird.

Es liegt garnicht nur in deinen Händen ob du ein Organ spenden kannst oder nicht.

Dieser Gedanke ist mehr als nur lächerlich und du solltest dich echt mal richtig über das Thema informieren.

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ManuTheMaiar 09.08.2016, 19:29
@Konstamoc

Man kommt als Spender schon nicht mehr in frage wenn man zu wenig Wiegt!

Das meine ich ja gerade, da es prinzipiell immernoch möglich wäre zu spenden und Ärzte viel zu schnell ablehnen

Es liegt garnicht nur in deinen Händen ob du ein Organ spenden kannst oder nicht.

Eine Transplantation im Ausland (Indien, Thailand) kostet gerade mal 100000 Euro und ich wette wenn man Lebendspender selber mitbringt und nur den Operationdienst bezahlt dann wird es erheblich günstiger

0
Konstamoc 09.08.2016, 19:36
@ManuTheMaiar


Eine Transplantation im Ausland (Indien, Thailand) kostet gerade mal
100000 Euro und ich wette wenn man Lebendspender selber mitbringt und nur den Operationdienst bezahlt dann wird es erheblich günstiger

Ich fasse es nicht...

Stell dir mal vor du gehst in einem deiner angepriesenden 3rd World Contry bei der Operation drauf aber dein Bruder darf kann dadurch weiterleben (was kein unwarscheinliches Scenario ist).

Was denkst du wie wird sein weiteres Leben verlaufen ?

Er wird für immer sich selbst die schuld geben , dass du durch sein Leiden gestorben bist und wirklich nur noch schwer ein glückliches Leben führen können.

Du vertrittst hir zwar eine noble und aufopferungsvolle Idee aber keine die wirklich realistisch ist.

Manchmal muss man Menschen einfach gehen lassen.

Jeder wird sterben das ist unumgänglich egal wie lange man es versucht hinauszuzögern.

Die gesamt Medizin in der tagtäglich Leben gerettet werden ist nichts anderes als Zeit schinden.

Der Tod ist unumgänglich und somit wird jeder Menschen sterben.

Willst du wirklich auf Teufel komm raus dein eigenes Leben komplett leichtfertig opfern nur damit du kein schlechtes Gewissen danach hast ?

Das sind sehr egoistische Züge die du aus einer sehr noblen und aufopferungsvollen Idee ziehst.


2

Solange wir leben, brauchen wir unsere Organe selbst. Du schreibst ja selbst, dass Lebenden die Organe rausgeschnitten werden, um sie anderen einzuverleiben:

ein Hirntoter stirbt eh

Einen Lebenden zu töten, damit man selbst oder andere daran profitieren, ist Mord - auch dann, wenn die Organgierige, Politiker und sogar die Justiz es anders sehen.

was ist wenn ihr mal eine neue Leber braucht

Ich hab verfügt, dass ich kein Fremdorgan in mich reinkriegen will. Die Vorstellung, in mir ein Organ von einem Mordopfer zu haben und damit leben zu sollen, ist unerträglich.

In meinem NICHT-Organspenderausweis habe ich den Zusatz:

     Ich widerspreche jeglicher Hirntod-Diagnose !!!

       Ich widerspreche grundsätzlich jeglicher Entnahme von Organen,
       Gewebe oder Knochen.
Der Hirntod bedeutet für mich nicht den
       Tod des Menschen, sondern einen unumkehrbaren Prozess im
       Sterben, den es zu achten und zu respektieren gilt und der
       liebevoller Begleitung bedarf.

       Ich lehne daher im Bewusstsein aller Konsequenzen auch den
       Erhalt eines Spenderorgans ab.

Wenn ein Mensch aufgrund von Organversagen stirbt, dann nicht deshalb, weil sich ein anderer nicht wegen verlogener "Information", die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden, "freiwillig" lebendig ausschlachten lassen, sondern weil der Mensch schwer krank ist und die Ärzte ihm nicht helfen können.

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

Lies meine ausführliche Antwort an SaraWarHier auf ihre Frage:

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?
https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=list-answers-by-user#answer-179834205

Folge dort auch den weiterführenden Links zu meinen Antworten an
BossMoss und Lollool. - Der Link bezüglich Lollool führt nicht
zielgenau zu meiner Antwort (es wurde hier etwas an den Links
geändert). Wenn Du diesen anklickst, bist Du genau bei der Antwort
zu ihrer Frage:

Schnellerer Hirntod bei Organspendern?
https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=list-answers-by-user#answer-179834205

Das in meiner Antwort eingebrachte Video Organwahn findest Du
dort auf YouTube mit dem von mir reingegebenen Link nicht mehr.
(Ich kann ja verstehen, dass "Organspender"-Befürworter seine Aussagen
nicht gefallen und versuchen, seine Aussagen zu boykottieren.) - Gibst
Du auf YouTube in die Suchleiste ein

werner hanne

findest Du Videos, in denen er seine Besorgnis darlegt.

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maroa 23.08.2016, 14:44

DH

1

Ich denke, das größte Problem ist, dass die meisten Menschen bei ihrem Tod gar nicht die Möglichkeit bekommen, Organe zu spenden.

Wenn jemand beispielsweise bei einem Autounfall zu Tode kommt, kann er ja keine Organe spenden.

Und wenn jemand vor seinem Tod keine Angaben darüber macht, fällt es den Angehörigen oft sehr schwer, einer Spende zuzustimmen, da ein Angehöriger dabei "ausgenommen" wird.

Ich persönlich würde auf jeden Fall Organe spenden. Wenn ich die Chance habe, durch meinen Tod andere Menschenleben zu retten, sage ich doch nicht nein.

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Kaleda 13.08.2016, 21:03

Ich denke das Thema Organspende ist nun wirklich lang und breit durch alle Medien gegangen und jeder hat von seiner Krankenkasse dazu Unterlagen/Werbeschreiben erhalten. Wenn dann jemand nichts tut kann man doch billigen davon ausgehen, dass er das nicht möchte und sollte das dann einfach mal so akzeptieren. Was meinst du dazu?

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kath3695 15.08.2016, 12:26

Vielleicht sind manche Leute unentschlossen oder rechnen überhaupt nicht mit ihrem Tod, sind gar zu jung. In eine Ecke stecken kann man die Leute auch nicht.

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cyracus 24.08.2016, 21:43
@kath3695

@kath, und dann gibt es noch die, die sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und aus besten Gründen dagegen sind. Davon kenne ich viele - und ich gehöre auch zu denen.

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Dass ein Hirntoter eh stirbt - ist definitiv falsch !

Es gibt Beispiele, dass sich Patienten wieder völlig erholt und regeneriert haben - obwohl 2 Ärzte die "Hirntod-Diagnose" gestellt haben - und heute noch munter unter uns leben.

Wie kann das sein ? Ganz einfach !

1. die Angehörigen gaben nicht die Einwilligung zur "Organspende" ! Nur so hatte der Patient überhaupt eine Chance !

2. das Hirntodkonzept taugt nix ! Denn ca. 30% der Diagnosen sollen falsch nachweislich sein !

Mehr Info dazu  > auf meinem Profil !

Honeysuckle08 schreibt folgendes - und dem schliesse ich mich voll an:

"In erster Linie sind sog. hirntote Menschen lebendige Menschen,die leiden, fühlen und sich - in den meisten Fällen - im Sterbeprozess befinden. Gerade in dieser Phase ist der Mensch besonders sensibel,empfindsam, schutzbedürftig und schmerzempfindlich...

                    Das ist völlig Richtig !

Das sehe nicht nur ich auch so,. sondern ebenfalls viele Experten
und Kritiker des Hirntod-Konzeptes, das vor allem kreiert wurde, um
Mediziner vor Strafe zu schützen. Denn nicht wenige bezeichnen den
Prozess der Ausschlachtung als Mord.

Und nach der Prozedur, in der die Seele (welche die Mediziner ignorieren)  mit Gewalt aus dem Körper getrieben wird - ja dann biste wirklich tot - töter geht es nicht !

Allerdings: der Mensch hat ein RECHT auf einen humanen und würdevollen Tod! Der wird ihm durch die Ausschlachtung aber gestohlen !

Wer dann lieber den Tod und das Ausnehmen auf dem OP-Tisch während des Sterbeprozesses vorzieht - nun gut - das ist seine Entscheidung.

Aber mit human und Würde hat das nun absolut nichts mehr  zu tun.


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Mucker 18.08.2016, 19:26

WIE TOT IST HIRNTOT WIRKLICH?

Seit der Neudefinition des Todes durch das Harvard ad hoc Komitee 1968, sei es in Forschungs- und Ärzteberichte zum Hirntod oder in den Gesetzentwürfen der Bundesregierung wurde die Einstellung und Praxis der Pflege und Pflegekräfte nie berücksichtigt.

Die Transplantationsmedizin blickt eher auf den Empfänger und betont den lebensrettenden Aspekt der Organspende.

Aber welche psychischen Belastungen bringt die Arbeit in der
Transplantationsmedizin mit sich? Pflegende leiden oft an quälender Wahrnehmungsspaltung durch das gleichzeitige Vorhandensein von Lebens- und Todeszeichen bei Gehirntoten.

Der Psychologe, Supervisor und ehemalige Krankenpfleger Rotondostellt Erfahrungsberichte aus dem medizinischen und pflegerischenBereich zur Diskussion.

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger. Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen tätig.

Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre alsKrankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte «Hirntote».

1995 und 1996 war er als Sachverständiger in Bonn vor dem
Gesundheitsausschuss zu Anhörungen zum Transplantationsgesetz geladen.

Neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Diplom-Psychologe betreibt er im Internet die «Informationsstelle Transplantation und Organspende»

Googel mal unter Roberto Rotondo - oder geh auf mein Profil - da findest du weitere informationen. LG

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Darkmalvet 21.08.2016, 04:25

Es gibt Beispiele, dass sich Patienten wieder völlig erholt und regeneriert haben - obwohl 2 Ärzte die "Hirntod-Diagnose" gestellt haben - und heute noch munter unter uns leben.

Ja diese Menschen gibt es, aber dazu musst du auch sagen, das diese Fälle im Ausland passiert sind, wo die menschenunwürdige Definition des Stammhirntodes gilt, diese Länder haben offenbar noch nicht kapiert, dass das Bewusstsein im Großhirn sitzt.

Hier in Deutschland wo der Gesamthirntod zählt kann sowas heutzutage nicht mehr passieren, zumindest dann nicht wenn der Ausfall des Großhirns durch sichere apperative Diagnostiken wie ein Angiogramm bestätigt wird.

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cyracus 22.08.2016, 13:13
@Darkmalvet

@Darkmalvet, führst wieder das Angiogramm an in der Hoffnung, das sei für Organtransplantations-Kritiker ein Totschlagargument.

Die Dokumentation des zerebralen Zirkulationsstillstandes durch die Arteriographie gilt als goldener Standard der Hirntoddiagnostik. Selbst diese ist aber nicht ausreichend, um den Ausfall der Funktionen des gesamten Gehirns nachzuweisen. Erhaltene Sekretionsleistungen der Hirnanhangsdrüse können auch nach angiographisch verifiziertem Zirkulationsstillstand vorkommen, was nicht nur durch den Nachweis der entsprechenden Hormone dokumentiert wurde, sondern auch durch das Ansprechen des Hypophysenvorderlappens auf den TRH-Stimulationstest. Nach Injektion von Insulin zeigte ein hirntoter Patient einen Anstieg des Wachstumshormons im Serum, eine Stoffwechselleistung, die die zumindest partielle Intaktheit des Hypothalamus voraussetzt.42

Den ganzen für Laien kompliziert zu lesenden Artikel findest Du hier:

"Auch die Toten sind nicht mehr sterbenskrank" *
Die Auseinandersetzung um den Hirntod - eine Bilanz

http://www.initiative-kao.de/vortrag-m-klein-01-12-07-hirntod-auseinandersetzung-bilanz.html

Fakt ist ja: Solange noch irgendwas im Körper des Patienten funktioniert, ist der Mensch noch nicht wirklich tot. Denn die Seele hat den sterbenden Körper dann noch nicht oder nicht vollständig verlassen. - Mag ja sein, dass Du mit dem Begriff "Seele" nix anfangen kannst, kann ich Dir aber auch gerne lassen.

.

Und: Allgemein gilt ja die "Hirntod"-Diagnose, von der hier berichtet wird:

30% Falsche Hirntod-Diagnosen

https://www.youtube.com/watch?v=uspv020zyeY

.

Und ist doch seltsam: Sobald es um Gewinnmaximierung (im weitesten Sinne) geht, gilt die doch sonst so wichtige Totenruhe nicht mehr:

https://www.gutefrage.net/frage/hallo-miteinander-ich-muss-orgumente-gegen-eine-organspende-sammeln-und-da-kam-im-internet-das-man-dadurch-die-totenruhe-stoert-kann-mir-das-bitte-jemand-erklaer

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PlueschTiger 18.09.2016, 00:04
@Darkmalvet

Hier in Deutschland wo der Gesamthirntod zählt kann sowas heutzutage nicht mehr passieren, zumindest dann nicht wenn der Ausfall des Großhirns durch sichere apperative Diagnostiken wie ein Angiogramm bestätigt wird.

Tut mir leid dich zu enttäuschen, aber in Deutschland kann das alles auch passieren und noch mehr, nur die Gründe sind anders. Ich selbst durfte 6 Stunden auf erste Hilfe warten 2,5 davon in Wartezimmern. Man hat mich 70 Km weiter geschickt weil im Hochmodernen Deutschland es im Krankenhaus keinen Augenarzt gab der erste Hilfe am Auge hätte machen können, was jeden Lehrer oder Sanitäter beigebracht wird. 

Ich selbst habe noch einige schlimmere Horrorgeschichten von dem was in Germany passieren kann. Hier kann dir alles passieren, so viel das du dich nach einem Medizinmann aus Afrika sehnst.

2

Das hat mit der Angst zu tun,das Menschen fürchten man werde sich nach einem Unfall nicht mehr um ihre Reanimation kümmern wenn bekannt ist das sie Organspender sind.

Auch die Angst das man trotz Hirntot doch noch etwas spüren könnte wenn die Organe ohne Narkose entnommen werden

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ManuTheMaiar 11.08.2016, 05:07

Oder aber mit der berechtigten Angst davor, das man selbst oder nahe Angehörige geschlachtet, ähh ich meinte natürlich explantiert werden

Ich hab mir das Video von Roberto Rotondo angesehen und es ist einfach nur grauenvoll wie mit Spender umgegangen wird

4
realfacepalm 11.08.2016, 18:01
@ManuTheMaiar

Man beachte die rationale und nüchterne Ausdruckseise der Spendengegner..

..
Neiiin, da wird doch nicht etwa Angst geschürt und auf unterstem Niveau Panik, Furcht und Unsicherheit gesteut, ach wo....

2
cyracus 24.08.2016, 21:51
@realfacepalm

@realfacepalm, wieso kommst Du darauf? Kennst Du das Video von Roberto Rotondo?

Wie tot ist hirntot?
http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten zeigt er die Untersuchung von zwei sogenannten
"Hirntoten", die als tot gelten. - Das sollte sich jeder ansehen,
bevor er sich für oder gegen die O-spende entscheidet und sich
vorstellen, er selbst liege so dort und macht entsprechende
Abwehrbewegungen ... 

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger.
Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der
Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im
Gesundheitswesen tätig. Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre als
Krankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte "Hirntote".

Wo wird da denn

Angst geschürt und auf unterstem Niveau Panik, Furcht und Unsicherheit gesteut

?

Bevor Du derartige Behauptungen aufstellst, solltest Du wenigstens kennen, was Du in einer Art wie dieser gemängelst.

4

Vielleicht ist vielen Leuten einfach der Gedanke ans "Rumschnippeln" unangenehm. Ich persönlich habe eine andere Einstellung: 

Warum sollte ich meine Organe spenden? Leben ist nun einmal endlich und selbst die Sterne sterben. Mit welcher Begründung will ein "zum Tode Verurteilter" durch fremde Organe weiterleben? 

Damit muss man sich abfinden. Viele Leute wollen den Tod nicht wahrhaben und es ist "uncool", sich darüber zu unterhalten. Auch ein weiteres Organ schützt ja nicht vor dem Tod an irgendeinem anderen Tag. 

Was aber viel wichtiger für mich ist: Warum soll ich ein Organ jemandem zur Verfügung stellen, der vielleicht ungesund gelebt hat und nun auf einen Spender wartet? Das wäre nun überhaupt nicht in meinem Sinne. 

Und was ich hasse, ist, gleich in die Ecke eines Totschlägers oder Mörders gestellt zu werden nach dem Motto: "Ich könnte leben, wenn Du nicht so egoistisch wärest." Das ist aber in meinen Augen Quatsch. 

Einzige Ausnahme einer Organspende wäre ein Kind, denn es verdient eine Chance, weiterzuleben. Aber da niemand sagen kann, wann ich sterbe und ob gerade dann eins meiner Organe (die ja auch ein "Verfalldatum" haben) für ein Kind benötigt wird, sehe ich da im Augenblick keine Lösung für mich und lehne deshalb die Spende ab. 

Das Problem ist, dass ich natürlich dann auch selbst keine Organspende entgegennehmen kann, ich mich also mit der finalen Diagnose auseinandersetzen muss. 

im Augenblick würde ich meinen Körper eher der Wissenschaft vermachen, um vielleicht mitzuhelfen, das Wissen der Menschheit durch genaue Untersuchungen zu mehren. Ich glaube, das käme vielen Menschen mehr entgegen. 

Es bleibt schwierig. 

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claushilbig 19.02.2017, 03:39

Warum soll ich ein Organ jemandem zur Verfügung stellen, der vielleicht ungesund gelebt hat und nun auf einen Spender wartet?

Gegenfrage: Warum soll (darf) ich meine (für mich nutzlosen) Organe jemanden verweigern, der ohne eigenes Verschulden einen Unfall erlitten oder vielleicht sogar in aufopferungvoller Tätigkeit für die Allgemeinheit oder bei der Rettung eines anderen Menschen seine Organe irreparabel geschädigt hat?

0
ramay1418 19.02.2017, 07:40
@claushilbig

Leute, ihr müsst einfach richtig lesen! Ist doch nicht weiter schwierig. 

Ich habe gesagt, ich lehne es ab, jemandem, der ungesund gelebt hat, eins meiner Organe zu spenden, nicht jemandem, der sein Leben aufs Spiel gesetzt hat wie z. B. ein Feuerwehrmann. 

Und es ist MEINE Entscheidung, nicht die von fremden Leuten. Aber ich habe auch gesagt, dass eine Entscheidung schwierig ist. 

Vielleicht denke ich ja noch einmal um, aber im Augenblick ist es bei mir so wie beschrieben. 

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cyracus 19.02.2017, 09:00
@claushilbig

Gegenfrage: Warum soll (darf) ich meine (für mich nutzlosen) Organe jemanden verweigern ...

Weil es OrganSPENDE heißt, nicht OrganEINFORDERUNG.

Spenden sind freiwillige Gaben, über die man frei entscheidet - man kann geben oder es lassen, und niemand hat das Recht, sich darüber zu beschweren.

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claushilbig 19.02.2017, 03:44

Einzige Ausnahme einer Organspende wäre ein Kind, denn es verdient eine Chance, weiterzuleben.

Wer gibt mir oder Dir das Recht zu entscheiden, wer "eine Chance, weiterzuleben" verdient? Und kann man die überhaupt "verdienen", oder steht die nicht vielleicht einfach jedem zu?

Ich toleriere Deine Entscheidung - aber Deine Argumente sind für mich nicht nachvollziehbar ...

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ramay1418 19.02.2017, 07:48
@claushilbig

Meine Argumente müssen auch nicht für Dich, sondern für mich nachvollziehbar sein. 

Und weder Du noch ich entscheiden, wer unsere Organe bekommt; dann wäre es ja einfach. 

Ich kann nämlich mit dem gleichen Recht fragen, warum jemand einen Fremden unterstützt, der ungesund gelebt, aber genug Geld hat, um sich einen besseren Platz auf der Transplantationsliste zu kaufen (OK, sagen wir, durch Geldspenden ein wenig unterstützend eingegriffen hat)? 

Und ich würde eben eher ein Kind - das sein Leben noch vor sich hat - retten als einen (älteren) Erwachsenen. Das ist mein Standpunkt. 

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cyracus 19.02.2017, 09:06
@claushilbig

Wer gibt mir oder Dir das Recht zu entscheiden, wer "eine Chance, weiterzuleben" verdient?

Das entscheidet nicht der umworbene eventuell potentielle "Spender", sondern die Ärzte und die Organverteilerstelle.

Der Umworbene entscheidet lediglich, ob er - (noch) lebend - ausgeschlachtet werden will oder nicht. Denn die "Spender" sind nicht (vollständig) tot. Organe aus Toten können nicht in einen anderen Körper übertragen werden. Das wird bei den Werbungen um "Spender" aber tunlichst verschwiegen.

Es gibt nicht wenige Berichte von für "tot" Erklärte, die wieder gesund wurden. Auch das gehört in ehrliche Information bei den Werbungen um "Spender".

Und so hat jeder alles Recht der Welt, NEIN zu diesem Prozedere zu sagen.

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Die meisten Organge sind nur dann für eine Transplantation brauchbar, wenn sie noch leben. Der Begriff "Hirntod" ist eine willkürliche Festlegung dafür, ab wann man einen noch lebenden Menschen als tot bezeichnet.

Wer sich darüber klar ist, der ist kaum noch motiviert, seine Organe zu spenden.

Andere ethische Gründe gibt es natürlich auch. Zumindest unbewußt ist den meisten Menschen klar, daß der Unterschied zwischen Menschenfleisch essen und menschliche Organe transplantieren nur minimal ist, weil ja beides dem Zweck dient, das Leben des Empfangenden zu erhalten.

Auch religiöse Gründe können wirksam werden, weil es ein offener Widerspruch ist, einerseits zu glauben, daß es Sünde ist, sich den Tod eines anderen Menschen zu wünschen, und andererseits Menschen dazu zu verleiten, in ihrer Not auf den baldigen Tod eines sonst gesunden Menschen zu hoffen, um dessen Organe zu empfangen.

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Ich hab schon seit jahren meinen Spenderausweis mit "Ja" zu allem immer bei mir. Wenn ich tot bin, brauch ich das zeug nicht mehr und wenn jemand anders damit noch etwas anfangen kann, kann ers gerne haben. Ich bin dann tot, mich interessiert das nicht mehr.

Mein Mann hat keinen. Er ist unsicher, er weiß nicht, ob ja oder nein oder nur teilweise, oder ob er jemanden eintragen soll, der das dann entscheiden soll. So bin es rechtlich gesehen gerade ich, die diese Entscheidung treffen müsste, sollte es denn dazu kommen, was natürlich keiner hofft. Er weiß, wie ich entscheiden würde und respektiert das (ich würd seine Organe zur Spende frei geben).

Im Endeffekt ist das aber etwas, das, solang man noch lebt, jeder für sich entscheiden sollte ohne sich rechtfertigen zu müssen und ohne sich ein schlechtes Gewissen einreden lassen zu müssen, wenn er entscheidet "Ich will nicht spenden." Das ist sein gutes Recht, das so zu entscheiden und niemand hat das Recht, das zu verurteilen.

Wäre ich in der Situation, dass ich eine Spende bräuchte und ein passender Spender sagt "Nein." (oder sagte vor seinem Tod nein), dann ist das eben so. Dann räume ich mit meinem Leben auf und kann zufrieden sterben.

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Kaleda 13.08.2016, 21:10

Bis auf die Tatsache, dass du deinen Mann zur Spende freigeben würdest, kann ich dir nur zustimmen. Wenn er das gewollt hätte, hätte er das zu seinen Lebzeiten geregelt. Wieso könntest du ihn nicht einfach ruhen lassen?

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MaraMiez 13.08.2016, 21:44
@Kaleda

Ich lass ihn ruhen. Ich werd mich nicht mit einem Ouija-Brett hinsetzen und seinen Geist anrufen. Aber sein Körper ist, wenn er tot ist, einfach nur lebloses Gewebe. Man trauert ja auch nicht jeder Möhre nach, die man in den Salat schnippelt.

Achso...wenn er denn dann irgendwann stirbt, will er ohnehin eingeäschert werden...wo ist da der Unterschied? Ich geb seine Organe jemandem, der sie braucht oder ich verbrenne sie.

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Kaleda 16.08.2016, 22:01
@MaraMiez

Unser ganzer Körper besteht aus unzähligen Zellen und in jeder dieser Zellen ist unsere gesamter Bauplan als Mensch enthalten. Was lebt nun in den Organen weiter? Das sind die Fragen die mich berühren, nicht die Tatsache, dass ich sterben werde oder dass man mich im sterben durch eine Explantation aus dem Leben nimmt. Was lebt da weiter bitte. Ich habe Menschen in den Tod begleitet und beschäftige mich sehr intensiv mit diesem Thema, deshalb kann ich dass nicht so einfach entscheiden. Die eindruckvollsten Momente meines Lebens waren genau diese wo ein Mensch diese Schwelle überschreitet. Kann man das stückweise? Ich weiss es nicht.

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cyracus 24.08.2016, 22:10

Wenn Dein Mann nicht "Ja" sagt, solltest Du seinen Willen respektieren. Nur ein "Ja" ist ein "Ja". Keine Antwort heißt NICHT "Ja", sondern "Nein" oder eher "Nein".

Die Intuition Deines Mannes ist goldrichtig. Es liegt nun an Dir, ihn zu respektieren.

Vielleicht schaust Du Dir diesen Vortrag von Roberto Rotondo an:

Wie tot ist hirntot?

http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten zeigt er die Untersuchung von zwei sogenannten

"Hirntoten", die als tot gelten. - Du würdest doch sicher nicht wollen, dass Dein Mann eines Tages so zum Ausschlachten gehalten wird ... während er auf Berührungen reagiert ...

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MaraMiez 25.08.2016, 10:55
@cyracus

Ich respektiere, dass er unsicher ist. Er sagt übrigens nicht nein, das hab ich ihn gefragt und würde ihn dann auch bitten, den Ausweis mit "nein" auszufüllen, damit Ärzte dann gar nicht erst an mich heran treten. Er sagt, er weiß es nicht und mein Mann ist so einer, der sich über Dinge, die nicht unmittelbar bevorstehen, nicht viele Gedanken macht, sondern mit den Schultern zuckt, weil es ihm egal ist. Sonst würde er da auch eine eindeutige Entscheidung treffen. Er weiß, wie ich entscheiden würde und ist damit einverstanden. Wär ers nicht, kann ers mir sagen.

Mehr Respekt können wir uns da gegenseitig gar nicht zukommen lassen.

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cyracus 25.08.2016, 20:08
@MaraMiez

Es tut mir leid, dass Dein Mann sich bei einem so brisantem Thema wie diesem nicht weiter informiert. Wenigstens sollte er diese beiden Informationen kennen:

30% Falsche Hirntod-Diagnosen

https://www.youtube.com/watch?v=uspv020zyeY

Und 

weil sich beim Thema "Organspende" auf den sogenannten "Hirntod"
berufen wird, ist es ja wichtig, hierüber informiert zu sein. Dazu empfehle
ich das Interview mit dem Neurologen Professor Coimbra in

Der tödliche Apnoetest
https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLA https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLAh?v=r5WzwmbbkLA

Hierin erklärt er, warum bei Schwerstkranken auch bei funktionierendem
Gehirn keine messbaren (!!) Hirnströme ausgesandt werden und dadurch
auf dem EEG-Monitor eine Null-Linie gezeigt wird, und dass in diesem
Zustand der Patient dringendst sofort intensiv weiterbehandelt werden
muss, um bestenfalls wieder vollständig gesund zu werden.

Auch beschreibt er die katastrophalen Folgen der Tests zur Diagnose
eines (angeblichen) "Hirntodes", dass gerade dadurch der Patient getötet
werden kann.

.

Diese Infos anzuschauen sind nur wenige Minuten - und gleichzeitig sind sie sehr aussagekräftig.

Bei diesem Thema geht es ja in erster Linie um die eventuellen "Spender", erst in zweiter Linie um die Empfänger. Deshalb müssen wir heiß umworbenen Bürger, sich als Spender zur Verfügung zu stellen, wissen, was das für uns bedeuten würde.

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MaraMiez 25.08.2016, 23:13
@cyracus

Meine Einstellung und Entscheidungen zum Thema Organspende hab ich schon getroffen, bevor es in den Medien Anklang fand. Da war ich noch ein Kind.

Mir ist bewusst, dass eine Falschdiagnose fatal wäre, aber ich würde logischerweise noch die Meinungen andere Ärzte einholen und wenn die sagen, dass er nicht wieder kommt, oder danach nachweißlich kein menschenwürdiges Leben hätte, bin ich diejrnige, die dann eine Entscheidung treffen muss, mit der sie leben kann.

Und mit einer verschwindend, nahezu nicht vorhandenen Wahrscheinlichkeit, dass er überhaupt je wieder auch nur selbstständig atmen könnte, kann ich nicht leben. Ich hatte zu viele Fälle davon in der Familie, aber die konnten noch selbst atmen, eigener Herzschlag usw. im Hirn passierte aber nicht mehr viel (schwere Schlaganfälle, Alzheimer seit Jahren, so schlimm, dass sie dachten, man bringt sie ins KZ um sie da zu erschießen, wenn man nur deren Urinbeutel tauschte usw. Die wollten das so nie, konnten das aber nicht mehr kund tun und gehen lassen durfte man sie nicht...sowas tu ich mir nicht an, wenn ich es nicht muss und weiß, dass der Andere mich dafür nicht verfluchen würde).

Wie gesagt, das ist etwas, das jeder für sich entscheiden muss und keiner sollte das verurteilen.

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cyracus 26.08.2016, 02:22
@MaraMiez

Danke für Deine Rückmeldung.

Deinen Worten entnehme ich, dass Du Dir das Interview mit Professor Coimbra nicht angesehen hast.

Naja, klar, ist ja Deine Entscheidung und auch die Deines Mannes.

Ich wünsche euch beiden ein langes Leben bei bester Gesundheit.

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Das liegt wohl mit daran, dass in den letzten Jahren viel dunkle Geschäfte mit Organen gemacht wurde, gemäß dem Motto "Hast Du Geld, bekommst Du ein Organ". War ja in der Presse und im TV zu verfolgen. Das schreckt natürlich viele potenzielle Organspender ab, worunter dann wieder die Kranken zu leiden haben, die dringend auf ein Organ warten.

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Weil viele die Angst  haben das ihnen medizinisch nicht genügend geholfen wird. Ein Körper kann wenn man mal schaut unzählige Menschen retten. Warum also nicht einen sterben lassen für unzählige andere ? Aber willst du der eine sein den man sterben lässt für andere ?
Klar können Menschen gerettet werden, aber dann lasse ich meine Verwandten entscheiden wie es gerade aussieht. Schließlich haben meine mehr Möglichkeiten. Wir haben Ärzte im Bekanntenkreis die schauen dann mal drüber. Aber ohne weiteres zu unterschreiben. Nein mach ich nciht.

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Ein Grund könnte sein, dass man Angst vor Korruption hat. Man könnte jemanden für "tot" oder "totkrank" erklären, um schnell an die Organe zu kommen und diese dann verschachern zu können. Noch böser gedacht, könnte ein krimineller Arzt den Tod verfrüht herbei führen, um Organhandel zu betreiben.

Der Hauptgrund, weshalb Organe nicht gespendet werden, wird aber ein schlichterer sein, nämlich weil man aktiv das genehmigen muss. Ich meine, in Ländern wie der Schweiz ist jeder erstmal pauschal Spender und muss dem aktiv widersprechen, um nicht mehr Spender zu sein. Es entsteht zwingend eine Konfrontation mit dem Gewissen. In Deutschland entsteht die Konfrontation nicht unbedingt.

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Nunuhueper 10.08.2016, 19:06

Das ist falsch. In der Schweiz gilt die erweiterte Zustimmungslösung.

Patienten müssen also vor ihrem Tod ausdrücklich ihren Willen zur Spende erklärt haben. Liegt eine solche Willensäußerung nicht vor, entscheiden die Angehörigen.

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PlueschTiger 10.08.2016, 19:16
@Nunuhueper

Man würde das aber gern in Deutschland einführen um mehr Organe zu bekommen. Diskutiert wurde schon darüber.

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cyracus 24.08.2016, 22:02
@PlueschTiger

Man würde das aber gern in Deutschland einführen um mehr Organe zu bekommen. Diskutiert wurde schon darüber.

Schon lange kämpft die Transplantationsorganisation dafür, dass auch in Deutschland die Menschen automatisch Organlager auf zwei Beinen sein sollen.

Das verstößt aber gegen unser Grundgesetz - und das ist gut so.

In Österreich zum Beispiel, wo diese sogenannte Widerspruchslösung gilt, wissen sehr viele Einheimische davon gar nichts. Sehr viele meinen, es sei so wie bei uns, man müsse aktiv zustimmen. Wenn die dann die Wahrheit erfahren, sind die entsetzt. - Auch wissen viele Gäste / Touristen nicht, dass sie diesbezüglich dem Landesgesetz unterliegen.

Die "Information" der Bürger zu diesem Thema ist verlogen, hinterhältig / hinterlistig, schon allein indem behauptet wird, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden - wohlwissend, dass die "Spender" lebend sein müssen, während die Organe rausgeschnitten werden.

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PlueschTiger 18.09.2016, 00:11
@cyracus

wohlwissend, dass die "Spender" lebend sein müssen, während die Organe rausgeschnitten werden.

Jain. Wenn ich mich nicht irre gibt es auch 1-2 Organe die man noch bis zu Stunden später entnehmen kann.

Das eigentlich idiotische an der Sache ist, das weniger Organe nötig wäre würden Ärzte nicht so oft Pfuschen. Immer wieder werden Organe in Mitleidenschaft gezogen weil Ärzte Krankheiten nicht erkannt haben, weil nicht richtig untersucht oder falsch behandelt. In meiner Familie ist das schon tödlich geendet. Aber was Solls, als Arzt kann man an allem Verdienen.

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cyracus 18.09.2016, 01:19
@PlueschTiger

@PlueschTiger, die meisten Menschen, die sich zur sogenannten "Organspende" bereiterklären, schränken die Entnahme nicht ein. Das heißt, es wird alles "ausgeräumt", so wie Prof. Linus Geisler es hier beschreibt:

Hirntod

http://www.initiative-kao.de/handzettel-zu-organspende-hirntod.pdf

Und Angehörige berichten, dass bei Einschränkungen trotzdem Ihr Angehöriger vollkommen ausgeräumt wurde:

Organspende - die verschwiegene Seite - Angehörige berichten

http://www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf

Wie verlogen diese ganze Thematik ist, zeigt auch dieser Bericht auf der Homepage von Roberto Rotondo (musst nur mit seinem Namen googeln und auf seiner Homepage "Transplantation" anklicken, dort findest Du mehr zu diesem Thema):

Herztransplantation in Frage gestellt

Studie zur Lebenserwartung von Organempfängern nach Herztransplantation widerlegt Propaganda der Transplantationslobby

http://www.transplantation-information.de/veroeffentlichungen/herztransplantation.htm

Sehr interessant auch, dass sich Herzen oftmals erholen und wieder genesen können, wenn sie eine Zeitlang durch ein Kunstherz entlastet wurden:

Wie ein Kunstherz Leben retten kann

http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/medizin/article106837936/Wie-ein-Kunstherz-Leben-retten-kann.html

In meinem Bekanntenkreis wird ein Mann wegen Erkrankung der Harnwegsleiter mit Nierenbeteiligung behandelt. Die Behandlung dauert schon mehrere Monate, und anfangs glaubten die Ärzte nicht, dass sich sein Körper so gut erholen würde. Obwohl er auf dem Weg der Besserung ist, wird er ständig gedrängt, er möge doch einer Nierentransplantation zustimmen. Immer wieder sagt er, er will das nicht, und immer wieder wird ihm dieses "Angebot" gemacht in einer Art, dass er sich dadurch belästigt fühlt. Er muss nicht einmal an die Dialyse, und trotzdem will man ihn allzu gern transplantieren ... Er denkt über das Thema Organspender und Organtransplantationen so wie ich, wie wir in einem Gespräch herausgefunden haben. Niemals will er ein Fremdorgan in sich reinkriegen. Er vertaut seinem Körper, spricht ihm gut zu, lobt ihn für jede Verbesserung, und sein Körper dankt es ihm, indem er fleißig an seiner Genesung arbeitet ...

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PlueschTiger 10.08.2016, 19:12

Es ist nicht mal Korruption nötig. Es reicht schon schiere Unfähigkeit des Arztes, oder der Ärzte. In der Bekanntschaft habe ich von so ein Fall erfahren. Der Kunde einer Bekannten. Autounfall. Der Mann durfte mit anhören wie die Ärzte schon diskutiert haben welche Organe sie entnehmen während er gelähmt versucht hat sich bemerkbar zu machen.

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ManuTheMaiar 11.08.2016, 04:55
@PlueschTiger

Locked in Syndrom oder ?

Traurig ist das das in England ausreicht um jemanden zu schlachten, wenn nur die niederen Hirnteile kaputt sind dann ist man in England schon tot obwohl man vielleicht sogar noch denkt (denn denken tut man mit dem Großhirn)

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PlueschTiger 11.08.2016, 23:16
@ManuTheMaiar

Ich weiß es nicht, aber er war auf dem Tisch schon ein ziemlich hoffnungsloser Fall. Doch er hat jede Erwartung der Ärzte seitdem Übertroffen. Er wird immer behindert bleiben durch die Verletzungen, aber hat überlebt.

Das eigentlich schlimme ist ja das Tod erklären, bei Transplantationen gibt es noch gewisse Standards, doch bei normale Todesfallen nicht. Erst vor einer weile wachte eine Rentnerin im Leichenhaus des Krematoriums auf und starb dann Tage später im Krankenhaus wirklich. Daher sind einige der Meinung das der Tod immer maschinell bestätigt werden sollte, da die weit empfindlicher sind als so eine Hand eines gestressten Arztes.

Ich selbst bin nicht gegen Organspende, denn man hat die Gewissheit das ein Teil des Menschen den man liebte weiterlebt. Doch es sollte sehr gut kontrolliert werden, wie es abläuft. Doch gerade das Passiert nicht und gerade OPs bringen viel Geld.

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Darkmalvet 21.08.2016, 04:18
@ManuTheMaiar

Traurig finde ich diese Vorgehensweise in England ebenfalls, denn erst durch solche unmenschlichen Definitionen wie den Stammhirntod gibt es überhaupt die "Überlebenden" die Organspendegegner immer wieder als Argument anführen.

Würden sich alle Länder an die vernünftige deutsche Definition des Gesamthirntodes halten, dann gäbe es diese Einzelfälle nicht und keiner könnte sie als Instrument verwenden um anderen Angst vor Organspende zu machen.

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So einfach, wie du es darstellst, ist es nicht - allenfalls für die Organspendelobby !

In erster Linie sind sog. hirntote Menschen lebendige Menschen, die leiden, fühlen und sich - in den meisten Fällen - im Sterbeprozess befinden. Gerade in dieser Phase ist der Mensch besonders sensibel, empfindsam, schutzbedürftig und schmerzempfindlich...

Ich bin dagegen, vor das "Weiterleben" sog. "Empfänger" den bewusst geplanten Mord am sog. "Spender" zu setzen ! Dies ist mit nichts zu rechtfertigen.

Es ist einfach falsch, nicht spendewillige Menschen dafür verantwortlich zu machen, wenn todkranke Menschen  - besonders tragisch, wenn es Kinder betrifft - sterben. Sie sterben nicht deswegen, weil es zu wenig Spender gibt !

Sterbende Menschen haben ein Anrecht auf ein Heimgehen in Frieden und in Würde - wo es geht, im Kreis ihrer Lieben und sie sollten nicht dem Grauen der Ausschlachtung bei lebendigem Leib ausgesetzt werden...

Zur künstlichen Beatmung: Solange das Herz schlägt, ist die Seele an den Körper gebunden und wird am Weitergehen gehindert - in einem fremden Körper fühlt sich die Seele nicht heimisch . niemals !

Ich habe einer Explantation widersprochen und auch entschieden, dass ich keine fremden Organe möchte, dies hat für mich auch einen spirituellen Hintergrund !

Ich gehe und komme mit meiner Seele, die zu mir gehört - in all meinen bisherigen und noch folgenden Erdenleben...

Auch für die Explantierten ist nicht alles eitel Sonnenschein:

Lies mal die Bücher

"Organspende - nie wieder !" von Renate Greinert,

"Herzloser Tod" von Anna Baumann und Ulrike Baureithel und

"Herzensfremd" von Claire Sylvie und schau auf die Seite

"K.A.O." - Kritischer Verein zur Aufklärung über Organspende, vielleicht bildest du dann deine Meinung neu...

Fazit: Nicht vorschnell urteilen, sondern beide Seiten anschauen und dann  entscheiden und das beizeiten, solange man noch kann...

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Panazee 10.08.2016, 12:48

In erster Linie sind sog. hirntote Menschen lebendige Menschen,

Wenn du da noch ein "manche" einfügen würdest, dann würde ich dir zustimmen.

Die meisten hintoten sind einfach komplett tot. Hier zu sagen, dass alle hirntoten noch leben ist mehr als gewagt.

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Nunuhueper 10.08.2016, 19:00
@Panazee

Das tote Gehirn wird  nicht gebraucht, nur die "lebendigen" Organe und Gewebe.

Leben  bedeutet hier ja nicht menschliche Reproduktion. Die unsterblichen und aus einem Gebärmutterkrebs stammenden gezüchteten HeLa -Zellen gibt es seit 1951.

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Honeysuckle08 14.08.2016, 11:54
@Panazee

Solange das Herz schlägt, lebt die Seele im Körper, solange ist der Mensch lebendig - ohne Wenn und Aber !

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Panazee 29.08.2016, 16:24
@Honeysuckle08

Wenn man an so etwas wie eine Seele glaubt, dann mag man das glauben.

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cyracus 30.08.2016, 00:49
@Panazee

Wenn man an so etwas wie eine Seele glaubt, dann mag man das glauben.

@Panazee, es gibt ja einen Unterschied zwischen einem lebenden und einem toten Menschen. Beim toten Menschen fehlt ja etwas, das der lebende Mensch noch hatte.

Einen verstorbenen Körper eines wirklich toten Menschen kann man ja nicht beatmen und auch sonst den Kreislauf nicht wieder in gang kriegen. Da fehlt einfach etwas, damit das geht.

Wie nennst Du denn das, was da fehlt?

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Kaleda 13.08.2016, 21:18

Sehr guter Beitrag. Danke dafür. Ja, ich sehe das genauso. Hirntod ist nicht gleich Tod. Und was ich noch viel schwerwiegender finde für eine Geselllschaft ist diese in der heutigen Form enthaltene Qualifizierung des Lebens. Ich Mensch, mit schlechten Organen, ist wohl mehr wert als ein Mensch, der sich im Sterbeprozess befindet. Das kann und darf nicht sein. Leben gegen einander abzuwägen ist nicht möglich. Das hatten wir schon mal, das wollten wir nie wieder. Ich bin nicht nur kein Organspender sondern ich trag einen Nichtspenderausweis mit mir und habe auch klar entschieden, im Bedarfsfall keine Organe für mich in Anspruch zu nehmen. Diese Vorgehen lehne ich rigoros ab.

Übrigens: Mensch sterben nicht, weil sie keine Spendeorgane bekommen, sondern weil ihre Organe nicht mehr funktionsfähig sind. Ein Mensch kann nicht zu einem Ersatzteillager degradiert werden. Heute die Hirntoden und morgen ? (die Ärztkammer denkt schon darüber nach ob man diese Spenden nicht auf Komapatienten ausweiten könnte!)

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Honeysuckle08 14.08.2016, 11:48
@Kaleda

Danke, Kaleda: Finde es immer schön, Menschen auf dem gleichen Weg zu treffen - also danke, dass du da bist ! :)

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Mucker 18.08.2016, 18:25
@Honeysuckle08

"In erster Linie sind sog. hirntote Menschen lebendige Menschen, die leiden, fühlen und sich - in den meisten Fällen - im Sterbeprozess befinden. Gerade in dieser Phase ist der Mensch besonders sensibel, empfindsam, schutzbedürftig und schmerzempfindlich..."

Völlig Richtig ! Das sehe nicht nur ich auch so,. sondern auch viele Experten und Kritiker des Hirntod-Konzeptes, das vor allem kreiert wurde, um Mediziner vor Strafe zu schützen. Denn nicht wenige bezeichnen den Prozess der Ausschlachtung als Mord.

Und vor allem:  der Mensch hat ein Recht auf einen humanen und würdevollen Tod !

Wer dann lieber den Tod und das Ausnehmen auf dem OP-Tisch während desSterbeprozesses vorzieht - nun gut - das ist seine Entscheidung.

Aber mit human und Würde hat das nun wirklich nichts zu tun.

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Mucker 18.08.2016, 18:59
@Honeysuckle08

"In erster Linie sind sog. hirntote Menschen lebendige Menschen, die leiden, fühlen und sich - in den meisten Fällen - im Sterbeprozess befinden. Gerade in dieser Phase ist der Mensch besonders sensibel, empfindsam, schutzbedürftig und schmerzempfindlich..."

JA - genau so ist es !

Und der Mensch hat auch ein Recht auf einene humanen und würdevollen Tod. Und das ist die Ausschlachtung ("Organspende") auf dem OP-Tisch auf gar keinen Fall.

Die ist inhuman und würdelos.

4
Honeysuckle08 20.08.2016, 09:50
@Mucker

Ich danke dir, Mucker - Menschen wie du und andere hier geben Hoffnung und setzen ein Zeichen gegen den Irrsinn, der da passiert...

3

Weil der Mensch kein Ersatzteillager ist, an und in dem sich andere nach Lust und Laune bedienen dürfen. Oder sogar noch dran bereichern wollen!

"Der Körper des Menschen ist ein Tempel", auf den man gut achten soll.

Ich denke mich dran zu erinnern, dass das Jesus mal gesagt haben soll.

Und ich sehe das ähnlich.

Du beschreibst die sicherlich traurige Geschichte dieses leberkranken Mädchens. Natürlich macht das betroffen.

Aber dir ist schon bewusst, dass ein anderes Kind im Falle einer Spende dafür sterben muss?!

Vonwegen, wenn das Kind eh schon nen Hirntumor hat, dann kann man es wenigstens noch zweckmäßig ausweiden, um ein anderes Kind zu retten.

Kein Leben darf über einem anderen stehen. Keines ist mehr oder weniger wert als das andere!

Jeder hat nun mal eine Uhr, die irgendwann abläuft. Der eine stirbt früher, der andere später.

Du machst es dir einfach über Nicht Spender negativ zu urteilen, und siehst dessen Leben praktisch als minderwertig an. Du misst also mit zweierlei Mass...

Wer spenden will, soll das tun.

Wer dies nicht tun will, etwa aus ethischen, moralischen, familieren, religiösen Gründen, der soll es bleiben lassen.

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Kaleda 13.08.2016, 21:29

Hast schon Recht mit deinen Ausführungen. Dieses "stirbt sowieso" trifft doch auf jeden und alles zu, z. B. auch auf einen Neugeboren. Auch er/sie wird  - irgendwann - sterben. Möchten wir nun die Freiheit jemanden Lebens zu beenden davon abhängig machen, -wielange- er nocht lebt, oder welche Qualität dieses Leben hätte. Wo kommen wir da hin. Ich denke, dieses Problematik ist äusserst gefährlich und schwierig zu bearbeiten.

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ManuTheMaiar 14.08.2016, 07:19
@Kaleda

Machen die ja in England bereits, dort gibt es den Stammhirntot das heißt jemand der noch denkt und von allem abgeschnitten ist wird ausgeschlachtet

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Kaleda 16.08.2016, 21:43
@ManuTheMaiar

Ich empfinde ein solches Vorgehen äusserst bedenklich für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft. Mir geht es in erster Linie darum, dass die Menschen die darüber nachdenken, sachlich, ausführlich und ehrlich aufgeklärt werden, da ansonsten eine derartige Entscheidung ins Fiasko führt. In zweiter Linie möchte ich mich für die Inanspruchnahme meiner Grundrechte nicht entschuldigen und schon gar nicht dafür irgendwo Anträge stellen müssen oder irgendeinen Ausweis ausfüllen müssen. Ich hab es trotzdem getan, weil mir keine andere Wahl blieb. Beschämend für unseren Staat.

4

Die, denen es eigentlich egal ist, sind einfach zu faul, die Papiere auszufüllen.

Daher erklären sich in Ländern, wo man eine explizite Erlaubnis braucht, nur knapp 10% der Bevölkerung bereit, Organe zu spenden.

In Ländern hingegen, wo man sagen muss, dass man KEINE Organe spenden will, haben 95-97% der Bevölkerung nichts dagegen, zu spenden...



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Kaleda 13.08.2016, 21:33

Mir ist ein wohlüberlegter Spender/Nichtspender 100-fach lieber als ein Mensch der einfach alles laufen lässt wie es kommt. Welche Gesellschaft wird denn daraus resultieren? In dieser Zukunft möchte ich nicht leben. 

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cyracus 24.08.2016, 22:22

In Ländern hingegen, wo man sagen muss, dass man KEINE Organe spenden will, haben 95-97% der Bevölkerung nichts dagegen, zu spenden...

In Österreich z.B. gilt die sogenannte Widerspruchslösung. - Sehr viele Einheimische wissen gar nicht, dass sie bei Nicht-Wollen offiziell widersprechen müssen. Und wenn sie das erfahren, sind viele derjenigen entsetzt. Gingen sie doch davon aus, es würde wie bei uns in D auch bei ihnen die Zustimmungslösung gelten.

Die Bevölkerung dort ist also gar nicht wirklich zu diesem Thema informiert. Es ist hinterhältig / hinterlistig und schäbig, sich so die "Zustimmung" der Bürger zu erschleichen - zumal auch noch stets behauptet wird, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden. Was ja nicht stimmt, nicht stimmen kann, denn die Organe müssen ja (noch) Lebenden rausgeschnitten werden.

2

Also ich habe auch einen Organspendeausweis, aber so ganz wohl fühle ich mich bei dem Gedanken auch nicht, dass man meinen Körper direkt nach meinem Tod aufschneidet um mir Organe zu entnehmen.
Ich habe auch mal gehört, dass es vielen illegalen Handel mit Organen gibt, was für mich schwer vorstellbar ist, aber ich habe es aus einer verlässlichen Quelle eigentlich. Manche Menschen sind deswegen davon eventuell auch Entwässerung abgeschreckt.

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Kaleda 13.08.2016, 21:25

Deine Bereitschaft anderen zu helfen ist sicherlich lobenswert. Aber, wenn du kein gutes Gefühl dabei hast solltest du dich vielleicht mit dem Thema doch noch mal intensiver verfassen. Ich denke, die Tragweite dieser Entscheidung bedarf einer wirklich gründlichen Betrachtung alles Facetten dieses Themas. Alles Gute für dich.

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amelieeeeee 13.08.2016, 21:29

Es hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber wenn ich tot bin wird es mir ja eh egal sein. Das mir der Gedanke daran nicht so gefällt ist meine Einstellung zum Tod an sich, aber wenn ich dann tot bin kann ich anderen Leuten das Leben retten.

1
ManuTheMaiar 14.08.2016, 07:18
@amelieeeeee

Das Problem ist, dass du nur hirntot bist, also nur dein Gehirn ausgefallen ist und dein Körper noch lebt, wenn sie dich zur Spenderin machen

Wenn du richtig tot bist dann sind deine Organe Müll und können nicht mehr verwendet werden

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Kaleda 16.08.2016, 21:56
@amelieeeeee

Informiere dich weiter über das Thema und wenn es für dich so in Ordnung geht, dann machst du das so. Ich denke nur, es ist wichtig, dass du das mit vollem Bewusstsein entscheidest.

Mir persönlich ging es bei meiner Entscheidung gar nicht so genau um mich als Einzelperson. Ich sehe die Gefahren für unsere Gesellschaft viel schwerwiegender an, als das was mir passieren würde. Aber nein, ich sehe das auch für mich. Ich kenne das Mysterium des Todes nicht, weiss nicht was im Sterbeprozess - ja Prozess denn der Tod ist keine fixer Zeitpunkt sondern ein Prozess, etwas fortschreitendes - passiert. Und ehrgesagt möchte ich nicht, dass meine Zellen in verschiedenen Menschen hier in Europa weiterleben. Sie sind doch ein Teil noch mir. In welchem Organ lebt eigentlich das was wir nicht kennen und oft Seele, Geist oder Essenz nennen?

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Wozu machen Leute ein Testament? Es kann ihnen doch absolut egal sein, was mit ihrem Eigentum geschehen wird.

Wenn du echt jeden popeligen Grund von a wie "alle meine Organe gehören zu meinem Körper" über i wie "ich darf mit meinem Eigentum machen was ich will" und r wie "Religion" bis z wie "Zasterorganisationen und Organhändler will ich nicht fördern" wissen willst: Was genau hast du davon und dazu musst du jeden Menschen einzeln befragen, denn jeder kann einen anderen Grund haben und er mus ihn dir nicht eimal nennen.

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cyracus 28.08.2016, 06:17

Zwischen dem Verteilen von Hab und Gut nach dem Tod und der Beerdigung und dem Verteilen von "Organspendern" ist ein Riesenunterschied:

Wird das Vermögen des Verstorbenen aufgeteilt, ist der Erblasser tatsächlich tot.

Beim Herausschneiden der Organe muss der "Spender" aber noch lebendig sein, denn nur so kriegt man aus ihm lebendige Organe. Organe von wirklich Toten sind zum Zweck der Transplantation unbrauchbar.

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Nackte Angst.

Viele Menschen beschäftigen sich so wenig wie möglich mit dem Tod, weil sie ihre eigene Sterblichkeit nicht enerkennen wollen. Der Tod und dessen Finalität wird weggeschoben, die Toten möglichst schnell aus den Augen und unter die Erde gebracht.

Das führt dann dazu, dass sie sich ein "Hintertürchen" offenhalten wollen - frage mal nach, und Du wirst dann regelmäßig "scheintot" Gschichteln aus dem letzten Jahrhundert hören.

So nach dem Motto "Ja aber was, wenn ich nicht ganz tot bin......". Wer hirntot ist, ist tot. Final. Und das anzuerkennen, und auch noch (wenn auch nur theoretisch) auf sich anzuwenden fällt schwer.

Habe Spendenausweis seit ich 16 bin.

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ManuTheMaiar 14.08.2016, 07:08

Ich habe mich zusammen mit meinem Zwillingsbruder gegen Organspende entschieden, der Hauptgrund war den anderen nicht sowas auszusetzen, ich könnte nicht ertragen wenn Ärzte meinem Bruder sein Herz rausschneiden, schon wenn ich daran nur denke macht mich das traurig und nachdem wir eine Schilderung einer Explantation gehört haben, was da passiert ist entwürdigend, ich lasse nicht zu das jemand das dem Jungen antut, der neben mir entstanden ist, den ich seit es mich gibt kenne

Mitlerweile haben wir noch hunderte weitere Gründe nein zu sagen

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realfacepalm 14.08.2016, 10:09
@ManuTheMaiar

Dank für die Bestätigung meines Punktes.

Hier spielt allerdings noch die recht oft sehr enge Bindung von Zwillingen hinein, darum ist das nicht ganz so ein eindeutiger Fall von Nackter Angst.

Du hast also Horror-Kopfkino vor etwas, was dem Körper Deines frisch verstorbenen Bruders nach seinem Tode passieren könnte. Die schlechte Nachricht dazu: Falls Dein Bruder in der Situation wäre, dann wäre er bereits tot - das Schlimmste wäre also bereits eingetreten.

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ManuTheMaiar 14.08.2016, 19:54
@realfacepalm

Ja ich habe ein Horror Kopfkino was seinem noch lebenden Körper aus lebenden Zellen und damit ihm angetan werden könnte

Hier spielt allerdings noch die recht oft sehr enge Bindung von Zwillingen hinein, darum ist das nicht ganz so ein eindeutiger Fall von Nackter Angst.

Allerdings und das ich Angst um ihn habe zeigt doch das ich ihn gern habe, wir sind immer für uns da und beschützen einander, wie könnte einer von uns da zulassen, dass der andere von Hals bis Unterbauch aufgeschnitten wird, mit Eiswasser gefüllt wird und ihm dieb Organe rausgeschnitten werden, während Ärzte in seinem Blut und dem Wasser gemischt rumlaufen und die Pfleger Säcke mit blutigen Tüchern füllen

Wie könnte einer von uns zulassen, das der andere von einem warmen Körper in eine kalte ausgenomme Leiche verwandelt wird

Da haben wir uns lieber entschieden, das wir an der Beatmung bleiben (eine Patientenverfügung die Hirntottests verbietet sorg dafür) und die eine Chance nutzen, dass Hoffung durch folgende Forschung besteht und eines Tages vielleicht der Tag der Rückkehr kommt

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/us-forscher-wollen-mit-stammzellen-hirntote-wiederbeleben-aid-1.5970193

Schon darüber zu schreiben macht mich traurig, jetzt muss ich mein Bruder erstmal knuddeln

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Würden sich alle, die sich gegen Organspende entscheiden, auch für den Tod entscheiden, wenn sie ein Organ benötigen wurden? Oder wären diese Menschen nicht auch glücklich, wenn ein Organ zur Verfügung steht und sie weiterleben können?

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ich haette kein grosses problem damit, wenn ich wuesste, dass mir nach dem tod organe entnommen werden. aber ich weiss, dass mein freund eines damit haette (und ich umgekehrt bei ihm auch).

in dem moment, wo dem gerade gestorbenen organe entnommen werden, ist er "totes fleisch" und es kann gar nicht schnell genug gehen, die verwertbaren organe zu entnehmen. das ist fuer den toten egal, fuer die angehoerigen aber nicht.

jemand, der als organspender gut geeignet ist, ist vermutlich noch nicht sehr alt und vermutlich gerade bei einem unfall oder anders gewaltsam zu tode gekommen. stell dir die situation mal bei einem deiner angehoerigen vor. stell dir vor, deine mutter, dein bruder, dein freund sind gerade ueberfahren worden und du sitzt verzweifelt an seinem bett, waehrend die aerzte schon den hirntod festgestellt haben und warten, dass sie endlich die organe entnehmen koennen.

es ist in der theorie ganz einfach "er ist tot, er braucht die organe nicht, also freigeben", in der praxis kann die situation fuer die angehoerigen unertraeglich sein.

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ManuTheMaiar 11.08.2016, 05:21

Das mit den Angehörigen kann ich gut nachvollziehen ich habe mich zusammen mit meinem Zwillingsbruder gegen Organspende entschieden, der Hauptgrund war den anderen nicht sowas auszusetzen, ich könnte nicht ertragen wenn Ärzte meinem Bruder sein Herz rausschneiden, schon wenn ich daran nur denke macht mich das traurig und nachdem wir eine Schilderung einer Explantation gehört haben, was da passiert ist entwürdigend, ich lasse nicht zu das jemand das dem Jungen antut, der neben mir entstanden ist, den ich seit es mich gibt kenne

Mitlerweile haben wir noch hunderte weitere Gründe nein zu sagen

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sukuma 13.08.2016, 16:18

so ein quatsch. Wenn jemand tot ist, wird es doch auch nicht davon besser, dass seine Organe drinbleiben.

Außerdem gibt es noch andere Angehörige für die die Situation unerträglich ist: Die von den Personen, die durch Organspende gerettet werden könne. Stellt euch mal die Situation vor deine mutter, dein bruder, dein freund sind gerade ueberfahren worden und du sitzt verzweifelt an seinem bett, und dann kommen die Ärzte und sagen: Er könnte gerettet werden, aber leider haben sich andere Leute entschlossen, dass Organe besser in der Erde verrotten als jemandem das Leben zu retten. Sie meinen, wenn mein Angehöriger stirbt, soll deiner auch sterben. Sie selbst haben absolut nichts davon, aber sie haben eben die Entscheidungsgewalt über Leben und Tod deines Angehörigen, und die kannst du ihnen leider nicht wegnehmen.

Und dann stehst du später bei der Beerdigung, und überlegst dir nochmal, ob eine erzwungene Organspende (die genug Organe liefern würde, sodass es keine Skandale mehr gäbe, und niemand würde mehr sterben gelassen, weil seine Organe benötigt werden) vielleciht doch sinnvoll wäre.

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howelljenkins 13.08.2016, 18:41
@sukuma

leute, die davon ausgehen, dass ein menschlicher koerper zum zeitpunkt des hirntods in allgemeinbesitz uebergeht und beliebig ausgeschlachtet werden kann, finde ich zum reihern.

mein koerper gehoert mir, und wenn ich sterbe, moechte ich, dass mein naechster angehoeriger ueber meinen koerper entscheidet und nicht der zwangsvollstrecker mit der transplantationsliste. 

ich moechte, dass mein naechster angehoeriger die moeglichkeit hat, sich ohne druck zu verabschieden. das steht ihm zu, denn niemand hat anspruch auf meine organe. es heisst ja auch organSPENDE nicht organzwangsabgabe.

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Kaleda 13.08.2016, 21:01
@sukuma

Ich möchte dich bitten bei deinen Ausführung doch einfach mal auf das Wort Hirntod zu wechseln, da man zum Zeitpunkt der Explantation nicht tod im dem von uns herkömmlichen Sinne sprechen kann. Da liegt schon das erste Problem der Organspende. Die Aufklärung über die tatsächliche Sachlage.

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ManuTheMaiar 14.08.2016, 07:07
@sukuma

sie selbst haben absolut nichts davon

Sie verhindern das ein geliebter Mensch einer Explantation ausgeliefert wird, vor der er nur Hirntot war und nach der er richtig tot ist

dein bruder gerade ueberfahren worden und du sitzt verzweifelt an seinem bett

Er will genauso wie ich keine auf diese Art gespendeten Organe haben wollen

Und was kann bei einem Unfall schon kaputtgehen, das wirklich tödlich ist aber durch eine Spende ersetzt werden kann

Nur die Leber und da kann ich ihm dann was spenden, wir haben die gleiche DNA, er wäre nicht für immer auf Medikamente angewiesen die das Immunsystem zerstören, da wäre es irgendwie ziemlich dumm, wenn man schon das seltene Glück hat einen eineiigen Zwillingsbruder zu haben, dann eine Leber von nem Fremden anzunehmen

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sukuma 15.08.2016, 16:09
@ManuTheMaiar

"Sie verhindern das ein geliebter Mensch einer Explantation ausgeliefert wird, vor der er nur Hirntot war und nach der er richtig tot ist"
Und was hast du davon, dass ein geliebter toter Mensch seine Organe behält? Und noch wichtiger: Was hat der tote Mensch davon?

"Er will genauso wie ich keine auf diese Art gespendeten Organe haben wollen"
Du würdest also eher sterben, als eine Organspende zu bekommen?

"Und was kann bei einem Unfall schon kaputtgehen, das wirklich tödlich ist aber durch eine Spende ersetzt werden kann"Scheinbar gibt es da einiges - sonst wäre Organspende ja schließlich kein Thema in den Medien. Vielleicht die Leber? Ohne Leber überlebt man nicht lange.

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sukuma 15.08.2016, 16:12
@Kaleda

Also wenn mein Angeföriger stirbt ist es mir egal, ob er tod oder hirntod ist. Das macht für mich absolut kein Unterschied. Die einzigen, für die es einen Unterschied macht, sind die Leute, die durch das Organ eines Hinrtoten gerettet werden können, durch das Organ eines Toten aber nicht.

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howelljenkins 15.08.2016, 16:15
@sukuma

weil derjenige weiterlebt und ich bei meinem freund z.b. weiss, dass ihn mein tod schwer treffen wuerde und er nicht in dem moment, wo mein herz aufhoert zu schlagen rausgeschickt werden moechte, damit mir organe entnommen werden.

das weiss ich deshalb so genau, weil wir darueber schon mal gesprochen haben. ich sehe keinen grund, diesen wunsch nicht zu respektieren, da es mir umgekehrt genauso erginge.

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ManuTheMaiar 15.08.2016, 16:58
@sukuma

Du würdest also eher sterben, als eine Organspende zu bekommen?

Wo habe ich das gesagt, es gibt ja immernoch Lebendspende

Scheinbar gibt es da einiges - sonst wäre Organspende ja schließlich kein Thema in den Medien. .

Ja, aber du hast von einem Unfall geredet, Herz und Lunge gehen aber eher durch Missbildungen oder Erbkrankheiten kaputt, und ohne Niere, mit zu wenig Dünndarm und ohne Bauchspeicheldrüse kann man überleben wenn auch nicht so toll

Vielleicht die Leber? Ohne Leber überlebt man nicht lange

Von der kann man aber auch ein Stückchen einfach so spenden

Durch ein fremdes Organ wird man nicht gesund, ein Organ muss perfekt passen und da wäre bei uns der Fall, wie blöd müsste ich also sein zuzulassen das mein Zwillingsbruder ne fremde Leber bekommt und dann zum dauerkranken Medikamentenopfer wird

Und genauso würde ich das von ihm annehmen

Und was hast du davon, dass ein geliebter toter Mensch seine Organe behält? Und noch wichtiger: Was hat der tote Mensch davon?

Ich habe davon diese Person vielleicht doch nicht verlieren zu müssen, wenigstens die Möglichkeit diesen Menschen im Pflegeheim zu besuchen anstelle das dieser unter der Erde verrottet

Die Person hat davon, das sie weiterlebt (da Hirntot nicht tot sondern nur zu Tode definiert ist)

Deswegen haben mein Bruder und ich Patientenverfügungen (die spätstens mit 18 voll gültig werden), die  Hirntodtests verbieten und ohne diese Test dürfen die Ärzte den Hirntot nicht diagnosieren und damit bleibt man einfach ein normaler Koma Patient

Und Geräte abschalten haben wir auch verboten

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Woher weiß ich das ich wirklich Gehirntot bin?
Werde ich wirklich nicht zu schnell als Gehirntot abgestempelt damit meine Organe entnommen werden können?
Es gab den Organspende Skandal
Und ich habe schon in vielen Dokumentationen gehört das Menschen bei der Organ Entnahme schmerz Reaktionen gezeigt haben!

Ich trotzdem seit 15 Jahren einen Spendeausweis in meinem Portemonnaie

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