Wieso sollte man sich mehrere E-Gitarren kaufen?

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13 Antworten

Hm mal überlegen

- man braucht ein Ersatzinstrument wenn man Auftritte spielt

- man beginnt selten auf seinem Trauminstrument weil man mit den Lernfortschritten auch mehr weiß was man will

- man möchte vielleicht für verschiedene Stilrichtungen oder Sounds die jeweils passende Gitarre statt eine eierlegende Wollmilchsau

- man möchte evtl. auf der Bühne mehrere Stimmungen nutzen und nicht umstimmen

- man findet es geil ein Instrument zu kaufen, dann ist man ein paar Monate verliebt, dann merkt man die Schwächen, und das man doch noch was anderes braucht

Meine Vorschreiber haben ja schon einige Gründe genannt.

Man kauft als Anfänger oftmals ein günstiges Instrument. Mit der Zeit merkt man dann, daß man z.B. mit dem Sound oder der Bespielbarkeit nicht zufrieden ist. Oder man hat das Geld um sein Lieblingsinstrument zu kaufen. Wenn man Gigs spielt ist es - wie andere schon schrieben - nicht das Verkehrteste ein Ersatzinstrument zu haben. Außerdem klingt ja nicht jedes Instrument gleich. Die Dreadnought von Hersteller A klingt anders als die von hersteller B. Eine Jumbo klingt anders als eine Parlor, eine Stratocaster anders als eine LesPaul u.s.w.

So kommt es halt mit der Zeit, daß sich bei Leuten, die sich wirklich intensiv mit einem Instrument beschäftigen auch eine gewisse Anzahl an Instrumenten ansammelt. Ich selbst habe eine kleine Framus für Grill- und Lagerfeuerabende, eine unverstärkte Ibanez fürs Üben und/oder kleinere Gigs und Jams und eine Ibanez mit L.R. Baggs Abnehmer für größere Gigs. Dazu kommen als Zweitinstrumente zwölf Mundharmonikas, vier Tin Whistles, eine Geige und eine Mandoline.

Es ist also weniger eine Frage ob man mehrere Gitarren haben sollte, sondern eher eine Frage wie intensiv man spielt und ob man sich eingehend mit dem Instrument beschäftigt. Eine Sammlung an Instrumenten ist da nur eine Frage der Zeit. Wenn Du begeisterter Gitarrist bist, dann wirst auch Du über kurz oder lang mehrere Gitarren zu Hause haben.

Hallo,

man muss es nicht, aber man kann es natürlich.

Es gibt eben verschiedene Modelle, welche für einige Musikarten besser geeignet sind als andere.

Des weiteren gibt es ja verschiedene Holzkonstellationen, und Tonabnehmertypen.

Außerdem hat man bei einem Konzert dann auch immer eine Reserve Gitarre dabei, falls mal eine Saite bei einer reißt.

Der Sammelaspekt spielt aber auch eine Rolle.

Falls Du noch fragen hast, stehe ich immer gerne zu Verfügung.

LG MrGreg

Hi! Neben den vielen schon genannten "technisch" motivierten Gründen gibt es auch das Thema "die gefällt mir einfach".

Ich kenne einen Gitarristen, dessen Motivation ist es, jeweils eine Gitarre mit den Standard-Formen zu haben (SG, Flying V, Stratocaster, Telecaster, Hollowbody, Explorer um ein paar zu nennen). Dazu kommen noch sogenannte Signaturemodelle - natürlich spielt er diese auch je nach Stück, womit wir doch auch wieder ein wenig beim "technischen" wären.

Es braucht für einen leidenschaftlichen Gitarristen aber nicht zwingend eine "wirtschaftlich oder rational begründete Motivation" - das haben die, die das aus Hobby machen, nicht "dafür leben" und nicht total auf Gitarren abfahren - was auch absolut okay ist - die haben dann halt nur eine.

Gruß Don

Das wirst Du schon bald selbst merken, eigentlich hat es bei Dir schon begonnen.
In der anderen Frage von Dir hier im Forum über ein Gitarrensolo in einem Youtube-Video, hast Du nach der Gitarre gefragt und ob man diese kaufen kann. Genau so beginnt es. Je länger man Gitarre spielt, desto mehr interessiert man sich für andere Gitarristen, Gitarrenmodelle und Equipment, schaut Youtube Videos, bei Konzerten auf die Gitarre, lernst Leute mit anderen Gitarren kennen, kaufst Dir Gitarrenmagazine, setzt sich mit verschiedenen Musikrichtungen auseinander, etc. So entsteht dann auch der Wunsch nach einer neuen, weiteren Gitarre, weil sie anders als die alte ist und man diese als eine gute Ergänzung der alten findet. Man rutscht so rein, denkt eine 2. Gitarre wäre nett und plötzlich hat man 3, 4 oder noch mehr.

atom74 01.07.2017, 10:03

Noch zu den Unterschieden. Jede Gitarre ist anders, sogar innerhalb der gleichen Marke gibt es grosse Unterschiede. Die E-Gitarren unterscheiden sich in der Bodyform, Halsprofil, Anzahl Cutaways, im Sound (Art und Anzahl der Tonabnehmer, Schaltungen), Anzahl Bünde, Saitendicke, etc. Dadurch ergibt sich je nach Gitarre ein anderes Spielgefühl, ein anderer Klang, etc.
Es ist ähnlich wie man sich unterschiedliche Fahrräder kauft (Rennrad, Mountainbike, Stadtfahrrad).

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Das ist wie wenn man mehrere Schuhe oder mehrere Küchenmesser hat.

Theoretisch kann man alles mit einem paar Schuhe machen oder mit einem Messer, aber es gibt halt doch Unterschiede und manche Schuhe/Messer sind für bestimmte Dinge besser geeignet, als andere.

Manche Gitarren sind eben besser geeignet für Metal, andere für Blues u.s.w.

- unterschiedliche Sounds.  Es gibt unterschiedliche Pickup-Typen, es gibt unterschiedliche Holzarten. 

Eine Les Paul klingt daher einfach anders als eine Stratocaster.

- unterschiedliche Stimmungen. Stimmung auf Eb statt auf E kommt generell häufig vor. Dropped-D ist auch nicht selten.Im Metal braucht man häufiger Runtergetunt-bis-zum-geht-nicht-mehr Stimmungen, beim Bottleneck-Spielen sind häufig Open Tunings angesagt,  wenn man Led Zeppelin nachspielen will brauch man auch teilweise obskure Tunings.

Dafür will man nicht dauernd umstimmen, was übrigens auch nur bedingt machbar ist, weil das die Saiten sehr belastet und man die ganze Gitarre auf die unterschiedliche Saitenspannung einstellen muss. Also braucht man irgendwann mehrere Gitarren in unterschiedlicher Stimmung

- verschiedene (oder gar kein) Tremolosysteme.  Für Dive-Bombs und extreme Bendings braucht man Floyd-Rose oder was vergleichbares, im Rockabilly will man unter Umständen nur leicht mit einem Bigsby "schwummern", bei Blues/Country-Licks mit Bendings kann ein Tremolo stören, weil es die Saitenspannung der anderen Saiten verändern kann, wenn man eine Saite bendet.

Das sind so die großen technischen Unterschiede, die es so gibt.

Dann kommen natürlich noch Faktoren dazu wie: Will ich meine Gitarre jede Woche zweimal in den Proberaum schleppen? Will ich bei wilden Live-Konzerten die gleiche wertvolle Gitarre spielen, die ich im Studio einsetze? Will ich die schwere Les Paul tragen, wenn ich beim Fernsehkucken nebenbei auf der Couch herumdudel oder doch lieber was leichteres?

Passt die Gitarre optisch zu mir und meiner Musik? Wenn du Country spielst, willst du nicht mit einer Flying-V auf der Bühne stehen, selbst wenn du die Gitarre bei der Aufnahme der Songs benutzt hast. 

Die Flying-V hat übrigens einen gewaltigen Nachteil: Man kann sie nicht vernünftig im Sitzen spielen, weil sie einem wegen der Form immer vom Bein rutscht. Wer so eine Gitarre besitzt hat meistens noch eine Zweitgitarre fürs Üben im Sitzen.

Welche Gitarre inspiriert mich wie beim Spielen? Man bekommt einfach ein unterschiedliches Spielfeeling, abhängig von der Gitarre, die man in der Hand hat. Spielt man eine schwere Les Paul mit eher dickerem Hals, dann neigt man (bzw ich) eher zu einer Hardrock-Spielweise, eine leichte Ibanez mit dünnem Flitzefinger-Hals inspiriert einen gleich dazu, etwas schneller und filigraner zu spielen.

Bei mir stehen 13 verschiedene Modelle. Im Laufe der letzten 10 Jahre, hat sich einiges angesammelt. Einige waren ein Geschenk. Andere habe ich mir selber gekauft. Preisspanne von 200 - 2900 €. Jede Gitarre hat einen eigenen Klang. 

naja, das ist dann wieder eine Sammelwut. Meine Freundin schimpft auch immer, was hast Du jetzt schon wieder gekauft ?

Angefangen mit einer Fender Duo Sonic mit 2 Tonabnehmern in creme, dann mal eine Strat Mex in rot mit 3 Single Coils, etwas heftiger dann die Hamer mit 2 Humbuckern, die Ibanez RG 470 mit HSH Bestückung in flamed purple,  die LTD 256 als Gibson Form, 

Dann div. Combos von Hughes & Kettner von der Vortex über Edition 60 bis zum 19" Stereo Vollröhren Amp mit Vorstufe E 530 sowie 2 x 412" :)

Weil jede Gitarre ihren eigenen Sound hat ... und Gitarre schön sind und gut zu sammeln sind.

Ich habe so viele Gitarren, weil es mir so gefällt.

Gestern habe ich wieder eine gesehen, von der ich genau weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann sie bei mir sein wird.

Rationale Gründe hat das nicht.

Brauchst Du auch gar nicht.

Schau bei Sigi Flamisch Superstrat rein und lass Dich vom Neid fressen.

unterschiedliche Klänge.

Eine Les Paul klingt ganz anders als eine Stratocaster usw. .......

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