Wieso sollte man auf die Umwelt acht geben?

18 Antworten

Um die Veränderungen zu bemerken: Hässliche Fabrikhallen, wo vorher Wald war; Autobahnlärm und -Gestank, wo vorher himmlische Ruhe war mit reizendem Vogelgesang; Mais-Monokulturen, die vorher als buntblühende Brachflächen subventioniert waren, usw.

Wenn man darauf achtgibt, dann erinnert man sich vielleicht daran, wie es vorher war und findet hier und da noch ein schönes Plätzchen, um es zu genießen, bevor es verschwindet.

Weil wir Menschen nur innerhalb einiger spezifischer Ökosysteme auf Dauer existieren können.

Zerstören wir diese, zerstören wir unsere Lebensgrundlagen.

Und da Leben>Tod, sollte man Systeme die unser Überleben sichern erhalten.

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Kommt drauf an, oder? Wenn die Veränderung langsam genug erfolgt, dann wird es zu entsprechenden Anpassungen kommen.

Biologische Anpassungen benötigen Zeit, können mitunter aber auch schnell ablaufen, wenn der Selektionsdruck groß genug ist. Technologische Anpassungen sind natürlich ungleich schneller.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Nein, selbst relativ kleine Änderungen dauern tausende von Jahren.

Beim Klimawandel reden wir von wenigen Generationen...

Zudem sind wir große Säuger. Unabhängig von jeder Anpassung brauchen wir große Mengen Biomasse zum Überleben.

Wir befinden uns gerade im sechsten großen Massenaussterben der Erdgeschichte. Dreimal darfst du raten welche Arten das Massenaussterben nicht überwinden können (Tipp: Es hatte immer etwas mit der Größe zu tun).

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@KolnFC
Beim Klimawandel reden wir von wenigen Generationen

Ja, und was passiert dann? Selbst wenn die Pole komplett abschmelzen (was mehr als ein paar Generationen dauert), was passiert genau? Was würde die Menschheit auslöschen?

Wir befinden uns gerade im sechsten großen Massenaussterben der Erdgeschichte. 

Quelle bitte?

Gruß

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@AldoradoXYZ

Die Pole sind weiß, sie reflektieren eine Menge Energie. Meerswasser hingegen speichert eine Menge Sonnenenergie, das sind kumulative Prozesse, dann tauen die Permafrostböden, die geben eine große Menge Methan in die Atmosphäre ab, Methan ist ein sehr potentes Treibhausgas, größere Eisflächen und Gletscher tauen vollständig ab usw.

Zuerst kostet die Klimaveränderung Geld, da die größten Populationen in Küstennähe sind und man Küsten vor steigendem Meerespegel schützen muss (oder umsiedeln).

Dann führt sie zu Ressourcenmangel durch Dürren, extremen Wetterbedingungen, Wegfall von Wildbestäubern.

Das führt zu Kriegen, Flüchtlingsströmen und somit auch zu sozialen Unruhen.

Ab einen gewissen Grad an Erwärmung gibt es nicht mehr ausreichend Agrarland um das Überleben großer Gesellschaften zu sichern... Ab da fängt dann tatsächlich das Sterben an.

Quellen, es gibt soviele, du musst blind sein nicht darüber zu stolpern... Z.B. die größte tierische Biomasse, Insekten: https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/dramatisches-insektensterben/

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@KolnFC
Zuerst kostet die Klimaveränderung Geld

Das wird kaum die Menschheit dahinraffen.

extremen Wetterbedingungen

Also Hurricanes und co werden weniger/schwächer bei steigender Durchschnittstemperatur. Frag bloß nicht nach der Quelle, da wäre ich mit der Suche beschäftigt. ... ich suche mal

Dann führt sie zu Ressourcenmangel durch Dürren

Quelle? Steigt die globale Durchschnittstemperatur wird anderes Land nutzbar. Gibt es Berechnungen dazu, dass da weniger ist, als das, was verloren geht?

Wegfall von Wildbestäubern

Das ist ein Problem, ja. Auslöschung der Menschheit? Wohl eher nicht. Die Chinesen haben das Problem ja ganz "lustig" gelöst.

Das führt zu Kriegen, Flüchtlingsströmen und somit auch zu sozialen Unruhen.

Nur, wenn es wirklich zu derartigen Problemen kommen würde.

Insekten:  https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/dramatisches-insektensterben/

Insektensterben ist ein Thema, ja. Das belegt aber nicht automatisch alle anderen Annahmen.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Ökosysteme bauen aufeinander auf, sterben die kleinsten Elemente (Insekten, Krill), sterben auf Dauer auch die größeren Organismen, siehe's als Lunte.

Bisher werden die Unwetter immer stärker. Z.B. durch die steigende Wasseroberflächentemperatur werden die Luftwirbel, wenn die kalte Luft des Atlasgebirges auf den Atlantik trifft stärker und dann über Passatwinde nach Amerika transportiert. Laut großen Rückversicherern nehmen die Schäden durch Umweltkatastrophen jedes Jahr zu. Also ich weiß wirklich nicht von welcher Aluhutträgerseite du deine Informationen nimmst aber das Umweltkatastrophen abnehmen ist völlig abwegig.

Die Nahrungsmittelproduktion nimmt jedes Jahr zu unabhängig von der Erderwärmung, da verbesserte Anbaumethoden, genetische Veränderung, stärkere Pestizide und bessere Bewässerung bis zu einem gewissen Grad wichtiger sind als 0,5°K Veränderung. Allerdings hat das auch seine Nachteile, durch Bewässerung sinken die Grundwasserpegel und die Pestizide beschleunigen das Insektensterben. Zudem nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit ab, bei gleichzeitiger wachsender Weltbevölkerung, die CGIAR sieht deshalb z.B. massive Versorgungsengpässe v.a. auf dem afrikanischen Kontinent bis spätestens 2050.

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Stell dir vor, du wärst in einem geschlossenen Raum. Da drinnen hättest du ein sehr großes Fass Benzin und ein Feuerzeug. Würdest du das Benzin anzünden, nur weil du dann Licht und Wärme hast?

Genau das machen wir aber im Moment mit der Umwelt.

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Die Analogie funktioniert doch überhaupt nicht.

Welche Art von Umweltverschmutzung würde zur kompletten Vernichtung führen können?

Das müsste ja aktuell schon stattfinden:

Genau das machen wir aber im Moment mit der Umwelt

Was ist es denn?

Gruß

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@AldoradoXYZ

Du musst dich doch nur umschauen. Es passiert bereits. Wir vernichten den Regenwald und machen ihn zur Wüste. Wir erwärmen das Klima, wir rotten Arten in einem atemberaubenden Tempo aus, wir verlieren immer mehr Ackerland, wie drängen die Natur immer weiter zurück um neues Ackerland zu gewinnen, wir vergiften die Meere, vermüllen sie mit Plastik und vieles mehr. Diese Liste kann man endlos weiter führen. Zu guter Letzt werden wir immer mehr Menschen und als ob das nicht reicht werden immer mehr Länder immer schneller industrialisiert. Sie schaffen sich eine Infrastruktur und beginnen zu produzieren was das Zeug hält.

Doch alles was wir produzieren kommt entweder vom Acker, aus der Mine oder aus dem Meer. Es kommt also aus der Natur. Die Natur ist der Ast auf dem wir alle sitzen und mit unserer Lebensweise sägen wir ihn ab. Oder um in der Analogie zu bleiben, wie zünden ihn an.

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@Fuchssprung

Die Lebenserwartungen steigen aber ziemlich deutlich an. Von negativen Auswirkungen ist überhaupt nichts zu sehen.

Kindersterblichkeit sinkt. Hunger in der Welt sinkt. Tode durch externe Gewalteinflüsse sinken.

Quelle: Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit

Du musst dich doch nur umschauen.

Das ist Unsinn. Was ich sehe kann nur subjektiv sein. Ich persönlich sehe gar keine Probleme, aber ich weiß, dass es Probleme gibt.

Statt sich "umzuschauen" muss man sich die Daten ansehen. Daten, die mit Quellen belegt werden sollten.

Gruß

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@Fuchssprung
Während in den OECD-Staaten die Umweltverschmutzung reduziert wurde, wird sie in den Schwellen- und Entwicklungsländern aufgrund des zunehmenden Rohstoffabbaus und der rasanten Industrialisierung immer größer.

http://www.zukunftsentwicklungen.de/umwelt.html

Genau, Wohlstand führt zu Umweltschutz und zur allgemeinen Verbesserung der Umstände. Schwellenländer machen durch, was wir (und andere) schon vorher durchgemacht haben. Interessant dabei ist, dass die Entwicklung aber wesentlich schneller abläuft, als das zuvor noch der Fall war. Was bei "uns" 80 Jahre gedauert hat, dauert bei den "anderen" noch 20 Jahre.

Was mich an der Seite stört, es werden praktisch keine Quellen genannt. Auf die OECD hinzuweisen ist schön und gut, aber suchen darf man dann selbst.

Wer so lange Artikel schreibt könnte doch zumindest nach jedem Absatz ein Paper nennen um die Aussagen zu belegen, oder?

Nehmen wir mal den Abschnitt Klimawandel und dem Satz hier:

Mit jedem Grad Aufheizung nehmen die tropischen Wirbelstürme um 30% zu.

Das wird nur behauptet und überhaupt nicht belegt. Es mag logisch klingen, aber die Fakten sehen anders aus Sprache:

http://www.rescuethatfrog.com/wp-content/uploads/2017/09/Webster-et-al-2005.pdf

https://www.aoml.noaa.gov/phod/docs/ms_v1.pdf

Der Klimaforscher Christoph Schneider von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule geht davon aus

"geht davon aus"? Was soll das heißen, geht davon aus? Warum wird kein Paper genannt indem das ausgeführt wird?

Ich sag ja nicht, dass die Aussagen falsch sind, aber sie werden nicht belegt. Jeder kann alles behaupten.

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http://www.faszination-regenwald.de/info-center/zerstoerung/flaechenverluste.htm

Hier wird auch keine ordentlichen Quelle genannt.

http://www.visibleearth.nasa.gov/ allgemeiner geht es nicht. brasilianischen Nationalinstituts für Weltraumforschung (INPE) - auch so allgemein, dass man die Daten nicht findet.

Die Informationen müssen nicht falsch sein. Natürlich nicht, aber stimmen müssen sie auch nicht. Im Netz kann jeder alles behaupten. Ich finde Seiten die genauso "schick" gemacht sind und nur Unsinn enthalten.

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https://www.populationpyramid.net/world/2017/

Die Seite bestätigt meine Aussage, dass keine Ausrottung der Menschheit stattfindet.

Die Lebenserwartungen steigen aber ziemlich deutlich an. Von negativen Auswirkungen ist überhaupt nichts zu sehen.

Hier werden dann auch mal Quellen genannt:

https://www.populationpyramid.net/sources

Schade, dass da welche dabei sind, die nicht mehr auffindbar sind:

https://www.bp.com/content/dam/bp/pdf/energy-economics/statistical-review-2016/bp-statistical-review-of-world-energy-2016-full-report.pdf

Man sollte ordentliche wissenschaftliche Archive benutzen und nicht die Site von BP.

Peer-reviewed paper wären mir sehr viel lieber als Quellen.

World Population Prospects

Mag zwar gut recherchiert sein und man sieht auch saubere Quellenangaben unter jeder "Zahl", aber die Schlussfolgerungen sind nicht weiter überprüft worden.

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https://www.klimafakten.de/meldung/klimawandel-eine-faktenliste

Hier werden mal Quellen genannt. Endlich.

Es wäre schön, wenn man direkt die wissenschaftlichen Arbeiten linken würde, statt andere Internetseiten, die davon "erzählen". Es besteht immer die Gefahr von "Übertragungs-" und Interpretationsfehlern.

Etwas schade auch, dass Bücher als Quellen genannt werden, die nicht so einfach zugänglich sind. Aber immerhin hat man Quellen genannt. Leider kann ich die Quellen nicht prüfen.

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http://flood.firetree.net/

Leider gibt die Seite nicht an, wie die Überflutung genau berechnet wird. Daher darf man das einfach so "glauben". "Data provided by NASA" ist etwas schwach, wenn man bedenkt, wie lange die Implementierung der Seite gedauert haben muss, gab es keine 5 Minuten um mal die Daten genauer zu benennen? Warum?

Ansonsten sieht man selbst bei 60m Meeresspiegelanstieg große Gebiete die überschwemmt werden. Trotzdem bleiben noch gigantische Flächen übrig. Außerdem würde ein solcher Anstieg (zehn)tausende Jahre dauern. Genug Zeit um sich anzupassen.

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Insgesamt wird die Grundfrage nicht beantwortet:

Welche Art von Umweltverschmutzung würde zur kompletten Vernichtung führen können?

Nirgendwo wird von kompletter Vernichtung gesprochen. Einschränkungen, ja. Starke Einschränkungen, ja. Großes Massensterben? Ist wohl reine Fantasie.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Ich muss wirklich anerkennen, dass du dir die Mühe gemacht hast und jeden Link gelesen hast. Aber wenn ich dich damit nicht überzeugen kann, dass wir den Ast absägen auf dem wir sitzen, ist jedes weitere Wort sinnlos.

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@Fuchssprung

Ich möchte ja nur anständige Quellen (wissenschaftliche Paper um es genau zu sagen) sehen. Dieser ganze emotionale Mist bringt gar nichts. Es wird auf beiden Seiten übertrieben.

Man sollte sich einzig und allein auf die Fakten verlassen. Emotionen führen zu keinen guten, oder richtigen Entscheidungen.

Gruß

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