Wieso sollen viele Plastiksachen in den Restmüll, also werden nicht wiederverwertet?

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5 Antworten

jeder Kunststoff hat andere Eigenschaften, und die können zur Verwertung weder automatisch noch manuell aussortiert werden. Nur halbwegs sortenreine Kunststoffe kann man brauchbar wiederverwerten.

und die können zur Verwertung weder automatisch noch manuell aussortiert werden

Das ist falsch. Die Sortiertechnik hat in den letzten 10 Jahren erhebliche Fortschritte gemacht - heute ist eine maschinell sortenreine Trennung möglich. Daher gibt es in einigen Regionen auch bereits Modellversuche, die nur noch mit 1 einzigen Abfalltonne arbeiten. Der Bürger ist so oder so viel zu faul / bequem, um eine sortenreine Entsorgung sicher zu stellen, auch in farbigen Tonnen landen heute noch bis zu 70 Prozent Fehlwürfe.

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Praktisch können alle Kunststoffe, Leichtmetalle und Verbundstoffe in den gelben Sack.

Die Entsorgungsbetriebe verbieten das nur, weil der "Grüne Punkt" von den Herstellern verpackter Ware finanziert wird. Das heißt, wer Verpackung in Umlauf bringt, muss die Entsorgung bezahlen, indem er seinen Beitrag zum "Gelben Sack" bezahlt. Das wiederum heißt, für alles was keine Verpackung ist hat niemand bezahlt, so dass du die Müllabfuhr per Restmüllsack selber zahlen sollst.

Das ist eine unsägliche Umweltverpestung und Ressourcenverschwendung.

Deswegen solltest du kleine Mengen von Plastikmüll tief im gelben Sack verstecken. Größere Mengen solltest du beim Recyclinghof abgeben. Spielzeug das nicht total kaputt ist gehört zunächst auf den Flohmarkt. Kassetten lassen sich ggf. selbst neu verwenden, z.B. die Tonbänder als Geschenkschleifen.

dünne folien mit denen waren (lebensmittel) in verkaufsschalen verpackt sind, eignen sich NICHT, um z.b. bücher einzubinden und ein armaturenbrett vom auto muß bestimmte eigenschaften haben, um ins fahrzeug eingebaut werden zu können. deswegen gibt es unzählige sorten von kunststoffen mit höchst unterschiedlichen eigenschaften.

Das meiste Kunststoffzeug kann in'n gelben Sack, wobei man sich schon über das Material informieren sollte wie man dieses fachgerecht entsorgt und ob es tatsächlich in'n gelben Sack darf. Und ja, gelbe Säcke werden oft verbrannt, landen irgendwo auf Müllkippen in Entwicklungsländern oder werden hoffentlich doch getrennt und teilweise recycelt.

Kunststoffe sind universell einsetzbar und haben nur eine begrenzte Lebensdauer; sie sind billig in der Produktion und bringen dem Hersteller somit viel Geld. Darum dürfen wir uns auch in Zukunft noch mit diesem Thema rumschlagen... leider!!

in gelbe säcke oder tonnen dürfen NUR leichtVERPACKUNGEN aus kunststoff oder verbundstoffe. die kaputte babyrassel oder der abgebrochene plastikpfannenstiel haben darin NICHTS zu suchen!!! die meisten gelben säcke, die in der verbrennung landen, haben inhalte, die dort NICHT hineingehören: leider verwenden kinderreiche haushalte oft diese säcke zur entsorgung gefüllter pampers.

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Es geht nicht um die Art des Kunststoffs sondern darum, ob der Hersteller Beiträge für "den grünen Punkt" bezahlt hat oder nicht.

Das zeigt die Krankheit des Gesamtsystems auf.

Hier geht es eher darum, Müllverbrennungsanlagen als Investitionen auszunutzen statt darum, für die Umwelt etwas gutes zu tun.

Moderne Müllsortieranlagen sind durchaus in der Lage, Kunststoffe sortenrein zu trennen, sodass für verschiedene Mülltonnen (außer bei Bioabfall) keine Notwendigkeit besteht.

Die Herstellung einiger Kunststoffe (Dübel etc.) ist technisch durchaus sinnvoll - deren Art der Entsorgung sollte aber von modernen, denkenden Bürgern in Frage gestellt werden.

Hier wird der "dumme", nicht denkende Bürger - wie so oft auch sonst - in die Irre geführt (um nicht das Wort "verarsc**" verwenden zu müssen).

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