Wieso soll man in Deutschland noch arbeiten gehn, wenn man fürs Nichtstun fast genau das Gleiche vom Staat erhält?

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15 Antworten

Meiner Meinung soll man das garnicht wenn man genausoviel hätte wie mit ALG2. Irgendwer schrieb hier von wegen, das Arbeit glücklich machen würde und man nicht vergammele. Ich lese hier genug Fragen über arbeitende Leute, die nur Ärger mit ihren Chefs haben oder von Arbeitskollegen gemobbt werden. Mal ehrlich, ich vergammel lieber und habe keine Struktur, als das ich mich mobben lasse. Aber selbst wenn man 200€ mehr Netto-Geld als ALG2 bekäme, dann würde es auch nichts bringen, denn im Gegensatz zu einem Harzter geht ja dann noch GEZ vom Konto und monatliches Spritgeld für den Arbeitsweg. Mein Onkel ist seit paar Monaten von ALG2 betroffen, da er die Umschulung beendete und bis jetzt nix findet. Vom Jobcenter war nicht angehend ein Vermittlungsvorschlag dabei, bei dem er mehr verdient als mit ALG2.......und fast alles diese verdammten Zeitarbeitsfirmen. Ich hab mir seine Vermittlungsvorschläge und sein ALG2 verglichen. Er wäre teilweise noch ärmer dran wenn er dort eine Arbeit antreten würde.

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pythonpups 08.10.2016, 22:30

Du liest hier deswegen viel von Gemobbten, weil die einen Grund haben hier zu schreiben. Die sind hier deutlich überrepräsentiert und das schafft eine schiefe Wahrnehmung.

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kalimi3 12.11.2016, 20:44

Im Großen und Ganzen habe ich mich das auch schon mal gefragt (gehe zwar noch nicht arbeiten, aber der Gedanke ist trotzdem mal gekommen). Dass dein Onkel bei dem Job nicht mehr verdient hätte, als bei ALG II, ist normal. Er muss ja erstmal zeigen, dass er überhaupt interessiert ist an Arbeit und nicht nur aus Faulheit keinen Job hat (bei ALG I gäbe es bei einer Verweigerung sogar für einen bestimmten Zeitraum eine Sperrzeit, indem man kein ALG I mehr bekommt) deshalb muss dein Onkel jede zumutbare Arbeit annehmen. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, umso mehr wird man von ihm verlangen, Verschlechterungen in Kauf zu nehmen. Würde dein Onkel dann immernoch unter dem Grundfreibetrag von 8652 Euro pro Jahr verdienen, müsste auch er keine Steuern bezahlen, selbst wenn er mehr verdienen würde, die Werbungskosten (alle Ausgaben rund um den Job) wie z.B. Fahrtkosten jedoch die Einnahmen drücken würden. Zudem kann er auch zusätzlich Arbeitslosengeld verlangen, wenn er arbeiten geht, jedoch nicht viel verdient (Existenzminimum).

Jedoch musst du dir auch mal die Frage stellen, willst du deinen "Stolz verlieren"? Willst du später mal deinen Kindern sagen müssen, "es tut mir Leid, aber das kann ich euch leider nicht kaufen, dafür haben wir kein Geld"? Willst du auf alles verzichten müssen, nur um nicht arbeiten zu gehen? Klar kann es sein, dass du nicht viel mehr verdienst und du musst dann auch zusätzlich Steuern bezahlen, aber ist es dir das wert alles aufzugeben? Wenn man dich fragt, was du arbeitest, zu sagen du bist eigentlich zu faul und hast deswegen keine Arbeit? Von anderen abhängig zu sein?

Dann lieber arbeiten gehen und auf seinen eigenen Verdienst stolz sein können :)

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Also, ich gehe einer regulären, steuer- und beitragspflichtigen Vollzeitbeschäftigung nach. Ich tue es gerne, richtig mit Freude und Elan aber am Ende des Monats sind deutlich mehr auf dem Konto als 900€.

 Wir haben insgesamt drei Kinder, die alle schon jetzt wissen welches Haus sie nach unserem Ableben besitzen und eventuell bewohnen werden, wenn sie es nicht verkaufen wollen. Vor dem Haus in dem wir wohnen stehen aktuell drei Autos, weil der Junge Mann noch seinen Führerschein macht und die jüngste noch nicht im Führerscheinalter ist. 

Wenn Mensch in der sozialen Absicherung lebt, egal ob freiwillig oder nicht, ist das so natürlich nicht möglich. 

Du wirst sicherlich regelmäßig Urlaub genießen und die Welt schon mindestens einmal ausführlich umrundet haben, deshalb möchtest du keiner gut bezahlten Beschäftigung nachgehen, sondern bist froh mit ca. 900€ im Monat von der Allgemeinheit allimentiert zu werden. Kann ich verstehen, so bleibt mehr für mich und die anderen über.😎 

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BTyker99 08.10.2016, 21:02

Wieso bleibt dann mehr für dich über? Wenn es weniger Menschen im Hartz4-Business geben würde, müsstest du doch weniger Abgaben zahlen, oder nicht?

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habakuk63 08.10.2016, 22:55
@BTyker99

Ich glaube nicht, weil die Abgaben immer etwa gleich hoch waren ca. 53% des Bruttoeinkommens. 

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Arbeit hat nicht nur mit Geld verdienen zu tun...sondern geht einher mit der Selbstachtung, wer vom Staat lebt fühlt sich nie Autonom und bleibt irgendwie stehen in der Entwicklung.

Wenn man sich als Arbeitsloser nicht eine eigene Tagesstruktur anlegt, gleitet man sehr schnell in eine Lethargie ab und vernachlässigt trotz genügend Zeit selbst den eigenen Haushalt...

Darum kann Arbeit eben auch glücklich machen, trotz Anstrengung aber man vergammelt zumindest nicht.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:34

Ich denke diese Erkenntnis ist den Leuten bekannt.

Zu deinem schwarz und weiß gibt es auch noch beträchtliche Graustufen.

Beispielsweise könnte jemand auch ohne Job ein erfülltes Leben führen, indem er Dinge tut, die er schon lange mal ausführlich machen wollte, aber zeitlich nie konnte.

Ein deine These konterkarierendes Beispiel ist auch die Lebensweise von Rentnern und Pensionären.

Tut mir leid, du hast zu kurz gegriffen.

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Blackoutd 07.11.2016, 03:25
@Semiconductor

Wo wären wir den bitte, wenn niemand mehr arbeiten würde? Das ganze System würde einstürzen.

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Hallo Semiconductor,

Deine Frage ist berechtigt, kann aber wohl nur von den Politikern beantwortet werden...!

Das geht schon mit der ein Einführung von Hartz IV los, denn warum wurde es eingeführt? Antwort: Um die Wirtschaft auf Kosten der "kleinen Leute anzukurbeln", meiner Meinung nach! Denn Hartz IV kam ja nicht alleine; Schon sehr zeitnah nach dessen Ankündigung, wurde plötzlich der Kündigungsschutz gelockert; ...natürlich zugunsten der Arbeitgeber! ;)

Ferner wurden den Arbeitnehmern in vielerlei Betrieben diverse Gratifikationen eingestrichen, wie z.B. Anhebung der Regelarbeitszeit bei gleichbleibender Lohnfortzahlung, Halbierung des Weihnachtsgeldes oder Kappung der Urlaubstage. Wehe dem der sich BÖSES dabei denkt! ;)

Von 202 Mitarbeitern jammerte damals jeder darüber, alle rissen ihre Klappe auf, doch geklagt habe ich am Ende ganz alleine, vor dem zust. Arbeitsgericht. Der Richter sagte mir damals, ich dürfe nicht entlassen werden, doch seiner Erfahrung nach müsste ich dann mit Mobbing rechnen. Ergo einigte ich mich auf einen Vergleich, wurde dadurch aber arbeitslos und geriet passend in den Hartz IV-Bezug.

Anderen ergeht es noch schlimmer; z.B. Berufskraftfahrern oder Bauarbeitern oder, oder, oder...ein Arbeitsunfall genügt, dann kommt die Berufsunfähigkeit, NICHT aber die Arbeitsunfähigkeit. D.h., wer sich 25 Jahre oder länger in seinem Job krumm gemacht hat, bekommt noch 1 Jahr ALG1 und rutscht dann anschließend sofort in Hartz IV.

Gesundheitlich nicht mehr ganz fit und auch nicht mehr im besten Alter sind die Aussichten wieder in einen vollwertigen Job zu finden jedoch nicht rosig; ...im Gegenteil: "Man wird zum Bittsteller degradiert!"

Klaro, man bekommt sein Hartz IV, aber auch nur gegen Auflagen!!!

Besuche bspw. einen Kurs für Bewerbungstraining; ...der dauert in der Regel bis zu 3 Monate, oder verlasse Deinen Wohnort nur, nachdem Du Dir die Erlaubnis vom Jobcenter eingeholt hast (selbst an Wochenenden) usw, usw...!

Brichst Du diese (oder unzählige andere) Regeln, läufst Du Gefahr, dass Dir Deine Sozialleistungen (genannt Hartz IV oder ALG2) im schlimmsten Falle bis auf 0 gekürzt werden!

Und als wäre das nicht schon genug, kann es auch ganz banal mal passieren, dass Du Dein Geld nicht bekommst, und/oder die Abgaben an Deine Krankenkasse werden nicht bezahlt. Die Krankenkasse sagt: "Wir haben kein Geld bekommen!" Das Jobcenter sagt: "Kann ja gar nicht sein; ...wir haben das bezahlt!" 

Das war nur die Kurzfassung; ...die lange Fassung könnte Bücher füllen! ;)

Wer also meint, Hartz IV-Empfänger können sorgenfrei in saus und braus leben, der hat es selbst noch nicht mitgemacht!

Und bitte auch nicht vergessen; "Die Miete wird zwar bezahlt, doch sie bewegt sich im unteren Segment der ortsüblichen Mieten!" D.h., die Auswahl an bezahlbaren Wohnungen ist weitestgehend stark eingeschränkt. So stark, dass man teilw. in soziale Brennpunkte einziehen muß, um überhaupt ein Dach übern Kopf zu haben. Strom wird übrigens auch nicht übernommen, den zahlen die Hartzer von ihrem Regelsatz!

Unterm Strich bleiben monatlich also vielleicht € 350 Euro für Nahrung, Kleidung, Zusatzgebühren für Krankenkassen usw. übrig!

Das ist vielleicht angemessen und ausreichend für einen 20.jährigen, der noch nicht an der Schüppe stand, nicht aber für einen 50-jährigen, der mehr als die Hälfte seines Lebens schwer gearbeitet hat!!!

Fazit:

Arbeit soll sich lohnen! Tut sie das? Vielleicht noch vor 30-40 Jahren! 

Spätestens seit Hatz IV lohnt sich Arbeit für den "kleinen Mann" aber nicht mehr, denn man hat ja kaum noch eine Chance überhaupt Arbeit zu finden, die LEISTUNGSGERECHT bezahlt wird. Die Leute hauen sich für einen 350 Euro-Job die Köppe ein, ohne zu merken, dass genau diese Aufopferung immer weiter nur den "Schakalen" zugute kommt, angefangen bei den regierenden Politikern, über die Grossfunktionäre, bis hin zu den mittelständigen Arbeitgebern, wozu auch die (eigentlich) völlig überflüssigen Zeitarbeitnehmer-Firmen gehören, die seit Einführung von Hartz IV (oh WUNDER) wie Pilze aus den Boden sprießen!

MfG 

 

   

 

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Was könnte der Staat stattdessen tun?

H4 kürzen? Geht nicht, weil das das Existenzminimum ist und andernfalls die Regierung in einer blutigen Revolution zum Teufel gejagt würde.

Mindestlohn erhören? Schon besser die Idee, aber dann würden viele Unternehmen pleite gehen. 

Der Staat muss sich selber mehr als Unternehmer engagieren. Das spart die Kapitalrendite, ermöglicht eine gerechte Lohndifferenzierung und verhindert den Abfluss von hier erarbeitetem Kapital und Know-How ins Ausland. Der Staat muss sich wieder darum bemühen, dass in der BRD möglichst viele High-Tech-Produkte hergestellt werden, denn nur sie ermöglichen gute Arbeitseinkommen. Auf alles Geld was ins Ausland geht gehört eine Steuer, gestaffelt nach Euro-Ausland, restliches EU-Ausland, nicht EU-Ausland. Der Staat muss selber eine "Privatbank" errichten.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:29

Richtig erkannt, H4 aber nicht kürzen, sondern gewaltig kürzen. Geht die Kriminalität dadurch hoch, dann geht es nun mal ans Inhaftieren, auch wenns den Steuerzahler mit 110E pro Tag mehr kostet, wärs eine Genugtuung. Vielleicht entstünden auch Slums, vielleicht würde ein guter Teil der Leute in der Hängematte, dann vielleicht doch einen Job annehmen.

Tut mir leid, wenn ich deine Sozialromantik aufgedeckt habe.

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Maarduck 08.10.2016, 13:37
@Semiconductor

H4 gewaltig kürzen?! Die Revolution kommt aus den Gewehrläufen!

Rechte, Linke und Muslime würden sich vereinigen und den Politikern, Richtern und Polizisten "den Schädel einschlagen". Dabei würden sie von Russland mit Waffen unterstützt werden. Man kann nicht längere Zeit gegen das Volk regieren. Die Unzufriedenheit im Volk ist jetzt schon ziemlich hoch. 

Tut mir Leid wenn ich deine Kapitalismustreue ad absurdum führen musste.



vielleicht würde ein guter Teil der Leute in der Hängematte, dann vielleicht doch einen Job annehmen.


Die Regierung redet von einem Fachkräftemangel wenn es weniger als 5 geeignete Bewerber auf eine offene Stelle gibt. Natürlich wollen die Unternehme möglichst viele Arbeiter haben, denen sie gar nichts zahlen. Was schließt du daraus?









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Sehr viele Unternehmen für Zeitarbeit zahlen ihren Mitarbeitern lediglich den gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € die Stunde, selbst wenn die über Jahre hinweg als Facharbeiter arbeiten. Hier ist es aber Sache der Regierung, dieser Praxis einen Riegel vor zu schieben. Es kann nicht Sinn der Sache sein, über Jahre hinweg und in zunehmenden Maße Leiharbeiter zum gesetzlichen Niedrigstlohn zu beschäftigen. Wenn eine solche Praxis ins bodenlose ausufert, sollte sich niemand über solche Meinungen wie in der Fragestellung wundern.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:19

Die einzige Partei, die das bei ihrer Regierungsverantwortung sofort als zweites anpacken würde ist die AFD. Einer muss den Job ja machen.

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SchIaufuchs 08.10.2016, 13:50
@Semiconductor

Was für ein penetrantes Kerlchen ... penetrant plus Wahlwerbung - das muss man ja auch erstmal bringen. :)

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Semiconductor 09.10.2016, 08:43
@SchIaufuchs

Kann ein selbsternannter Schlaufuchs auch was Konstruktives zum Diskurs beitragen?

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Zunächsteinmal haftet deiner Frage ein Geruch der Suggestion an.

Des Weitern, bekommt nicht jeder, der "aus dem Ausland kommt und nicht eingezahlt hat " das ALG 2 hat. Selbst neu einreiste EU- Angehörige haben nicht das Recht in den ersten Monaten auf das Geld.

Den genauen Anspruch kann man problemlos via Suchmaschine finden.

Soo einfach, wie du hier postulierst ist das nicht.

Zu deiner Frage. Ich selbst habe eine Zeit lang gleichviel, wie ein alleinwohnender Hartz IV- Bezieher verdient.

Meine Beweggründe zu arbeiten, waren folgende. Ich habe mich gut  damit gefühlt, für mich selbst zu sorgen und unabhängig von der Transferleistung zu sein.  Da hatte ich aber nur mich selbst zu versorgen. Wenn es da Kinder oder andere Personen gäbe, hätte ich aus Not vermutlich zeitweise aufgestockt. Es macht sich gut im Lebenslauf, wenn man aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus bewirbt  und keine Lücken hat. Man hat eine Aufgabe im Leben und hängt nicht sinnlos zu Hause oder (Gott bewahre) in Maßnahmen der Agentur rum.  Ich hätte persönlich auch keine Lust meine Kontoauszüge permanent vorzuzeigen und  mich  kontrollieren zu lassen und möchte mit diesem System ohnehin nichts zu tun haben.

Deine Frage finde ich  insgesamt aber berechtigt. Es geht teilweise nicht an, dass sich die Arbeit "nicht lohnt". Zeitarbeitsfirmen sind tatsächlich das Letzte und erfüllen offenbar nicht den Zweck, den AN langfristig in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Zudem werden sie von den Arbeitsvermittlern genutzt, um die Langzeitarbeitslsoen unter Druck zu setzen...




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Semiconductor 08.10.2016, 13:26

....schon klar, dass ein Immigrant kein ALG2 bekommt, aber signifikant darunter ist es auch nicht! Zudem wird kostenfrei auf die über Jahrzehnte hier bereitgestellten Allgemeingüter zugegriffen. welche andere bezahlt haben.

Die restliche Sozialromantik ist auch elastisches Allgemeinwissen. Beispielsweise durch die eigene Brille gesehen, den Blick für andere in der gleichen Situation zu verlieren halte ich, wie auch bei dir geschehen, für einen Kardinalfehler der Politik.

Nach dem Motto: ich empfinde das Problem für mich nicht als schlimm, also habe ich recht, oder ich denke einfach nciht dran, dass andere in meiner Situation die Lage diametral anders empfinden.

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Gugu77 08.10.2016, 13:31
@Semiconductor

???

Hast Du meine Antwort überhaupt richtig gelesen? Ich habe nicht den Blick für die Situation anderer verloren. Ganz im Gegenteil.

Ich habe ausdrücklich davon gesprochen, wie es für mich persönlich sop  war und dass ich  damals keine Kinder hatte und meine eigenen Beweggründe dargestellt.

Zudem habe ich doch ausdrücklich betont, dass ich das System nicht o.k. finde, siehe Maßnahmen, Umgang mit den Beziehern und die Existez von Leiharbeit.

Und im Übrigen habe ich bei deisem miesbezahltem Job genau mit der von Dir erwähnten Gruppe gearbeitet- den Langzeitarbeitslosen.

Zu deinem ersten Absatz, der falch ist, möchte ich mich nicht äußern.

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SchIaufuchs 08.10.2016, 13:31

"... haftet deiner Frage ein Geruch der Suggestion an"

Das kann man zurückhaltender kaum sagen. :)

Nun ist es ja so, dass der FS sein "Ausland" schon ganz unscheinbar im Fließtext einbgebrüllt hat, so dass - bisher zumindest - keiner auf sein Brüllangebot eingestiegen ist. Ich weiß, er hätte es gern lauter gesagt, aber er hat es taktisch vorgezogen, seinen Fremdenhass nur ganz leicht aufblitzen zu lassen ... :)

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Warum sollen Werktätige Dich durchfüttern???

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Gugu77 08.10.2016, 13:23

Der FS hat eine tendenziöse Frage gestellt, um für die AFD zu werben... Schau dir doch die Kommentare an...

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Semiconductor 09.10.2016, 08:46
@Gugu77

Eher klarzustellen, wer die Politik vertritt, damit sich Arbeiten wieder lohnt. Gibt ja nur eine Partei zurzeit, die dafür steht, dass sich Leistung noch mehr lohnen soll. Ok die FDP mit Abstrichen auch.

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Weil der Hahn bald abgedreht wird, da nix mehr übrig bleibt. Wer dann keine Qualifikation bzw. Berufserfahrung vorzuweisen hat, steht schlecht da.

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Weil mir das Geld zu wenig ist.

Du musst ja nicht immer Leiharbeiter sein.

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Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber ich mache meinen Job gerne. War mal drei Monate arbeitslos. Da fällt dir doch irgendwann die Decke auf den Kopf.

Und das mit dem nie einzahlen hat ja seinen Grund: Es geht hier nicht um eine Versicherung, sondern um eine Sozialleistung, die das Existenzminimum sichert. Darauf haben Menschen unter dem Grundgesetz einen Anspruch unabhängig von ihren Vorleistungen. Das gebietet die Menschenwürde.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:02

Nun ja, das ist eine sehr rot-grüne Einstellung, die nicht jeder vertritt und die an einer elastischen Wahrheit orientiert ist.

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xmoepx 08.10.2016, 13:04
@Semiconductor

Die Menschenwürde und die daraus hergeleitete Garantie des Existenzminimums ohne Bindung an jede Voraussetzung ist ein unveränderliches Element des Grundgesetzes und keine rot-grüne Einstellung.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:11
@xmoepx

So etwas ist nur in einem komfortabel ausgebauten Sozialstaat möglich! Es ist in keinem Staat möglich, in dem eine schuftende Minderheit existiert.

Vielleicht ist es dir entgangen, aber Grundgesetzänderungen sind durchaus an der Tagesordnung.

Wenn der Verdacht besteht, alle denen dann das Geld nicht mehr reicht würden kriminell, dann sage ich: je nach Schwere der Beschaffungskriminalität müssen diese Leute dann eben verhaftet werden. Oder sie kommen auf die Idee und gehen arbeiten.

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xmoepx 08.10.2016, 13:12
@Semiconductor

Schau mal in Art. 79 III GG: Einige Teile des Grundgesetzes können eben glücklicherweise nicht geändert werden. Genau dazu gehören das Sozialstaatsprinzip und die Menschenwürde.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:17
@xmoepx

Wart mal ab, wenn die Unternehmer einfach das Land verlassen und die Grünen und die Muslime noch hier sind. Dann wünsch ich viel Spaß mit dem Sozialstaatsprinzip, das Leistung bestraft.

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Abgesehen davon, dass deine unsägliche sozial-darwinistische Einstellung, die du hier provokant propagierst, eine Beleidigung für jeden ist, der die von dir genannten staatlichen Almosen in Anspruch nehmen muss, folgendes:

Ein Staat, der fürs Nichtstun Geld ausgibt, verdient nicht das Prädikat "Sozialstaat".
Er gibt mit dieser Geste lediglich zu verstehen, dass er als Sozialstaat verstanden werden möchte, der er nicht ist.
Niemand sollte glauben, dass Geldausgeben fürs Nichtstun etwas damit zu tun hat, dass sich der liebe Staat ach so fürsorglich um seine Schwachen kümmert. Nein! Er verbrämt damit seine systemimmanente Unfähigkeit, ein menschenwürdiges Leben für jeden zu garantieren, das nur durch eigenes Einbringen in die Gesellschaft, sprich Arbeit, erreicht werden kann.

Staatliche Almosen zu empfangen hat mit Menschenwürde so wenig zu tun wie von Wohltätigkeitsvereinen, die von Spenden leben, bei Tafeln und Suppenküchen gefüttert zu werden.

Der Staat hält mit diesen Maßnahmen lediglich seine Unterschicht bei Laune, weil sein System eine andere Variante der Arbeitsbeschaffung nicht hergibt. Dabei achtet er akribisch genau darauf, dass er auch keinen Cent zu viel bezahlt.

Gäbe es diese Maßnahmen nicht, hätten wir schon soziale Unruhen, die den Standort Deutschland erheblich schaden würden.

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Semiconductor 08.10.2016, 16:01

Wir wissen, dass es auch rot-grüne Wähler gibt, wir wissen es.

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N0Nentity 08.10.2016, 16:58
@Semiconductor

...und wir wissen, dass es braune gibt, obwohl sie sich offiziell nicht so bezeichnen.

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N0Nentity 08.10.2016, 16:59

edit: ...dem Standort Deutschland...

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Schau dir diese 29 Minuten Doku an, dann weißt du einen guten Grund...

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Also, mir langen 900,- nicht. Außerdem mache ich meine Arbeit gerne. Und wenn ich wüßte, daß ich mich nicht selbst finanzieren kann, wäre mir das peinlich.

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Stultitia 08.10.2016, 13:04

Ich mach noch Schwarzarbeit. So geht's besser

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xmoepx 08.10.2016, 13:06
@Stultitia

Tja, bis dir mal was passiert vielleicht. Dann gibt es keine Unfallversicherung, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein ALG II. Keine Steuern und Sozialabgaben klingt immer solange toll, bis man mal selber Hilfe braucht.

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pythonpups 08.10.2016, 13:09
@Stultitia

Na, Danke. Das ist dann schon Parasitismus auf erhöhtem Niveau.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:07

Es mag in einigen wenigen Berufen noch gemütlich, mit wenig Druck und kaum hierarchisch zugehen, sowie keiner körperlichen Arbeit ausgesetzt sein.

Gerade auch diejenigen, welche die Gesetze machen, wissen oft gar nicht, was es bedeutet richtig arbeiten zu müssen. Stell mal Herrn Strobl von der CDU oder Herrn Oppermann von der SPD 4 Wochen bei einem Malerbetrieb ein und du wirst sehen, dass die schnell einknicken würden.

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xmoepx 08.10.2016, 13:11
@Semiconductor

Naja und was belegt dieses Argument? Ich würde auch nicht als Maler arbeiten können, dafür kann ein Maler halt meinem Job vermutlich nicht nachgehen. Jeder hat halt seine eigenen Talente. Ich glaube man kann es Politikern auch grundsätzlich zutrauen, dass sie sich in andere Berufe reindenken.

Sicher gibt es inkompetente Politiker. Das ist in jedem Beruf so. Aber diese allgemeine Schelte einer ganzen Gruppe von Menschen ist bei Politikern doch genau so fade wie bei jeder anderen Berufgruppe und führt nirgendwo hin.

Der letzte Malermeister, den ich beauftrag habe nimmt übrigens 45€ pro Stunde plus Material und kann sich laut eigener Aussage vor Aufträgen kaum retten momentan. Es ist halt nicht alles so schlecht, wie es manche grade reden. Heißt nicht, dass es keine Probleme gibt.

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pythonpups 08.10.2016, 13:15
@Semiconductor

Schon klar. Dass in vielen Berufen viel zu wenig bezahlt wird, ist sicher richtig. Grade vor dem Hintergrund, dass sie körperlich anstrengend und ungesund sind. Aber wenn sie teurer wären, könnten die Kunden sie sich nicht mehr leisten. Wie man das lösen soll, weiß ich auch nicht. Nichtsdestotrotz wäre für mich von Sozialleistungen zu leben keine Alternative, wenn ich irgendetwas daran ändern könnte.

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Semiconductor 08.10.2016, 13:15
@xmoepx

Solange das sich immer mehr herumsprechende Existenzminimum so nahe an dem ist, was einem Familienvater mit 42 Wochenstunden am Monatsende unterm Strich bleibt, solange läuft etwas gewaltig schief.

Und dies läuft nur solange schief, solange es noch genügend Leute gibt, die sich die jetzigen Verhältnisse gefallen lassen und nicht vor lauter Freude voll abkotzen.

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Das habe ich mich auch schon so manches Mal gefragt. GUTE FRAGE!!!!

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