Wieso soll es nicht korrekt sein die Schwarzen " Schwarze " zu nennen?

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18 Antworten

Im Betrieb eines Bekannten arbeitet seit einiger Zeit ein "Schwarzer", der wurde von den Kollegen "Brauner" genannt, wo der Betreffende auch kein Problem mit hatte. Allerdings hatte die Geschäftsleitung ein Problem damit u.hat nun allen Mitarbeitern untersagt "Brauner" zu sagen,ansonsten gäb´s eine Abmahnung u.ggf.sogar die Kündigung!

Typisch deutsch! Nehmen wir uns evtl. zu wichtig?

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@daddbr3

Sehe ich auch so, mit Banalitäten das Volk beschäftigen, während internationale Großkanzleien die EU-Gesetzgebung gestalten und TTiP hinter verlossenen Türen ausgeklüngelt wird.

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In amerikanischen Einreise-Visum-Anträgen fand man bis vor einiger Zeit noch (die bei unseren Pässen nicht vorhandene) Rubrik: Complexion (für Hautfarbe): Dort wird vorformuliert vorgeschrieben, eine Auswahl zu treffen: black, colored, white neuerdings auch: hispano, caucasian

Eine Frage bleibt allerdings offen, wie nennen sich die Ureinwohner Amerikas? Indian oder Apachee Indian?

Übrigens gab es vor Urzeiten in Deutschland noch eine weitere Klassifizierung in Einschulungsdokumentationen für Erstklässler: "Flüchtling" - "Nicht Flüchtling", womit dann die Heimatvertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten gemeint waren. Habe ich selbst erlebt. Das Grundgesetz war damals noch nicht überall in den Köpfen der Leute angekommen.

Das hat folgenden politisch korrekten Grund, liebe(r) solf1:

Die Politiker meine, sie kriegen ein soziales Problem in den Griff, indem sie eine "abwertende" Bezeichnung als solche verbieten und damit die ABwertung selbst wegbekommen.

Absoluter Blödsinn!

WEr hat politisch Korrektes Sprechen als erstes eingeführt? Die usa - haben sie ihr Rassenproblem in den Griff gekriegt, weil sie Neger nicht merh Nigger nennen?

....

Ich sage heute noch Neger zu Negern - und stelle mich erfolgreich dem Ärger, der folgt...

Ich lasse mich auch von Mexikanern als GRINGO bezeichnen und von Muslimen als Kuffr - warum denn nicht, wenn die mich so sehen?


hinzukommt, dass Neger im Deutschen keine Abwertung war, also nicht vergleichbar dem US nigger. Aber unsere regierenden Asozial-Romantiker und Wortzauberer lösen alle gesellschaftlichen Widersprüche, indem sie neue Wörter aus dem Zylinder ziehen: nicht mehr Lehrling sondern Azubi, nicht mehr Loser (Arbeitsloser) sondern Arbeitsuchender, Kunde, nicht Krankenkasse sondern Gesundheitskasse, nicht Migrationswaffe sondern Willkommenskultur etc

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Wir Deutschen sind immer sehr genau - meinen wir halt. Besser gesagt: Wir sind 150%-ge ! Dann schauen wir mal die Geschichte an: Wir haben alles "wirklich gründlich" gemacht - auf die Einzelheiten unserer jüngsten Geschichte der beiden Weltkriege bis zur DDR möchte ich nicht eingehen. Nun mit der Antidiskriminierungskampagne machen wir es mit unserem geschichtlichen Minderwertigkeitkomplex genauso gründlich, dass es schon wieder zur Farce wird. Die Südländer - auch die Europäer lachen sich eins und denken sich ihren Teil. Macht nur so weiter liebe Deutsche (wir sind ja inzwischen wieder wer) - der Großenwahn wirds euch schon wieder richten - der Gründlichkeitswahn ist nämlich nur eine Variante davon.

In unserer Gesellschaft überwiegt nunmal der Anteil der Menschen mit weißer Hautfarbe.Dunkelhäutige fallen da eben auf. Umgekehrt ist es aber genauso, in einer Gesellschaft in der es überwiegend Menschen mit dunkler Hautfarbe gibt,fallen Hellhäutige auf. Da wird ein Weißer eben, weil er auffällt und ihn das auch von den anderen unterscheidet, so bezeichnet. Menschen unterscheiden andere Menschen an Auffälligkeiten oder ihrer Herkunft, Beruf und dem Namen. In einer Gruppe von Menschen wird jemand der z.B. aus England kommt, was ihn von den anderen unterscheidet, als "der Engländer" bezeichnet. Oder es wird die Haarfarbe zum Unterscheiden gebraucht "die blonden Mädels von gestern" Genauso sagt man eben "der Schwarze da" Da man eben, wie schon gesagt, seine Herkunft oder sonstige Merkmale, die ihn eindeutig von anderen unterscheiden, nicht kennt und den Namen oder Beruf ebenfalls nicht weiß. "Dunkelhäutiger" ist einfach zu lang, als dass es sich in der Umgangssprache durchsetzen würde. Sowas ist nicht rassistisch(solang man damit keine Vorurteile verbindet) sondern einfach zum Unterscheiden von Menschen oder Menschgruppen dient. Zudem finde ich den Ausdruck Maximalpigmentierter viel schlimmer,als wenn man Schwarzer sagt. Somit ist es meiner Meinung nach korrekt die Dunkelhäutigen als "Schwarze" zu bezeichnen. Wobei andere Unterscheidungsmerkmale vorzuziehen sind.

Mir ist vollkommen egal, was politisch korrekt ist. Ich spreche alle Menschen so an wie ich will, aber grundsätzlich so, dass ich niemanden beleidige. Nicht weil es sich so gehört, mein Ego verlangt einfach nicht danach.

Ich würde "Maximal Pigmentierte" sagen :D ich finde die Diskussion lustig. Ich bin ein toleranter Mensch und hatte bis jetzt noch nie Kontakt zu einem maximal Pigmentieren Menschen. Warum? Ich bin noch nie jemandem aus dem weg gegangen... Hmm... also wenn ich "integriert werden will" verhalte ich mich anders!? Wobei meine Einstellung sowieso diese ist: Es gibt keine "Rassen" oder Völkergruppen... es gibt nur eine Rasse und das sind die Menschen... alle gleichwertig. (das was hier mal stand ist jetzt weg-editiert ^^ zu ehrlich gewesen ;-))

Ich habe mal den Mann meiner Freundin gefragt. Er sagt, politisch korrekt wäre es Afro-Amerikaner. Umgangssprachlich sagt das aber eigentlich niemand, und da wird er lieber schwarz genannt als farbig.

Jo, das gilt, wenn er in den USA lebt. Aber sonst heißen sie doch einfach Afrikaner resp. Schwarzafrikaner.

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@WildeFee

Afro-Amerikaner? Wer sagt denn, dass die aus Afrika kommen müssen?

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@Kabark

Afro-Amerikaner kommen wie der Name sagt ursprünglich aus Afrika. Es sind die Nachkommen der Sklaven die aus ihrer Heimat nach Amerika verschleppt bzw. verkauft wurden.

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@WildeFee

So, du würdest also den deutschen Fußballnationalspieler als Afrikaner oder Schwarzafrikaner bezeichnen?

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@Kabark

Naja, wenn sie direkt von Afrika nach Deutschland gegangen sind, sind es halt "Afrogermanen". Fuer andere Laender lassen sich aehnliche Namen konstruieren. Das Problem liegt darin, dass man immer erst fragen muss, wo jemand herkommt, um zu wissen, wie man ihn bezeichnen darf. Im Gegensatz zur Hautfarbe sieht man das aber nicht ohne weiteres. Ich jedenfalls nicht.

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@Bohumil

Aber da kennt man dann den Namen, also sagt man dann nicht Herr Schwarzafrikaner, sondern zum Beispiel Herr Boateng.

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Hauptsache korrekte Ansprache! Evtl. sollten wir zuerst mal die Menschen an sich achten - der Rest kommt von alleine. Aber in Deutschland braucht man dafür ein Gesetz - und dann kommt wieder die Stasi, die auf die korrekte Aussprache achtet. Langsam kommt's mir echt so vor, als würden die alten DDR-Kader wieder an unseren Gesetzen mitwirken?

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Allein nach meinen Berufserfahrungen der letzten 20 Jahre, bei denen ein gut Teil schwarzer "Kollegen" bei mir war, gab es nie Probleme mit der Bezeichnung "schwarz". Sie standen dazu und waren stolz darauf.

Er schwarz, ich weiß. Na und? Die natürlichste Sache der Welt...nur halt nicht für diese Art Leute, die zuhause schließlich auch eine Salzstreuerin auf dem Tisch stehen haben.

...und bei denen sich am Telefon eine Anrufbeantworterin meldet. Auch ansonsten stimme ich dir komplett zu. Schließlich hieß es ja auch "Black Power" und nicht African American Power.

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Ich denke mal, es geht ja niemand zu jemanden hin und spricht ihn mit "Hey Weißer", Hey Schwarzer", etc. an, sondern im dümmsten Fall mit "Hey Du". Und wenn man über jemanden redet, kann man selbstverständlich Weißer oder Schwarzer sagen. Ich habe schon einige Schwarze gefragt, wie sie, wenn nötig, bezeichnet werden möchten. Und egal aus welchem Land sie kamen, meinten alle, Schwarz wäre vollkommen OK. Für mich ist es auch OK, wenn man mich als weiß bezeichnet, wenn ich im Ausland bin. Manchmal kann man jemanden leider nur anhand seiner Hautfarbe und Kleidung beschreiben.

Prima - mal einer, der den gesunden Menschenverstand und den natürlichen Respekt vor den anderen wirken lässt. Ist das eigentlich so schwer? In Deutschland muss man sogar dafür ein Gesetz machen. Evtl. brauchen wir das, weil man hier vor etwas mehr als einen halben Jahrhundert noch millionen Menschen mit staatlicher und juristischer Ordentlichkeit umbringen durfte. Wir machen alles ordentlich und nach Gesetz! Wann lernen die Deutschen endlich mal mit dem Herzen und einfach Respekt vor dem Anderen zu leben - dann braucht es keine gesetzlich vorgeschriebenen Umgangsformen.

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Hier bei uns in Mittelaamerca,ist die Aussage Schwazer, also negro, absolut Gang und Gebe.Das Wort Negro ist sogar ein Kosewort, selbst fuer hellhaeutige Menschen.Da sagt einer zu seiner Novia (Braut): Ay mi negrita linda,obwohl sie weiss und blond ist und umgekehrt genauso:Ay mi Negro guapo etc.Dies obwohl es Hin und wieder trotzdem mal Diskriminierungen gibt.Dies aber nur von Idioten, die noch nicht begriffen haben, das die Welt sich gedreht hat und weiter dreht.

Tareq A.

Die Hautfarbe ist kaum die richtige Anredeform. Möchtest Du als Weißer, Ausgeblichener, Weißbrot etc angesprochen werden? Was würdest Du sagen, wenn dich ein dunkelhäutiger auf der Straße als Weißer anreden würde?

Die nennen uns schon lange Weißbrot, es hat nur noch keiner gemerkt.

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@stefvol:

Hast Du noch nie "Hey, Blonder" o.ä. gehört?

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Damit hätte ich überhaupt kein Problem.

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Hab ja nicht gesagt, dass die das nicht tun - es gibt Rassisten sowohl bei uns Bleichgesichtern als auch bei den Farbigen.

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Die in diesem Sinne einzig richtige Anrede ist der Name. Den kennt man aber oft nicht und dann muss man sich mit Aeusserlichkeiten behelfen. Dazu bieten sich leicht erkennbare Merkmale eher an als so etwas wie "Hey, Mann mit der Taetowierung am rechten Oberschenkel!"

Das muss man nicht gut finden, aber aus praktischen Gruenden ist es nun mal so. Klar kann man auch absichtlich Leute mit ihrer Hautfarbe anreden um sie zu diskrimieren. Das ist dann natuerlich nicht korrekt.

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Also ich sage seit jeher Afrikaner.

Früher in der Schule -> Neger, und im Spott auch "Angebrannter, Bimbo, Schokoladinger"
(Schüler können grausam sein bzw. werden :-|)

Passt halt auch nicht immer...ich kenn' hier einen, der ist pechschwarz und kommt aus der Dominikanischen Republik, also alles andere als ein Afrikaner...

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@Kabark

Die richtig dunklen Bewohner der Karibik sind meist afrikanischer Abstammung. Man muss halt bis zur Zeit der Kolonialisierung zurueckgehen.

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im beamtendeutsch wäre wohl "überdurchschnittlich stark pigmentierter gebietsfremder" korrekt... ich finde, man sollte beim länder- oder kontinentnamen bleiben. es heißt ja auch asiat und nicht gelber (oder schlitzauge).

wobei das Letztgenannte auch wieder eine Beleidung ist.

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Einen Menschen, oder eine ganze Völkergruppe auf ihre Hautfarbe zu reduzieren, ist nicht korrekt. Wir sagen ja auch nicht, dass der Krieg im Irak von Weißen angezettelt wurde, sondern wir differenzieren: Amerikaner, Europäer.

Frag ich mich auch die dürfen ide weißen du auch weiße nennen !

was ist mit der bezeichnung nigger....die ich persönlich sehr unpassend finde....aber viele meiner arbeitskollegen die so zwischen 30 und 50 sind lassen sich da nicht mit mir auf das thema ein und sagen weiter nigger!!!

also nigger ist meines erachtens eine beleididgung. aber neger glaub ich nicht oder?

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seit wann ist das denn auch nicht mehr korrekt?

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