Wieso sinken menschen so tief?

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5 Antworten

Menschen landen aus den unterschiedlichsten Gründen auf der Straße. Es kann jeden treffen. Somit werde ich niemals einen herabwürdigen. Könnte sein ich oder ein mir wichtiger Mensch sitzt in 4 Wochen an der gleichen Stelle.

Zum einen gibt es die, die Nichts gebacken bekommen. Sie sind es gewöhnt, dass andere sich um ihre alltäglichen Dinge kümmern, wie Miete bezahlen, Wäsche waschen oder Essen zu kochen. Ihnen wurde immer alles abgenommen. Wenn dann keiner mehr da ist, der das macht, verlieren sie sich, werden zwangsgeräumt, verlieren ihre Arbeit und stehen dann plötzlich vor dem Nichts. Sie sind einfach lebensuntüchtig. Oft entsprechen sie nicht der Norm. Dazu gehören leichte geistige Defekte, Süchte, schwere Konzentrationsprobleme, Formen von Depressionen oder auch die Angst vor geschlossenen Räumen. Nicht wenige von ihnen stehen unter Alkohol oder Drogen, viele von ihnen wirken aber nur so. Sie sind medikamentenabhängig. Das Fehlen der Medikamente verändert sie genauso, wie das Nehmen.

Es gibt auch Menschen die wollen unbedingt nicht der Norm entsprechen. Sie möchten auf keinen Fall bürgerliches Maß, Reihenhaus und regelmäßige Arbeit. Für sie ist es das höchste Gut frei zu sein. Die Kehrseite ist natürlich, dass sie immer noch obdachlos sind, wenn sie nicht mehr stark genug dafür sind. Da sie keinerlei Vorsorge getroffen haben und ein "normales" Leben nicht gewöhnt sind, finden sie nicht den Weg in diese geregelte Welt. Als jüngere Ausgabe reicht es ihnen was sie sich täglich zusammenbetteln.

In Deutschland muss keiner auf der Straße leben. Es gibt genug Hilfsangebote. Doch mit der Inanspruchnahme wird man Teil eines Systemes. Das muss man aushalten können und wollen. Zumeist nehmen es nur die Schwächsten in Anspruch: Frauen und Kinder. Beide Gruppen haben keine große Überlebenschance auf der Straße. Somit findet man auch mehrheitlich obdachlose Männer.

Auf der Straße gibt es eine besondere Stimmung, man könnte es auch Kammeradschaft nennen. Viele Sonderlinge oder Außenseiter erleben hier das erste mal eine Form von Anerkenntnis oder Freundschaft. Diese ziehen sie der Einsamkeit in ihrer bisherigen Lebensform vor. Hier können sie dem Leistungsdruck entgehen. Gefördert wird dies natürlich von dem gemeinsamen Konsum von Genußmitteln. Das Leben wird zur Dauerparty ohne Verantwortung.

Diese Menschen leben in einer Parallelwelt. Die nehmen dein IPhone oder deinen Urlaub nicht war. Sie sind im hier und jetzt, da planen die Wenigsten langfristig.

Wenn du helfen willst, dann solltest du nicht nach dem Gießkannenprinzip helfen. Da wirst du nicht immer die Richtigen treffen. Suche dir ein Ehrenamt. Größere Städte und kirchliche Gruppen haben ganze Listen von Aufgaben, die sie vergeben. Das kann genauso der Busbegleiter für Senioren, wie an der Ausgabe der Kleiderkammer oder der Tafel sein. Dort bekommst du Einblicke in die Hintergründe und Abläufe. Da siehst du dann auch wo du gezielt helfen kannst und wo dein Geld und dein Hilfe bleibt.

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Ich denke auch dass es bei uns (Deutschland und Österreich) eigentlich ziemlich schwierig bzw. wirklich extrem beschissen laufen muss damit man auf der Straße landet. Ich komme aus keiner Großstadt, eher vom Lande, da gibt es generell nicht viele Obdachlose, aber wenn ich mal in der Großstadt bin und welche sehe versuche ich auch mit Essen und Getränke zu helfen aber auch mit Geld, je nachdem.

Einmal sah ich einen Obdachlosen mitten in der Nacht vor einem Mc Donalds-Fenster mit dem Schlafsack liegen, um ihn herum alles junge Leute mit Essen und Trinken in der Hand, ich weiß nicht ob er schon was bekommen hatte (wir sahen etwas länger zu und niemand bot ihm etwas an) aber ich denke nicht und nach einer kurzen Frage ob er Hunger hat, sagte er ja und so ein Menü ist nicht die Welt auch wenn ich nicht ein Top-Verdiener bin. Aber manche trauen sich auch einfach nicht, denke ich.

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In deutschland muss man nicht obdachlos sein, da stimme ich meinen vorgängern zu. Dennoch gibt es viele obdachlose, die das vlt nichtmal wissen. Man müsste diese leute aufklären, was sie tun können, um sich aus eigener kraft wieder in die gesellschaft einzugliedern, also hilfe zur selbsthilfe. Trotzdem gibt es auch solche, die davon garnichts wissen wollen und die sich einfach nicht helfen lassen. Aber ganz egal aus welchem grund diese menschen auf der straße sitzen und ob sie bereit sind das zu ändern: es sind immernoch menschen und man sollte sie zumindest würdevoll behandeln. Manchmal hilft ein gespräch mehr als geld.

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Nun ja, manche Menschen wollen auch auf der Strasse Leben, teils freiwillig.

Gerne gebe ich obdachlosen ein Sandwich oder Wasser. Es gibt jedoch auch obdachlose, die nicht trinken. Wollte schon einigen eine gute Flasche kühles Bier anbieten, doch sie verneinten ;) 

Obdachlose sind nicht alle gleich, jeder hat seine Geschichte. Sollte ich jemals sehen, das Polizisten einen Obdachlosen beleidigen, schreite ich sofort ein, und setze mich zu diesem. Ich verbaler Form lass ich ihnen dann die Hosen runter.

Ich kenne ein paar solche Menschen. Mir hat es gelehrt, das ich nicht so Leben möchte, in diesem Gulak.. 

Manche möchten weder Sandwitch, noch Wasser, noch Bier.. 
..manche möchten nur ehrliche Anerkennung, und Wertschätzung.
Jeder möchte geliebt werden, und jeder hat ein Anrecht darauf.

Es gibt in Asien so einen Mönch, der sitzt den ganzen Tag im Kaiserschnitt in einem Bahnhof und meditiert mit geschlossenen Augen.

Nach vielen Stunden öffnet der Mönch seine Augen, und da sind Haufenweise Geldscheine. Im Monat 2000€. Kein Scherz.


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Naja, es hört sich vielleicht dumm an, aber: Niemand, wirklich Niemand, muss in Deutschland Obdachlos sein. 

Zu der Frage warum es sowas gibt: Jeder Mensch ist Egoist und nutzt Schwächere aus. Das liegt in unserer Natur

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