wieso sind wir das einzige Land Europas, welches Prostitution legalisiert und erlaubt?

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14 Antworten

Whow - Du wirfst ja hier eine ganze Menge Vorurteile in den Raum. Ich versuche mal etwas aufzuräumen:

kaum ein strafbarer Systembereich ist so von kriminellen Elementen durchsetzt wie das Rotlichtmilieu, auch von Frauen..

Zunächst einmal ist das Rotlichtmilieu an sich kein "strafbarer Systembereich", sondern Prostitution legal und nur die Ausbeutung von Prostituierten (zurecht) ein Verbrechen!

Wie überall, wo viel Geld umgesetzt wird, zieht dieses Geld auch Verbrecher an. Das ist beim Autohandel so, in der Computer-Hacker-Szene - und natürlich bei den Banken. Nur weil es Autodiebstähle und Diebesgut gibt, wird allerdings niemand den gesamten Autohandel verdammen - hauptsächlich weil ein Autokauf als moralisch "wertvoller" gilt, als die Sexarbeit... .

Mich würde mal interessieren wie viele Sexworkerinnen Du persönlich kennst und mit wie vielen davon Du über ihren Beruf, die Arbeitsbedingungen und ihre Motivation gesprochen hast. Im Gegensatz zu anders lautenden Gerüchten arbeiten die Mehrzahl der Dienstleisterinnen freiwillig, selbstbestimmt und in die eigene Tasche. Frauen, die sich lautstark über Prostitution aufregen, sind Prostituierte meist hauptsächlich deswegen suspekt, weil leicht verfügbarer Sex den Frauen ein wichtiges Steuerungs- und Belohnungsinstrument entwertet und damit Erziehungsmaßnahmen wie "Sexentzug" praktisch wert- und wirklungslos werden... .

Frauen aus "Ganz Europa" kommen aus dem gleichen Grund nach Deutschland um hier mit Sexarbeit Geld zu verdienen, wie Nokia deren Mobiltelefone seit ein paar Jahren in Rumänien zusammenschrauben lässt: Während der Durchschnittslohn in Rumänien unter 400 € pro Monat liegt, kann eine Frau dies in einem deutschen Bordell leicht am Tag verdienen.

 Unsere Jugend gerät auf Abwegen, wenn sie sieht, wie leicht und schnell man (angeblich) viel Geld machen kann.. 

Die "Generation Party" heute bekommt auf allen Kanälen gezeigt, wie leicht man Geld verdienen kann, ohne fleissig arbeiten zu müssen: Bei irgendwelchen Casting-Shows, als YouTube-Star oder Mode-Blogger. Da ein paar Jahre Sexarbeit auch kein absolutes Karrierehindernis mehr darstellen, Sex nicht mehr nur im ehelichen Schlafzimmer stattfindet und Filme wie "Shades of Grey" gemeinsam vom Damen-Kaffeekränzchen besucht werden, ist die Hemmschwelle natürlich niedriger, als noch vor ein paar Jahrzehnten. Die Lösung für "Ich bin jetzt jung, ich will mir JETZT etwas leisten können!" ist dann für Einige eben ein paar Jahre im Paysex - kaum eine Frau plant diese Tätigkeit bis zur Rente auszuüben... .

Warum wird Prostitution nicht wie in den anderen Ländern einfach verboten?

Prostitution ist in ähnlicher Form nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz, in Österreich und den Niederlanden legal!

In Frankreich und Schweden versucht man Prostitution quasi ganz zu verbieten - vornehmlich unter dem Vorwand "die Frauen zu schützen". Gleichzeitig wird den Sexworkerinnen unterstellt sie würden diese Tätigkeit ohnehin nicht freiwillig ausüben und müssten daher die Geschäftsgrundlage entzogen bekommen indem man (wie in Schweden) zwar nicht die Sexworkerin, dafür aber den Kunden bestraft... .

Trotzdem gibt es in allen Ländern Prostitution - selbst in streng konservativen oder muslimischen Staaten - dann allerdings nur im Untergrund. Die organisierte Kriminalität hat dort DANN ein reichhaltiges Betätigungsfeld, denn die Frauen sind erpressbar (da sie ja eine verbotene Tätigkeit ausüben), brauchen Schutz vor Behörden, müssen versteckt und mit Kunden versorgt werden. Selbst wenn sich eine Frau unter diesen Bedingungen freiwillig prostituiert, wandert ein großer Teil ihres Umsatzes in die Taschen der Zuhälter, Bordellbetreiber, korrupten Beamten usw.

In Deutschland hat man sich dagegen dazu entschlossen den Sumpf auszutrocknen indem man Prostitution nicht mehr als sittenwidrig einstuft, die "Förderung der Prostitution" (z.B. durch Zimmervermietung, Werbung usw.) legalisiert hat und lediglich die Ausbeutung der Prostituierten (durch Zuhälter...) verfolgt. 

In Deutschland braucht eine Sexworkerin daher niemand, der sie "beschützt", "versteckt", "mit Kunden versorgt" oder Ähnliches. Die allermeisten Prostituierten in Deutschland üben ihre Tätigkeit freiwillig und selbstbestimmt aus, der Rest fällt leider immer wieder auf "Loverboys" herein, die ihnen die "große Liebe" vorgaukeln und das von dem Girl für die "gemeinsame Zukunft" angeschaffte Geld für den eigenen Vorteil bei Seite schaffen. Da in diesen Fällen oft nicht einmal den Mädels klar ist, dass Ihr "Freund" eigentlich ihr Zuhälter ist, ist diesen Subjekten auch nur schwer beizukommen... .

In Deutschland hat sich daher eine facettenreiche Sexindustrie etabliert, die offen für diese Dienstleistung wirbt, von den Behörden kontrolliert und den Finanzämtern besteuert wird. Man sollte allerdings nicht alle Prostituierten in einen Topf werfen, denn von der verzweifelten Drogensüchtigen auf dem Straßenstrich bis zum Edel-Escort gibt es eine rießige Bandbreite. Die verschiedenen Geschäftsmodelle sind unterhaltsam und informativ z.B. in "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) beschrieben - das sollte man mal Lesen, bevor man sich an Diskussionen über dieses Thema beteiligt...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren 

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Kommentar von bachforelle49
24.05.2016, 14:22

meine nächste Frage wird lauten: Ist Sexarbeiterin ein Lehrberuf..? Mit selbigen hab ich (leider) noch kein Gespräch führen können, weil mir die Knete dazu fehlt (siehe die gern angeführte halbe Stunde..) und diese selbsternannten Psychologinnen hören sich ja auch lieber die Nöte der fremdgehenden  `Freier `an.. (gegen entsprechenden `Fiffi `natürlich..)

Es ist ein absolut verrohend gefährlicher Wertverfall festzustellen, wenn jetzt schon die Jugend darauf aufmerksam gemacht wird, wie mit 2, 3 Nummern der Gegenwert eines Monatssalärs (Minijob gern auch Teilzeit..  ` eingehandelt ` werden kann, wenn dafür 2, 3 Stunden einem ganzen Monat ehrlicher Arbeit gegenüberstehen! Und daß wahrscheinlich unversteuert, also " schwarz ", weils ja für diese Form der Leistung keine sachgerechte Quittung gibt!

Zum Werteverfall gehören auch die kaputten Ehen und Gemeinschaften, die dies legalisierte Fremdgehen zur Folge hat! Mögen die N**tten das auch als normal und menschlich bezeichnen, so sind sie natürlich abgebrüht genug, dies mit viel Süßholzgeraspele entsprechend für ihre Zwecke auszunutzen.. allerdings haben die Fremdgeher das auch nicht anders verdient

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Deine Behauptung Deutschland wäre das einzige Land, in dem Prostitution erlaubt, ist schlichtweg falsch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution\_nach\_L%C3%A4ndern

Wenn Frauen freiwillig Sex gegen Geld anbieten und sich nach dem Gesetz entsprechend verhalten (Steuern zahlen, zur Gesundheitsprüfung verpflichten etc.), so sollte die Prostitution als Erwerbstätigkeit angesehen werden, also legalisiert werden. Verbote bringen da rein gar nichts.

Warum auch? Was spricht gegen eine solche Praxis?

Hypothetisch betrachtet könnte ein Verbot der Prostitution zu noch mehr Gewalt gegen Frauen kommen kommen und es könnten drastisch mehr Vergewaltigungsopfer geben. Auch das ist natürlich verboten, wird aber trotzdem getan. Und was dann?


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Den Werteverfall würde ich eher als Wertewandel bezeichnen, da das Bild der anschaffenden Frau auch endlich anfängt, sich in der Gesellschaft zu etablieren. Leider wird es noch ein gutes Stück dauern, bis eine Dienstleisterin offen über ihre Tätigkeit sprechen kann, wenn man sie fragt, was sie beruflich macht.

Die Prostitution ist aber ein großer sozialer Dienstleister wenn es darum geht, Ehen und Beziehungen zusammenzuhalten (solange der Besuch dieser Läden unter Verschluss bleibt) und ich nehme stark an, dass die Rate der Vergewaltigungen auch durch das Milieu niedrig gehalten wird.

Wichtig hier ist, was wir daraus machen. Ich für meinen Teil halte es für notwendig, diesen Sektor (und sein Bild) in der Öffentichkeit nicht als schmutzig und "moralisch verwerflich" darzustellen, sondern es als einen Dienstleistungssektor wie jeden anderen zu akzeptieren. Selbst wenn das Argument kommt, dass es Frauen gäbe, die das nur aus Geldmangel machen, kann ich nur sagen, dass es viele Menschen gibt, die Berufe aus Geldnot ergreifen, das muss nicht unbedingt Prostitution sein.

Hierbei finde ich gut, dass sich bereits eine große Szene aus Kunden gebildet hat, die auch immer fleißig ihre Berichte schreiben. Dadurch kann man den Geldfluss stark beeinflussen und somit kommt das meiste Geld auch bei den Dienstleisterinnen an, die es auch wirklich durch ihre Leistung verdienen. 

Gruß vom Don

Corleone133

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geht nicht, weil Gefahr von Übergriffen dann noch mehr gegeben... also besser so.. als daß es Länder gibt, auch europäische, in denen es verboten ist und auch strenger kontrolliert wird, oder werden soll,  wie Namen der Freier notieren usw.., (in skandinavischen Ländern..)

ist auf den ersten Blick vielleicht widersprüchlich, aber ich habe den Verdacht, daß hier Vater Staat nicht nur das Wohl der Frauen im Auge hat, sondern auch, daß das Geld, was da umgeschlagen wird, (+ das sind ja zich Milliarden aus irgendwelchen Quellen...) nicht ebenso in dunkle Kanäle abwandert, gemeinhin auch Geldwäsche genannt, und, als Nebeneffekt gewissermaßen, auch die Familienväter ihre Kröten zusammenhalten, d.h.man erzieht damit die `Verbraucher ` sozusagen, nach dem Motto: ein Mann, ders nötig hat, soll sich halt eine Partnerin suchen und nicht dafür Geld auf dem schwarzen Markt der Prostitution verhunxen.. Wie der Anteil der Frauen, denen Moral nichts bedeutet, dazu steht, führt jetzt zu weit, weil die sich auch laufend widersprechen...



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Wie kommst du auf das schmale Brett, dass wir die einzigen in Europa wären, die Prostitution erlauben? Das stimmt schlicht und ergreifend nicht.

Damit ist das Thema eigentlich durch, weil die Grundannahme in deiner Fragestellung schon falsch ist.

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Kommentar von bachforelle49
24.05.2016, 13:08

welche Länder denn noch, außer Holland (Amsterdam): natürlich stimmt meine Annahme, wenn du kein anderes >Land zu nennen vermagst - die ausgenommen, deren Gesetze Prostitution zwar verbieten, aber nichts unternehmen, weil die führenden Hohlköpfe korrupt sind und geschmiert werden...

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Weil ein Verbot wenig bringt, dann geht es halt im Illegalen weiter, wo die Bedingungen für die Prostituierten noch schlechter werden.

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Mit der Legalisierung wurden die Prostituierten aus der Illegalität heraus geholt. Damit können die Frauen in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, in dem es die gesetzliche Sozialversicherungen gibt.

Prostitution ist wohl das älteste Gewerbe überhaupt. Das kriegt man nicht "weg". Es gibt aber strenge Regeln. Ob natürlich in diesem Gewerbe alles mit Recht und Ordnung zugeht, kann ich nicht beurteilen. Ich denke aber auch nicht, dass wirklich alle Damen gezwungen und ausgenutzt werden.

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Weil wir auch Schutz verdienen ? Gäbe es keine prostis würde es mehr Übergriffe an Frauen und Kinder geben sei froh !!!

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Kommentar von bachforelle49
09.06.2016, 18:09

.. das kommt irgendwie und dann komisch rüber, wenn 2 so gegensätzliche Ansichten, geäußert vom weiblichen Geschlecht, nämlich deine + eben die andere einer `gesitteten und braven ` Bürgersfrau, glaubhaft + ohne Hintergedanken (hier Geld + vielleicht auch nur ein `bißchen ` Nachkobern...) einem aufgeklärten Zeitgenossen (wie ich zB) rübergebracht wird, weil ich dann denke, wie verlogen doch der Mensch ist + wie bring ichs meinem Kinde bei... Aber ok, Hurerei wird in der Bibel auch schon beschrieben..

Warum unterwirfst du dich einem Zuhälter oder ist es das, was du unter Schutz verstehst? Alles Gute dir und paß auf dich auf.. :-)

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Kommentar von Lavica96
09.06.2016, 21:28

Nein damit meinte ich keinen Zuhälter, wenn es illegal wäre und was passieren würde könnten wir nicht mal zur Polizei das meinte ich. Außerdem bin ich eine ex Prosti :)

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Ob mit oder ohne Verbot: es gibt überall Prostitution.

In Deutschland will man mit der Legalisierung eine Kriminalisierung des Gewerbes verhindert. Zumindest die "Dienstleistungsdamen" sollen frei entscheiden können, ob sie dieses Gewerbe betreiben wollen. Allerdings klappt das auch nur bedingt, weil das Umfeld oft sehr kriminell ist.

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Weil "illegal" noch weniger zu kontrollieren ist, als "legal".

Verbiete mal nem 8-Jährigen, Schokolade zu essen. Und dann schicke ihn in einen Süßwarenladen und sage ihm, er darf NICHTS essen, bliebe aber unbeobachtet. Was denkst Du, wird passieren?

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Kommentar von bachforelle49
27.05.2016, 15:24

du hast Humor und das gefällt mir. nehme mal an. er wird naschen...

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Stimmt nicht! Kann dir auf Anhieb 5 Länder nennen, wo das Erlaubt ist! Holland - Belgien - Frankreich - Spanien - Portugal.

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Die Behauptung ist schlichtweg  falsch.  In vielen Ländern Europas ist Prostitution erlaubt.  Hier ein Link dazu: http://app.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/vergleich-wie-europas-laender-zur-prostitution-stehen/9163992.html?mwl=ok

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Kommentar von bachforelle49
24.05.2016, 13:10

les nur was von strafbaren Handlungen usw: warum nennst du die Länder nicht?? - dieser aufgeführte Link ist also `Käse ` in diesem Kontext und beantwortet die Frage nicht...

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weil das verbot nicht durchgesetzt werden kann.

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Kommentar von bachforelle49
24.05.2016, 13:14

stimmt, du hast Recht, wie haben ja eine alles umfaßende soziale Gesetzgebung.. die Politiker wollen ja auch ihr Vergnügen haben.. wie schon im Mittelalter die Päpste.. dann schlag ich vor, daß an den P**fs wenigstens eine Preistafel vor die Tür gekletscht wird

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Prostitution ist fast so alt wie die Menschheit selbst und auf er ganzen Welt verbreitet.Kein Verbot hat es bisher geschafft sie abzuschaffen

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Kommentar von AntwortMarkus
24.05.2016, 20:26

Das war nicht die Frage. 

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