Wieso sind viele Europäer mit ihrem Leben unzufrieden?

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8 Antworten

Positives wird häufig einfach hingenommen und ignoriert. Die Gedanken kreisen immer um das Negative, weil das die "Probleme" sind, die bearbeitet/geändert werden sollen.

Nach der maslowschen' Bedürfnispyramide gibt es eine bestimmtes Muster, nachdem Bedürfnisse gestillt werden wollen:

  1. Grund- oder Existenzbedürfnisse (=Essen, Trinken, Dach über dem Kopf)
  2. Sicherheitsbedürfnisse (=jemand soll einem nicht so einfach das eigene Essen, Trinke und Dach über dem Kopf wieder wegnehmen dürfen)
  3. Soziale Beziehungen (=Kontakt zu einer Gemeinschaft)
  4. Soziale Anerkennung (=Wertschätzung von der Gemeinschaft)
  5. Selbstverwirklichung (=persönliche, individuelle Ziele erreichen, eigene Vorstellungen umsetzen)
  6. Transzendenz (=alle Bedürfnisse im Überfluss stillen zu können, über allem anderen stehen)

Wenn an einem dieser Punkte für jemanden Schluss ist, wird ein Bedürfnis gerade nicht gestillt und das kann zu Unzufriedenheit führen. Es ist eine Frage der jeweiligen Situation und der individuellen Einstellung und Umstände, ab welchem Punkt man vllt. unzufrieden wird.

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Das ist eine tolle Frage, hinter der tiefgründige Gedanken stecken. Ich denke auch dass viele Menschen gar nicht schätzen was sie haben. Die meisten neigen eher dazu das Glas halb leer zu sehen. Man strebt immer nach Verbesserungen, vergibt Kritiken. Es fällt vielen Menschen so schwer mal ein Lob auszusprechen, das Negative dagegen wird viel häufiger angesprochen. Natürlich sind viele Dinge in Europa gut organisiert und das Leben hier ist weitaus attraktiver als in manch anderen Regionen der Erde. Aber die Menschen hier sind beherrscht von Materialsucht, Völlerei und Missgunst. Die Menschen in ärmeren Ländern sind mit Mittellosigkeit groß geworden und erfreuen sich an kleinen Dingen des Lebens, die Solidarität und das Wir-Gefühl ist größer.

LG

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es gibt auch Gründe unzufrieden zu sein, z. B., man schuftet und der Lohn reicht trotzdem nicht um normal zu leben, Frauen werden schlechter als Männer bezahlt, Überstunden werden geleistet aber nicht bezahlt, etc.

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Na ja, die Frage ist doch welche unmittelbaren Vergleiche man hat. Was es in unserer Gesellschaft nicht gibt, ist perfide Armut. Das ist klar. Was es aber schon gibt, ist massiver Reichtum. Also wirklich, extremer Reichtum der ins unermessliche steigt.

Jeder Mensch - selbst wenn er im Westen lebt - der sich mit diesem Reichtum vergleicht, kann nur unzufrieden aus diesem Vergleich kommen.

Vieles ist natürlich auch politisch gemacht. Also, es gibt ja auch Oppositionsparteien und die leben natürlich davon, dass es schlechte Lebensumstände gibt (Ich erinnere an den Herrn von der AfD der sagte, die Flüchtlingskrise sei ein politisches Geschenk des Himmels.) oder dass Menschen zumindest den Eindruck haben es ist so.

Und man muss natürlich auch sagen, vieles reicht eben auch nicht. Ich meine, klar kannst du sagen, dass es ein Sozialsystem gibt, und eine Krankenversicherung. Aber ganz ehrlich: Meine Eltern waren noch nie arbeitlos, haben durch ihre Selbstständigkeit sehr viel in die öffentlichen Krankenkassen eingezahlt und trotzdem hat es einen ewigen Briefwechsel geben müssen, dass die Krankenkasse einfach mal ein besch* Krankenbett zur Genesung bei uns aufstellt. Meine Eltern könnten das auch aus eigener Tasche stemmen, aber jetzt stell dir mal vor du kannst das nicht. Es gibt sehr viele Menschen die das nicht können. Und es sind dann immer wieder diese kleinen, unnötigen Kämpfe die das Fass langsam aber sicher zum Überlaufen bringen.

Also, statistisch betrachtet geht es diesem Land sehr gut. Das stimmt. Aber Statistik ist so eine Sache. Wenn ich eine sehr kleine Tomate und eine Riesentomate in eine Statistik lege und dann den Mittelwert bestimme, komme ich auch bei einer normalgroßen Tomate raus. Es gibt in diesem Land Menschen denen es extrem gut geht und auch einige Menschen denen es im Vergleich sehr schlecht geht, die sehr hoch mit Steuern belastet werden, usw. Und der Mittelwert daraus ist dann eine überwiegend gute Situation. Aber das sagt noch nichts über die konkreten Lebensumstände von Individuuen aus.

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Ich denke viele Menschen hier sind so unglücklich eben weil sie es so gut haben. Die wenigsten müssen sich Sorgen machen wie sie ihre Miete bezahlen sollen oder woher sie ihr essen kriegen sollen, deswegen haben sie mehr Zeit über so was wie den Sinn des Lebens nachzudenken.
Zu viel nachdenken macht aber wiederum unglücklich.

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„Der perfekte Zustand“ kann in einer Gesellschaft nie erreicht werden. Es gibt immer irgendwo Problemherde, das liegt in der menschlichen Natur. Und wo Probleme sind, da geht was besser. Wo was besser geht gibt es immer Menschen, die es besser machen wollen. Es ist natürlich und äußerst wichtig vorhandene Strukturen kritisch zu hinterfragen, nur so kann auch etwas besser werden. Das „In Afrika hamse nix zu fressen“-Argument höre ich so oft und es wird langsam langweilig, sich damit immer wieder auseinander zu setzen zu müssen. Natürlich geht es uns gut, aber das ist kein Grund, sich damit zufrieden zu geben. Stets nach besserem zu streben ist praktisch, natürlich und nur so erreicht man Erfolg. Der Mensch wäre nicht so weit gekommen wie er jetzt ist, wenn er nicht immer nach mehr gestrebt hätte.

LG

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TCdeniz 20.06.2017, 19:55

In Afrika hamse nix zu fressen

ja das benutzen viele, aber leider stimmt es zum teil,

natürlich sollten wir weil es uns besser geht nicht zufrieden geben und versuchen es zu verbessern aber meines Wissens passiert das ja, von daher sollte man aber nichts desto trotz das leben hier schätzen und Wissen das es net selbstverständlich ist.

Grüße Tcdeniz.

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Premados 20.06.2017, 22:18

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen (y)

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Es kann schon sein, dass sich mancher Europäer mit Unzufriedenheit herumschlagen muss.
Im Gegensatz dazu gibt es viele andere Menschen in der Welt, die genau diese Unzufriedenheit gerne hätten und alles dafür tun, um diese ebenfalls erleiden zu können.

LG Lazarius

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Man will immer mehr und alle übertrumpfen.
Dies herrscht in anderen ländern/kontinente nicht so sehr da sie mit anderen problemen zu kämofen haben

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