Wieso sind so viele Menschen oberflächlich ..?

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22 Antworten

Es ist einfacher, sich in Plattitüden zu ergehen, als Gegebenheiten tiefgründig zu erforschen... Truismus ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und anerkannt...
Mach einfach nur mal die Glotze an und überspringe den Artesender!

...Oder schau Dich hier um :)

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Kommentar von Hayat17
18.01.2016, 12:22

Okay. Und ich möchte dir bald eine Nachricht schreiben. Habe einiges zu erzählen.

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Hallo!

Das ist oft so, weil die Gesellschaft es indirekt vorgibt bzw. falsche Werte pflegt, die andere dann blind adaptieren ------------> schließlich wollen viele nicht wirklich selber denken (das wäre ja ANSTRENGEND!!), sondern denken viel eher weil es komfortabel ist nach vorgefertigten Klischees, pflegen ein (mMn moralisch absolut verwerfliches) Schubladendenken & tun Leuten dadurch Unrecht..

Allerdings dramatisieren wir m.E. zu Unrecht die heutige Zeit.. früher war Oberflächlichkeit (wie viele andere charakterliche Schwächen, die viele als "Erfindung der neuen Zeit" propagieren übrigens auch) auch schon weit verbreitet.. nur genoss das Ganze nicht dieses Forum wie heute, auch da es diese Flut an tlw. semi-seriösen Medienformaten noch nicht gab ;) Meine Meinung!

Hoffe, ich konnte dir helfen :)

Think positive und so.. die Welt ist nicht so schlecht wie se oft gemacht wird..!

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Kommentar von Etter
19.01.2016, 04:06

"schließlich wollen viele nicht wirklich selber denken"

Sieht man doch auch hier bei den Antworten. Viele hier verfolgen stumpf den Leitsatz "Man muss jeden kennen". Ich gehe davon aus, dass niemand jeden Menschen anspricht und kennenlernt, den er auf der Straße trifft.

"sondern denken viel eher weil es komfortabel ist nach vorgefertigten Klischees"

Guck mal deine Antwort an ("nicht wirklich selber denken"). Dadurch beweist du eigenes Schubladendenken.

"nur genoss das Ganze nicht dieses Forum wie heute"

Hast du Belege dafür?

"Hoffe, ich konnte dir helfen :)"

Danke fürs Musterbeispiel.

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Weil es für die Menschen leichter ist direkt zu Urteilen anstatt die anderen kennenzulernen um diese besser einzuschätzen können.

Aber das sind auch unsere Medien schuld die den Menschen ein Bild vom perfekten Menschen einpflanzen, was richtig und was falsch ist. Wie sich gute Menschen kleiden, aussehen und geben. Man lernt dort was böse und was gut ist. Das seit Jahren so haben die Menschen ein Bild im Kopf wie ein guter oder schlechter Mensch aussehen muss.

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Wer interessiert sich schon ernsthaft für die Geschichte eines Menschen? Echtes Interesse bringen die wenigsten noch auf. Das wäre doch viel zu schwierig, umständlich und aufwendig...

...und da müsste man ja nachfragen, da müsste man sich über Hintergründe informieren, was der Mensch gerade eben gemacht oder gedacht hat usw. man müsste sich INTERESSIEREN und das ist ja so fürchterlich anstrengend... Heutzutage wird Ignoranz doch großgeschrieben. Man kann wichtige Dinge des Lebens tun (die eigentlich wichtig wären), es interessiert aber keinen mehr wirklich, weil dafür alles viel zu schnelllebig geworden ist. Eben oberflächlich. Da hat auch der Tiefgründigste auf Dauer keine Chance,  weil es nichts mehr zählt. Leider.

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Jemanden in eine Schublade zu stecken ist manchmal zuträglich für die Gesundheit und selten mit negativen Folgen verbunden.

Mal ein extremes Beispiel:

Ich komme Nachts in eine dunkle Straße. Dort kommen mir auf meiner Gehsteigseite 6 schwer betrunkene junge Männer entgegen. Meine erste Vermutung ist, dass das Ärger geben könnte, weil die betrunken sind und somit vielleicht aggressiv. Ich weiche auf die andere Gehsteigseite aus. Es könnte aber auch sein, dass das 6 Philosophiestudenten sind, die betrunken ein Experiment planten und gewettet haben, ob der erste dem sie begegnen, lieber die 500.-€ in bar oder das neue iPhone von ihnen geschenkt bekommen will und dann auch bekommen würde.

Durch das Ausweichen passiert mir sicher nichts Negatives, aber mit ganz, ganz geringer Wahrscheinlichkeit entgeht mir etwas Positives. Durch das Nicht-ausweichen könnte mir mit geringer Wahrscheinlichkeit etwas Positives passieren, aber mit ganz großer Wahrscheinlichkeit passiert mir etwas Negatives, wenn meine erste Annahme richtig ist.

Ein anderes Beispiel aus der Tierwelt. Von allen Schlangen weltweit sind lediglich ~15% giftig. Stehe ich vor einer Schlange, dann ist es für mich folgenlos, wenn ich annehme, dass es eine Giftschlange ist und ich einen Bogen um sie mache. Gehe ich hin und sage "Naja, mit 85% Wahrscheinlichkeit wird mir nichts passieren, wenn ich sie anfasse", dann kann das für mich aber tödliche Folgen haben. Es ist also unter dem Strich von Vorteil anzunehmen, dass die Schlange giftig ist, auch wenn sie das vermutlich gar nicht ist.

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Weil das so schön einfach ist !

Man braucht sich keine Gedanken zu machen, muß keine näheren Informationen haben und kann alle negativen Erfahrungen auf andere projezieren. Sogar die eigenen Fehler kann man dann in anderen sehen.

Schublade auf und rein damit : Dicke sind faul und verfressen, Ausländer böse und nehmen uns die Arbeit weg oder Hartz IV-Empfänger saufen, rauchen und wollen gar nicht arbeiten.

Oberflächlichkeit und Vorurteile können alles so schön einfach machen...

:-) :-(

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Deine Erfahrungen und kognitiven Verarbeitungen von eingehenden Informationen bei einer Person oder Situation helfen dir im günstigsten Fall die Situation oder Person angemessen für deine eigene Zwecke richtig einzuschätzen. Evolutionär wäre es nicht schlecht wenn du Abneigung gegenüber jemanden zeigst, der krank aussieht um sich selbst nicht anzustecken oder wenn die Person eine Waffe trägt du vorsichtig sein muss, solltest du keine.

Verbunden damit erscheint es doch auch oberflächlich nach der Art und Weise wie die andere Person reagiert, diese als oberflächlich abzustempeln, vielleicht ist die Person ja vom Charakter her so, das sie einem nicht gefällt. 

Dann kann es auch sein, dass die Person sich gezwungen fühlt sich so zu geben, das Gefühl von Überlegenheit muss ausgestrahlt werden um die eigene Unsicherheit zu überdecken, ganz gleich ob die andere Person nun diese Überlegenheit braucht oder nicht. Auch ungeachtet bleibt ob die eigene Person nicht auch eine Art aufsetzt, die für die "oberflächliche" Person auch nichts anderes ist was für einen selbst.

Alles in allem betrachtet, wenn eine Person die man nicht kennt aber wir von ihr als oberflächlich beachtet werden, tut man dieser Person nichts anderes an als, dass wir oberflächlich sie als oberflächlich abtun. 

Wie viel ist ein Mensch wert? Das eine Menschen Leben ist billiger und ein anderer ist teuer. Die Entscheidung dazu liebt immer bei einem selbst. Wie schnell wir darüber urteilen geschieht meistens ganz schnell ohne, dass wir wirklich oberflächlich sein wollen.

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Ich denke, vom reinen Anschauen urteilen nur wenige. Eher nach an den Tag gelegtem Verhalten und nach Worten. Und nicht zuletzt hat jeder Mensch auch seine Erfahrungen gemacht. Stimmt dann ein Verhalten oder Worte überein, trifft man eine Entscheidung für oder wider. Wer mir unsympathisch ist, den will ich auch nicht kennenlernen. Und ich muss das auch nicht müssen.

Umgedreht kann es passieren, dass man öfter miteinander zu tun bekommt und sich dadurch besser kennenlernt. Und dann kann sich zeigen, ob man weiter auf Abstand bleibt oder sich doch annähern kann.

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Weil es einfacher für viele ist, so wird gleich ausgesiebt und man muss sein Gehirn nicht mehr anstrengen.

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Finde ich auch. Viele Menschen sind nicht neugierig auf Neues oder auf etwas, was sich hinter den Dingen verbirgt. Vielleicht verbirgt sich hinter Interesselosigkeit und Mangel an Neugierde ein Sicherheitsbedürfnis in einer gewohnten Umgebung. Der Drang, Neues und Andersartiges zu erfahren, könnte Risiken und Kraftaufwand bedeuten. Ein Risiko ist, dass man ausgegrenzt wird, wenn man die "Oberflächlichkeit" und ausgetretene Pfade verlässt, was ja auch Kraftaufwand bedeutet.

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Weil oftmals der "erste Eindruck" wichtig ist. Und wenn der nicht passt, dann hat man nicht mehr den Drang dazu, eine Person näher kennenzulernen.

Leider ist es so.

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Oberflächlich zu sein ist vielleicht nicht einfach als nur schlecht und übel anzusehen, hat sicherlich auch Vorteile ;-)
Bestimmt ist es menschlich und jeder mal.... ;-)

Menschen sind oberflächlich,

  • Als Selbstschutzmaßnahme: Das schnelle Einschätzen seines Gegenübers ist sicherlich schon mal wichtig, um z.B. ausfindig zu machen, wie aufrichtig seine Absichten sind.
  • Weil gerade nicht mehr Zeit ist
  • Weil sie sich Sorgen darum machen, was wohl andere über sie denken könnten, und sie es nicht riskieren wollen, ausgegrenzt und unbeliebt zu werden.
  • Weil manche der Ansicht sind, sich besser in den Gruppengeschmack einzufügen, um dazu zu gehören, um nicht allein zu sein.
  • Weil sie das Urteilen und Bewerten gelernt haben, sich von allen anderen Menschen abgeschaut haben, weil es am Ende ja jeder tut.
  • Um eine Situation schnell einschätzen zu können
  • Weil man nicht immer tiefgründig sein kann
  • Aus Angst davor, etwas Falsches zu machen
  • Aus Angst davor, nicht mehr geliebt und anerkannt zu werden
  • Für den Erhalt des eigenen Friedens
  • Weil es üblich ist, nicht zu zeigen, wie es einem wirklich geht
  • Um sich weder mit Problemen anderer, noch mit eigenen befassen zu müssen.
  • Um anstrengende und nervenaufreibende Gespräche zu vermeiden
  • Aus Angst, das eigene soziale Netz zu verlieren
  • Weil man gestresst ist und keinen Nerv mehr dafür hat
  • Weil man gerade keine Kraft und Energie dafür hat, zu ausgelaugt und erschöpft ist
  • Weil es ein Aspekt des Lebens ist, der sich nicht einfach löschen lässt.

Mach' es du besser, und wenn auch du doch mal "billig" sein solltest, dann ist es halt mal so......  :D

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Kommentar von Hayat17
19.01.2016, 14:09

Ich glaube du verstehst nicht wie ich das meine, zbs. Du ziehst mal etwas engeres an und dan ruft einer laut "SCHWUL" obwohl die Person fremd ist.. ist das gut?

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das ist doch ein ganz normaler instinkt. (früher) mussten die höhlenmenscehn halt in der lage sein ohne verzögerung zu urteilen, ob das da  vorne jetzt ein feind ist oder nicht. und das geht nunmal nur über äußerlichkeiten.  klar haben sich dann auch vorurteile gebildet, z.b. dass schleichende gestalten immer gefährliche raubtiere sind. dabei hätten beim näheren hingucken gesehen dass es auch ein harmloser fuchs gewesen war.  naja, jedenfalls haben wir das verhalten halt immer noch nicht abgelegt, und es ist eig auch ganz ok so, weil wenn man immer erst urteile fällen würde nachdem man die inneren werte näher kennen gelernt hat, dann vergehen ja jahre

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Mich stört es auch sehr. Bin bewusst anders. Man gibt sich gern zu Weihnachten sehr spendefreudig oder erzählt lautstark, daß man auch bald sehr viel Geld spenden wird. Selbst Christen verhalten sich so. Aber es gibt auch andere.

Ich denke viele wollen manches nicht hören oder wahrnehmen, weil sie mit sich selbst nicht im reinen sind. Es könnte dann ja passieren, daß man reagieren müßte und das wäre ja dann auch noch anstrengend. Natürlich ist es egoistisch. Man hat ja auch Vorurteile. Bewertet Menschen nach ihrem Äußeren, steckt  sie in Schubladen.

Ich denke, es ist auch ein Selbstschutz. Den ich aber trotzdem nicht richtig finde.

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Genauso wie man nicht nicht kommunizieren kann, kann man auch nicht nicht urteilen.

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Kommentar von Machtnix53
19.01.2016, 13:22

Richtig. Aber mit den Konsequenzen aus seinen schnellen Urteilen kann man vorsichtig sein.

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ja ..ist es auch. Ich meine ..ein Stück weit ist es vielleicht/wahrscheinlich natürlich, dass man sich ein Bild von seinem Gegenüber macht, - je nachdem was für einen Eindruck jemand auf einen macht, kann man ihn zB schon nach relativ kurzer Zeit sympathisch - oder auch eher abstoßend finden ..heißt aber nicht (in beiden Fällen), dass man über ihn urteilen kann oder sollte ..eigentlich kann man das nie (selbst wenn man sieht wie jemand bspw etwas sehr sehr schreckliches tut ..man weiß nie, was dahinter steht, was vorher mit diesem Menschen passiert ist bspw oder was er erlebt hat. - Was nicht heißt, dass man nicht versuchen sollte ihn an seiner schlechten Tat zu hindern, aber man sollte ihn trotzdem nicht verurteilen, ohne Wissen zu haben. Und allgemein ..wie es im Herzen aussieht, weiß Gott - aber selbst wenn jemand einen offensichtlich üblen Charakter hat (zB, dass er andere oft verletzt, lügt, etc.) - weiß man vllt immer noch nicht, was dieser Mensch in seinem Leben erfahren, was ihn dazu gebracht (welches Unrecht er zB vielleicht selbst erfahren hat), dass er sich so entwickelt hat. Kein Mensch ist nämlich von Natur aus "böse" oder wird böse geboren, im Gegenteil.. Heißt wie gesagt nicht, dass man so ein Verhalten rechtfertigen sollte, aber man sollte niemanden einfach so verurteilen - sondern eher, wenn man jemanden sieht, der so ist, versuchen Barmherzigkeit und Mitleid mit ihm zu haben und versuchen ihm darauszuhelfen (und ihn dazu zu bringen mit ..was auch immer er an schlechtem tut, aufzuhören).)

Ich denke außerdem, wenn jemand andere Menschen schnell bzw nur oberflächlich wahrnimmt und be- und verurteilt, dass diese Person möglicherweise mit sich selbst eher oberflächlich umgeht und/oder so lebt. Für wen nur oberflächliche Werte zählen, der kann auch an anderen Menschen nur die Oberfläche wahrnehmen, das ist klar. Also kein Grund, warum man irgendetwas auf so ein Gerede zu hören geben sollte (wasman sowieso nicht sollte) ..sondern umgekehrt, wenn man selbst ein bisschen mehr verstanden hat, ist es vielleicht gerade ein Grund Mitleid mit solchen Menschen zu haben..denke ich.

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Weil alle das tun. Du tust das ja auch, Du urteilst Menschen als billig ab, die nicht so sind, wie Du sie gern hättest. Das steckt in uns allen. Auch diese "oberflächlichen" Menschen haben eine Geschichte. 

Wir haben ein Ich und das verteidigt hartnäckig und stur den Standpunkt, den es für "richtig" hält. Wir können am allerbesten Ur-Teilen. Wir teilen in zwei. Wir trennen.

Schau auf Dich und nicht auf die anderen. Sei so, wie Du die anderen gerne hättest. Kann sein, dass sie Dich zum Vorbild nehmen und Dir folgen.

LG

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Kommentar von Hayat17
19.01.2016, 17:51

 oben steht "Viele" ujd nicht alle. Kannst du nicht lesen?

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Weil es so vorgegeben ist. Woran willst du festmachen, ob jmd. eine potentielle Gefahr ist, wenn du die Person auf der Straße siehst. Fragen?

Irgendwie muss man andere Menschen einschätzen. Dies geschieht erstmal rein über das Äußerliche, da man nicht direkt jeden Menschen auf der Welt anquatschen kann. Zudem geschieht es eher Unterbewusst.

Btw. verhältst du dich nicht sonderlich anders. Du urteilst über "oberflächliche" Menschen, dass sie meinen alles zu wissen. Das ist ebenso Schubladendenken.

Ich glaube Konrad Lorenz hatte das ganze thematisiert.

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Kommentar von Hayat17
19.01.2016, 06:15

Nein, es ist kein Schubladen denken, es gibt wirklich Menschen die dich sehen und sofor urteilen. 

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Der erste Eindruck zählt, dass hat nichts mit Oberlächlichkeit zu tun.

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Kommentar von PetraSoft
04.04.2016, 18:31

selten so gelacht ;)

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Weil die westliche Gesellschaft, insbesonder die in Deutschland, fast vollkommen am Ende ist. 

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