Wieso sind so viele Menschen auf einmal Veganer?

19 Antworten

Vorallem wegen der Freizügigkeit im Internet und der Straflosigkeit für Propaganda und Lügen.

Jeder kann im Netz eine Internetseite aufmachen und seine Propaganda verbreiten. Vor allem die Tierrechtsorganisation PeTA hat da ihre Nase vorne. Aber auch andere Blogs und Organisationen können ihre Propaganda frei verbreiten: Vebu, Zentrum der Gesundheit, proVegan, vegan.eu, der Artgenosse, usw.

Dazu kommen noch etliche vegane Internetforen, wo man gerne über Landwirte hetzt.

Noch dazu kommen solche Tierrechtsaktivisten wie Melanie Joy, Jonathan Safran Foer, Hilal Sezgin, Karen Duve, der Artgenosse, usw. Diese Autoren haben ein gestörtes Verhältnis zur Landwirtschaft und Natur und leiden am Bambi-Syndrom bzw. Natur-Defizit-Syndrom. Und um ihrer Aussagen richtig Kraft zu verleihen werden irgendwelche Horrormärchen über die deutsche Landwirtschaft verbreitet. Junge, naive Menschen glauben sowas natürlich oft sehr schnell, anstatt sich einfach mal aufs Fahrrad zu setzen und in den nächsten Kuhstall zu fahren.

Schlusslicht machen diese Tier-Snuff-Videos, die es wie Sand am Meer gibt. Da wird in den Bambi-Filmen irgendwas vom Schwarzen Mann erzählt. Auch das hat wenig mit deutscher Landwirtschaft zu tun. Aber diese Ekelvideos mit der ekligen Trauermusik polarisiert natürlich.

Von welcher Propaganda rede ich eigentlich?

Nun,...wer hat es nicht schon tausend mal gehört.

  • 16kg Getreide für 1kg Fleisch (natürlich immer bestes Brotgetreide)
  • 15.000 Liter Wasser für 1kg Fleisch (natürlich immer Trinkwasser...und es verschwindet immer und kommt NIE wieder)
  • "Studien haben 'bewiesen' "
  • vegan ist am gesündesten, weil
  • wir sind ja Pflanzenfresser
  • Fleisch wird extra subventioniert
  • "Fleischesser sind sich nur zu bequem auf Fleisch zu verzichten"
  • Menschen hungern wegen westlichem Fleischgenuss
  • 90% der ominösen Sojaernte wird komplett verfüttert....Koppelprodukt? Fehlanzeige....was ist das eigentlich?
  • bioveganer Landbau....funktioniert doch super und überall auf der Welt
  • In Fleisch steckt haufen Antibiotika, weil....
  • Tiere sind ja ständig krank, weil....
  • Tiere leiden den ganzen Tag,...weil
  • der Landwirt nichts besseres zu tun hat, als täglich sein Kapital zu quälen!
  • Propagandafilme wie Earthlings zeigen natürlich die "Vahrheit"
  • artfremde Milch.....aber noch artfremdere Fake-Milch aus Soja und Mandeln ist okay
  • "die Gier nach Fleisch"
  • "Fleisch ist Mord"
  • Alles Qualzuchten
  • Alle Tiere werden mit B12 supplementiert
  • Tierische Nahrung übersäuert irgendwie den Körper
  • Vegan ist voll ethischer
  • Milch entzieht angeblich Kalzium (loool)
  • Vegan löst Welthunger, weil....
  • Veganismus Frieden auf allen Erdteilen bringt, weil...
  • Veganismus der Problemlöser für alles ist
  • Fleisch verursacht angeblich immer Krebs. Zufall? Scheinkorrelation? Mumpitz...es ist natürlich das Fleisch
  • Angeblich wird über der Hälfte des Getreide verfüttert (natürlich immer bestes Brotgetreide)
  • Vegan ist gesund für alle Lebenslagen...selbst für Kinder....voll ungefährlich
  • "Fleischlobby", "Tierleidlobby"...."lobby lobby"
  • Entschlacken, Entgiften, entirgendwas
  • ...

Ich könnte endlos so weiter machen. Es wird an jeder Ecke das Fleisch schlecht gemacht, wo es nur geht. Umso größer die Propaganda, umso größer die wahrscheinlichkeit, dass man neue Menschen zum Veganismus führt. Umso größer die Propaganda, umso größer wird die Ablehnung gegen Fleisch und Fleischesser.

Ich finde das geht eindeutig zu weit! Das ist nicht nur eine Ernährungsweise, sondern eine Ernährungsideologie mit Religionsähnlichkeiten. Man muss diese Scheinargumente nur glauben. Ich finds einfach abartig!

Auf der persönlichen Ekel-Skala stehen zwei Dinge bei mir ganz oben:

1. Die Lüge über den Welthunger. Angeblich hungern die ja, weil wir den alles wegfuttern. Was völliger Mumpitz ist! Am ekelhaftesten und perfidesten finde ich das, weil diese Lüge auf den Menschen ausgetragen wird, die sich so einen Ernährungsluxus wie vegane Ernährung nicht mal ansatzweise leisten können. Schlimmer noch: Die können sich weder ordentliche Behausung, noch Kleidung, Unterhaltung, Medizin, Hygieneartikel und eben auch Nahrung kaufen. Mit Menschen, die in Armut leben, benutzt man um hier eine politische Ideologieform als Weltlösung zu präsentieren. Und das auf dem Rücken von Menschen die hungern. Ich finde das einfach nur abgrundtief ekelhaft! Wer diese Lüge erfunden hat oder selbst weiter propagiert, dem sollte man alle Lebensmittel wegnehmen! Dann kann er mal sehen was Hunger ist!

2. Die unendlich große Verleumdung der Landwirte. Landwirte werde aufs schärfste verleumdet, dass sie ihre Tiere leiden lassen, Tierquäler sind, angeblich Antibiotika ins Futter mischen und gegen Gesetze verstoßen. Diese Verleumdungen finde ich genauso ekalhaft und abstoßend! Und das auf diejenige Berufsgruppe, die die Veganer ernähren. Man muss sich immer überlegen: Das Feld, wo das Brotweizen wuchs, hat der Bauer vielleicht dazu benutzt um im Winter mit Futtergesterste seine Milchkühe zu füttern. Der SELBE Bauer! Ein Bauer ernährt ca. 160 Deutsche.

Aber gut...zurück zum Thema: Viele Menschen sind aber leichtgläubig, naiv und haben wenig Lust auf Eigenrecherche. Daher nehmen die diese Propaganda auch für bare Münze. Umso mehr, umso höher die Wahrscheinlichkeit. Und wie gesagt: Die Propaganda lauert mittlerweile an jeder Ecke.

Wenn man bei Google "Fleisch" eingibt, dann kommt nach dem Link zu Wikibödia als erstes ein Link zum Esoterikblog "Zentrum der Gesundheit".

Und DAS ist eben die Gefahr, die das Internet ausmacht: Jeder kann seine Propaganda verbreiten.

Hier zum Leidwesen der deutschen Bauern.

Das ist jedenfalls die Gründe, die ich häufig feststelle!

Andere ziehen vielleicht einfach nach, weils grad so "Trendi" ist

Ich hoffe ich konnte dir helfen...

freundliche, mischköstliche Grüße
Omni


Unterschiedlich.

Viele (vor allem natürlich Jugendlichen) machen das aus "Trend Gründen" - ala "XY macht das auch", bzw im Rahmen der Entwicklung um sich entsprechend zu distanzieren, zu identifizieren oder auch als "etwas besseres" zu empfinden.

Wiederum andere machen das nach langer Überlegung und Erfahrungen aus individuellen ethischen und moralischen Gründen.

Manche machen das auch weil sie denken, dass sie sich damit gesünder ernähren, was so pauschal natürlich nicht stimmt.




Zu einem großen Teil sind das Mitläufer bzw solche, die nur dem Trend folgen. Alternative Ernährungen sind gerade sehr modern und hoch angesehen.

Ich habe mich zeitlich etwas vor dem Trend für eine Ernährungsumstellung entschieden, weil ich es als ethisch nicht gerecht und für mich ungesünder sowie weniger profitabel ansehe. Außerdem würde mein Gewissen damit schwärzen, seitdem ich selbst vermehrt und bewusst mit Tieren zu tun habe.

Noch als Ratschlag, lauf nicht einfach irgendeinem Trend hinterher, sondern bilde dir deine eigene Meinung. Ob du dich dafür entscheidest oder nicht.

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