Wieso sind so viele Leute zu feige, sich ihres Verstandes zu bedienen und selbst zu denken?

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4 Antworten

Nicht immer steckt Feigheit dahinter. Auch für den Verstand gibt es eine Bedingung, die erfüllt sein muß: Man muß welchen haben, um ihn benutzen zu können.

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Vielleicht fühlen sie sich unsicher - häufig gestresst - kommen selten zur Ruhe... und wollen zur Gruppe dazu gehören... 

Sie haben Angst etwas anders zu machen als die Gruppe, da sie dann ev. ausgestoßen werden könnten... die Gruppe gibt ihnen in vielen Fällen ja Sicherheit. 

Sofern jemand bereits eher selbstständig und unabhängig ist und es die Umstände in einem Land zulassen, ist man immer weniger oder auch gar nicht auf eine Gruppe angewiesen. Man kann einer Arbeit nachgehen und sich selbst sein Geld verdienen... für sich selbst sorgen... man braucht dann andere eigentlich nicht und kann es so machen, dass man sich nur mit ihnen trifft, weil man gerade gut Zeit hat  - sonst nichts vor hat und nicht immer allein zu Hause herum sitzen will... Das wäre wünschenswert... viele Belastungen - viel Druck würde weg fallen und ein angenehmes Miteinander wäre für immer mehr Menschen möglich.

Je unabhängiger/selbstständiger (fähig sich in vielen Situationen selbst zu helfen - Internet und so) ein Mensch ist und je besser er sein Geld selbstständig verdienen kann, desto weniger ist er auf andere Menschen angewiesen... er hat vl mehr Ruhe und kann sich über diverse Dinge Gedanken machen... "Warum ist das so? Wie ist das entstanden? Wer hat das gemacht?" Je erfahrener jemand ist - je öfter jemand eine Situation erlebt hat, desto vertrauter wird sie ihm - desto selbstverständlicher und leichter kann er damit umgehen... und auch andere eine Hilfe sein diverse Dinge schneller gut zu verstehen.

Z. B. wenn ich in eine Autowerkstatt komme hab ich keine Ahnung wie ich so ein Auto reparieren könnte - ich hab das noch nie gemacht. Ich bräuchte einen guten Lehrer - eine Ausbildung oder das Internet... wenn ich von selbst daran herum basteln würde könnte so einiges schief gehen, da ich mich ja bisher wirklich kaum damit auskenne... Völlig ohne Hilfe würde es bestimmt sehr lange dauern bis ich alles um das Auto herum selbst heraus finden kann und vermutlich würde ich den einen oder anderen gröberen Fehler bei der Forschungsarbeit mal machen... und müsste diversen Leuen abraten sich in - von mir bearbeitete Übungsautos - zu setzen. 

Ganz anders ist es, wenn ich Erfahrung habe... wenn ich eine Ausbildung in dem Bereich hatte und genau weiß wie ein Auto aufgebaut ist/funktioniert... wenn ich einen guten Lehrer hatte, der mir alles erklärt und gezeigt hat und wo ich einige Dinge mal unter Aufsicht oder mit ihm gemeinsam gemacht habe... und wenn ich mir bei diversen anderen Dingen anderswo Rat/Hilfe suchen kann... dann dürfte ich mich in dem Bereich sehr sicher fühlen und könnte viele Standard-Schäden schnell und sicher beheben... nur bei Dingen, die nicht häufig vorkommen müsste ich das eben sagen und mich erst näher darüber informieren um mögliche Fehler zu vermeiden. 

Je unsicherer ich mir bei etwas bin, desto eher bin ich überfordert und angespannt... je erfahrenerer und sicherer ich bin, desto eher kann es zu Unterforderung kommen... Jemand der täglich eher angespannt ist und sich nicht gut zu helfen weiß, wird weniger oft nachdenken als jemand, der sich unterfordert fühlt - die Arbeit oft schnell und gut erledigen kann und dann Zeit übrig hat um sich über diverse Dinge, die ihn herum täglich so passieren, nachzudenken... Bin ich angespannt - hab ich es eilig ist mir die Blume oder die Heuschrecke egal... hab ich Zeit und bin entspannt, dann sehe ich mir die Blume und Heuschrecke bewusst an und bemerke ev. auch, dass diese Art von Blume nur hier in der Gegend zu wachsen scheint = ich lerne... 

Damit sich mehr Leute entspannen können wäre vermutlich der Umstieg vom Kapitalismus in Richtung einer fairen Gemeinwohl-Ökonomie eine sehr gute Option... denn Sozialverhalten, Ehrlichkeit, Fairness, Arbeit an sich selbst und Leistung für das Gemeinwohl würden sich dann ja lohnen - während Gemeinwohl-schädliches Verhalten Nachteile bringen würde.. Im eher asozialen Kapitalismus ist es häufig umgekehrt und Leute, die wenig wissen, wenig können und wenig leisten bekommen mehr als Leute, die mehr wissen, mehr können und mehr leisten... dadurch sinkt dann natürlich auch die Arbeitsmotivation - und da es Orte gibt wo es etwas chaotischer zugeht und man keinen guten Ablaufplan erarbeitet ist es eben noch nicht überall besonders angenehm und entspannt... Ohne EXAKTE Angaben kann es immer wieder zu Schummeleien von Kollegen oder Kunden kommen, die dann versuchen immer mehr kleine Extras für sich heraus zu schlagen... Ist hingegen alles KLAR wird es in der Regel auch so ablaufen - außer es kommt mal zu einem Notfall/Ausnahmefall... doch meist sollte es dann gut klappen... und durch regelmäßige Teamsitzungen/Feedback-Möglichkeiten (wo jeder mal zu Wort kommen sollte) - Zeit für Gespräche könnte sich die Gesamtsituation nach und nach für alle Menschen immer mehr verbessern, statt verschlechtern... 

Kurzfassung:

Angespannte Leute = denken weniger nach - fühlen sich gestresst

Entspanntere Leute = denken mehr nach - fühlen sich weniger gestresst

Soziale Umstände könnten es fördern, dass immer mehr Menschen es wagen sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen - Erfahrungen sammeln und klüger werden... 

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Kommentar von Manikia
10.07.2017, 10:11

Das mag bei dir so sein, es gibt allerdings verschiedene Typen von Mensch.

Wer viel nachdenkt ist meistens angespannt, gerade WENN ich mal ein Problem habe, denke ich zB deutlich mehr nach, was bei mir leider ins Negative verläuft.

Andere sehen in Problemen allerdings Chancen, das sind eher die von Grundauf eher optimistischen Personen.

Es ging den Menschen nie besser, da, wo der böse Kapitalismus ist herrscht/wächst Wohlstand (zB China, aber auch 3. Weltländer profitieren davon, selbst dort steigt der Lebensstandard, im Gegensatz zu zB Nordkorea, Venezuela..)

Gerade in Deutschland/dem Westen ist man kaum auf seine Familie usw angewiesen, da man auch nen 450 Eurojob machen und zB Wohngeld beantragen kann, dann hat man viel Freizeit, allerdings eben auch weniger Geld.
Ist halt ne Typfrage, wofür man sich entscheidet, die Wahl hat man hier allerdings.

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Zu feige? Eher zu faul oder nicht in der Lage dazu. Mit feige hat das nichts zu tun.

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Das ist keine Frage der Feigheit. Oftmals liegt einfach ein "Materialfehler" vor...

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