Wieso sind so viele Kriege in Afrika?

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7 Antworten

Ich nenne dir mal paar Faktoren

1. Schau dir mal eine Landkarte an, während die Grenzverläufe in Europa ständig Windungen machen, sind sie in Afrika über hunderte km gradlinig, als ob mit Lineal und Stift gezeichnet. Sind sie auch, die Grenze wurde damals von Kolonialmächte gezogen ohne Rücksicht auf Kulturen. Kulturen wurden getrennt, andere mussten zusammenleben, die nicht zusammenpassen. Krieg ist bis heute eine Folge.

2. In Afrika wurde während des Kalten Kriegs viele Stellvertreterkriege geführt. Bestes Beispiel Angola.

3. Stellvertreterkriege gibt es zwar noch, aber nicht mehr zwingend Kommunismus/Kapitalismus, aber auf religöser Basis

4. Aufgrund von Bodenschätze und Rohstoffe gibt es immer wieder Konflikte darum, auch und gerade weil andere Staaten Interesse haben diese auszubeuten wie europ. Staaten, China, USA oder Russland. Bestechung und Waffenlieferungen gehören dazu, damit man Einfluss gewinnt. Sierra Leone und seine Diamanten kann als Beispiel genannt werden. Sudan und China  wegen Erdöl ein anderes

5. Offen muss man aber auch ansprechen, dass unser Lebenswandel und Wegwerfgesellschaft dort Probleme macht. Stichwort: globales Huhn

Zu 1.
Du meinst die Grenzverläufe in der Sahara und der Kalahari. Grenzen in Sandwüsten sind fast immer über mehrere 100 km gerade, da es dort keine Flüsse und Bergkämme gibt. Sieh dir mal die Grenzen Saudi-Arabiens an. Außerdem waren Wüstengebiete wertlos, als die Grenzen gezogen wurden. Erdöl spielte noch keine große Rolle.
Außerhalb der Wüstengürtel haben die Grenzen ähnliche Verlaufe wie die in Europa.
Das hat mit Kolonialismus garnichts zu tun. Die Zeit des Kolonialismus ist lange vorbei. Es hilft daher auch niemandem, diesen Faktor ständig für alle Probleme Afrikas verantwortlich zu machen. Er kann nicht mehr beseitigt werden da er schon lange beseitigt ist. Selbst wenn hier eine Ursache läge.

Zu 5.
Die These begründest du leider nur mit einem Stichwort. Warum verursacht unsere "Wegwerfgesellschaft" Kriege in Afrika? Das klingt nicht logisch und ist es auch nicht. Mir fällt dabei eher der Pawlowsche Hund als das Globale Huhn ein. Dieses Argument und ähnliche kommen nämlich reflexartig stets aus der gleichen Ecke und immer wenig stringent. 
Was würde es Afrika denn helfen, wenn wir bescheidener leben würden. Ich habe im Ernst schonmal die Forderung gehört wir sollten aus Solidarität mit Afrika in Deutschland Wasser sparen. Was hätte Afrika aber davon? Das leistet doch nur dem Öko-Pietismus Vorschub. Sonst hilft es niemandem.

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@vitus64

zu deiner 1: Bitte lese noch mal genau durch. Steht alles da!

zu deiner 5: Du solltest dich noch mal mit "globales Huhn" befassen. Ganz offensichtlich hast du es überhaupt nicht verstanden, was ich damit meine.

Allgemein: Ich habe die Frage beantwortet, wenn du andere Gründe nennst, so nenne sie und hör auf Leute bloß aufgrund der Beantwortung einer Frage in eine bestimmte politische Ecke zu stellen. Bei der Gelegenheit informiere dich doch mal über Folgen und Probleme im Zusammenhang mit der Globalisierung.

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Für Moral und Sitte bedarf es keiner Bildung.

Wir haben in Afrika zwei große Gewaltfaktoren, die auch auf Dauer nicht leicht in den Griff zu bekommen sind.

Geldgier

Vieles was in Afrika geschieht hat einfach nur mit Geldgier zu tun. Diktaturen gehen da einher mit Korruption. Da wo das Geld regiert, da lässt die Menschlichkeit auf sich warten. Bodenschätze werden ohne Sinn und Verstand verschachert, und das Volk trägt das Leid.

Religion

Der Islam expandiert in Afrika aggressiv. Bekanntestes Beispiel dürfte hierbei Bocu Haram sein, wobei diese islamische Organisation nur eine von vielen ist. Nähere Informationen kannst Du in dem Zusammenhang auch unter www.opendoors.de erhalten.

Fast alle Länder, von Äthiopien mal abgesehen, sind Kunstprodukte, entstanden an den Reißbrettern der einstigen Kolonialherren. Diese führten zusammen, was garnicht zueinander passt, bzw. nicht die Voraussetzung da ist und sie trennten, was eigentlich zusammengehört, beispielsweise arabische Länder in Nordafrika.

Das Prinzip das sie verfolgten hat auch mit dem Prinzip "divide et impera" sprich teile und herrsche zu tun.

Dass es dort so viele Kriege gibt, sind die Spätfolgen der Kolonialpolitik der Europäer.

Die ganze Welt kloppt sich um die Rohstoffe in Afrika. Logisch das da dementsprechend auch Unruhe herrscht. Würden alle Mensch dort plötzlich sagen "nö wir machen nicht mehr mit" dann würde es plötzlich einen richtigen Krieg geben...

Die Frage müsste heißen warum gibt es so viele Kriege auf der Welt......

Hauptsächlich um Rohstoffe. Viele Länder wollen ihre Rohstoffe plündern, wodurch dann noch mehr Chaos dort entsteht und dann sowas wie IS dort rumrennt...

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