Wieso sind so viele jugendliche so depri (vor allem mädchen)?

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9 Antworten

Es gibt einen grossen Unterschied zwischen "sich depri fühlen" und einer Depression. Letztere ist eine (schwere) psychische Erkrankung welche auf eine Dysfunktion der Botenstoffe im Gehirn zurück geht. Ersteres ist eine normale Gefühlsreaktion, die zugegebenermassen heftig ausfallen kann, mit der Krankheit Depression jedoch nichts zu tun hat.

Das Wort Depression wird gerade zu inflationär gebracht. Insbesonders von Jugendlichen die keine Ahnung haben was eine wirkliche Depression ist. Damit will ich die Probleme, die man an Teenager hat nicht schmälern, doch ist es etwas völlig anderes.

Falles dich die medzinischen Kriterien einer Depression interessieren: http://deprimed.de/depressionen/ (achte auf das Kapitel ICD-10)

Die Liste ist lang. Meiner Meinung nach spielt da aber der Druck der Medien eine große Rolle // Facebook, YouTube...das sind alles Dinge die man da mit einbeziehen kann. Viele Mädchen die etwas mehr auf den Hüften haben, gerne aber dünn sein wollen wie die ganzen "Instagram-Mädchen" neigen zu solchen "depressiven Phasen". Eigentlich traurig da dass finde ich das Endstadium von Oberflächlichkeit ist.

Oft ist das auch ein Lechzen nach Aufmerksamkeit, mit dem gerade junge Mädchen in der Pubertät "auftrumpfen" wollen.. in diese Richtung gehen auch "nachdenkliche" Sprüche, die bei Facebook in Verbindung mit dem beinahe obligatorischen Duckfacefoto geteilt werden.

Ich glaube, dass der Grund dafür die Erziehung ist. Mädchen wird allgemein weniger erlaubt, dass sie wütend sein dürfen. Jungs dürfen das. Wut unterdrücken kostet Kraft, macht leblos, und kann zu Depressionen führen.

Ich bin 15 und ein Mädchen und war eine Zeit lang mal sehr deri. Die Gründe waren

- Berufswahl
-Ich hatte das Gefühl jetzt erwachsen sein zu müssen

-zukunftsängste

-Angst für immer single zu sein

-Angst vor Veränderung

-Aussehen (kein Selbstbewusstsein)

-Ich bin anders als die anderen und hatte Angst, dass mich nie jemand akzeptieren wird

-Angst vor Krebs

Das sind so die Sachen, die mich extrem beschäftigt haben/immer noch beschäftigen.

Natürlich spielt die Pubertät eine sehr große Rolle dabei....

Typderkomischis 16.09.2017, 15:38

Kann es sein das ,das nur mädchen ängste sind weil ich bin 14 und eh ja bin sehr happy

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senselessly201 16.09.2017, 15:42

Nein, ich denke das kommt darauf an, wie man so vom Typ her ist. Ich bin eher ruhig und nachdenkliche und habe wenige soziale Kontakte, deswegen mach ich mir über manche Sachen halt zu viele Gedanken und mit der Zeit wird das zur Angst.

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senselessly201 16.09.2017, 15:43

Mir hat das aber nie jemand angesehen, dass es mir eine Zeit lang psychisch nicht gut ging, weil ich nur so war, wenn ich alleine war, manche machen das auch um Aufmerksamkeit zu bekommen

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Typderkomischis 16.09.2017, 15:53

Ich würde sagen das wir bei den Sachen ziemlich ähnlich sind aber liegt das vielleicht an der Aufklärung weil ich höre schon seit dem ich 8 bin überall in den Medien Pubertät  phase bla bla bla

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senselessly201 18.09.2017, 13:32

meinst du, das die Ängste entstehen? Ich denke nicht, weil ich habe auch schon mit 8 gehört, dass die Pubertät eine schwere Zeit ist und man zu einem pubertären Monster wird und man die und die Ängste haben wird. Dann habe ich damals schon gesagt, dass ich sowas mal nicht bekommen werde und ich auch nicht zum “Monster“ werde. Bin ich aber trotzdem😁 Also in der Pubertät denkt man sehr viel nach über seinen gesellschaftlichen Wert und die Zukunft allgemein. Da entwickeln sich halt gewisse Ängste, weil man mich wirklich einschätzen kann, was auf einen Zukommt.

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Die Mädels - und die Jungs - sind halt in der Pubertät.

Sehr viele diagnostizieren ihre angebliche Depression oder Schizophrenie oder Psychopathologie auch mit Dr. Google selbst. Ich schätze bei 80% ist das einfach modern. Und wächst sich mit der Pubertät aus.

Das sind die Hormone und was sonst noch zur Pubertät gehört

Weil die Gesellschaft (und die Welt als solches) unaufhaltsam den Bach runtergeht und weil die Medien einen mit völlig unrealistischen Lebenszielen konfrontieren. Die Selbstmordrate unter Männern ist übrigens entscheidend höher als bei Frauen.

Typderkomischis 16.09.2017, 15:32

Weil man depri ist bringt man sich ja nicht gleich um

Oder noch eine erkärung die ich dafür hätte ist das frauen darüber sorechen und männer sich nicht gerne helfen lass

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Andracus 16.09.2017, 15:37
@Typderkomischis

Ja, da kann ich zustimmen. Das würde meine Aussage zwischen den Zeilen meines zweiten Satzes bestätigen, dass nicht zwingend hauptsächlich Mädchen "depri" sind, nur weil man es bei ihnen mehr mitbekommt, im Gegenteil.

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Weil sie für ihre scheiß Stimmung sich lieber eine krankhafte ausrede einfallen lassen wollen anstatt zu erkennen dass das nur die Pubertät ist und diese auch mal ein Ende hat.

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