Wieso sind Schweizer und Deutsche da so anderer Meinung?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ich hätte da eine mögliche Erklärung. Die Schweiz hat über Jahrhunderte ihre Kultur beibehalten, wurde von Kriegen verschont, ihre Altstädte sind samt und sonders intakt, so dass ein Bedürfnis nach einem gewissen Purismus evtl. besteht. Es könnte sein, dass man all das womöglich in Frage gestellt sieht, nämlich die an sich unverfälschte schweizer Art.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

 https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/51\_Religionsmonitor/Zusammenfassung\_der\_Sonderauswertung.pdfhttps://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/51\_Religionsmonitor/Zusammenfassung\_der\_Sonderauswertung.pdf

Die Meinung der Deutschen zu diesem Thema ist kaum bekannt und wird meiner Meinung nach auch bewusst von den vorwiegend links-grünen Leitmedien nicht gross thematisiert.


Ich verweise auf den Religionsmonitor 2015 der Bertelsmann-Stiftung (der man ja nun wirklich keine rechtspopulistischen Umtriebe nachsagen kann) :
danach stimmen 61% der nicht-islamischen Bundesbürger der Aussage zu dass "der Islam nicht zur westlichen Welt gehört", 57% empfinden den Islam als bedrohlich, 40% fühlen sich durch Muslime wie Fremde im eigenen Land. Die Studie basiert im übrigen auf repräsentativen Umfragen des EMNID-Instituts ...

 

ich zitiere von Seite 9


Islamfeindlichkeit findet sichin der Mitte der Gesellschaft und ist keineswegs eine gesellschaftliche Randerscheinung . Differenzierte Analysen zum Zusammenhang zwischen dem Islambild und sozioökonomischen Faktoren zeigen: Weder die politische Orientierung, noch das Bildungsniveau üben einennennenswerten Einfluss auf das Islambild aus. Es zeigt sich zwar, dass sich Deutsche, die sich dempolitischen Mitte - links -Milieu zuordnen, ein etwaspositiveres Islambild haben - der Unterschied ist jedoch gering. Auch der üblicherweise bei Fremdenfeindlichkeit dämpfende Einfluss der Bildung fälltim Bereich der Islamfeindlichkeit deutlich geringer aus. Lediglich bei Hochschulabsolventen sinkt die Islamfeindlichkeit etwas ab.. Aber auchhier sagt jeder Zweite, der Islam sei bedrohlich, und 40% sind der Meinung, der Islam passe nicht in die westliche Welt. Dies weist darauf hin, dass es sich bei Islamfeindlichkeit um einen „salonfähigen“gesellschaftlichen Trend handelt. Und das, obwohl die große Mehrheit für religiöse Vielfalt grundsätzlich aufgeschlossen ist. Der Islam wird aus der gesellschaftlichen Toleranz somit ausgeschlossen. Es ist davon auszugehen, dass diejenigen, dieden Islam trotz prinzipieller Offenheit für religiöse Vielfalt ablehnen, dem Islameine mangelnde Toleranz unterstellenund so die Ausgrenzung des Islams rechtfertigen" .





Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In der Regel ist der größte Skeptizismus vor fremden Kulturen dort vorzufinden, wo diese am wenigsten präsent sind, denn leider ist Rassismus etwas sehr menschliches, das kann man schon an Babies beobachten, die bevorzugt Mitglieder der eigenen Ethnie anlächeln. 

Ich weiß, dass in Deutschland und in der Schweiz ungefähr gleich viele Muslime leben. Aber es ist auch in Deutschland ein großer Unterschied, ob man Leute in Leipzig oder München fragt. Dort wo ein großer Prozentsatz an Muslimen lebt, sind die Bedenken geringer. Vielleicht lebst du auch in einer Gegend mit geringerem Anteil an Muslimen? 

Ein anderer Faktor könnte sein, dass den Deutschen durch die Vergangenheit der Nationalismus ausgetrieben wurde, und Deutschland von den Deutschen mehr in einem internationalen Kontext verstanden wird, wohingegen andere Länder ein etwas selbstbezogeneres Verständnis ihrer Nation haben. Das ist aber mehr so ins blaue geredet

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schweizerr
04.06.2016, 10:42

in meiner gegend leben die meisten muslime der schweiz und ich fühle mich dadurch beunruhigt vorallem wenn es noch so paar " spassköpfe" gibt die einfach allahu akbar rufen

0
Kommentar von Maxieu
04.06.2016, 15:25

"In der Regel ist der größte Skeptizismus vor fremden Kulturen dort vorzufinden, wo diese am wenigsten präsent sind..."

Du plapperst das Leuten nach, die die Wirklichkeit schönreden wollen. Oder glaubst du echt, dass z. B. in Syrien und im Irak oder in Indien sich die einander "fremden" Kulturen besser vertragen als in Europa.

Das ist einfach eine fromme Lüge der vormals fast schon bemitleidenswerten christlichen Kirchen in Westeuropa, die durch die Präsens des Islam sozusagen wiederbelebt worden sind.

Es ist ließe sich im Gegenteil genauso gut die Behauptung aufstellen, dass man, was weit weg ist, eher idealisiert, z. B. die Bräuche der Yanomami oder die Friedfertigkeit buddhistischer Priester. Lernt man es aber besser kennen, wird es einem vertrauter, rückt es einem näher auf den Pelz, gewinnt mit einer gewissen Notwendigkeit bei vielen ein gesunder, überlebenswilliger Realismus wieder die Oberhand - ausgenommen natürlich bei den professionellen christlichen Selbstverleugnern (die allerdings aus den vielfältigen "interkulturellen Dialogen" ein verloren geglaubtes Prestige beziehen, wenn auch nicht gerade bei ihren "Dialog"partnern).

0
Kommentar von jan1990
05.06.2016, 07:33

... Dein letzter Satz entlarvt vieles ... "Das ist aber mehr so ins blaue geredet". Sicher einiges nicht ganz falsch, aber mehr Gefühl als Wissen

Lese meinen Beitrag zum Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung dort wird deutlich gemacht dass weite Kreise der deutschen Bevölkerung ein negatives Bild vom Islam haben ...

Wer die Bertelsmann-Stiftung kennt weiss dass die normalerweise eher dazu neigen bei solchen Themen eine "heile Welt" Botschaft zu verbreiten

0

Ich bin Deutsch und bin auch der Meinung das die Flüchtlinge keine ,,Angreifer" sind. Klar, wird es schwer die alle unterzubekommen. Und ja, ich habe auch manchmal Angst vor manchen Männern das die mich/andere Menschen vergewaltigen. Aber die meisten wollen einfach nur Frieden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Schweizer kann man nicht als Nazis bezeichnen. Deutsche schon. Und damit man nicht als Nazi bezeichnet wird, da plappern die Deutschen mehrheitlich eben das nach, was ihnen die Meinungsindustrie vorbetet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Ruehrstab
04.06.2016, 10:39

Ach ja? Wem genau plapperst du denn nach?

2
Kommentar von swissss
04.06.2016, 11:38

man nennt auch rechtsextreme Schweizer, Italiener, Spanier, usw usw usw  Neonazi.

In fast allen europäischen Ländern und den USA gibt es Gruppierungen, die dem Neo-Nationalsozialismus zuzuordnen sind. Die fremdenfeindlichen, antisemitischen und sozialdarwinistischen Ansichten dieser Neonazis entsprechen in jeweils abgewandelter Form denen der deutschen Gruppierungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Neonazismus#International

0

Was möchtest Du wissen?