Wieso sind russen immer die Bösen, z.B. in amerikanischen Filmen?

13 Antworten

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Das schöne an Fragen, die ein "immer" beinhalten ist immer, die einfache Widerlegbarkeit, wozu es nur ein einziges Beispiel braucht. Ich werde trotzdem mal mehrere nennen.

Die Frage geht ja bereits davon aus, dass Russen "immer" (also ununterbochen, ausnahmslos) als böse dargestellt werden. Dem ist allerdings nicht so, auch die Filmwelt Hollywoods ist wesentlich vielfältiger und produziert einerseits zwar Menge Schrott, aber auch viele bemerkenswerte Filme, die Russen nicht durchweg als böse Feinde westlicher Lebensart darstellen, sondern auch durchaus positiv besetzt werden

Beispiele:

Die TV-Serie "Star Trek" (1966 - 1969) führte ab der zweiten Staffel einen weiteren Charakter ein, den russischen Navigator Pavel Andreievitch Chekov (gespielt von Walter Koenig). Dieser war kein "böser" Russe, sondern ein äußerst zuverlässiges Crewmitglied in leitender Funktion auf der Brücke der Enterprise unter Captain Kirk. Die TV-Serie entstand noch während sich der Kalte Krieg auf einem seiner blutigen Höhepunkte zubewegte, nicht zuletzt durch den Krieg der USA in Vietnam. Dieser Charakter taucht auf in den neuen Kinofilmen von Star Trek auf ("Star Trek" von 2009 und der Fortsetzung "Star Trek - Into the Darkness" 2013) auf und wird gespielt von Anton Yelchin, der selbst in Leningrad geboren wurde.

Außerdem: "2010 - Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen" (1984). Als Fortsetzung von Arthur C. Clarkes "2001 - Odyssee im Weltraum" macht sich eine gemeinsame Forschungsgruppe bestehend aus Russen und Amerikanern auf den Weg zu einer Jupitermission. Sie sollen das Schiff untersuchen, mit dem eine Gruppe von Astronauten einige Jahre zuvor unterwegs waren um einen mysteriösen Monolithen zu untersuchen. Die Mission endete für die meisten Astronauten tödlich, da der Bordcomputer HAL-9000 darauf programmiert war, diese Mission um jeden Preis zum Abschluss zu bringen, worauf dieser entschied, die Menschen zu ermorden, weil er sie als Unsicherheitsfaktor für das Gelingen der Mission ansah, ein weiterer Astronaut, Frank Bowman, gilt als spurlos verschwunden, als er sich dem Monolithen näherte und in ihm verschwand. Die Astronauten müssen während der Mission lernen, ihre gegenseitigen Vorurteile und ihr Misstrauen zu überwinden um gemeinsam die Aufgabe zu bewältigen. Gleichzeitig spitzt sich auf der Erde der Ost-West-Konflikt zu, was auch unter den Besatzungsmitgliedern zu Spannungen führt.

"Meteor" entstand 1979 und handelt von einem drohenden Meteoriteneinschlag auf der Erde, der am Ende nur deswegen abgewendet werden  kann, weil die Staats- und Regierungschefs beider Supermächte USA und die Sowjetunion gemeindam ihr Atomwaffenpotenzial bündeln und mit all ihren Nuklearwaffen den Meteor zerstören, noch bevor er die Erde zerstört. Am Ende sieht man, wie die russischen Diplomaten mit allen militärischen Ehren am Flughafen von den amerikanischen Amtskollegen herzlich und freudestrahlend verabschiedet werden.

1988 entstand der Film "Bestie Krieg" ("Beast of War") in dem eine sowjetische Panzerbesatzung sich in Afghanistan nicht nur mit ihrem eigenen brutalen und rücksichtslosen Panzerkommandanten Daskal (George Dzundza) auseinandersetzen muss, sondern auch gegen eine Gruppe afghanischer Mudschaheddin, die sich für die Zerstörung ihres Dorfes rächen wollen. Die Panzerbesatzung ist eine ganz unterschiedliche Truppe von Charakteren. Der bereits erwähnte Kommandant geht über Leichen und ist nur daran interessiert den Krieg zu gewinnen. Der Richtschütze Kaminski (Don Harvey) hält zu ihm und ist ebenso brutal. Ihr Gegenpart ist der Panzerfahrer Koverchenko (Jason Patric), der an dem Sinn des Krieges zweifelt und sich in ständigem Konflikt mit seinem Komandanten und dem ihm treu ergebenen Richtschützen befindet. Koverchenko ist ein feinfühliger und nachdenklicher Mensch, der den Krieg verachtet und ganz offen nach dessen Sinn fragt. 

Der Ladeschütze Anton Golikow (Stephen Baldwin) hält eigentlich zu Koverchenko, ist jedoch im entscheidenden Moment zu schwach, um ihn zu unterstützen. Der Funker Samad ist selbst Afghane und Mitglied der KP sowie gläubiger Muslim. Für ihn ist es kein Problem, atheistischen dialektischen Materialismus und Allah zu vereinbaren. Er fungiert als Dolmetscher und ist spürbar innerlich zerrissen, zwischen seinem Volk und seinem Land, das er liebt und seiner Aufgabe als Teil dieser Panzerbesatzung, die sich im Krieg mit den Mudschaheddin in eben diesem Land befindet. Der Konflikt zwischen Kommandanten und Fahrer eskaliert, als der Kommandant Daskal den Funker Samat erschießt, weil er ihn für einen Verräter hält, worauf Koverchenkow droht, den Kommandanten vor ein Militärgericht zu bringen.

Ebensogut könnte man der US-Filmindustrie vorwerfen, sie würde über die US-Regierung nur schlechtes drehen. Wie sonst erklären sich Erfolge von Filmen wie die von Michael Moore, der mit "Bowling for Columbine" nicht nur die amerikanische Kultur und die Folgen des Waffenbesitzes hinterfragte (wenn auch mit fragwürdigen Methoden), sondern sogar mit seinem Film den Oscar gewann, sondern auch mit Spielfilmen, in denen die US-Regierung als verbrecherisch, die eigenen Geheimdienste wie die CIA als kriminell, die eigene Polizei als rassistisch und das eigene Strafvollzugssystem als unmenschlich beschrieben werden?

"Dead Man Walking" zeigt die Todesstrafenpraxis in seiner ganzen Unmenschlichkeit. Filme wie "Unternehmen Capricorn" spielen mit der Verschwörungstheorie der Mondlandung und verlagerten die Handlung auf den Mars, besser gesagt bei einer gefakten Marslandung. Kurz vor dem Start zerren ein paar Men in Black die Astronauten aus ihrer Rakete und drehen mit ihnen die Szenen ihrer Spaziergänge auf der Marsoberfläche in einem Studio. Als ihre Raumkapsel wieder in die Erdatmosphäre eintritt, verglüht diese und die Astronauten müssen nun um ihr Leben fürchten, weil man sie nun natürlich nicht mehr lebend der Öffentlichkeit präsentieren kann. Leonardo DiCaprio spielte in "Der Mann, der niemals lebte" einen desillusionierten CIA-Agenten, der am Ende "der Firma" den Rücken kehrt und ein Leben in der Anonymität arabischer Städte dem Leben als CIA-Agent dem Vorzug gibt. Der 1971 entstandene Film "Johnny zieht in den Krieg" von Dalton Trumbo ist eine bissig-bösartige Abrechnung mit dem amerikanischen Hurrah-Patriotismus

Auch wenn immer wieder gejammert wird über die Darstellung der "bösen Deutschen", es waren die US-Filmstudios, die 1930 "Im Westen nichts Neues" verfilmt haben, ebenso wie "Schindlers Liste" 1993.

Sehen wir, wie es ist, wenn Du tatsächlich nur böse Russen in amerikanischen Filmen siehst, dann solltest Du Dein Filmspektrum erweitern. Offenbar siehst Du die falschen Filme. Russen werden nicht immer nur böse dargestellt, ebenso wenig wie Deutsche. Auch die Amis selbst kriegen, wie sich schnell belegen lässt, immer wieder in Filmen ihr Fett weg. 

Wer aber unbedingt nur weiße Mäuse sehen will, der wird auch nur weiße Mäuse sehen und nichts anderes.

einfachste antwort: kalter krieg. Nach dem zweiten weltkrieg kam es zum großen Konflikt zwischen den USA als Vertreter der demokratie und der freien marktwirtschaft und der kommunistischen udssr. 

Neben Weltpolitischen Anpsrüchen beider Gruppen ging es vorallem um den ideologischen konflikt welches system das bessere sei - das ganze ist dann in ein wettrüsten vorallem in atomwaffen ausgeartet. Bevölkerung auf beiden seiten hatten also panische angst vor einem erstschlag der "wahnsinnigen und unberechenbaren" anderen Seite; Im westlichen Teil war das eben der "Russe" oder allgemein der kommunist.

Diese Angst hat  sich offenbar immer noch nicht ganz aus den amerikanischen köpfen gelöst, die nunmal hollywood beeinflussen - in russischen filmen wäre vielleicht das Gegenteil der fall 

Das hat was mit der Geschichte von denn beiden zu tun. Such einfach mal nach dem Kalten Krieg bei Wikipedia z.b und dir wird vieles klar

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