Wieso sind religiöse menschen so sehr davon überzeugt, dass ihr Gott der einzig wahre ist.?

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Als ich Kind war, hatte ich einen "Kinderglauben". Als ich Teenager war, dachten meine Freundinnen und ich darüber nach, warum wir an Gott glauben, denn uns wurde in der Schule ja die Evolutionstheorie beigebracht. Diese kam uns allerdings doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen vor. Also suchten wir nach Antworten.

Wir kamen zu dem Schluss, dass es einen Gott geben muss. Es ist unmöglich, dass alles durch ungelenkten Zufall entstehen konnte. Viele Natursendungen lassen gar keine andere Möglichkeit zu; sie verweisen durch Erklärungen darauf, dass alles im Leben und auf der Erde fein abgestimmt ist. Nur.....es wird immer auf die ET verwiesen, wenn's hoch kommt noch auf Mutter Natur - wie eine immer wieder abgespielte Leier.

Das ist der Gott der ET- Anhänger. Es gibt aber nur EINEN Gott für alle Menschen, der so unfassbar intelligent, machtvoll und creativ ist, dass er sogar bei Menschen Liebe als Voraussetzung zum Leben weitergegeben hat, so wie die Sonne und das Wasser, denn er ist Liebe. Wie kann das ein Zufall bewerkstelligen? Mein Glaube als Erwachsene ist fest, es gibt nur einen Gott, der uns erschaffen hat und will, dass es uns gut geht.

Danke für den Stern!

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Wieso sind religiöse menschen so sehr davon überzeugt, dass ihr Gott der einzig wahre ist.?

Die Frage wird vielleicht dadurch verständlicher, wenn man statt "religiöse Menschen" das Wort "Atheisten" verwendet und den letzten Satzteil durch "dass es keinen Gott gibt" ersetzt, denn der Grund wird derselbe sein, nämlich die jeweils persönliche Überzeugung.

Was ich im laufe meines Lebens gelernt habe das ist, das Kirchen, religiöse Glaubensgemeinschaften und gläubige Menschen, welche am lautesten Brüllen sie hätten die einzig wahre Religion oder den einzig wahren Glauben, oder den einzig wahren Gott, nicht recht haben. Und letztendlich auch nicht recht handeln, bzw ständig Dinge falsch machen wider ihrer Religion. Ich sehe das anders.

Ich bin gläubig. Und glaube an Gott. Aber ich bin in keiner Kirche mehr und in keiner Glaubensgemeinschaft. Ich nehme Gott so an wie ich ihn kennen gelernt habe. Bis es soweit war mussten aber über 30 Jahre vergehen. Ich suche nach den Wurzeln. Bei den großen drei Religionen, als Juden, Christen und Moslems ist es leicht. Die haben alle den gleichen Gott, auch wenn die Lehmeinungen anders sind. Aber wir haben den gleichen Urvater, welcher Abraham ist. Und dieser glaubte an den einen Gott und zwar den selben den wir heute haben. Nur drifteten die Kinder Abrahams in 3 Gruppen auseinander. Dann gibts noch den Buddhismus, den Hinduismus und andere Glaubensrichtungen fernab des Gottes den wir hier haben. Und da ist es interessant zu sehen woher die Wurzeln dieser Glaubensrichtungen kommen.

Wenn man der Wissenschaft glaubt stammen wir alle von den ersten Menschen ab welche von Afrika stammen. Und schon in dieser Zeit hatten die Menschen Gottheiten und einige davon auch den Ein-Gott-Glauben. Religion ist für mich eng an die Geschichte der Menschheit angelehnt. Der Glauben den ich habe, das ist mein Glaube. Aber ich würde nicht sagen das es der einzig Wahre ist. Um zu sagen es ist der einzig Wahre müsste ich einen gewissen Grad an Erkenntnis haben. Aber ich habe nur eine beschränkte sich der Dinge und verstehe mitunter auch nicht alles was in der Bibel steht. Aber ich bilde mich in diesen Bereichen weiter, damit ich mehr Verständnis von den Dingen bekomme.

Die allermeisten Menschen auf der Welt nehmen "zufälligerweise" (🙃) genau den Glauben an, dem auch ihre Eltern bzw. ihr unmittelbares Umfeld anhängen.

Diejenigen, die von selbst zur "Religion" finden, haben dafür die verschiedensten Gründe. Sie können von spiritueller Sinnsuche bis hin zu persönlichen Krisen oder Indoktrination durch "religiöse" Gruppen reichen.

Eines aber haben ausnahmslos alle "religiösen" Menschen auf der Welt gemeinsam, ganz gleich, wie "überzeugt" sie von ihrem Aberglauben sein mögen: sie können keine Beweise für dessen Wahrheit vorlegen.

sie können keine Beweise für dessen Wahrheit vorlegen

Das stimmt. Und das ist auch ok. Es gibt so vieles, von dem sich sinnvoll reden lässt, das man nicht beweisen kann, z.B. Liebe oder die Schönheit von Kunstwerken.

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@filmfan69

Schönes Beispiel - denn in der Liebe und in der Kunst gibt es keine "absolute Wahrheit". Ich kann einen Menschen lieben, den du abstoßend findest. Du kannst ein Gemälde bewundern, welches in mir nur ein müdes Lächeln verursacht. Niemand kann objektiv sagen: dieses Gemälde ist schön, und jeder muss das so empfinden!

Viele "Religionen" behaupten aber, die "alleinige Wahrheit", die "letzte Rettung" oder ähnlicher Quark zu sein. In einem solchen Fall sollte man schon stichhaltige Argumente vorlegen können, meinst du nicht?

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@Indecisive

Wenn man sich erkühnt, als religiöser Mensch eine in naturwissenschaftlicher Hinsicht letzte, alleinige Wahrheit zu vertreten, dann würde ich dir Recht geben. Wenn man hingegen, so wie ich das eher kenne, sagt: Wir gehen einen Weg, der vielen von uns gut tut und plausibel erscheint und uns vielversprechend erscheint, der schon vielen vor uns als ein guter Weg erschienen ist, und wir laden dich ein, diesen Weg mit uns zugehen - WENN DU DAS WILLST, dann sieht die Sache ein wenig anders aus. Ich würde das dann nicht so sehr Argumente nennen, sondern eher Narrative von Menschen, denen es einfach gutgetan hat.

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Meist beginnt es in der Erziehung. Sind die älteren sehr Religiös, wachsen die Kinder von Klein auf mit den Ritualen und dem Wissen an ihren Gott auf.
Jeder Glauben hat seine eigenen Belege (ob Bibel, Koran, Thora, Tripitaka,…) und an diese wird sich festgehalten. Und praktisch in jeden Glauben kommt vor, das die Gottheit dieser Religion der/die einzig wahren Gott/Götter ist/sind.

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