Wieso sind Physiker oft so weise?

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9 Antworten

Der Expertenantwort will ich noch hinzufügen, dass Physiker üblicherweise bescheiden sind. Sie denken nicht, sie hätten absolut und für immer die richtigen Antworten. Damit unterscheiden sie sich von den Juristen.

Gegen 1900 dachte man, die Physik sei vollendet, es gäbe nichts Neues mehr. Aber dann hat man drastisch und bis heute gültig gelernt, dass es immer weitere ungelösten Fragen gibt.

Im übrigen: die Physik erklärt nicht die Natur, so wie es die Religion tut, sie beschreibt die Natur.

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Vermutlich braucht man ähnliche Denkstrukturen.

In der Physik ist man gewohnt, mit Modellen umzugehen, die der Anschauung und der alltäglichen Erfahrung scheinbar widersprechen, und man ist gewohnt, "out of the box" zu denken (um ein neudeutsches Schlagwort zu verwenden) - man fragt regelmäßig "gibt es vielleicht noch eine andere - hoffentlich bessere - Möglichkeit, ein Phänomen zu erklären?"

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Kommentar von Neutralis
12.04.2016, 23:28

Und man lernt es, die Welt und das Universum wert zu schätzen,oder ?

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Ich denke Physiker rauchen alle Gras. Anders kann ich mir die Entscheidung für den Studiengang nicht erklären. Das macht sie sehr philosophisch, ruhig und "weise". 

Spaß bei Seite :) Ich denke weise ist jemand der über die Welt Bescheid weiß und dadurch kaum böse werden kann, weil er genau weiß dass alles einen Auslöser hat den man ganz logisch zurückverfolgen könnte. Baut jemand Bockmist ist das zwar unvorteilhaft, aber diese Person kann gar nichts dafür, weil alles bis zu diesem Moment so passiert ist, dass er gar keine andere Wahl hatte als Bockmist zu bauen. 

Das Ganze nennen Physiker Determinismus. Hätte man die Positionsdaten und Geschwindigkeiten aller Teilchen in der Atmosphäre, könnte man das Wetter zu 100% vorhersagen. Man wüsste genau wann es wo um wie viel Uhr regnet und sogar wie viel Tropfen fallen werden. Ein Computer könnte das alles berechnen weil die Welt den Gesetzen der Physik gehorcht. 

Genauso ist sehr wahrscheinlich auch alles was in unserem Kopf vorgeht ab einem gewissen Punkt berechenbar. Wir machen Erfahrungen, diese Erzeugen Verknüpfungen in unserem Gehirn und jede Entscheidung die wir treffen wird von dem ganzen verwobenen Netz beeinflusst. 

Stell dir vor du merkst dir eine zufällige Zahl 1879. Jetzt legst du in deinem Hirn irgendwo das Muster der Zahl ab. Benutzt du die Zahl nie wieder ist das schnell wieder vergessen. 

Jetzt lernst du aber noch das die Firma Linde, die leckeres Essen kühl lagert, 1979 gegründet wurde. Zack, ein Faden von 1879 zu Linde wird gesetzt. 

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Kommentar von Bujin
13.04.2016, 00:11

Konnte nicht mehr zu Ende bearbeiten. Hatte mich untern verschrieben und da fehlte noch:

Kanntest du Linde schon vorher wirst du 1879 so schnell nicht vergessen. Je mehr verschiedene Ereignisse zu 1879 verlinken, desto fester sitzt die Zahl im Kopf. 

Das ist übrigens die beste Art und Weise etwas auswendig zu lernen. Man muss so genannte Eselsbrücken bauen! Man muss das zu Lernende mit so vielen anderen Dingen vernetzen wie es geht. 

Ich habe jetzt Linde mit 1879 vernetzt und diese beiden Dinge bleiben besser im Kopf als Linde und 1879 getrennt! 

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Das kann man auch nicht auf alle übertragen. Aber früher lag das gar nicht so weit auseinander, immerhin haben Physiker Dinge neu begründet, die Menschen vorher immer ganz anders betrachtet haben.

Ich glaube auch, dass wenn man so viele neue Erkenntnisse erringt, dass man viel über Existenz etc. nachdenkt. Ich meine da bekommt die Frage nach dem Dasein des Menschen eine ganz neue Bedeutung. Siehe die "Vorhersagung" von Einstein, der wusste, dass uns die Technik eines Tages so gut wie ganz beherrschen wird.

Oder Stephen Hawking, der davor warnt, dass man Menschen nicht durch Roboter ersetzen sollte.

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Das sind auch andere "Studiengänge" wenn sie mal den Professorengrad erreicht haben. Mit dem unterschied, dass die Physiker heutzutage meist dadurch bekannt werden, dass sie wieder mal etwas grundlegendes entdeckt haben, weil sie ja hauptsächlich Grundlagenforschung betreiben.

Übrigens, die Merkel ist auch Physikerin!

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Sie hatten besonders ausgeschlafene Köpfe und hingen nicht bis in die Puppen beispielsweise in irgendwelchen Internet-Foren rum^^.

Von Albert Einstein wusste man, dass er täglich 14 Stunden (!) schlief. Wir wir sehr vermuten können, war dies unserem Mathematikgenie "relativ" hilfreich... --> https://zeondessinateur.files.wordpress.com/2013/05/einstein-formule-tableau.jpg

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Kommentar von Neutralis
12.04.2016, 23:30

Einstein war eine Ausnahme. Kriterien die man oft bei Genies feststellt sind unter anderem ein geringer Schlafbedarf.

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Kommentar von SaoirseWanderer
13.04.2016, 14:25

Also das mag ja später so sein, aber im Physikstudium kriegen mit Sicherheit die Wenigsten so viel Schlaf! Da freust du dich, wenn du einmal in der Woche acht Stunden schlafen kannst (Ja, ich spreche aus Erfahrung :) )

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Oft haben Physiker einfach ein andere Denkweise ,vorallem Leute mit einem höheren IQ . Zb das räumliche Vorstellungsvermögen , mathematisches Verständnis ist besser als bei normalen Menschen

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Ich kenne einen Doktor der Physik. Der ist ziemlich scharfsinnig, aber nicht besonders weise. Ich vermute das bringt die Bildungslaufbahn so mit sich.

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Ich möchte Dir eine ehrliche Gegenfrage stellen:

Wieviele Physiker kennst Du eigentlich?

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Kommentar von Neutralis
12.04.2016, 23:35

So um die ~ 15. Sind aber alle schon älter.

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