Wieso sind Mittelalter und Neuzeit zwei verschiedene Epochen?

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5 Antworten

Im Mittelalter wurde die politische und kulturelle Dominanz des griechisch-römisch geprägten Mittelmeerraums abgelöst durch eine neue, fast ganz Europa umfassende Welt christlicher Feudalstaaten romanischer, germanischer, slawischer und keltischer Völkerschaften. Grundzüge des europäischen Mittelalters waren eine nach Ständen geordnete Gesellschaft, eine gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft und Latein als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache. Daneben waren die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) sowie ein recht einheitliches Weltbild kennzeichnend für diese Epoche. Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform des Mittelalters war der Feudalismus.

de.wikipedia.org/wiki/Mittelalter

Die Geschichtswissenschaft ist über den genauen Beginn uneins. Meist nennt man entweder die osmanische Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 oder die Entdeckung Amerikas 1492, früher wurde in Deutschland oft Luthers Reformation von 1517 angeführt. Weitere genannte Zäsuren sind die Renaissance, der Humanismus und die Entwicklung des Buchdrucks in Europa mit beweglichen Schriftzeichenstempeln. Gängigerweise verwendet man in der heutigen Geschichtswissenschaft das runde Jahr 1500 als Beginn.

de.wikipedia.org/wiki/Neuzeit

Für das Mittelalter gibt es keine genaue Definition, da sich die Kulturen in Europa in einem ganz unterschiedlichen Tempo entwickelten. Weit gefasst kann man sagen, dass es etwa ein Jahrtausend, also von 500 – 1500 andauerte. Das Leben war geprägt vom byzantinischen Kaiserreich im Osten, vom lateinisch-römischen Katholizismus im Westen und vom islamischen Kulturraum in Spanien und Nordafrika. Der Übergang von Antike zu Mittelalter lässt sich an der großen Völkerwanderung ab dem 4. Jahrhundert festmachen. Mittelalter kann man an Politik, Wirtschaft und auch Religion einzeln und anders definieren. Wichtige Neuerungen oder Erfindungen bilden hierbei die Schnittmarken. Den fließenden Übergang von Mittelalter zu Neuzeit markiert zum Beispiel:

Die Erfindung des Buchdrucks 1453

Aufkommen von Renaissance

Aufkommen von Humanismus

Entdeckung Amerikas 1492

Reformation 1517

30-jähriger Krieg 1618 (extrem spät)

Du könntest über die Definition der beiden Begriffe zu ihrer jeweiligen Andersartigkeit, ihrer Abgrenzung kommen. Hier ein Link zum Mittelalter, nein nicht aus WIKI, der steht ja schon da

http://www.mittelalter-server.de/mittelalter/Beginn-Mitellalter.htm

Dann gehe in den folgenden Text zur Neuzeit, in dem der Wandel von einer Epoche zur anderen charakteriesiert wir. Dann müßte es eigentlich rund sein.

Der Wandel vom Mittelalter zur Neuzeit [Bearbeiten] Gesellschaft [Bearbeiten] Die Zugehörigkeit zu einem Nationalstaat und das Leben in seinen Grenzen sind in der Frühen Neuzeit nicht das zentrale Kriterium der Unterscheidung unter den Menschen. Als rechtlicher und sozialer Deutungsrahmen gilt die Ständeordnung, die bis zur Französischen Revolution existiert hat. Sie teilte Menschen in drei Gruppen mit unterschiedlichen Funktionen ein. Diese sind der Klerus, der Adel und die Bauern. Diese Vorstellung, das Grundprinzip der Verfassung- und Rechtsverhältnisse sei eine gottgewollte Dreiteilung der Menschen, hat sich im Laufe des Mittelalters herausgebildet. Doch sind in dem Übergangzeitraum vom Mittelalter zur Neuzeit, bis ins 18. Jahrhundert hinein, eine Reihe von Veränderungen eingetreten. Zu Anfang der Frühen Neuzeit ist mit dem Begriff "Stand" eine sich oft überschneidende und im Laufe des Lebens verändernde Zugehörigkeit zu verschiedenen Gruppen gemeint (Altersgruppe, Lebensform, Minderheiten usw.).

Auch das Leben auf dem Land veränderte sich grundlegend. Während im Mittelalter noch der Grundherr die zentrale Rolle auf dem Land erfüllte, wurden gegen Ende des Mittelalters diese Rolle mehr und mehr von der dörflichen Gemeinde übernommen. An die Stelle des komplizierten Systems von Abhängigkeiten zwischen Herr und Knecht traten die Familien und Haushalte, die ihre Angelegenheiten weitgehend selbstständig regelten.

Auch verlagerten sich langsam die Machtstrukturen. Während im Mittelalter die Höfe die Zentren für die administrativen Aktivitäten der zahlreichen Adeligen Herren darstellten, verlagerte sich in der Frühen Neuzeit die Macht auf wenige, meist städtische Orte. Es entstanden neue bürokratische Institutionen. Ein typisches Phänomen der Neuzeit ist auch der starke Anstieg der Stadtbevölkerung. Begünstigt durch den expandierenden Handel mit der Neuen Welt, entwickelten sich in den Küstenregionen große Wirtschaftsmetropolen, die die Menschen in großen Massen anzogen. Aus diesem Trend resultierten auch viele neue Gewerbezweige, die meist aus der Spezialisierung bereits vorhandener Handwerkerberufe hervorgingen. So entstanden z.B. neben dem traditionellen Bäcker von Brot, auch Bäcker von Kuchen, Zuckerwerk, Oblaten, oder Pasteten. Nicht alle Einwohner der Städte erfüllten aber die Bedingungen für den Bürgerstatus, was für die Neuzeit größtenteils als typisches Phänomen bezeichnet werden kann. Typisch für die neuzeitliche Stadt ist auch eine abgestufte Ordnung der Einwohner mit verschiedenen rechtlichen Ansprüchen und Pflichten. So verfügte die Mehrheit der Stadtbewohner nur über eine begrenzte Partizipation am Bürgerstatus. Ein weiteres Phänomen im Zuge des Bevölkerungswachstums ist das soziale Gefälle innerhalb der Städte. Je größer eine Stadt war, desto erheblicher waren auch die sozialen Differenzen. Aus Wiki Link Neuzeit.

Aber der LINK ist als ganzes zu empfehlen, denn er hat noch einige Unterpunkte.

Wegen der großen Unterschiede im Denken, der Entwicklung der Technik, des Bauwesens, dem Zeitalter der Entdeckungen usw.

irgendwann hat man das festgelgt.

bei solchen sachen nach dem warum zu fragen, ergibt keinen sinn

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