Wieso sind Menschen heutzutage gläubig ( ernst gemeint )?

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Sollte man sich vielleicht nicht erstmal fragen, wie der Glaube an einem Gott überhaupt entstanden ist . War dies vielleicht Unwissenheit und Angst ? Frühe Zivilisationen mußten sich irgendwelche Naturphänomene ( Gewitter , Stürme , Hagel , Überschwemmungen ) erklären . Nichts war naheliegender, das dort oben jemand ist, der über uns erzürnt ist . Eine Vielzahl von Göttern war das Ergebnis ( siehe die griechische oder ägytische Mythologie ) . Heute wissen wir es natürlich besser, da wir eine wissenschaftliche Erklärung für alles haben oder finden . Ich denke das früher bewußt die normale Bevölkerung der Bildung ferngehalten wurde und nicht Lesen oder Rechnen lernen konnten, denn nur wer dumm ist läßt sich leicht lenken und mißbrauchen . Wer sollte sonst für die Obrigkeit gehorsam arbeiten und seinen Zehnten abgeben wenn nicht das dumme Volk ? Die Kirche ist darüber hinaus bis heute sehr reich geworden . Aber wer hat diesen Reichtum im Laufe der Zeit erwirtschaftet ? Bestimmt nicht die Päpste oder Bischöfe ! Wer die Geschichte kennt weiß wieviele Kriege im Name des Glaubens oder Gott geführt wurden ( 10. und 11. Jhd Eroberung der Heiligen Stadt )  und wie viele gläubige Christen und Muslime dabei ihr Leben gelassen haben . Auch heute habe wir diese Probleme noch nicht bewältigt ! Wieviele Länder gibt es noch, in denen Bildung und Toleranz eine untergeordnete Rolle spielen und dafür die Religion an erster Stelle steht . Die westliche Welt ist dort einen Schritt weiter, obwohl die Kirche ihre Geschichte noch lange nicht aufgearbeitet hat . Abschließend kann ich nur sagen das jeder glauben soll woran er möchte aber dabei immer objektiv , tolerant und weltoffen sein sollte . Jede Religion sollte die andere repektieren und nicht in Frage stellen . Wir sollten doch nach über 2000 Jahren, dazu in der Lage sein friedlich neben einander zu leben und nicht Gott ( den es bestimmt nicht gibt, denn würde es ihn geben würde unsere Welt anders aussehen ) dafür zu mißbrauchen, um in den Krieg zu ziehen . Das sollten wir hinter uns haben , wenn nicht dann sind wir ebend Dumm !!!

Es geht um die Suche nach der Wahrheit und die Beantwortung der Fragen, die sich die meisten Menschen im Leben irgendwann einmal stellen: Was ist der wirkliche Sinn und die tiefere Bedeutung unserer Existenz? Wo kommen wir her und wo werden wir einmal nach unserem Tod sein? Was müssen wir gegebenenfalls tun oder glauben, um an einen besseren Ort (Himmel, Paradies) zu gelangen?

Die Antworten auf diese und auf andere Frage habe ich persönlich in der Bibel gefunden, die für mich das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21).

Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Einige Gründe dafür werden z. B. hier aufgeführt: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Diese Frage läßt sich sehr gut aus sonstigem Alltagsgeschehen heraus beantworten, noch besser mit entsprechenden Fragesätzen:

Warum glauben die Menschen den Politikern, obwohl sie doch wissen, daß sie immer wieder nur belogen werden?

Warum glauben viele Menschen an Gespenster?

Warum fallen viele Frauen auf Heiratsschwindler herein?

Die Liste solcher Fragen ließe sich endlos fortsetzen. Tatsache ist aber, daß es für Menschen keine echte Wahrheit gibt, sondern daß alles vermeintlich Wahre nur deshalb als wahr gilt, weil Menschen glauben, daß es so sei (so lange, bis sich etwas anderes heraus stellt).

Was wir überall mühelos beobachten können, ist, daß auch jedweder Unsinn von einer Mehrzahl Menschen geglaubt wird, wenn er nur mit ausreichend vielen verwirrenden Argumenten ausgestattet wird, durch die man (meist infolge eigener Bequemlichkeit) nicht mehr hindurch blicken kann. Auch die Abzock-Methoden in weiten Bereichen der Medizin sind ein gutes Beispiel dafür.

Warum also sollten Menschen nicht mehr an religiöse Dinge glauben, wo es doch genau dort vor allem Urängste betrifft (den Tod und das, was möglicherweise danach kommt)? Zugleich ist es wohl nicht abstreitbar, daß es einen logischen zwingenden Grund dafür geben muß, daß überhaupt etwas existiert und nicht einfach nur "nichts". Wenn wir diesen Grund Gott nennen, dann ist das ja nicht verkehrt.

Alles weitere beruht natürlich auf nur wenigen Erkenntnissen und auf einem riesigen Berg an wilder Spekulation. Doch es ist ja gerade die Spekulation, durch die Menschen erst befähigt werden, sich vorstellen zu können, daß es noch mehr gibt und noch mehr möglich wird, als das, was man bisher erreicht hat. Ausrutscher, dazu auch äußerst kräftige, sind dabei ganz normal, denn jeder richtigen Lösung (z. B. 1+1=2) stehen unendlich viele falsche Lösungen gegenüber.

Die Eingangsfrage hätte ich etwas anders formuliert, und zwar "Warum glauben Menschen an das, was Religionsgemeinschaften behaupten?". Denn auch der Umstand, daß man den Grund dafür, daß es überhaupt etwas gibt, mit "Gott" bezeichnen kann, ist etwas völlig anderes als das, was andere möglicherweise dem noch hinzu spekulieren.

Eine andere Sache ist das Ritual, wie wir es in allen Religionen auf die eine oder andere Weise finden. Auch Gebete sind Rituale, und die Methode (hinknien, Hände falten oder anderes) gehört zum Ritual. Warum tun Menschen das? Meine Antwort darauf ist, daß Menschen es tun, weil sie keine höhere Macht über sich dulden und stattdessen alles nur erdenkliche versuchen, um die geglaubte höhere Macht in ihrem Sinne zu modifizieren, quasi nichts wesentlich anderes als die quacksalbernde Zauberei früherer Jahrhunderte, wo man auch versuchte, sich geglaubte mächtige Geister mit besonderen Methoden zu Willen machen zu können.

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