Wieso sind manche Pädophil?

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18 Antworten

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In menschlichen Gehirnen wird ein Botenstoff produziert, der sexuelles Verlangen beim Anblick eines geschlechtsreifen Partners steigert, und beim Anblick eines nicht-geschlechtsreifen Kindes reduziert. Pädophile haben von Geburt an eine andere Gehirnchemie, die diesen Vorgang genau umkehrt.

Diese Menschen suchen sich das also nicht aus, sondern es ist eine Laune der Natur.

Seit man vor wenigen Jahren Gehirnscans an Pädophilen durchgeführt hat, ist man dieser Meinung. Aber es wird weiter geforscht ...

Es gibt auch Leute die mögen Milka-Schokolade. Das ist genauso eine Verletzung des guten Geschmacks und trotzdem kommt es vor.

Menschen können sich nicht aussuchen wie sie sind oder was sie mögen. Und für die, die es nicht mögen ist es oft schwer nachvollziehbar.

Man weiss es eben noch nicht. Bis jetzt gab es nur zwei psychologische Erklärungen, die beide nicht zu befriedigen vermochten. Die eine sah die Ursache in einer frühkindlichen Komplikation (überstrenger Vater, vor dem das Kind Angst hat), die andere vermutete eine nachhaltige Prägung (Konditionierung) Im Kindesalter aufgrund i eines sexuell eingefärbten Erlebnisses mit einem anderen Kind.

Seit ein paar Jahren versucht die Neurobiologie an das Phänomen heranzukommen. Mit Hilfe neuer bildgebender Verfahren (funktionale Magnetresonanztomografie) versucht man, anomal grosse oder kleine Hirnteile zu orten, welche einen vorzeitigen Entwicklungsstopp bei der psychosexuellen Entwicklung erklären könnten, oder die erklären könnten, warum manche ihren Impulsen einfach nachgeben, ohne ethische Bedenken (was allerdings nur den Unterschied zwischen pädosexuell aktiven und inaktiven Pàdophilen erklären würde).. Man glaubt, bestimmte Beobachtungen gemacht zu haben, die weiter führen könnten, doch ist alles noch sehr unsicher.

Es gibt auch Studien, die ziemlich starke Hinweise auf eine genetische Bedingtheit erbracht haben. Das müsste allerdings nicht unbedingt heissen, dass es ein Gen gibt, welches Pädophilie verursacht. Es könnte sich auch um eine ganze Kombination von Genen handeln, und sie könnten auch nur eine Prädisposition bewirken, so dass die Betroffenen *eher", aber eben nur eher, nicht unbedingt, sich pädophil entwickeln.

Wie hier einige richtig sagen, wird der kleinere Teil aller pädophil Veranlagten je in ihrem Leben in dieser Richtung sexuell aktiv. Manche suchen nur die Nähe von Kindern, verlieben sich vielleicht auch in sie, meistens natürlich tragisch, andere gehen Kindern bewusst aus dem Weg.

Tatsache ist auch, dass nur der kleinere Teil aller sexuellen Uebergriffe auf Kinder durch Pädophile verübt wird, was die Wut und den Hass auf Pädophile, der auch hier bei einigen zum Ausdruck kommt, vollends irrational werden lässt. Für manche ist ein Kind einfach ein ebenso gutes sexuelles Ziel wie ein Erwachsener, oder dann ein nicht schlechter Ersatz für einen solchen. 

Was auch nicht gern eingestanden wird vom Volk: ein sehr grosser Teil aller Uebergriffe (die ja meistens im Familienverband geschehen) erfolgt im Zusammenhang mit Alkohol.

 

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