Wieso sind gebildete Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit Atheisten als ungebildete?

28 Antworten

Das klingt zwar ersteinmal komisch, ABER:

Gebildete Leute können häufig mit einem "Wissen wir aktuell nicht!" aber vor allem mit einem "Können wir nicht wissen!" besser umgehen und müssen sich nicht selbst belügen, um handlungsfähig zu bleiben.

Die Grenzen unserer Erkenntnismöglichkeiten zu kennen ist wichtig, um nicht jeder Behauptung oder Vermutung gleich viel Gewicht zu geben. Das erreicht man nur durch Bildung.

Religionen stellen viele unmögliche, widersprüchliche und manchmal auch menschenverachtende Behauptungen auf. Das ist mit einem hohen Bildungsgrad und dem generellen Anspruch, es genau wissen zu wollen, nicht zu vereinbaren.

Gebildete Menschen sind in der Lage komplexere Situationen mit Verstand zu erfassen und planend nachvollziehbar zu handeln und sich auch der Kritik ihres Handelns zu stellen.

Komplexe Situationen begenget man im Glauben eher mit Allgemeinplätzen ohne sie tatsächlich im Detail zu durchdenken. Dadurch werden Handlungen schwer nachvollziehbar und "gottgewollte" Situationen sind am Ende außerhalb jeglicher Kritik.

Dadurch, dass wir heutzutage wesentlich weniger Willkür haben, zeigt, dass wir in einer Gesellschaft eher rationale und nachvollziehbare Entscheidungen treffen und schon ein Großteil irrationaler Überzeugungen abgelegt haben. Ohne religiöse Einflusse funktioniert die Gesellschaft besser. Das wissen auch Gläubige unbewusst, indem sie in ihren tagtäglich Tätigkeiten rationale Entscheidungen treffen und ihre Bildung nutzen eine humanere Gesellschaft zu formen.

Letzendlich bleiben nur noch die ultimativen Fragen offen: Woher kommen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Wohin gehen wir? Und diese wird Religion nur mit haltlosen Behauptungen und Bildung mit "Können wir nicht wissen!" beantworten.

Mit steigender "naturwissenschaftlicher" Bildung erkennt man, dass Götter nicht benötigt werden um sich die Ursprünge des Universums, des Planeten, des Lebens oder der Arten zu erklären. Zudem erkennt man, dass die diversen naturwissenschaftlichen Behauptungen der Religionen, z.B. deren Schöpfungymthen, nichts mit der Realität zu tun haben. 

Mit entsprechendem historischer Bildung erkennt man zudem wie Religionen entstanden sind, als Produkt menschlicher Politik und menschlicher Fantasie, einfache kulturgeschichtliche Phänomene. 

Dennoch kann ein gebildeter Mensch natürlich an einen oder mehrere Götter glauben, schließlich hat jeder den einen oder anderen (Aber-)Glauben, sei es ein Glücksbringer, gewisse Handlungen oder eben ein Gott...aber es ist schlicht nicht mehr notwendig. 

Zudem sind gebildete Menschen auch seltener von existenziellen Ängsten bedroht, kämpfen seltener mit Armut oder Hunger. Sie sind daher weniger auf "Hilfe" einer höheren Macht angewiesen. 

https://www.google.at/amp/s/www.psychologytoday.com/blog/the-human-beast/201402/why-are-educated-people-more-likely-be-atheists%3famp

Mit steigender "naturwissenschaftlicher" Bildung erkennt man, dass
Götter nicht benötigt werden um sich die Ursprünge des Universums, des
Planeten, des Lebens oder der Arten zu erklären.

Die Wissenschaft und der Glaube wollen nicht die selbe Frage beantworten. Während die Wissenschaft versucht das "Wie?" zu klären, gibt der Glaube Antwort auf das "Warum?".

Niemals wird Glaube oder Wissenschaft Antwort auf die jeweils andere Frage geben.

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@Finsterladen

Die Antwort auf das "warum" ist schlicht dass es keinen Grund gibt. Auch wenn manche dies nicht wahrhaben wollen ;)

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@Finsterladen




Niemals wird Glaube oder Wissenschaft Antwort auf die jeweils andere Frage geben.

Ständig gibt zumindest mein anerzogener Glaube- der katholische- implizit Antworten auf wissenschaftliche Fragen. z.B. ob Jungfrauen Kinder gebären, ob Gott das Universum erschaffen hat, ob Menschenkörper den Tod überleben, ob es eine "Ursünde" gibt usw usf. 

Die Antworten sind allesamt blamabel dumm und falsch. Teilweise so außerordentlich dumm, dass man keine Wissenschaft zu ihrer Klärung braucht, sondern nur gesunden Menschenverstand.


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Definiere erst einmal, was du unter Atheismus verstehst. Oder wirfst du Atheisten und Agnostiker in einen Topf.

Kannst du irgend eine seriöse Statistik für deine Behauptung nachreichen.

Nach meinen Bobachtungen liegst du völlig falsch, denn viele große Denker und Nobelpreisträger sind/waren Agnostiker oder Theisten.

Es war ein großer deutscher Physiker , der einmal sagte, zuerst ist man ein Atheist aber je tiefer man in den Brunnen der Erkenntnis steigt, umso mehr glaubt man an Gott.

Auch Albert Einstein war kein Atheist obwohl er die kanonisierte Religion ablehnte.

Warum machen Atheisten sich über Christen Lustig? Ist Jesus vielleicht doch kein normaler Mensch gewesen , sondern Gott?

Warum Gibt es sehr viele Atheisten die sich darüber Lustig machen das es Milliarden von Menschen Gibt die an den Herrn Jesus Christus glauben ? Christen könnten sich doch auch Lustig darüber machen das Atheisten glauben das, das Universum von nichts entstand. Atheisten glauben das die Erde durch einen Knall entstanden ist , ich finde es lustiger als an einem Jesus zu glauben . Denn Jesus Christus ist bekannt , heute noch glauben Milliarden Menschen an ihm , man feiert seine Feiertage (Weihnachten , Ostern, etc , Sonntag ) selbst Millionen von Atheisten feiern es . Welcher Mensch auf dieser Erde hat es geschaft so berühmt zu werden wie der Herr Jesus Christus ? Ist der Herr Jesus Christus vielleicht doch kein "normaler" Mensch gewesen?

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