Wieso sind früher so viele "Wunder" passiert und heute passieren überhaubt keine mehr?

28 Antworten

Das was du nennst, sind religiöse Legenden und keineswegs wissenschaftlich bewiesene, oder auch nur historisch reale Ereignisse.

Diese angeblichen "Wunder" haben in der dramatisch geschilderten Form vermutlich niemals stattgefunden.

Außerdem ließen sich für einige dieser "Wunder" auch recht einfache, logische Erklärungen konstruieren.

Womöglich war der geheilte "Blinde" gar nicht wirklich dauerhaft sehbehindert, sondern hatte lediglich eine heftige Bindehautentzündung oder dergleichen. Ein paar mal Salbe auftragen könnte bereits als Behandlung ausgereicht haben.

Die angebliche "Teilung" eines Meeres kann auch einfach auf Kenntnisse eines sicheren Weges durch sumpfiges Gelände zurückzuführen gewesen sein. Ortsunkundige wären demnach im Schlamm stecken geblieben.

Diese Erklärungen mögen konstruiert wirken, sind aber dennoch plausibler als die religiöse Vorstellung eines übernatürlichen Wesens.

Auch, dass diese Geschichten lediglich Gleichnisse sind, und zB die "Blindheit" gegenüber der religiösen Lehre ausdrücken soll, ist plausibler.

Was Gespräche mit Gottheiten angeht, so gibt es auch heute noch Menschen, die davon überzeugt sind, Gottes Stimme zu hören.

Gerade Fall von indigenen Völkern, aber auch bei modernen Kulten, meinen einige Menschen sogar zeitweise von einer Gottheit besessen, oder das Gefäß des heiligen Geistes zu sein.

Ich habe einmal folgendes Zitat aufgeschnappt:

"Warum gibt es heute keine Propheten mehr?" - "Weil es Psychopharmaka gibt"

Tatsächlich würden überzogen agierende Religionsstifter heutzutage vermutlich in Psychiatrien landen, wenn sie die öffentliche Ordnung stören.

Früher kreuzigte man, heute gibt man Haloperidol.

Die Zeiten ändern sich.

Das hält aber natürlich gläubige Menschen nicht davon ab, dennoch an die Wahrheit ihrer Religion, oder sogar buchstabengetreu an den Inhalt dieser Erzählungen zu glauben.

Das hält aber natürlich gläubige Menschen nicht davon ab, dennoch an die Wahrheit ihrer Religion, oder sogar buchstabengetreu an den Inhalt dieser Erzählungen zu glauben.

Logischer Fehler: Nicht jeder gläubige Mensch hat etwas mit Religion zu tun...

Gruß Fantho

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@LetalisAffectus

Dann definiere mir Deine Ansicht von 'Religion' - vielleicht kommen wir dann zusammen...

Auf jeden Fall nicht in der Weise, wie Enzylexikon dies in den Kontext stellte...

Gruß Fantho

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@Fantho

Dann definiere mir Deine Ansicht von 'Religion'

Warum "seine", es würde doch schon die offizielle Definition ausreichen.

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Man müsste erst einmal festlegen, was denn als "Wunder" gelten soll.

Sicher nicht die suggestiven Tricks aller möglichen "Zauberer", besser Illusionisten, die aber durchaus sehr unterhaltsam sein können.

Schwer erklärbare Vorkommnisse, insbesondere unwahrscheinliches Zusammentreffen von Ereignissen: Da gibt es schon einiges, wobei man immer den Vorbehalt haben muss, dass diese evtl. nicht allen Naturgesetzen widersprechen, sondern dass wir immer noch nicht alle Naturgesetze kennen (geschweige denn, verstanden haben).

Für einige "Wunder" aus der Bibel gibt es glaubwürdige Erklärungen (z.B. Teilen des Meeres, Manna, Schlagen von Wasser aus Felsen, usw.)

Medizinisch ganz unerklärliche Heilungen, auch Spontanheilungen, gibt es noch heute, auch ohne erkennbaren religiösen Zusammenhang. Es gibt immer noch Unfälle, bei denen Opfer "wie durch ein Wunder" nahezu unverletzt bleiben.

Spontanerhörungen in wichtigen Dingen habe ich einige Male in meinem Leben erfahren. Die könnte man aber durch "Zufall" wegerklären.

"Wunder" gibt es also noch heute. Wunder entgegen den Naturgesetzen sollten uns aber weniger wichtig sein, als die Wunder _durch_ die Naturgesetze. Auch Gotteserfahrung kann man weniger durch übernatürliche Wunder erwarten als auf das Beachten der kleinen Wunder im Alltag.

Ich denke, in den Mahatma-Briefen findet sich der Hinweis, dass das Bewirken von "Wundern" nicht mehr zulässig ist. Die Menschen sollen durch eigenes Nachdenken und Argumente von der Wahrheit überzeugt werden und nicht durch Wunder, da ein Wunder per se dazu zwingt, etwas zu glauben. Wenn z.B. jemand mit eigenen Augen sieht, wie jemand über das Wasser geht, wird er das nicht abstreiten können, zugleich übersteigt es aber sein Verständnis.

Als Beispiel wird in den Mahatma-Briefen glaube ich angeführt, dass wenn man die Zeitung von morgen heute erscheinen lassen würde, die Leute diesen Menschen eher umbringen würden als dass es für ihre weitere Existenz etwas vernünftiges bringen würde. Stimmt ja auch. Abgesehen davon glaube ich dass auch heute genug Wunder passieren, aber wer würds schon glauben wenn er es nicht mit eigenen Augen sieht?

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