Wieso sind Freibeträge bei Erbschaft und Schenkung unter Ehepartnern höher als bei Kindern?

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6 Antworten

Der Gesetzgeber geht davon aus das  Vermögen gemeinsam erarbeitet wurde.
Selbst wenn ein Ehepartner  reich in die Ehe kommt, wird das vorherige Vermögen, bei einer Scheidung auch den Altvermögen bei jedem Ehepartner belassen.
Bei einer Scheidung  wird nur das Vermögen gerechnet, was zur Zeit der Ehe hinzuverdient hat.
Deshalb auch das Vermögen geht irgendwie an die Kinder.. 

Der Gesetzgeber geht immer den Weg des Durchschnitts.
zur Zeit des Inkrafttretens.

Deshalb auch die Unterschiede beim Erben.

Es gibt im Vermögen wie im Erbrecht so wie im Scheidungsrecht dauernd Ausnahmeregeln.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914

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Normalerweise kann man ja davon ausgehen, dass Ehepartner ihr Vermögen gemeinsam erarbeitet haben. Wobei das "Rücken freihalten" ja auch zählt.

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Kommentar von Franz577
21.02.2017, 08:17

Das mag sein, ist aber sicher nicht in allen Fällen so (z.B. wenn einer der Ehepartner aus einer reicheren Familie stammt).

Wenn es dann mal zu einem Zerwürfnis der Ehepartner kommen sollte und noch gemeinsame Kinder vorhanden sind, dann will man ja sein Geld lieber bei den eigenen Kindern als beim Ehepartner sehen, oder?

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Welcher Gedanke liegt hier also zugrunde?

Der der wechselseitigen Unterhaltsverpflichtung, die bei Kindern mit Volljährigkeit und eigener Erwerbsverpflichtung endet, bei Ehegatten aber lebenslänglich verbleibt.

Deshalb ist der Versorgungsfreibetrag zentral bei den Berechnung der Steuerlast und der Freibetrag bei Unverheirateten oder entfernten verwandten so auffallend niedrig.

G imager761

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Kommentar von Franz577
01.03.2017, 09:41

Ok, aber seit wann gibt es eine "Erwerbsverpflichtung"? Niemand ist doch verpflichtet, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

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Warum?

In der vom Gesetzgeber angenommenen Standardfamilie gibt es nur einen Ehepartner, jedoch mehrere Kinder.

Damit ist allein unter dem Gesichtspunkt der Steuergerechtigkeit ein Absenken des Freibetrages sinnvoll sonst kommt es ja praktisch nie zur Erbschaftssteuer.



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die kinder haben in den wenigsten fällen was für das vermögen der eltern getan, der ehepartner schon

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Kommentar von Franz577
21.02.2017, 08:15

Darum geht es ja nicht. Aber Eltern wollen ja in aller Regel das Beste für ihre Kinder und wenn große Vermögenswerte vorhanden sind, dann macht es ja Sinn, zumindest einen Teil davon schon zu Lebzeiten auf die Kinder zu übertragen, um Steuern zu sparen, die bei einer späteren Erbschaft anfallen würden.

Daher sollte es zumindest innerhalb des engsten Familienkreises keine Unterschiede beim Freibetrag geben.

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Dem Ehegatten wird angerechnet, dass er den Haushalt der Eheleute aufrecht erhalten können soll.

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