Wieso sind die Menschen in Osteuropa vorwiegend gegen die Flüchtlinge und die Westeuropäer dafür?

13 Antworten

Guten Abend,

Da ist der finanzielle Aspekt, der am ehesten einleuchtet: Selbst wenn es viele Kriegsflüchtlinge sind und nur wenige „Wirtschaftsflüchtlinge“, die nach Europa kommen - wer schlägt schon ein finanziell besseres Auskommen aus? Die Osteuropäer haben aber nicht die Wirtschaftskraft, um jedem Flüchtling ein solches Taschengeld zu zahlen, wie Deutschland das kann.

Der zweite Aspekt: Viele Flüchtlinge sehen in Deutschland eine weit bessere berufliche Perspektive als in Osteuropa. Die Slowakei beispielsweise boomt zwar, aber nur in Bratislava. Es gibt auch Gegenden des Landes, in denen die Arbeitslosenrate bei 30 und mehr Prozent liegt. Sollte ein großer Teil der Flüchtlinge früher oder später von Sozialleistungen der osteuropäischen Staaten abhängig werden, könnten sie zum einen davon kaum leben und würden dennoch diese Staaten überfordern.

Dritter Aspekt: Tschechiens Innenminister fragt zurecht, ob die EU die für Osteuropa ausgewürfelten Menschen aus Syrien „mit Gewalt“ in diese Länder schaffen wolle. Da die wenigsten dorthin wollen, würden sie entweder nach einer Nacht Schlaf sofort wieder versuchen, nach Deutschland zu kommen.

Und schließlich viertens: Solange nicht die EU-Außengrenzen dicht sind, wird eine Quotenregelung nur eine zusätzliche Sogwirkung auf potentiell Fluchtwillige ausüben, sagen die Osteuropäer.

Dass die wenigsten Schutzsuchenden Unterschlupf in Osteuropa suchen, hat auch sehr viel mit der Stimmung dort gegen sie zu tun, die bisweilen hysterisch ist.

Dennoch: Ängste darf man nicht unterschätzen, auch wenn sie mitunter seltsame Blüten treiben. 

Ich hoffe ich konnte helfen und meine Antwort war hilfreich für dich. Ich wünsche noch einen schönen Abend

Liebe Grüße

Wissensdurst84

Es sind ein Bündel von Gründen, der wichtigste ist wohl der Umgang im Ton mit den osteuropäischen Nachbarn. Diese Staaten sind sehr empfindlich bei Bevormundungen und das machte die Kanzlerin, die Presse, die öffentliche Meinung.

Die Ereignisse von Köln, Hamburg, Stuttgart und Weil am Rhein lässt die Argumente der Ablehnung nur noch steigen. Vergessen wird dabei nicht, dass die Vorkommnisse in der Sylvesternacht nur durch die unfähige Kanzlerinpolitik erst möglich wurde. Wie kann man unregistriert tausende von jungen Männer einreisen lassen, die einem ganz anderen Kulturkreis angehören. Gewarnt hat davor öffentlich in einer Talkshow der Vorsitzende des Zentralrat der Juden im Herbst letzten Jahres und er wurde dafür niedergemacht.

Jetzt versucht man es mit Erpressung, einfrieren der EU-Gelder. Ich glaube nicht das dies ein guter Weg ist, denn der Schuss kann leicht nach hinten losgehen und sehr viel Porzellan zerstören.

"Westeuropäer" sind nicht dafür.

Es handelt sich hauptsächlich nur um Deutschland, und dabei federführend um die Politik.

Die Osteuropäer haben gegenüber dem Islam Vorbehalte, da Osteuropa nicht nur eine negative Ansicht über den Islam hat, sondern auch mit islamischen Expansionsversuchen in Berührung kamen.

Der komplette Balkan hatte zum Beispiel gelitten, und in russischen Teilrepubliken gibt es auch laufend Probleme. 

Naja, Serbien ist eher Russenfreundlich, genauso wie Mazedonien. Trotzdem wollen die keine Flüchtlinge.

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