Wieso sind die Menschen in Osteuropa vorwiegend gegen die Flüchtlinge und die Westeuropäer dafür?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Es sind ein Bündel von Gründen, der wichtigste ist wohl der Umgang im Ton mit den osteuropäischen Nachbarn. Diese Staaten sind sehr empfindlich bei Bevormundungen und das machte die Kanzlerin, die Presse, die öffentliche Meinung.

Die Ereignisse von Köln, Hamburg, Stuttgart und Weil am Rhein lässt die Argumente der Ablehnung nur noch steigen. Vergessen wird dabei nicht, dass die Vorkommnisse in der Sylvesternacht nur durch die unfähige Kanzlerinpolitik erst möglich wurde. Wie kann man unregistriert tausende von jungen Männer einreisen lassen, die einem ganz anderen Kulturkreis angehören. Gewarnt hat davor öffentlich in einer Talkshow der Vorsitzende des Zentralrat der Juden im Herbst letzten Jahres und er wurde dafür niedergemacht.

Jetzt versucht man es mit Erpressung, einfrieren der EU-Gelder. Ich glaube nicht das dies ein guter Weg ist, denn der Schuss kann leicht nach hinten losgehen und sehr viel Porzellan zerstören.

Guten Abend,

Da ist der finanzielle Aspekt, der am ehesten einleuchtet: Selbst wenn es viele Kriegsflüchtlinge sind und nur wenige „Wirtschaftsflüchtlinge“, die nach Europa kommen - wer schlägt schon ein finanziell besseres Auskommen aus? Die Osteuropäer haben aber nicht die Wirtschaftskraft, um jedem Flüchtling ein solches Taschengeld zu zahlen, wie Deutschland das kann.

Der zweite Aspekt: Viele Flüchtlinge sehen in Deutschland eine weit bessere berufliche Perspektive als in Osteuropa. Die Slowakei beispielsweise boomt zwar, aber nur in Bratislava. Es gibt auch Gegenden des Landes, in denen die Arbeitslosenrate bei 30 und mehr Prozent liegt. Sollte ein großer Teil der Flüchtlinge früher oder später von Sozialleistungen der osteuropäischen Staaten abhängig werden, könnten sie zum einen davon kaum leben und würden dennoch diese Staaten überfordern.

Dritter Aspekt: Tschechiens Innenminister fragt zurecht, ob die EU die für Osteuropa ausgewürfelten Menschen aus Syrien „mit Gewalt“ in diese Länder schaffen wolle. Da die wenigsten dorthin wollen, würden sie entweder nach einer Nacht Schlaf sofort wieder versuchen, nach Deutschland zu kommen.

Und schließlich viertens: Solange nicht die EU-Außengrenzen dicht sind, wird eine Quotenregelung nur eine zusätzliche Sogwirkung auf potentiell Fluchtwillige ausüben, sagen die Osteuropäer.

Dass die wenigsten Schutzsuchenden Unterschlupf in Osteuropa suchen, hat auch sehr viel mit der Stimmung dort gegen sie zu tun, die bisweilen hysterisch ist.

Dennoch: Ängste darf man nicht unterschätzen, auch wenn sie mitunter seltsame Blüten treiben. 

Ich hoffe ich konnte helfen und meine Antwort war hilfreich für dich. Ich wünsche noch einen schönen Abend

Liebe Grüße

Wissensdurst84

Die Menschen in Osteuropa haben aus der geschichte heraus einfach bereits schlechte erfahrungen mit Migration in derartiger größenordnung gemacht.

Ausserdem in diesen konkreten fall ist es nicht "Westeuropa" sondern primär Deutschland

Kommentar von Gugu77
09.01.2016, 00:20

Sie haben kaum Erfahrung mit größeren Migrationsströmen...

0

Die Westeuropäer sind nicht "dafür". Kein Staat außer Merkel-Deutschland öffnet die Grenzen für unbegrenzte Massen von unbekannten Einreisenden. Schweden, Dänemark, Norwegen haben dicht gemacht, Niederlande schiebt nach 48 Stunden ab, Frankreich nimmt so gut wie keine auf, GB sperrt den Tunnel, Italien winkt nur durch nach Deutschland. Merkel ist ganz isoliert. Alle halten sie für irr.

Kommentar von silverblue1
09.01.2016, 09:52

Auch Donald Trump hält sie für geisteskrank.

0

Stimmt zwar so pauschal nicht, aber erstens sind die Ostländer wesentlich ärmer als der Westen und zweitens nicht so "durchmischt" wie westliche Länder, also keine Multikultiländer

Die haben halt genug mit den eigenen Problemen zu tun und holen sich ungern neue ins Land

Und es sind eher die Regierungen als "die Menschen"

Kommentar von FooBar1
08.01.2016, 21:40

England ist ein reiches und durchmischtes volk. Trotzdem nehmen sie keine und verstecken sich

1

Die Menschen im Osten und Westen sind gleich gastfreundlich. Aber die Flüchtlinge wollen nicht im Osten bleiben, sie zieht es in den Westen, ins vermeintliche Schlaraffenland Deutschland.

Weil Regierungen und Teile der dortigen Bevölkerung noch nicht verstanden haben, das alle Mitgliedsstaaten des geeinigten Europas die GMK  + die der EU einzuhalten haben..

weil die die Tragweite ihrer unsolidarischen Haltung nicht einschätzen können,  halt politische Hinterwäldler sind..denn aktuell wird ja schon  z.Bsp. in England darüber diskutiert  EU- Bürgern die Arbeitsaufnahme usw. zu erschweren.. evtl. findet das ja mehrheitlichen Zuspruch in der EU , das könnte dazu führen d. z. Bsp. auch die BRD dem folgt .. und beim Bsp.  Polen ,die mit der höchsten Gastarbeiterzahl hier, nur unter erschwerten Bedingungen eine Arbeitserlaubnis  ausgestellt wird..

 oder das alle EU- Förderungsmittel auf Eis gelegt werden..

oder sonstige Vergünstigen zurück genommen werden..

bis hin das der ein oder andere Staat die EU- Mitgliedschaft verliert.. was rechtlich machbar ist..

Kommentar von Gugu77
09.01.2016, 11:44

Richtig. Die PiS in Polen ist antieuropäisch und wettert gegen Deutschland. Wenn aber tatsächlich der Geldhahn zugedreht wird, wird ersteinmal Schluss sein mit dem Straßenbau etc.

In D. bekommen polnische Bauarbeiter (eingestellt beim Gewerbetreibenden) Kindergeld nach Polen geschickt. Das hat GB abgestellt. Die vielen Pflegekräfte,Bauhelfer, Erntehelfer etc. würden bei der Einschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit nun nach Polen zurückkehren müssen und dann bin ich gespannt, wie den die "tolle" Regierung  der Pis ihre gestiegene Arbeitslosenzahl begründen wird.

Wobei man natürlich nicht außer Acht lassen kann, dass D. von diesen temporären Arbeitsmigranten- vor allem beim Bau und in der Pflege - profitiert. Von daher, weiß ich nicht, ob solche Einschränkungen durchgeführt werden .

1

weil die westeuropäischen länder mehr geld durch eine stärkere wirtschaft besitzen ... somit können sie flüchtlinge besser aufnehmen und sind somit nicht dagegen ...
außerdem geht man davon aus die flüchtlinge schnell ins berifsleben zu integrieren, was wiederum zu einem wirtschaftswachstum führen würde (so zumindest die theorie)

die osteuropäischen staaten haben genug eigene sorgen und wollen sich nicht auch noch mit flüchtlingen beschäftigen

Kommentar von nooppower15
08.01.2016, 21:38

Deine erklärung ist gut, doch sie wäre nur an schlüssig wenn diese Länder zumindest Sympolisch oder gemessen an der Wirtschaftkraft Flüchtlinge aufnehmen würden. Doch ein teil der Staaten Polen,Slowakei usw die scheuen die "Flüchtlinge" ja wie "der Teufel das Weihwasser"

1
Kommentar von m2607
08.01.2016, 22:36

ja weil diese länder auch keine starke wirtschaftsleistung haben ... die haben gleiche probleme wie die anderen osteuropäischen länder .... außerdem sind im osten einige stark nationalistisch ausgeprägte regierungen an der macht -> gegen flüchtlinge

0
Kommentar von m2607
09.01.2016, 21:38

weil das n armes land is und wenn die sagen 'gut lassen wir mal n paar hundert rein', dann denken sich die anderen 'die durften ja warum wir nicht?'

0

"Westeuropäer" sind nicht dafür.

Es handelt sich hauptsächlich nur um Deutschland, und dabei federführend um die Politik.

Die Osteuropäer haben gegenüber dem Islam Vorbehalte, da Osteuropa nicht nur eine negative Ansicht über den Islam hat, sondern auch mit islamischen Expansionsversuchen in Berührung kamen.

Der komplette Balkan hatte zum Beispiel gelitten, und in russischen Teilrepubliken gibt es auch laufend Probleme. 

Kommentar von silverblue1
09.01.2016, 09:55

Naja, Serbien ist eher Russenfreundlich, genauso wie Mazedonien. Trotzdem wollen die keine Flüchtlinge.

0

die haben nicht so eine starkes Bruttosozialprodukt wie die Industrienationen und eine viel höhere Arbeitslosenquote und hängen selbst am Tropf der Industrienationen.

Kommentar von nooppower15
08.01.2016, 21:43

teilweise wirklich schmarn. Ein Land wie Polen könnte ohne weiteres zumindest einen kleinen teil der flüchtlinge aufnehmen

1

Ganz einfach: Das ist wie mit dem Frosch im Wasserglas. Er bleibt drin wenn man das Wasser langsam erhitzt. Würde man jedoch den Frosch sofort in heißes Wasser werfen spränge er heraus.

Fazit: in Deutschland merken die hier lebenden Bürger nicht wie heiß es mittlerweile ist. Außenstehende haben zuweilen einen objektivieren Blick.

Die Osteuropäer sind schlauer und wissen, dass das nur Problleme gibt.

Hi hi.

Gleich kommen die LINKEN:

Was möchtest Du wissen?