Wieso sind die meisten Ausländer in Deutschland türkisch stämmig?

11 Antworten

Deutschland hat vor ca. 50-60 Jahren ein Abkommen mit der Türkei geschlossen, in dem vereinbart wurde, dass türkische Arbeitskräfte nach Deutschland Einwanderin beim Wiederaufbau zu helfen. Arbeitskräfte waren Mangelware in Deutschland und man hat so eine Lösung gefunden.
Neben den Türken sind auch andere Landsmänner zum Aufbau eingereist.

Mein Opa kam vor 50 Jahren nach Deutschland und mittlerweile hat sich die dritte und vierte Generation (ich zum Beispiel :) ) schon so gut eingelebt, dass man nicht mehr zurückgeht, weil Deutschland jetzt unsere Heimat ist.

Wieso wurde dieses Abkommen ausgerechnet mit der Türkei geschlossen? es geht mir um die Ursache :D

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@Studentdurior

Vielleicht weil der Islam nicht so radikal in der Türkei ist, daher die Türken sich etwas besser unterordnen.
Ich schätze Deutschland wollte auch nur Arbeiter, die ruhig ungebildet sein sollten, denn zum Sand schippen braucht man nicht wirklich Bildung.
Das ist sicher ziemlich vergleichbar mit Heute.

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@Studentdurior

Weil die Türken im eigenen Land keine Arbeit und kein Sozialgefüge hatten.

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Deine Prämisse ist falsch.

"Die meisten Ausländer" suggeriert einen Anteil von über 50 %. Tatsächlich sind von allen in Deutschland lebenden Ausländern ca. 19 % Türken. Türken sind also zwar die größte Einzelgruppe unter den Ausländern, aber eben nicht "die meisten".

Deutschland unterhielt traditionell gute Beziehungen zur Türkei und zuvor zum Osmanischen Reich. Mit dem war das Kaiserreich im 1. Weltkrieg verbündet. Hitler war ein Bewunderer Attatürks (eine ziemlich einseitige Bewunderung) und bemühte sich auch während des 2. Weltkriegs immer um engen diplomatischen Kontakt. Aufgrund der traditionell guten Beziehungen wurde Anfang der 60er Jahre mit der Türkei ein Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften geschlossen.

Mit Marokko eben nicht und mit Russland natürlich nicht wegen des Kalten Krieges und dem Umstand, dass Russen keine Reisefreiheit besaßen.

"Die meisten Ausländer" suggeriert einen Anteil von über 50 %. Tatsächlich sind von allen in Deutschland lebenden Ausländern ca. 19 % Türken. Türken sind also zwar die größte Einzelgruppe unter den Ausländern, aber eben nicht "die meisten".

Stimmt!
Dann eben warum ist die Türkei das häufigste Herkunftsland von Ausländern in Deutschland ?
Danke für Korrektur, du hast Recht.
Trotzdem möchte ich noch eine Vermutung hinzufügen,woher meine Missformulierung kommen könnte.
Ich wohne in NRW in einer mittelgroßen Stadt.
In meiner Stadt bedeutet "Ausländer" eben meistens "Türke", vorallem in meinem Viertel.
Beispielsweise war ich in dem einzigen Basketballverein meiner Gegend und wir waren in meinem Team ca. 13 Türken, 1 Afrikaner,1 Ostblockler und 1 Deutscher :D
In anderen Gegenden waren die Teams meist zu 100% Deutsch und wenn mal 1 Ausländer, dann ein zufälliger :D

Ich erinnere mich an meine Grundschulklasse, ich könnte jetzt ein altes Foto herauskramen und konkret zählen, aber auch so erinnere ich mich, dass die größte Gruppe einer Ethnie die Türken waren.

bei 25 Schülern vielleicht
1/3 türkisch, ein etwas kleineres 1/3 deutsch, 1/3 rest (1 Afrikaner, 1 Afghane,1 Italiener, 1 russe etc)

In der weiterführenden Schule waren es dann in einer Klasse von 30 Schülern:5 Deutsche, 9 Türken/Kurden, 16 gemischt.

Ich kenne Gegenden nur so,dass dort das Straßenbild entweder von "Deutschen" geprägt ist, oder sonst eben
ein türkisches Straßenbild.

Afrikanische, Arabische, Asiatische, Russische Gegenden gibt es in meiner Stadt nicht, entweder Deutsch, Türkisch oder gemischt.

Anders formuliert; Türken sind mit Abstand die größte Ausländergrp in Deutschland
und da beziehe ich die hier geborenen "Türken" mit ein

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@Studentdurior

Tjja, da lebst du nter eigenartigen Sonderbedingungen. Dusiehst ja, dass die Statistik bundesweit einen Anteil von 19 % Türken unter den Ausländern ausmacht und nicht soviee, wie du zu sehen und zählen glaubst. In meiner Stadt fallen Russen eigentlich auch eher auf als Türken...

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Ende der 50er Jahre als wegen des "Wirtschaftswunders" nicht mehr genügend Arbeitskräfte vorhanden waren (Deutschland hatte sich von 1948 bis 1958 aus den Ruinen schon wieder zum stärksten Land Europas entwickelt), wurden Anwerbeabkommen mit Italien (1955), Spanien (1960), Griechenland (1960), Türkei (1960), Marokko (1963), Südkorea (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968) abgeschlossen.

Italien, Spanien, Griechenland hatten dann eigene wirtschaftliche Erfolge, wodurch dort eben Arbeitsplätze entstanden.

Die Türkei hatte das erst viel später, dadurch kamen von dort einfach mehr Menschen nach Deutschland.

Anders gesagt:
die Türkei war das 1.unterentwickelste (wirschaftlich gesehen), aber 2. Arbeitskraftreichste & 3. näheste Land?

Auf Indien trafen 1. & 2. bestimmt auch zu, aber 3. war es für Inder aufgrund der weiten Entferung zu Dland einfach nicht profitable zum arbeiten hierher zu kommen?
für Türken jedoch schon, weil sie neben 1. & 2. auch noch relativ "nah" an Deutschland gelegen waren?

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