Wieso sind die Leute so extrem, wenn es um Politik geht?

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7 Antworten

Hauptproblem ist wohl,daß wir in Europa mit dem längsten Frieden,den es hier je gab,(natürlich gab es die Jugoslawienkriege,aber keine großen Kämpfe wie die Weltkriege),überfordert sind. Die Sozialsysteme schaffen es nicht,weil sie nie so lange funktionieren mussten,Umwelt,Terror,Flüchtlinge,die Gesellschaftliche Entwicklung zu den großen Polen,Wenige sehr Reiche,viele Arme ohne echten Mittelstand,das ist für viele Zuviel. Die alten,so vertrauten Formeln,Wachstum,mehr,mehr-sie funktionieren auch nicht mehr. In meiner Kindheit gab es oft Aussicht auf wirtschaftliche Verbesserung,heute werden viele sozusagen "auf dem
Höhepunkt" groß und müssen sich sorgen,ob sie den Standard halten können. Der politischen Spitze fehlt der Weitblick,eine Vorstellung. Da laufen viele zurück zu kleinen Ländergebieten(da hat's doch immer geklappt)und radikalen Ansichten. Angst macht den Blick enger. Neue Zeiten,andere Risiken. Da sind viele bereit,daß bißchen Vertraute mit Gewalt zu verteidigen..

Kommentar von RheumaBaer
09.08.2016, 23:20

Hey,Dankeschön.. Ich bin auch oft etwas am Verzweifeln mit der Situation,kommt noch der Abschnitt mit der guten Wende..? Nach manchen Nachrichten möchte man auch nur noch radikalisiert durch die Gegend marschieren.. Ich versuche,in meinem Umfeld ein angenehmer Mensch zu sein und hoffe.. :)

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Ist mir aufgefallen, dass dies so ist, wobei ich auch immer öfter außerhalb der Politik den Eindruck habe, dass die Menschen "radikaler" werden. Gerade in der Politik ist es sehr auffällig, dass selbst Menschen die sich als "Mitte" bezeichnen, ausgesprochen "radikal" - eben gegenüber den Rändern sind. Quasi : "Intolerante schimpfen Intolerante Intolerante".

Was die Gründe dafür sind ? Sehr gute Frage. Die These einer Antwort mit dem "zu langen" Frieden mag teilweise zutreffen. Einen weiteren wichtigen Faktor sehe ich in den Medien, die ja den allgemeinen Trend zu "Empörungskultur" ( ich sage gerne Echauffanz ) doch mehr als unterstützen.

Und ich glaube, dass es auch ein wenig mit dem menschlichen Bedürfniss nach Zugehörigkeit zur Mehrheit ( oder zumindest einer großen Masse ) zu tun hat. Wenn durch "reißerische" Medien und "Wortführer" an den Rändern die Masse immer mehr polarisiert und in die Ecken getrieben wird, gibt es irgendwann einen Selbstläufer, dass keiner mehr zur Minderheit der Gemäßigten gehören will....

Kommentar von Neutralis
10.08.2016, 15:18

Ja ich habe irgendwie das Gefühl, dass die einen 45% probieren zur Mehrheit zu gehören und die anderen 45% alles dafür geben, gegen den Mainstream anzukommen und einfach nur ein andere Meinung haben wollen, egal wie dämlich sie ist. Mir fällt das auch in anderen Sachen auf im Alltag. Es ist immer das gleiche Muster.

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Die Menschen haben immer stärkere Scheuklappen & wollen Nichts sehen, was außerhalb von deren "Kiste" ist

Die Stimmung ist bei dem Thema einfach überreizt.

Und weil jeweils die eine von der anderen Seite Lug und Betrug annimmt, erfolgen daraus Überreaktionen.

Ich für meinen Teil vertrete auch eine negative Ansicht zu den Flüchtlingen, wobei ich sehr darum bemüht bin die Sachebene nicht zu verlassen. Wenn man mich dann als "Rechter" oder "Nazi" beschimpft, dann ist das für mich nur ein Zeichen der Argumentationslosigkeit.

Schimpfen oder Schlagen ist ein Privileg derer, die sich nicht auszudrücken gelernt haben.

Mehr ist es nicht.

Ja.. die meisten Leute sind was Politik betrifft Schwarz-Weiß seher.

Ich suche stets die politische Mitte und bilde mir meine ganz eigene Meinung (welche politisch betrachtet etwas aus vielen ist).

Das Problem ist, dass die Gesellschaft eine Person immer in eine Schublade stecken möchten. 

Du selbst hast in deinem Kommentar die Linken und die Rechten beschrieben. Dies sind natürlich die beiden "Parteien" sie sich am extremsten gegenüberliegen.

Nur gibt es auch Meinungen die weder in das extrem linke noch in das extrem rechte Regime passen. 

Doch diese Meinungen gibt es laut der Gesellschaft einfach nicht, weil die Menschen dumm sind 

Konkret wirst du gerade dafür kritisiert, dass du bei Eingaben bei einem Wahl-O-Mat als NPD-Wähler eingestuft wurdest.

Wenn du extreme Ansichten hast, kannst du nicht erwarten, dass dir andere attestiert werden...:-)

Kommentar von ceevee
09.08.2016, 14:51

Wobei das eigentlich eher daran liegt, dass der Fragesteller nicht richtig mit dem Wahl-O-Maten umgehen kann und dieser ihm deswegen "NPD" diagnostiziert... :)

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