Wieso sind die heutigen Beziehungen und ehen meistens " befristet "?

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15 Antworten

Hallo.

Weil viele Paare glauben das alles immer wie Milch und Honig fliest.
Die Zeit ist zu schnellebig geworden. Frauen haben kaum noch Kinder  oder wenn die  weiter in der Schule sind entweder irgendwo als Hilfe im Büro oder zu Hause. Das wollen die nicht mehr. 2. Auto, Jeder will es besser können usw. Bleiben mit der Realität nicht auf dem Boden der Wahrheit.

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Deine und meine Oma waren von ihren  Ehemännern wirtschaftlich abhängig, da ist das so eine Sache mit der freien Entscheidung.

Heute sind die meisten Ehepaare gleichberechtigt erzogen worden und gehen auch so in die Ehe, wenn sich der Prinz dann zum bierbäuchigen Couchpotato entwickelt oder zum Ekel Macho in Ballonsseiden-Jogginganzug mutiert ist die selbstständige Frau schneller weg, als der Göttergatte sich im Schritt kratzen kann!

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Kommentar von Fraganti
10.07.2017, 22:28

Woher willst du das denn wissen? Meine eine Großmutter (Jahrgang 1921) verdiente bis zur Heirat mehr als mein Opa, stand in der Beamtenlaufbahn (Anstellung auf Lebenszeit) sogar deutlich über ihm. Sie war altertümlich und kündigte mit der Verlobung zum Heiratstermin, denn eine anständige Frau geht doch nach der Heirat nicht mehr arbeiten - ihre Ansicht. Sei besaß 4 Wohnungen (wie gesagt, altertümlich, sie lebte bis zur Heirat bei ihren Eltern und wohin mit dem Geld, wenn nicht in Immobilien?) und hatte daher Mieteinkünfte. Persönliches Einkommen vergleichbar mit einer Krankenschwester und das war ganz ihres, denn Opa zahlte ja alles. Sie war natürlich nicht verkommen. Sie sparte für die Kinder, gemeinsamen Urlaub, die neue Einrichtung, etc.  Hätte sie nicht gemusst, sie hätte auch jederzeit wieder in eine gut bezahlte Stelle zurückkehren können, bzw. sich ganz ohne Arbeit ein Leben auf Krankenschwester-Niveau alleine leisten können. 

Meine andere Oma (Jahrgang 1923) war da wesentlich fortschrittlicher eingestellt und erkannte, was man sich alles zusätzlich leisten kann, wenn beide eine gute Anstellung hatten. Sie hasste zwar die Gewerkschaft, für die sie seit den späten 40ern arbeitete, aber das Geld war gut. Sie bekam am Ende ihres Lebens noch über 4000€ Rente im Monat, ging zwar alles für die Intensivpflege drauf, aber da kannst du dir vorstellen, wie gut sie ihr Leben lang verdiente und dass sie keineswegs abhängig war. 

Gerade die, die nichts hatten, mussten auch damals schon arbeiten, denn niemand heiratete unstandesgemäß. Da gab es keine Heirat zwischen Hildegart Habenichts und Karl Komissarialrat. Wenn eine gar nichts hatte, bekam sie auch nur einen Kerl ohne alles.

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Huhu,

die gesellschaftliche Stellung der Ehe hat sich in der letzten Zeit - auch sehr in Verbindung mit der Geschlechterrolle und dem Gesellschaftsbild insgesamt - sehr gewandelt.

Warum? Nun... früher war eine Scheidung "sozialer Selbstmord" - auch noch zur Zeit deiner Großeltern. Eine geschiedene Frau war "schmutzig", "verbraucht" und wurde von der Gesellschaft abgegrenzt, sie war nicht mehr "heiratswürdig". Heutzutage sieht man das - Zum Glück!- lockerer. Eine Scheidung ist keine derart große Entscheidung mit so vielen Risiken mehr, es wird also schneller dazu kommen.

Zudem hat Religion einen großen Einfluss auf die Stellung der Ehe. Während die Generation deiner Großeltern noch größtenteils streng religiös war, nehmen die kommenden Generationen Religion immer locker und nicht mehr wortwörtlich - was zum Teil auch an besserer Bildung,.. liegt. Religion lehnt Scheidung ab, noch ein Grund weshalb sie früher so verpöhnt war.

Ein letzter Grund, den ich aufführen möchte, ist die Stellung der Frau. Eine ausgenutzte, häuslich bedrohte oder durch die Ehe eingeschränkte/unglückliche Frau wird sich heute sehr schnell von ihrem Mann trennen. Früher hingegen hatte sie nicht so viele Rechte und konnte sich nicht wehren, sie war dem Willen ihres Mannes unterlegen. Oft wurden Hochzeiten zugunsten der Familie oder des Mannes einem übergeordneten Willen zugunsten geschlossen und die Frau hatte nicht einmal darauf einen großen Einfluss.

Man kann also viel reden von wegen " Die Treue geht verloren in unserer Gesellschaft" oder "Grundlegende Werte bedeuten heutzutage nichts mehr", aber man muss sich vor Augen führen, dass diese Entwicklung nicht nur zu verteufeln ist, sondern auch Gründe hat, die wir alle befürworten sollten, auch wenn ich selbst der Meinung bin, dass die Ehe eine große Verantwortung ist und man sich wirklich sicher sein sollte, bevor man diese eingeht, also nichts von 2-3-Monats-Ehen halte...

Ich hoffe das hilft dir ein wenig weiter,

LG :)

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Das Verhältnis zwischen Mann und Frau ist in den heisigen Breitengraden ziemlich angeknackst. Hier trifft schon mal der Spruch von Loriot zu. "Mann und Frau passen eigentlich nicht zusammen." Das ist in recht jungen Jahren nichgt so krass, steigert sich aber dann, wenn mal die 30-er Marke überschritten ist.

Viele Frau haben heutzutage ihre lesbische Komponente entdeckt und wollen sie zusehens ausleben, so dass der Mann nicht slten durch die Röhre guckt. Früher war die Frau das eigentum des Mannes, sie wurde von ihm ernährt, das ist nun vorbei, ergo hat ihr Interesse an ihm nachgelassen. Frauen haben nun mal weniger Interesse am Mann als umgekehrt.

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Ich glaube das liegt daran, dass heutzutage allen eine Angebotsvielfalt suggeriert wird.

Früher kanntest du halt nur die Leute in deiner Umgebung und Ende. Heutzutage hast du ja dank Facebook, Snapchat, Tinder und wie sie nicht alle heißen ja quasi ein "Katalog" von Menschen, die du kennenlernen könntest - und dann fängt der Mensch an zu vergleichen und bekommt das Gefühl, die große Auswahl zu haben. Das führt zu einer höheren Wechselbereitschaft. Ist ja einfach, bequem und kostet nichts - überspitzt formuliert. xD

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Die Omas und Opas waren nicht anders als die Leute heute. Aber was sie oft zusammen gehalten hat, war einfach wirtschaftliche Not. Du hast Recht, wenn du die Ehe als Risiko siehst. Darum heißt es auch: Sich trauen, Trauung... Dies sind sich aber viele Menschen nicht (mehr) bewusst. Folge: Scheidung, nachdem das Leben danach sich normalisiert hat. Empfehlung: Warum überhaupt heiraten? Vielleicht ist diese Form der Partnerschaft eher ein Auslaufmodell - aufgrund der bisherigen Erfahrungen.  Was ist besser? Partnerschaft auf Zeit? Lebensabschnittsgefährte(in)? Alles ist gut oder schlecht, je nachdem. Wichtig ist nur, dass die Kinder aus diesen Partnerschaften nicht unter den verspäteten (Un-)Liebeserkenntnissen ihrer Eltern leiden müssen.

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Glaub doch nicht, dass früher die Ehen besser waren als heute. Der Unterschied: Früher hatten viel weniger Frauen eine gute Ausbildung und waren dann vom Ehemann abhängig.

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Kommentar von Fraganti
11.07.2017, 00:32

Gerade die Kriegsgeneration hatte auf weiblicher Seite nicht nur gute Ausbildungen sondern oft jahrelange, praktische Erfahrung und war schnell die Karriereleiter hochgeklettert, während die Männer gar keinen Einstieg ins Berufsleben bekamen oder für viele Jahre aus den Berufen rausgerissen wurden. 

Auch hatte der Krieg zur Folge, dass es plötzlich die Frauen und Töchter waren, die zu einer Vielzahl die klein- und mittelständischen Familienbetriebe erbten, bzw. weiterführen mussten. Das hast du nie großartig gemerkt, weil sie sich fast alle auf die Büroarbeit festlegten und für den praktischen Bereich einen männlichen Geschäftsführer einstellten oder anheirateten. Es fiel natürlich auf, wenn Herr und Frau Schmidt plötzlich die Besitzer von z.B. der Spedition "Transport und Fuhrunternehmen Müller seit 1887" waren. Da brauchtest du nicht fragen, ob Frau Schmidt eine geborene Müller ist, das war glasklar.

Ähnliches gab es auch schon zahlreich während und in Folge des ersten Weltkriegs. Bereits da wurden die traditionellen Rollenbilder komplett aufgebrochen und verwürfelt. Rate mal, wieso man es so lauthals versuchte im dritten Reich wieder in alter Tradition herzustellen, bis man merkte, dass es in Kriegszeiten gar nicht anders geht.

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  1. Frauen haben inzwischen (zum Glück) allermeistens selbst die Möglichkeit, sich zu trennen. Hart gesprochen war diese Möglichkeit früher einfach nicht gegeben. Sie waren von den Männern finanziell abhängig, bekamen oft keine ordentliche Ausbildung und der Mann hat halt vorgegeben, wie gelebt wird, wo hingezogen wird, etc.. Heutzutage wollen Partner beide gleichzeitig (unterschiedliche?) Entscheidungen treffen und die Kompromissbereitschaft ist halt nicht immer gegeben.
  2. Wer zusammengehört, bleibt auch zusammen. So zumindest meine Erfahrung. Alle "guten" und glücklichen Beziehungen in meinem Freundeskreis sind geblieben, die Leute heiraten und sind zufrieden und ausgeglichen miteinander. Es kommt wohl auch einfach darauf an, wie man die eigene Beziehung betrachtet, wie reif man dafür ist und welchen Partner man sich mit welchen Motiven sucht.
  3. Bei dem Heiraten gebe ich Dir recht: Das hat heute fast nur noch steuerliche Vorteile. Ich würde auch nie ohne Vertrag heiraten und generell nur, wenn die Partnerin unbedingt darauf besteht. Ich bin auch überhaupt der Meinung, dass eine Heirat heutzutage meistens eher kontraproduktiv für Beziehungen ist, aber das soll mal jeder für sich selber wissen.
  4. Jüngere Leute bekommen es auch gerade so beigebracht. Das Internet ist voll von "Wie küsse ich eine Frau in 10 Sekunden"-Videos, Tinder-Apps etc tun ihr übriges. Da Sex kein Tabu sondern eine Vermarktungsstrategie geworden ist, gibt es im Jugenbereich immer mehr Leute, die Geschlechtsverkehr (was wohl früher meistens gleich einer Beziehung war) wie ein Spiel ansehen, das man möglichst oft mit unterschiedlichen Leuten spielen sollte. Das ist nicht böse gemeint, ich hätte mir in der Jugend manchmal gewünscht, dass es bei uns auch so gewesen wäre.. im Nachhinein jetzt nicht mehr :D Urteilen will ich darüber nicht, aber das sind meine bisherigen Beobachtungen.

Gruß, Tailor

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Kommentar von Fraganti
11.07.2017, 01:13

Die Theorie hätte allerdings eine explosionsartige Scheidunhswelle verursacht, als eine grundlose Scheidung gesetzlich möglich wurde. Du meinst ja, dass eine große Anzahl seit Jahren/Jahrzehnten zusammen war, nur weil die Frau nicht die Scheidung einreichen konnte - konnte sie übrigens genauso wie der Mann, nur brauchten alle einen ausreichenden Grund dafür. 

Die Ausbildung war noch zu keiner Zeit der Menschheitsgeschichte im Verantwortungsbereich des Partners, sondern wurde durch die Eltern initiiert. Wer Wert auf einen guten Schwiegersohn legte, sorgte für eine gute Ausbildung und Ausstattung der Tochter.  

Abhängig waren auch damals schon nur Menschen, die alleine, bzw. von ihrer Familie her nichts hatten und nichts konnten. Die wurden aber gar nicht von jemandem geheiratet, der besonders hatte oder konnte. 

Alle übrigen (Unterschicht, untere Mittelschicht) waren gegenseitig voneinander abhängig und konnten auch damals nur überleben, wenn beide klotzten. Egal ob der kleine Kaufmann, dessen Frau mit im Laden stand oder der Hafenarbeiter, dessen Frau als Wäscherin schufftete. Fiel einer aus, gab es ein großes Problem für beide. Der Unterschied ist, dass die Mittelschicht und die Anzahl an Familienbetrieben, in denen nicht zwangsweise beide außerhäusig arbeiten mussten, damals deutlich größer war als heute. Das heißt aber nicht, dass Frauen es nicht gekonnt hätten oder nicht in der Lage waren. Ganz ganz viele generierten 50% des Familieneinkommens, nur hatten sie keinen Titel wie "Buchhalterin" oder stellvertretende "Geschäftsführerin". Sie waren "Hausfrau" und jeder wusste, was das im Familienbetrieb oder Geschäft bedeutet. 

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Früher war ein Mensch noch etwas wert heute ist es wie ein Smartphone, kommt was neues und besseres, lässt man das alte liegen.

Aber irgendwann wird jeder 40 und kriegt nichts mehr, dann wundern sich besonders die Frauen warum sie alleine auf der Couch sitzen. Männer kriegen mit 40+ noch was

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Weil Oma und Opa noch gelernt haben wie man Dinge wieder aufbaut.

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Ehe hat lange nicht mehr so einen symbolischen Wert wie früher. Man hat z.B. Steuervergünstigungen und darf Kinder adoptieren im Vergleich zu einer Lebenspartnerschaft. Viele heiraten einfach aus finanziellen Gründen.

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Es heißt ja auch nicht umsonst "Lebensabschnittspartner". Oma und Opa sind nicht bei der kleinsten Meinungsverschiedenheit auseinander gelaufen. Sie hatten genug damit zu tun, Kinder zu machen und sie groß zu ziehen. Damals war eine Heerschar von 10 - 12 Kindern keine Seltenheit. Oma war ständig schwanger oder hatte ein Baby an der Brust. Eine Trennung kam da erst gar nicht in Frage. 

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Viele Menschen sind heute nicht mehr beziehungsfähig. aus ganz unterschiedlichen Gründen

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Weil die Gesellschaft immer weiter verblödet und dümmliche Werbepropaganda mittlerweile bei vielen zum Lebensgrundeinstellung geworden ist. 

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