Wieso sind Depressionen ein "Trend" geworden?

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6 Antworten

Hallo!

Das habe ich auch schon beobachtet. Viele tun das, weil sie schlicht Aufmerksamkeit wünschen, die sie offenbar bislang nicht bekamen --------> sie möchten, dass man ihnen Beachtung schenkt & sich für sie interessiert.. und weil sie wissen, dass ernsthaft psychisch erkrankte Menschen (zu Recht) in der Regel bedauert & berücksichtigt werden, gaukeln sie das dann eben vor bzw. sprechen davon ohne zu wissen, was Depressionen in Wirklichkeit sind.

Meiner Ansicht nach wird damit das Krankheitsbild genauso verhöhnt wie die Betroffenen, für die es echt die Hölle auf Erden sein kann depressiv zu sein oder anderweitige psychische Probleme zu haben. Sorry, da hört mein Verständnis i.wann bei aller Liebe auf.

Und chronisch nach Aufmerksamkeit zu lechzen ist im Grunde auch ein psychisches Problem wenn man es genau nimmt.

Nun, es ist eine gute Ausrede nichts für sein Glück zu tun, und die meisten müssen einen Grund finden ihr Unglück einen Sinn zu geben.

Es ist so wie es ist, sagen sie. Es hat nichts mit mir zu tun, etwas tut es mir an sagen sie. Und so verleugnen sie, dass sie Selbst als Unglück geschehen und befriedigen sich stattdessen mit der Erkenntnis, zu einem Unglück zu geschehen, was selbstverständlich außerhalb ihres Einflusses steht. 

Depression ist etwas, was einen die Berechtigung gibt ummächtig sein zu können für seine Unzufriedenheit.  

Du beobachtest verstärkt Depressionen. Der Effekt kommt durch viele Faktoren zustande, nicht allein durch eine tatsächlich steigende Anzahl psychischer Erkrankungen, die auf Stress und Belastungen des heutigen Alltags zurückgeführt wird.

- Das Internet ist eine Plattform für Probleme geworden. Leute, die früher keinen Austausch haben konnten, schreiben anonym über ihr Innenleben. Deswegen erfährt man davon.

- Psychische Erkrankungen sind weniger Tabu als früher. Früher hieß es "reiss dich zusammen", heute heißt es öfter "hol dir Hilfe, wenn es dir nicht gut geht", oder "es ist nicht peinlich, zum Psychologen zu gehen"

- Immer noch zu wenig Kenntnis über solche Krankheiten führt zur laienhaften Selbstdiagnose oder Fremddiagnose und da ist der Begriff "Depression" ein Universalwort, wird dementsprechend oft falsch verwendet.

- Passend dazu können Menschen, die ihr tatsächliches Problem (Mobbing, Schuldruck, familiäre Probeme, Liebeskummer) nicht immer benennen, trauen sich nicht, suchen - zurecht - Aufmerksamkeit und tun sich leichter zu sagen "ich habe eine Depression".

- Die eigene Beobachtung: was lese ich, wo richte ich meine Aufmerksamkeit hin. Jemand, der sich nur auf Spiele-Seiten aufhält, wird kaum etwas über Depressionen lesen.

Mir ist egal, wie jemandes Problem heißt. Ich bin kein Arzt. Wenn mir jemand sagt, er hat dies oder jenes, ihm geht es so und so, kann ich ihm vorschlagen zum Arzt zu gehen. Unabhängig davon kann ich aber einfach da sein, zuhören, den Menschen ernst nehmen.  Ist es nicht mein Freund und will er meine Hilfe nicht oder ich kann bzw. will ihm nicht helfen, dann lasse ich es so wie es ist. Ich kann ja nicht einmal abschätzen, was mit ihm los ist. Wozu dann urteilen? Trend oder nicht. Hat mit mir nichts zu tun und muss mich nicht aufregen.

Das kommt davon wenn Kinder bemuttert und bevormundet werden und keine richtigen Probleme mehr kennen.

Wie schon gesagt, Aufmerksamkeit.

Man sehe sich die ganzen fake depri tumblr blogs an ... Genau das selbe und die Leute denen es wirklich schlecht geht glaubt keiner mehr

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