Wieso sind damals so viele Leute aus der DDR in den Westen geflohen?

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9 Antworten

So richtig fliehen konnte doch keiner weil die Grenzen wirkliche Grenzen waren und das war an der gesamten Grenze des Ostblocks.Vor den Mauerbau am 13.8.61 war das noch leichter. 1: Unzufriedenheit mit den allgemeinen Bedingungen in der DDR.Das betrifft die allgegenwärtige Partei welche überall hineinredete . Man konnte sich dem nicht entziehen.Der private Handwerker durfte seine kleine Werkstatt nicht an seinen Sohn vererben das bestimmte der Staat. Die Presse lügte sagte nicht die Wahrheit über die Mangelwirtschaft. Jeder Uniformierte fühlte sich wie ein kleiner König , wegen  Kritik konnte man ins Gefängnis kommen. ... das nur eine wenige Beispiele. Dann kommen noch wirtschaftliche Gründe dazu: Über die TV Medien konnten DDR Bürger das Angebot am Waren sehen welche denen in der DDR weit überlegen und vielfältiger waren.Auch das waren Gründe den Staat zu verlassen".Eingesperrt" zu sein,die Welt nicht kennen zu lernen war auch ein Grund.Bei allen Gründen wäre die Seite voll.

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Kommentar von Modem1
09.03.2016, 23:11

Natürlich gab es auch Leute die nicht das Land verlassen wollten,die nicht sicher waren was ihnen da Drüben im Westen geschieht.Solche die überzeugt waren das der Sozialismus die bessere Gesellschaftsordnung sei.Heute reden auch hier noch viele von den goldenen DDR Zeiten.Dann frage ich mich nur weshalb sie dann im entscheidenden Augenblick ihre DDR nicht verteidigt haben falls sogar mit der Waffe in der Hand?Wo waren die Tschekisten in der entscheidenden Stunde?.Wo der Staat DDR noch Sattelfest war bescheinigten sie sich selber ihre DDR bis zum Tote zu verteidigen.Es wäre bestimmt möglich gewesen denn die Waffen hatten sie ja.Da kommen bei mir die Zweifel auf...

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1. Es gab wenig Lohn in der DDR und dafür konnte man sich auch noch kaum etwas kaufen, Grundnahrungsmittel waren zwar vorhanden und konkurrenzlos billig, aber alles, was man darüber hinaus benötigte, war schwer zu bekommen.

2. Man konnte nur eine Einheitsliste wählen und das ging so vor sich: Man nahm den Wahlzettel und steckte ihn in direkt die Urne. Wer nicht wählen ging, bekam Ärger, wer die Wahlkabinen benutzte, bekam Ärger.

3. Presse und Rundfunk waren gleichgeschaltet, wer Westsender hörte und/oder westliche Presseerzeugnisse las und erwischt wurde, bekam Ärger.

4. Kinder, die sich aktiv in den Kirchen betätigten, wurden in der Schule benachteiligt und durften maximal Theologie studieren

5. Alle Bauern, auch die "Neubauern" wurden enteignet, spätestens 1959 gab es im Arbeiter- und Bauernstaat keine Bauern mehr.

6. Die Partei hat immer recht (egal welcher Schwachsinn damals verzapft wurde)

Mir fallen noch Hunderte von Gründen ein, aber das würde hier zu weit führen

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Kommentar von 666Phoenix
10.03.2016, 17:38

Mir fallen noch Hunderte von Gründen ein, aber das würde hier zu weit führen

Tja nu!

Du hast hier eine Nullnummer abgezogen! Und Null geteilt durch Hundert ergibt eben immer wieder nur Null!

3

Falls du dort noch nicht lebtest oder einfach dein Allg.Wissen eingeschränkt ist die Mauer wurde um den Osten gebaut das heißt sie konnten nicht raus und waren sozusagen "Gefangen".

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Die Fluchtgründe lagen vor allem in der Erwartung des Schlaraffenlandes und in der Reisefreiheit.
Schlaraffenland - ja, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt. Dasselbe betrifft die Reisefreiheit.
Dann gab es natürlich auch die Widerstandskämpfer, von denen einige wirklich auch welche waren, aber auch eine nicht geringe Anzahl sich heute als solche bezeichnet. Von denen, die ihre KInder im Dreck zurückgelassen haben und sich im West-FS produzieren durften, will ich gar nicht erst reden.

Diejenigen, die die DDR wirklich verändern wollten, sind geblieben.

Du kannst im Westen alles. Wenn du kein Geld hast, kannst du nichts. Von letzteren gibt es viel zu viele, von denen sich heute ein nicht geringer Prozentsatz bei Tafeln und Suppenküchen über Wasser hält.
Letztere gab es in der DDR nicht, da man sie nicht brauchte.

Nun zur Antwort von dataways:

Zu 1
Es gab weniger Lohn als heute. Dafür waren die Lebensmittel sehr preiswert und die Mieten betrugen nicht 600 Euro(1200 Mark), sondern 60 Mark. Bildung und medizinische Versorgung waren kostenlos.Über die Grundnahrungsmittel hinaus gab es all das, was an Gaumenfreuden erstrebenswert war, bis auf Südfrüchte und zeitweise Kaffee (etwa 2 Jahre), wofür die Gründe u.a. in den Boykottierungsmaßnahmen durch den Westen lagen – s. Hallsteindoktrin.

Zu 2:

Ich erlaube mir, eine Antwort dazu von PeVau einzustellen, die es auf den Punkt bringt:
https://www.gutefrage.net/frage/warum-mussten-die-wahlen-in-der-ddr-gefaelscht-werden

Zu 3.
Presse und Rundfunk waren gleichgeschaltet, in etwa so wie heute. Alle, die in der DDR aufgewachsen sind, wie ich, haben während ihres gesamten DDR-Lebens neben DDR-Fernsehen auch regelmäßig, offen und unversteckt, Westfernsehen geguckt, Westradio gehört, bis auf die Westpresseerzeugnisse, die es nicht zu kaufen gab.
Niemand wurde dafür belangt. In der ganz jungen DDR, Anfang der 50ger Jahre gab es mal eine Kampagne von Übereifrigen, Agitation gegen das Westfernsehen zu machen, was aber nicht fruchtete.

Zu 4.
Das ist – Entschuldigung – sowohl dumm als auch falsch:
In meiner Klasse (5 .- 10) waren mehrere Kinder aus christlichen Familien, die außerdem auch noch , bis auf einen, bei den Jungen Pionieren waren, weil es da u.a. sehr gute Freizeitangebote gab und man an interessanten Arbeitsgemeinschaften teilnehmen konnte.

Von der 10 bis zur 12 Klasse hatte ich einige Mitschüler aus Arztfamilien, die später nach dem Abi auch zum Studium gegangen sind, wobei die drei besten ausgesucht wurden, was wiederum gewährleistete, dass sie später auch eine Anstellung als Arzt oder eine der gewählten Studienrichtung enrtsprechende Stellung erhielten und nicht etwa als überqualifizierter Taxifahrer ihr Leben bestreiten mussten.

Kinder von Pfarrern hatten diegleichen Chancen, allerdings wurde im Auswahlverfahren den Kindern der Vorzug gegeben, die erstens die besseren Leistungen hatten und zweitens Kinder von Arbeitern oder weniger gebildeten Eltern waren. Das deshalb, weil sich die DDR in erster Linie die Förderung  von solchen Kindern auf die Fahnen geschrieben hatte, die früher oder jetzt in unserem neuen Staat von der Bildung ausgeschlossen waren und sind.

Wer keinen Studienplatz erhielt, hatte die Möglichkeit, über das Abitur an der Volkshochschule (20 Mark monatlich) die Hochschulreife zu erlangen und zu studieren, wobei auch hier die Studienrichtungen gelenkt waren, entsprechend dem Bedarf in der Wirtschaft.

Unsere Kanzlerin ist auch Pfarrerstopchter und musste nicht Theologie studieren, sondern wählte die Physik. Es würde sich auch lohnen, einmal die Lebensläufe unserer ostdeutschen Bundestagsabgeordneten anzuschauen, wobei man feststellen würde, dass nicht wenige aus christlichen Elternhäusern stammen und Abitur und Studium in der DDR absolviert haben.

Die Behauptung, das Kinder, die sich nicht aktiv in Kirchen beteiligt hätten, Ärger bekommen hätten, ist nur lächerlich. Demnach müssten 90 % aller Kinder in der DDR Ärger gehabt haben, auch ich .:)

Zu 5.
Da frage ich mich doch, wer die Felder bestellt hat.
Es wurden LPGn gegründet, d.h. die Bauern waren keine Einzelproduzenten mehr, sondern produzierten in der Gemeinschaft nach Plan, ob man das gut finden soll oder nicht.

ZU 6.
Das ist der einzige Punkt, in dem ich dir mal nicht widerspreche.





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Kommentar von dataways
09.03.2016, 13:05
Presse und Rundfunk waren gleichgeschaltet, in etwa so wie heute.

Wo sitzt denn die Zensurbehörde mit der Schere in den Redaktionen? Wenn Du keine Ahnung von dem Thema hast, dann solltest Du auch nichts schreiben.

Alle, die in der DDR aufgewachsen sind, wie ich, haben während ihres gesamten DDR-Lebens neben DDR-Fernsehen auch regelmäßig, offen und unversteckt, Westfernsehen geguckt, Westradio gehört, bis auf die Westpresseerzeugnisse, die es nicht zu kaufen gab. Niemand wurde dafür belangt.

Auch hier präsentiert sich die geballte Ahnungslosigkeit von Albisriver:http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Auf-Knopfdruck-in-den-Knastt

Das ist – Entschuldigung – sowohl dumm als auch falsch:
In meiner Klasse (5 .- 10) waren mehrere Kinder aus christlichen Familien

Man müsste meinen Post richtig lesen und verstehen können, dann würde man nicht so einen platten Kommentar schreiben. Auch Angela Merkel war immer Christin und war bei der FDJ, kein Problem. Ich aber schrieb: "Kinder, die sich aktiv in den Kirchen betätigten". Das heißt: Eltern verboten Kindern die Teilnahme bei den Pionieren etc. Diese Kinder wurden in der Schule stark benachteiligt und durften maximal Theologie studieren. Ich kenne da einige Fälle, sonst würde ich so etwas nicht behaupten.

Die Behauptung, das Kinder, die sich nicht aktiv in Kirchen beteiligt hätten, Ärger bekommen hätten, ist nur lächerlich.

Dem kann ich nur zustimmen. Wer hat das behauptet?

Da frage ich mich doch, wer die Felder bestellt hat.

Da brauchst Du nur bei Wikipedia nachzuschauen. Da steht "Eine weitere Folge der Kollektivierung war die Flucht Tausender
Landwirte in den Westen. Der versuchte Ersatz der Arbeitskräfte durch Industriearbeiter und sogar durch Strafgefangene scheiterte
".
Folge: "Während des gesamten Winters 1952/53 hatte es Versorgungsschwierigkeiten mit Nahrungsmitteln gegeben."

Steht alles da, man muß es nur lesen
https://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaft_in_der_DDR

1

Weil es in der DDR eine Diktatur der SED gab! Also z B. Man dürfte wählen es gab auch Parteien aber man sollte nicht in den wahlbereich gehen den dann würde man verdächtigt nicht die SED gewählt zu haben und würde verfolgt und ins Gefängnis gesteckt. Man hatte keine Meinungsfreiheit

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Das ist mir schon alles klar nur ich bräuchte einen direkten Vergleich mit gründen. Unter Grund ist nicht gemeint weil sie gefangen waren!!   

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1. Weil es den BRDlern besser ging (Wohlstand durch Kapitalismus)

2. Wegen der Freiheit (Reisen, Meinungsäusserung, keine Stasiüberwachung,......

Übrigens: Fluchthelfer wurden damals in der BRD geehrt . Heute werden sie bei Fluchthilfe der Flüchtlinge aus Syrien, etc bestraft. Ja gut: Die einen machten das mehr ehrenvoll wegen der Hilfsbereitschaft, heute mehr wegen des Geldes. Trotzdem, soviel Unterschied ist nicht.

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Marcel2302,

ich gebe dir einen guten Rat:

Gehe oben rechts auf "suchen" und gib ein: "DDR ".

Es bieten sich dir massenhaft Links, von denen dir viele Auskunft geben, wie es wirklich war. Allerdings findest du auch Antworten wie diese hier, von denen keine etwas taugt, denn sie kommen von Leuten, die die DDR nicht selbst erlebt haben und das wiedergeben, was ihnen von den Medien und in der Schule eingetrichtert wurde.
Diese Antworten hier sind von einer Qualität, dass einem Ex-Ossi wie mir die Motivation und die Lust abhanden kommen, darauf auch noch zu antworten.

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