Wieso sind bei den Dur/Moll Tonleitern die Stufengeschlechter vorgeschrieben?

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6 Antworten

Wenn die Töne durch das Tongeschlecht (hier Dur) definiert sind, dann ergeben sich die Dreiklänge auf den verschiedenen Stufen automatisch, da ja nur leitereigene Töne verwendet werden. Das ist sozusagen definitionsimmanet. Du kaufst auch keinen Himbeerjoghurt und beschwerst dich, dass keine Kirschen drin sind. Du kannst natürlich selber Kirschen hinzutun - aber dann ist es kein Himbeerjoghurt mehr. Ebenso kannst du natürlich in C-Dur auch ein As oder B ergänzen - wenn du das neben A und H spielst bist du schnell im Blues-bereich, wenn du es statt A+H spielst, hast du ein neues Tongeschlecht.

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Es gibt zahlreiche heptatonische (7tönige) tonskalen mit ihren je eigenen charakteristika. Diese machen sich natürlich auch bei der klanglichkeit (hier den leitereigenen dreiklangsbildungen) bemerkbar. Und da hat Dur nunmal auf den Hauptstufen I, IV und V nur Dur-Akkorde. Du kannst natürlich auch andere Dreiklangsarten dort verwenden, musst dir aber dann bewusst sein dass du so das "reine" Dur verlässt!

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Beispiel C-Dur ionisch (wie die weißen Tasten einer Klaviatur):

C, D, E, F, G, A, H

da es sich um eine diatonische Tonleiter handelt, MÜSSEN die einzelnen Stufen sekundschritte sein. das ist ja auch gegeben. daraus leitet sich ab, dass 2 Schritte weiter immer eine Terz ist. Dreiklänge, wie wir sie in der klassischen und populären Musik verwenden, sind aus terzen geschichtet. so muss man also immer 2 Schritte weiter gehen und erhält den nächsten Ton des Dreiklanges.

I. Stufe:

C => 2 weiter => E => 2 weiter => G => wir haben 3 Töne, also wars das

also: C, E, G. das ist eindeutig C-Dur

weiter also in der II. Stufe:

D, F, A, eindeutig d-Moll

wenn man das mit jeder Stufe macht, bekommt man immer ein eindeutiges Ergebnis. diese Ergebnisse dürftest du kennen, sonst wäre deine Frage ja nicht aufgekommen:
e-Moll, F-Dur, G-Dur, a-Moll, h-Vermindert

natürlich hört sich ein g-Moll in C-Dur herrlich an und im Rock passt häufig in C-Dur ein Bb-Dur. Auch sehr beliebt ist das E-Dur als dominante der parallele a-Moll oder die vermollte Subdominante f-Moll. all das ist nicht "leitereigen", da sich diese Akkorde eben nicht so bilden, wie oben beschrieben, also mit den Tönen aus der Leiter. Natürlich hört sich das dennoch gut an. Aaaaber: Dennoch sind in einer Tonleiter die Geschlechter der einzelnen Stufen vorgegeben - man hält sich nur nicht daran, wenn man ein Stück schreibt. Noch fragen? :)

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Wenn Du Dir das mal auf einer Klaviertastatur ansiehst, wirst Du erkennen, dass das einfach so ist, weil die Halbtonschritte schlicht so verteilt sind.

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Der Grund ist ganz einfach der: Ein Dur Dreiklang hat erst eine große, dann eine kleine Terz (sprich erst 4, dann 3 Halbtonschritte) 
Wenn du eine C-Dur Tonleiter hast, hast du keine Vorzeichen, somit ergibz sich automatisch, dass die Dreikläge der 1., 4. und 5. stufe in Dur sind. So ist es bei jeder Dur tonleiter. und die Dreiklänge auf den anderen Stufen sind Moll (erst kleine, dann große Terz)

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Durch die Tonleiter entstehen automatisch die Dreiklänge, also auch die Geschlechter der Stufen. Es gibt aber auch noch die Kirchentonarten, vielleicht ist da die Tonleiter dabei, die du gerne magst.

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