Wieso sind Bankberater so abweisend, wenn man beraten werden möchte und sein Vermögen aber anderswo hat?

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14 Antworten

Ich kenne einige Bankangestellte und mir wurde erzählt, wie manche von denen unter Druck stehen. Die sollen Produkte verkaufen mit denen die Bank Geld verdient. Z. B. Versicherungen oder Anlagen. Da gibt es Provisionen. Ich habe vor einiger Zeit auch einen Bankberater konsultiert, mir Angebote über Fondsanlagen machen lassen. Das alles klang sehr gut und ich habe mich dann entschlossen, Geld anzulegen. Man versprach mir eine gute Entwicklung der Fonds. Nach einer Laufzeit von 1 Jahr stellte ich fest, dass anstatt eines Gewinnes ein Verlust mit den Fonds gemacht wurde. Habe dann den Berater der Bank darauf angesprochen, da es sich um mehrere tausend Euro Verlust handelte. Er meinte , dafür könne er nichts. Mit Ausreden wie, der Lombardsatz sei gesenkt worden und andere Einwirkungen hätten da eine Rolle gespielt. Ich hatte noch die Unterlagen und Prospekte die Grundlage der Verhandlungen gewesen sind. Legte diese dem Berate vor. Auf dem Prospekt hatte er eine Verzinsung schriftlich hinterlassen. Im Verlauf des Gesprächs war dann von Freundlichkeit nichts mehr zu spüren. Ich habe dann das Gespräch abgebrochen und mich an den Hauptsitz der Bank gewandt. Dort mein Anliegen schriftlich vorgetragen und erwähnt, so man mir den Schaden nicht ersetzt, dass ich den Klageweg beschreiten werden. Die Hauptstelle der Bank hat sich dann mit mir in Verbindung gesetzt  und nach längerem Gespräch, mir den Schaden auch ersetzt. Von da an habe ich mit einer Direktbank Kontakt aufgenommen . Geschäftskonten und Privatkonten bei einer Direktbank eröffnet. Mit dieser Bank bin ich sehr zufrieden. Egal ob es um Anlagen geht, Aktienkäufe ect. ein Anruf und ich bekomme eine fachkompetente Auskunft. Zudem fallen keinerlei Kontoführungsgebühren an. VISA und EC Karte sind kostenlos. Die Guthaben auf den Konten werden verzinst, was in Filialbanken eher nicht der Fall ist. Ich kann abends, egal wieviel Uhr es ist, bei der Direktbank anrufen und Kontostände kostenlos erfragen.  Muss das Haus nicht verlassen , was mir Zeit und Geld einspart. Ich muss den Berater nicht persönlich kennen mit dem ich spreche. Hauptsache ist für mich, dass alles so läuft, wie ich es mir wünsche und das ist bei meiner Direktbank der Fall. Bekomme meine Kontoauszüge zugesandt, am Jahresanfang eine Eträgnisaufstellungaufstellung über das vergangene Jahr zugesandt und das alles , ohne dass Gebühren anfallen. Wenn ich beruflich im Ausland bin, dann kann ich an Geldautomaten Geld abheben, ohne dafür Gebühren zahlen zu müssen.Die Vorteile überwiegen da für mich ganz klar, gegenüber einer Filialbank. Ich hoffe, dass diese Bank dabei bleibt und auch in Zukunft keine Kontoführungsgebühren verlangt. Ich zahlte für meine EC Karte bei einer Filialbank 7.50 €. Jetzt verlangt man dort 10.00 €. Dazu erhält man ein Schreiben, in dem man sich mit der Gebührenerhöhung einverstanden erklären muss, sonst bekommt man keine EC Karte und somit besteht auch nicht die Möglichkeit an einem Automaten Geld abheben zu können. Diesen Zirkus habe ich mit meiner Direktbank nicht.

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Ich kann mir vorstellen, dass es bei den einzelnen Kreditinstituten Statistiken gibt über geführte Beratungsgespräche und daraus erwachsenen Verkäufen von Produkten und Wertumfängen.

Aus diesen Daten kann man sachlich ganz nüchtern eine Wahrscheinlichkeit ermitteln, ob und wenn ja ab wann die Investition in ein Beratungsgespräch (für die Bank) lohnend sein kann.

Das ist doch im täglichen Leben nicht viel anders. Im Einzelhandel wird es auch nicht gern gesehen, wenn Kunden im Kaufmannsladen sich beraten lassen und dann online einkaufen.

Natürlich ist es auch nicht ganz unerheblich, was der Inhalt der Beratung sein soll. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass eine Beratung eher auch für Nichtkunden dann erfolgt, wenn dieser Interesse an den Produkten der Bank in den Vordergrund stellt und en passant andere Themen auch anschneidet.

Es ist hier natürlich auch ein wenig taktisches Agieren gefragt.

Auch die Banken müssen am Jahresende eine möglichst positive Bilanz aufweisen, wenn sie am Kapitalmarkt wertgeschätzt werden und Vertrauen genießen wollen.

Im Prinzip ist das ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Wenn der Bankangestellte anhand von schlüssigem Handeln merkt, dass ernsthaftes Interesse an Geschäftsbeziehungen vorliegt, wird dieser sicher sich deutlich mehr Mühe geben, sich ins Zeug zu legen.

Ein solches schlüssige Handeln könnte eine bloße Eröffnung eines Kontos oder Depots sein.

Ich kann mich noch ganz deutlich entsinnen, als ich mit meinem Girokonto zu einer anderen Bank umgezogen bin, hatte man mir förmlich ein Beratungsgespräch in Form einer persönlichen Finanzanalyse aufgedrängt.

Als in dem Beratungsgespräch zu externen Wertapierdepots zur Sprache kamen, wurde mit Nachdruck versucht, mir einen Depotübertrag zur neuen Bank zu versüßen.

Günter

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Ich sage in der heutigen Zeit grob: Der sogenannte Berater möchte nicht mehr beraten, sondern dem vor ihm Sitzenden seine Vorstellungen
oktroyieren. Das kann er schwerer, wenn das Geld nicht im eigenen Institut verwaltet wird. Und bei solchen Beratungen geht es auch nur noch um die Interessen des Arbeitgebers - nur das Produkt mit dem sich am meisten verkaufen läßt.

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Weil Bankberater keine Berater sind sondern Verkäufer.

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass du von einem Bankberater eine fundierte und unabhängige Finanzberatung erhältst.

Dir wird das vorgeschlagen, was der Bank und dem Verkäufer am meisten Gewinn bringt.

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Nö. Wenn man sehr vermögend ist und in den entsprechenden Privatbanken solche Termine macht wird man auch zuvorkommend behandelt.

Von welchem Vermögen sprechen wir bei Dir?

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Kommentar von christl10
08.02.2017, 12:24

Wir sprechen über 200.000€. Habe den Eindruck, daß sich die Deutsche Bank nicht wirklich dafür interessiert. 

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Der Begriff des "Diensteisters" Bankkaufmann ist zum "Provisonsjäger" verkommen!

Was erwarten Sie denn da, was Ihre bisherige Bank nicht zu leisten vermag oder leisten will, weil Sie an Ihnen offenbar zu wenig verdienen kann?

So´n reiner Hoffnungslauf findet bei anderen Banken kaum mehr statt!

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Hi! Das Problem liegt doch oft noch wo ganz anders: die "Geiz ist Geil - und kostenlos-Mentalität" treibt doch viele Kunden einfach zu der Bank, wo es am Billigsten ist. Das ist solange toll, wie man Leistungen von der Stange nimmt oder Online unterwegs ist. Leider sind gerade diese Banken dann nicht vor Ort oder haben gar keine persönlich verfügbaren Berater weil Direktbank. Und wenn man dann mal Beratung haben möchte, dann geht man zur Bank vor Ort, lässt sich schön beraten und macht das Geschäft dann doch wieder wo anders online um etwas billiger. Wenn ich als Berater (bin ich nicht) eine Person so einschätzen würde, dann würde ich auch meine Zeit lieber den Kunden widmen, die meine Beratung auch honorieren und das Geschäft bei mir machen. Ein Berater wird nämlich nicht für das Beraten an sich bezahlt, sondern dafür, dass am Ende auch Produkte verkauft werden und zwar bei der Bank des Beraters. Das ist das grundsätzliche Thema, dass es da Auswüchse und suboptimale "Beratungen" gibt war ja nicht das Thema.

Deswegen gehen so viele kleine Banken und Geschäfte kaputt, deren Plus des persönlichen Kontaktes wird nicht mehr wertgeschätzt. Gruss

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Kommentar von christl10
08.02.2017, 13:51

Habe der Dame am Schalter der Deutschen Bank gesagt, daß ich mein Depot bei der anderen Bank lassen werde, aber wenn mir die Deutsche Bank was anbieten kann es dann auch bei der Deutschen Bank zu kaufen. Damit war sie aber auch nicht zufrieden. Ist mir Recht, wenn soviel Arroganz zu macht. Bei uns schließen in der Nähe zwei Deutsche Banken. Bin mir sicher, daß viele der Kunden nicht zur nächst weiteren Filiale gehen wollen und die Bank verlassen. Im Ort sind noch die Sparkasse und die VR Bank. 

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Kommentar von DonCredo
08.02.2017, 15:12

Servus nochmal. So ungefähr habe ich mir das gedacht. Aber es kommt noch was dazu: die derzeitigen Eingriffe von Politik, EZB und nicht am wenigsten auch vom Verbraucherschutz legen die Hürden für die Beratung, Dokumentationspflichten und auch Verwaltungsanforderungen inzwischen so hoch, dass man eine Beratung eigentlich nur noch dann anfängt, wenn es wenigstens eine kleine Chance auf Erfolg gibt. Mit Deiner Aussage, die ich absolut fair finde, hast Du Dich dafür quasi schon ins Aus gesetzt. Ich habe absolut Verständnis für den Berater - aber am Ende macht trotzdem der Ton die Musik. Ich befürchte wenn es so weiter geht und keiner da oben mal die Augen aufmacht, werden viele Banken das eine oder andere Geschäft nicht mehr anbieten (können) - zu viel wird halt irgendwann negativ. Danke übrigens fürs Kompliment :-))). Gruss Don

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Kommentar von DonCredo
09.02.2017, 17:03

Also für MICH wären 50TEur massig Asche. was den Rest angeht kann ich Deinen Eindruck aus Kundensicht absolut nachvollziehen - leider werden da verschiedene Hintergründe wirksam, die der Bankkunde nicht mitbekommt. Es ist tatsächlich heute so, dass auf grund der vielen Bestimmungen gar nicht mehr jeder Mitarbeiter beraten DARF - aber das sollte der Kunde natürlich nicht merken. Die angesprochene Kartengebühr erklärt sich wie so vieles auch daraus, das eine Quersubventionierung von Gebühren einfach nicht mehr möglich ist ... das hätte genau genommen schon viel früher passieren müssen - hat aber im Grunde nichts mit der Personalsituation zu tun. gruss

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Weil Banken grundsätzlich Geldgeil sind. Alle Angestellten einer Bank sind nur solange deine Freunde wie du Geld bei denen auf dem Konto hast oder Versicherungen.

Fertig!

Da ist kein höhrer Wert im Spiel.

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Es gibt bei allen Banken, also auch bei der Deutschen Bank, gute und weniger gute Berater. Du solltest nicht alle über einen Kamm scheren, nur weil du mit ganz wenigen schlechte Erfahrungen gemacht hast.

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Hast du denn überhaupt eine Vergleichsmöglichkeit? Wurdest du signifikant oft besser beraten, wenn du das Geld bei der Bank selbst hattest? Hast du diese "Studie" bei mehreren Banken durchgeführt?

Ich vermute, dass hier selektive Wahrnehmung im Spiel ist.

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Kommentar von jenshiller
08.02.2017, 15:32

Ich vernute auch, dass hier etwas wirre Wünsche an den Tag gelegt wurden.

Abholung mit der Limousine, selbstredend mehrere Mitarbeiter der Bank involviert, kleine Werbegeschenke anbei etc.

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Auch Bankberater sind Angestellte und nicht jeder Angestellte liebt seinen Job... 

Gutes Personal ist schwer zu finden 

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Weil sie zum großen Teil davon leben, dass sie dir etwas verkaufen wollen/müssen.

Für eine "Beratung" kannst du zur Verbraucherberatung gehen und zahlst deine Gebühr.

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Kommentar von christl10
08.02.2017, 12:27

Ist nicht ein Beratungsgespräch dem Verkauf vorangesetzt? Ich finde ohne Beratung kommt es auch nicht zum Verkauf. So meine Erfahrung! 

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"Ich finde die nehmen sich mit dem aroganten Benehmen die Chance einen neuen Kunden zu gewinnen, oder nicht?"

Ob du dein Geld wirklich bei der neuen Bank anlegen wirst, wird sich erst herausstellen, wenn es dort tatsächlich eingeht. Bis dahin wird die bank dich ungern beraten, weil sie dich ggf. doch nicht als neuen Kunden gewinnen kann. Keine Bank wird Arbeitskraft und Zeit in Beratungen investiern wollen, die ihr nacher keinen neuen Kunden bringen.

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Kommentar von christl10
08.02.2017, 12:46

Deine Einstellung ist kontraproduktiv. Wenn jemand zu Mercedes geht und gefragt wird was er fährt und er dann sagt er fährt derzeit einen VW, dann wird Deiner Meinung nach der Verkäufer sich gar nicht mehr oder kaum anstrengen wollen noch ein Verkaufsgespräch zu führen. So sehe ich Deine Einstellung. 

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Ein ehemaliger Banker sagte einmal sobald ein Kunde sein Büro betritt lag bei ihm nur der Gedanke in der Luft wie kriege ich sein Geld.Da erübrigt sich deine Frage er hat kein Interesse an dir wenn er kein Geld verdienen kann.

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