Wieso sind arme Kinder (z.B. in Rumänien) glücklicher als die armen Kinder aus Deutschland?

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9 Antworten

Kinder sind immer dann glücklich, wenn sie etwas gefunden haben, an dem sie Spaß haben, selbst wenn es belanglose Kleinigkeiten sind. Solches Kinderglück wird dann zerstört, wenn Begehrlichkeiten dazu kommen, die nicht erfüllbar sind.

In Rumänien ist einiges ganz anders als in Deutschland. Die Gruppen derer, die nur sehr wenig haben, sind dort größer, und diese Menschen haben dann auch eine größere Auswahl unter ihresgleichen. Sie kennen entweder gar nicht das vermeintlich Bessere (teure Geräte usw.), oder sie begehren so etwas weniger stark, weil sie mit dem Gewohnten stärker ausgefüllt sind.

In Deutschland ist das überwiegend ganz anders. Bei uns gibt es das bunte Durcheinander, wo Kinder armer Familien unmittelbar und fast ständig auf Kinder reicher Familien treffen, so daß dann auch massiv unerfüllbare Begehrlichkeiten entstehen.

Zusätzlich wirken noch die Unterschiedlichkeit von Infrasturen mit. Deutschland ist - abgesehen von mehr dörflichen Umgebungen - überwiegend eine Betonwüste, in der aneinander vorbei gelebt wird und in der man oft genug alles finden kann außer das, was man gerade am intensivsten sucht.

Das ist in Rumänien noch nicht so weit fortgeschritten. Dort gibt es zwar auch das ständige Suchen und Wünschen, doch bis zu den Kindern hat sich das noch nicht so stark ausgebreitet wie bei uns.

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Gute Frage :)

Die Kinder dort kennen es anders nicht und Wissen den Wert auch wenn es eine Kleinigkeit ist zu schätzen. Sie sind glücklicher weil Geld nicht gleich Glück heisst. Die Gesellschaft spielt eine grosse Rolle. Sie spielen noch miteinander, sitzen nicht den ganze Tag vor dem Computer was noch einsamer macht. Sie haben auch keinen so hohen Druck besser zu sein als andere, immer das beste von sich geben zu müssen ist auch für die Psyche eine grosse Herausforderung. Sie können einfach Kind sein und haben gerade so viel, wie viel sie brauchen. Ich komme aus Serbien das ist das Nachbarland von Rumänien und bei uns haben die Menschen auch nicht so viel Geld wie in Deutschland aber diese Menschen sind dennoch glücklicher sie Leben miteinander, sie besuchen sich gegenseitig, feiern, helfen sich untereinander, die Kinder spielen zusammen im Freien, es ist ganz anders und das bedeuted richtiges Glück und nicht Geld was nur gierig macht.

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Hallo!

Ich sehe das auch an meinen Verwandten aus Jugoslawien, wo fernab der großen Metropolen auch wenig los ist ------> noch vor rund 10 Jahren gab es Dörfer, die weder geteerte Straßen noch fließend Wasser hatten. Die Menschen haben es trotzdem nicht vermisst - weil sie es nicht anders gekannt haben & zufrieden waren mit dem was sie hatten.

Und genau darin liegt mMn die Crux: Jemand, der etwas nicht hat bzw. nicht kennt, vermisst es exakt deswegen auch nicht. Einer meiner Bekannten hat z.B. keine Kinder, und er meinte mal zu mir, er könne es deswegen nicht nachempfinden wie andere sich darüber freuen weil er selber einfach nicht erlebt hat wie es ist, Kinder zu haben!

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Wenn ich zur einer Gruppe gehöre die arm ist, aber nur 5 % der Bevölkerung ausmacht, wird mir meine Armut täglich offenbart.

Wenn die Menschen, die in den gleichen Verhältnissen leben wie ich, ca. 60 % (oder mehr) ausmachen, bin ich sozusagen im Mainstream.

Das ist in vielen Entwicklungs- oder Schwellenländern ähnlich.

Dazu könnte kommen, dass die Menschen in diesen Ländern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und diese deshalb glücklicher sind.

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Generell ist Armut auch relativ zu betrachten:

Einerseits ist der Neid natürlich dort größer wo arm und reich aufeinandertreffen und vielleicht eine Änderung "zum greifen nah ist"

Andererseits ist es auch je nach Gesellschaft unterschiedlich:

Hierzulande brauchen wir für alltägliche Dinge oft in relativem Maße mehr Geld; auch erfährt man mit Armut oft Isolation, Mobbing u.ä. ein stückweit ist der gesellschaftliche (und oft damit auch der persönliche) Druck da relativ hoch was psychisch natürlich sehr belastend sein kann

Das sind alles Faktoren die ebenfalls eine Rolle spielen.

Vor allem bei Kindern mag es natürlich ein stückweit auch so sein, dass Armut als abstrakte Situation kaum greifbar ist.

Armut ist nicht (nur) in einfachen Verhältnisen leben sondern Armut ist für mich vor allen Dingen der gesellschaftliche Druck, die Isolation, die Existenzangst, die Spirale aus der man mitunte rnicht mehr rauskommt.

Das Versätndnis und diese Gedangengänge kann man oft erst mit zunehmendem Alter verstehen.

Manche von diesen Faktoren können natürlich in wohlhabenderen Gegenden sogar eher auftreten.

Ich finde es alles in allem falsch Armut (vor allen Dingen relative) rein mitteltechnisch zu betrachten.

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Reichtum bedeutet nicht gleich Glück.

Die Kinder hier haben es gut, sind meistens aber schwach: Klingt hart, ist aber so, viele Kinder hocken den ganzen Tag vorm Computer und sind stark konsumgeil.

Ich war bereits in einigen anderen Ländern, die Kinder dort haben einfach eine andere Auffassung von Glück: Da reichen schon ein paar Süßigkeiten, um die zufrieden zu stellen.

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Vielleicht freuen sie sich auch über kleine dinge und sind dankbar für bisschen essen LG

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Tja das liegt daran, dass Deutschland allgemein eines der SCHLIMMSTEN (!) Länder ist wenn es um mentale Ansichten geht.
Sieht man auch an den Suizidraten in Deutschland, die sind höher als in Kriegsgebieten.. Einfach weil wir hier eine Gesellschaft haben die die Menschen krankt macht von klein auf wird man unter druck gesetzt muss leistung erbringen, gefühle unterdrücken (weil sonst ist man der schwache) etc. Sowas ist in anderen Ländern viel lascher und deshalb sind z.B. Menschen in afrika meist glücklicher wenn auch ärmer.

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Vielleicht weil die in rumänien sich über kleinigkeiten mehr freuen, da sie sowas wie ps4 und so gar nicht kennen

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