wieso sehen Juden Jesus nicht als Sohn Gottes an?

22 Antworten

Sie warteten und warten auf den Messias, aber sie haben in Jesus den Messias nicht erkannt. Ihr Messias sollte ein König in Israel sein, aber Jesus hat sich nur als Sohn Gottes vorgestellt, der zwar dem Bild der alten Propheten entsprach, aber Israel nicht in die Herrschaft, die unter David staatliche Selbständigkeit hatte, geführt. Sein Reich war, nach eigenen Aussagen auch nicht von dieser Welt. Jedenfalls war er so ganz anders, wie er nach jüdischen Vorstellungen sein sollte. Und es ist nicht angenehm, Mörder des Erlösers zu sein.

Heute kann man nicht mehr von den damaligen Verhältnissen eines Gottesstaates ausgehen. Es gibt auch unter Juden Christen, die an Jesus glauben. Lediglich die orthodoxen Juden halten an der  Vorstellung der Zeit der Pharisäer und Schriftgelehrten fest.

Allerdings sollten Christen vorsichtig mit ihren Vorstellungen umgehen, weil sie zum Teil ebenfalls von den Lehren Jesu abgewichen sind und nach eigenen Vorstellungen richten. Im Grunde haben sie Jesus damit auch abgelehnt, obwohl sie sich Christen nennen.

Nein. Jesus war ein Prophet und ein Sohn Gottes so wie andere Propheten auch, und er wollte  nicht angebetet werden.Betet nicht mich an, Betet meinem Vater im Himmel an.

Und Jesus war keinesfalls der einzige Sohn Gottes."Ganz gewiss, und wir haben den Beweis in der Bibel...Salomo und David sind laut Bibel auch „Gottes Söhne“...1. Chronik 22, Verse 9-10:Gott spricht zu David: „Siehe, der Sohn, der dir geboren werden soll, der wird ein Mann der Ruhe sein; denn ich will ihm Ruhe schaffen vor allen seinen Feinden ringsumher. Er soll Salomo heißen; denn ich will Israel Frieden und Ruhe geben, solange er lebt. Der soll meinem Namen ein Haus bauen. Er soll MEIN SOHN sein und ich will sein Vater sein. Und ich will seinen königlichen Thron über Israel bestätigen ewiglich.“

Nun zu David...Wie wir wissen wurden die Psalmen David offenbart...Psalm - Kapitel 2 ( Gottes Sieg und die Herrschaft seines Sohnes )Vers 1-2:David: „Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich? Die Könige der Erde stehen zusammen, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten...“Vers 7:„Ich ( = David ) will von der Weisheit predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat:«Du bist MEIN SOHN, heute habe ich dich gezeugt»...Dass mit "Gesalbte" und "Sohn" wirklich David gemeint ist, beweisen folgende Verse...Psalm – Kapitel 89 ( Eine Einweisung. Von Etan, dem Esrachiten )Nachdem Etan, der Esrachit in den Versen 1-18 zu Gott dem HERRN spricht, und Ihn preist und lobt, sagt er folgendes...Psalm 89, Verse 19-37:"Damals redetest Du ( Gott der HERR ) durch ein Gesicht mit deinen Frommen und sprachst: «Ich habe die Hilfe einem Helden übertragen, einen Auserwählten aus dem Volk erhöht; ich habe meinen Knecht David gefunden und ihn mit meinem heiligen Öl GESALBT; meine Hand soll beständig mit ihm sein, und mein Arm soll ihn stärken. Kein Feind soll ihn überlisten und kein Ruchloser ihn unterdrücken; sondern ich will seine Widersacher vor ihm zermalmen und seine Hasser schlagen; aber meine Treue und Gnade sollen mit ihm sein, und in meinem Namen soll sein Horn sich erheben. Und ich will seine Hand ins Meer tauchen und seine Rechte in die Ströme. Er wird zu mir rufen: Du bist MEIN VATER, mein Gott und der Fels meines Heils. Und ich will ihn zum ERSTGEBORENEN machen, zum Höchsten der Könige auf Erden...»...

 

Der im Alten Testament angekündigte Messias war kein Gott sondern ein Nachfolger Davids, der dessen Thron besteigt, die beiden Reiche vereinigt und als politischer Führer für die Freiheit der Israeliten vor Unterdrückung sorgt.

Aus diesem Blickwinkel war Jesus ein Versager.

Als Erlöser brauchten sie ihn auch nicht, denn auch die Erbsündenlehre ist eine spätere Erfindung des Kirchenvaters Augustinus. Die Juden kennen keine Erbsünde. Was die Jenseitsvorstellungen betrifft, gab es im Jundentum unterschiedliche Meinungen.

Welche Natur Jesus habe, eine menschliche, wenn auch göttlich inspirierte oder ob er selber Gott sei, wurde erst 451 bei einem katholischen Konzil endgültig zugunsten der Göttlichkeit entschieden. Christen anderer Meinung wurden von den Katholiken verfolgt.


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