Wieso sehen Haustiere uns als Gesellschaftliches Mitglied?

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9 Antworten

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Hauskatze ein erfülltes Katzenleben hat, vor allem dann nicht, wenn sie alleine gehalten wird.

Eine Katze, die von klein an keinen Freigang kennengelernt hat, wird den auch nicht vermissen, aber trotzdem ist der Sozialkontakt zu anderen Katzen wichtig und aus dem Grund sollten Wohnungskatzen auch immer zu zweit gehalten werden, denn ein Mensch ist kein Eratz für einen Katzenkumpel.

Ich denke nicht, dass Hunde heutzutage alleine in freier Wildbahn überleben könnten, da sie ja über Generationen ge-, ver- und leider auch überzüchtet wurden.

Katzen sind da eher selbständig, aber Katzen sind wiederum auch so schlau, dass sie nen Menschen adoptieren, der sie mit allem versorgt. Meist ist es die Katze, die sich den Menschen aussucht und nicht umgekehrt. Bei meinen Strassenkatzen war das jedenfalls so.

Tierliebe hat nichts mit krankhaftem Verhalten zu tun, so lange man Tiere nicht vermenschlicht und sie einigermassen artgerecht gehalten werden.

putzthiernur96 27.12.2016, 10:53

Ja hab auch noch Tierhaarallergie bei aller liebe hat meine Mutter das nicht gut durchdacht als sie uns die Katze angeschleppt hat aber jetzt ist sie da ich hab sie lieb gewonnen und ich würde sie nicht mehr abgeben außer ich wüsste wo sie sicher ist und klar kommt. Bei der Frage dachte ich vor allem an Ratten als Haustiere, diese sind unglaublich soziale Tiere und brauchen sich gegenseitig. Wenn ein Mensch eine Ratte einzeln hält dann wird sie sich unglaublich an ihn anpassen weil sie die soziale Bindung braucht, trotzdem treten oft Psychische Probleme auf weil sie keine Bindung zu ihren Artgenossen haben was Tierquälerei gleich kommt. Also bei Ratten ist das bekannt und anerkannt trotzdem holen sich oft Leute nur 1 Ratte statt 2 manchmal mit dem Wissen das die Ratte dann mehr auf diesen Menschen eingeht. Das Katzen damit eher klar kommen ist mir klar nur ob es nicht besser wäre wenn sie ohne uns wären war mir im Kopf. Weis nicht viel von der "Psychologie" von Tieren aber mich Interessiert das.

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maxi6 27.12.2016, 18:24
@putzthiernur96

Auch Katzen sollten Kontakt zu anderen Katzen haben können, denn auch Katzen sind keine Einzelgänger, sondern mindestens genauso soziale Tiere wie Ratten, die auch gerne den Kontakt zu ihren Artgenossen haben.

Auch Katzen können mit der Zeit psychische Probleme bekommen, wenn sie keinen Kontakt zu Artgenossen pflegen können.

Katzen können eine gewisse Zeit ohne uns Menschen überleben, aber auf Dauer sind sie doch auf uns angewiesen.

Hier bei mir gibt es leider noch immer zu viele Strassenkatze, die gefüttert werden und wenn sie in die Falle gehen auch ärztlich versorgt werden, heisst, geimpft, kastriert und was sonst noch anfällt. Ohne Impfung könnten sie krank werden und auch unter Katzen gibt es tödliche Krankheiten, wie z.B. Katzenäids und noch einige mehr.

Wenn Du einmal eine Katze mit Katzenäids im Endstadium gesehen hast, dann begreifst Du hoffenlich auch, dass Katzen nicht ohne uns Menschen leben oder überleben können, vor allem dann, wenn es wie z.B. hier bei uns keine Mäuse gibt, da es neben den Strassenkatzen auch noch Schlangen gibt, die Mäuse fressen.

Deshalb suchen sich Katzen ja auch meist Menschen aus, die ihnen zu futtern geben.

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Ich denken, Tiere nehmen das als gegeben hin, ohne darüber nachzudenken. Kinder nehmen es ja auch erstmal hin, in eine bestimmte Familie hineingeboren zu werden. Fragen, ob es nicht auch besser gegangen wäre, kommen erst im fortgeschrittenen Alter.

putzthiernur96 27.12.2016, 11:00

Geht ja nicht um das was eine Katze sich frägt.^^ Geht darum ob das Kind Drogensüchtige Eltern hat (also eigentlich nicht gut damit klar kommt) oder liebe Eltern hat (die gut genug sind um sie völlig zu erfüllen). Aber ich glaube was du sagen wolltest ist das es nicht allzu schlecht sein kann für das Tier.

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Hamburger02 27.12.2016, 11:07
@putzthiernur96

Damit wollte ich vor allem sagen, dass sich Tiere derartige Fragen erst gar nicht stellen und die Umgebung, in die sie "geworfen" werden, einfach so als Realität anerkennen und das beste draus machen.

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putzthiernur96 27.12.2016, 11:11
@Hamburger02

Wie gesagt es geht um eine Objektive Sicht ob es nun besser ist oder schlechter. Die Sicht von mir oder der Katze kann ja völlig falsch sein.

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Hamburger02 27.12.2016, 11:13
@putzthiernur96

Um die Sache zu objektivieren sehe ich nur ein Kriterium: die Zufriedenheit des Tieres. Die sehe ich durchaus in vielen Fällen auch bei Haustieren gegeben.

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putzthiernur96 27.12.2016, 11:22
@Hamburger02

Deshalb die Erwähnung das es ja nicht allzu schlecht sein kann wenn sie geben denn sie nehmen auch was ein akzeptieren gleich kommt und in manchen fällen die Zufriedenheit beweist.

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Weil beide Tierarten in einem Verbund leben - daher können sie auch uns als Rudelmitglied akzeptieren.

Natürlich haben immer beide Seiten Vorteile aus einer Verbindung, aber jeder kann seine Bedürfnisse auch ohne den anderen befriedigen.

Hund und Katze sowie auch der Mensch können einzeln erfolgreich Jagen - zusammen ist halt einfacher.

Katze, sowie auch der Hund haben sich dem Menschen angeschlossen - sich selbst "domestiziert", das ist keine erzwungene Massnahme gewesen.

Eine Katze die alleine und nur in der Wohnung leben muß, ist in der Tat ein armes Wesen. Indoorkatzen sollten zumindest zu zweit gehalten werden, oder aber raus dürfen.

putzthiernur96 27.12.2016, 19:21

Finde schon das sie an uns gezwungen wurden ein Stück weit. Sie sind ja zumeist nicht von alleine gekommen. Das muss ja nicht schlecht sein und nach diesen ganzen guten Antworten glaube ich auch nicht das es sehr schädlich für die meisten Haustiere ist. :)

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friesennarr 28.12.2016, 13:26
@putzthiernur96

Was verstehst du nicht an dem Wort "Selbstdomestikation" nicht? Die Tiere haben sich freiwillig an uns angeschlossen, die wurden nicht gezwungen.

Katzen haben sich uns zugesellt, nicht umgekehrt und die Hunde ebenso.

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Kleine Anekdote zu deinem Nick ohne Bezug zum Thema:

Ein guter Freund von mir war absoluter Fan von Marlene Dietrich. Diese wohnte in ihren letzten Jahren in Paris in einem bewachten Appartmenthaus und verweigerten jeden Kontakt zur Außenwelt und ging auch nicht mehr aus dem Haus. Sie lebte völlig isoliert, da sie als alte Frau ihre eigene Legende nicht zerstören wollte.

Mein Freund hatte jedoch ihre Telefonnummer rausgekriegt und rief sie spasseshalber einfach mal an, in perfekten Französisch muss man dazu sagen. Am anderen Ende nahm eine Frau ab und auf die Frage, ob er Frau Dietrich sprechen könnte, antwortete diese Frau "Ich putze hier nur, Frau Dietrich ist nicht zu sprechen."  An der Stimme hatte er jedoch sofort erkannt, dass es Marlene persönlich war. Er stellte sich dann als Fan aus Berlin vor und unterhielt sich mit der "Putzfrau" über 1/2 Stunde angeregt über Berlin. Das war für ihn ein unvergessliches Erlebnis.

putzthiernur96 27.12.2016, 11:18

Echt schöne Geschichte. :)

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Das ist tatsächlich eine Frage der Auslastung.

Ich bin momentan Hochschwanger, und kann einfach nicht mehr so ausgiebig mit meinen zwei Hunden raus...Ich habe ein schlechtes gewissen, und denke das sie es im MOMENT wahrscheinlich woanders besser hätten. 

Aber, das ist halt auch nur im Moment so. Ansonsten sorge ich ja dafür, dass sie einen Großteil ihrer natürlichen Bedürfnisse stillen können. (Außer echte Tiere Jagen) 

Bei reinen Hauskatzen sehe ich da tatsächlich ein Problem. Die wenigsten Menschen nehmen sich die Zeit, die Katzen vernünftig auszulasten und diese wiederum langweilen sich in der Wohnung zu Tode, weshalb dann auch mal häufiger Sachen zerstört werden. 

Ich finde Katzen gehören ausschließlich in Wohngebiete, wo sie auch raus können...Oder eben zu Besitzern, die sich im klaren darüber sind, das die Katzen ansonsten anderweitig ausgelastet werden müssen. 

Ansonsten sind wir in der Regel sehr angenehme Sozialpartner für unsere Tiere. Wir sorgen für Sicherheit und Futter. Deshalb haben sich diese Tiere auch domestizieren lassen. :)

Eine hauskatze hat es bei uns sicherlich besser als in der Natur. Bestimmte Rassen wäre nichtmal alleine lebensfähig... die Katze bekommt Futter und streicheleinheiten. Muss ja einen Grund haben warum die freigänger zurück kommen oder bauernhofskatzen gern ins Haus kommen. Keine Feinde, immer Futter und jemand der einen kratzt. Hört sich gar nicht so schlecht an..

Bei anderen Arten trifft es allerdings sehr zu das sie in der Natur glücklicher wären. Fische und Terrarientiere werden meistens nicht richtig gehalten und sterben durch Anfänger Fehler qualvoll. 

Eine Katze ausschließlich in der Wohnung einzusperren ohne außengehege/Freigang ist aber auch nicht artgerecht. 

putzthiernur96 26.12.2016, 23:53

Sowas wie Fische und Reptilien sind weniger für uns Bedürfnis erfüllend, sie sind eher ein Statussymbol finde ich. Naja die freigänger Katze will ja auch nicht ihr Futter selbst fangen, die frage ist ob das besser für sie ist oder nicht das kann sie ja selber kaum wissen...

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HamAsket 26.12.2016, 23:57
@putzthiernur96

Mach die Tür auf und schau ob sie mal gucken geht, es ist für jedes Tier langweilig immer nur vier Wände zu sehen und nie Baum oder Gras unter sich zu spüren!

Eine Katze ist auch nur ein Statussymbol. Einzig Nutztiere erfüllen einen Zweck bei ihrer Haltung. 

Warum sollte das Tier nicht wissen was gut ist? Las ihr die Wahl und sie entscheidet sich für das was sie mag. 

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putzthiernur96 27.12.2016, 00:07
@HamAsket

Eigentlich ist es eine Familien Katze, wir haben einen Balkon sie darf in den Hausgang überall hin wo sie hin will sie hat aber Angst komplett raus zu gehen und ist schon etwas älter. Das Ding ist sie muss auch nicht raus gehen weil sie Nahrung und Sicherheit hat aber das ist ja nicht das einzige was das Leben ausmacht.

Naja andere Haustiere kann man nur anschauen und schön finden, Katzen und Hunde erfüllen verschiedene Bedürfnisse wie Kuscheln, sie freuen sich wenn man nach Hause kommt sowas halt.

Wollte den Menschen vergleich eigentlich vermeiden aber ein extremes Beispiel: Ein Junkie macht wenn er die Wahl hat auch nicht das was gut für sein Leben ist.

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putzthiernur96 27.12.2016, 00:13
@putzthiernur96

Besseres Beispiel ein Mensch der in nur seinem Bett liegt und Nahrung und Sicherheit bekommt und Angst hat was ihn draußen erwartet ist nicht unbedingt erfüllt von seinem Leben aber wird niemals raus gehen.

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Also ich denke das ist eine Art geben und nehmen. Ich sehe das ganze wie eine Freundschaft. Ich habe meine Hund vor einigen Jahren aus einer sehr schlechten Haltung gerettet und sorge nun für ihn. Ich verbringe den ganzen Tag mit ihm, wir spielen viel und ich neheme ihn sogar mit zur Arbeit. Er beschützt mich und muntert mich auf wen ich traurig bin oder es mir schlecht geht. Als ich klein war hatten wir einige Katzen und 2 Hunde. DIe Katzen waren viel drausen unterwegs und waren glaub ich sehr glücklich. Vor einigen Jahren wollten meine Schwester und ich wieder eine Katze, anfangs liesen wir sie in der Wohnung aber nach einem Umzug konnten wir sie dan raus lassen. Eine der 2 Katzen war begeistert doch die andere traute sich garnicht raus. Sie waren aus dem Tierheim und ich vermute das eine der 2 es einfach nicht kannte raus zugehen. Mit der Zeit gewöhnte sie sich daran und war unglaublich munter.

Was ich eigentlich damit sagen will ist das ich denke wenn man sich sehr gut um seine kleinen Lieblinge kümmert spürt man das sie uns Menschen mindestens genauso sehr lieben wie wir sie. Es ist Freundschaft, kein Zwang/Gefängniss.Katzen sind sehr gerne drausen, doch manchmal haben wir einfach nicht die möglichkeit sie raus zu lassen wenn du die möglichkeit hast solltest du das tun. Du wirst sehen deine Katze wird immer wieder zurück kommen nicht weil sie muss sondern weil sie will.

Da magst du recht haben. In der wildnis geht es aber um fressen und gefressen werden. Da hat es dein kätzchen in der hinsicht ziemlich gut bei dir. Um nahrung brauch es sich auch nicht zu bemühen.. ich denke es ist ein geben und nehmen :-) als quälerei würde ich es nicht ansehen.. wenn du im dschungel bei einer affenfamilie geboren wärest dann würdest du auch nicht in die großstadt wollen. Man gewöhnt sich an alles. Wenn man den tierchen genug Aktivitäten bietet und sie nicht vollstopft bis sie platzen oder ihnen anfängt kleidchen anzuziehen dann gehts ihnen meist gut, denke ich..

putzthiernur96 26.12.2016, 23:47

Glaubst du nicht das es vielleicht Psychische Beeinträchtigungen geben kann wenn das Tier nicht Jagd und manchmal weg läuft? Ich versuch das Objektiv zu sehen, das ist der Lauf der Natur "fressen und gefressen werden" daher kann das in der Hinsicht doch nicht gut sein oder?

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elocin170 26.12.2016, 23:52

Ich glaube das die tiere mittlerweile für das "auf sich alleine gestellt sein" in der natur nicht mehr geeignet sind. Wölfe vielleicht ja.. so rassen wie schäferhunde, kangals, huskies, rottweiler, robuste mischlinge -OK.... aber was macht die Chihuahua familie wenn du sie im wald aussetzt? Wahrscheinlich zitternd erfrieren.
Und die katze klettert auf den baum und hofft auf die feuerwehr?? Ich weis nich..

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putzthiernur96 26.12.2016, 23:58
@elocin170

Da hast du recht jetzt haben sie sich an uns gewöhnt aber es ging allgemein darum ob es nicht besser gewesen wäre wenn wir nie da gewesen wären?

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friesennarr 27.12.2016, 12:01
@elocin170

Du wärst überrascht wie viele unserer Haustiere ganz ohne uns auskommen können, wenn plötzlich damit konfrontiert.

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elocin170 27.12.2016, 00:03

Ich denke dann wären viele rassen nicht entstanden. Bzw wären die tiere dann voher ausgestorben.

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Menschen sind den Tieren ähnlicher als du denkst. Auch Menschen haben instinkte und lebten mal in der Natur. Menschen können Tiere lieben wie als wären sie Menschen und Tiere können Menschen lieben. Es gibt sogar aufnahmen wie Tiger bekannte Menschen umarmten, nachdem das Tier jahrelang in der wildnis lebte. Meine Katze zB miaut mich so lange an bis ich mich hinsetze, dann knuddelt sie sich an mich.

Aber natürlich sind auch nicht alle Tiere fähig sich den Menschen anzupassen, aber unsere heimischen Katzen, Hunde, wellensittiche etc. haben es gut bei uns

putzthiernur96 27.12.2016, 00:21

Ja den Vergleich wollte ich nicht unbedingt anstellen, macht alles komplizierter. Das es für Menschen auch besser wäre wenn sie sich nicht entwickelt hätten ist eine Behauptung die auch ihre Berechtigung hat.

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FruitDealer 27.12.2016, 00:24
@putzthiernur96

was definierst du als "besser"? Und vorallem wieso wäre es besser für uns wenn wir uns nicht "weiterentwickelt" hätten, und so weit ist es auch nicht. Heute noch, du. Ja genu du, du hast instinkte. Die nutzt du aber nicht. Wie gehts dir? Super oder? Deiner katze gehts auch super, und sie nutzt ihre noch oft genug wenn sie draußen ist. In der regel sehen katzen menschen aber auch als Rudelmitglieder an. Du kannst dir zu 100% sicher sein wenn deine katze ein hohes bewusstsein hätte, würde die immer beim Menschen wohnen wollen ^^

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putzthiernur96 27.12.2016, 00:48
@FruitDealer

Ich sag ja kompliziert. Ich hab so ziemlich alles was ich haben will. Super oder Gut geht es mir aber damit nicht, und vielen Menschen auf der Welt auch nicht. Man muss etwas tun müssen um dieses Problem zu lösen.

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