Wieso schüttet der Körper bei hohem Blutzucker aceton aus?

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4 Antworten

Es kann ja sein das ich gerade ganz schwer neben der Spur bin, aber normalerweise schüttet der Körper bei hohem Blutzucker Insulin aus um es zu binden, während bei niedrigem Blutzucker (aber hohem Bedarf) Adrenalin ausgeschüttet wird, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Nein, das mit dem Aceton stimmt so in etwa.

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@jennyblomma

Das passiert bei absolutem Insulinmangel, mehr weiß ich aber auch nicht, nur dass es dann sehr gefährlich wird.

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@jennyblomma

Ok, also hab mich eben kurz belesen:

Der Körper selbst schüttet kein Aceton aus, sondern es entsteht als Abfallprodukt, wenn der Körper zuwenig Insulin hat. Der Körper verändert dabei seinen Stoffwechsel und stellt Zucker aus Körperfett her, wobei das Aceton als unbrauchbares und mehr oder weniger schädliches Stoffwechselprodukt über den Harnweg ausgeschieden wird.

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@Yugeuner

aber das ist doch auch blöd, wenn der körper bei einer überzuckerung noch mehr zucker herstellt

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@Yugeuner

neh. das stimmt so nicht. siehe meine antwort.

die ketokörper sind genauso ein energielieferant wie z.b. glukose, lactat, freie fettsäuren...

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@miimiimiimii

Ketokörper oder auch Ketonkörper ist die Bezeichnung für drei Verbindungen, die vor allem in katabolen Stoffwechsellagen (also Hunger oder Diät) gebildet werden und unter Umständen zu einer Ketose führen. Unter Ketokörpern fasst man Acetoacetat (auch Acetacetat genannt bzw. Acetessigsäure), Aceton und β-Hydroxybutyrat (in d. Abb. unten 3-Hydroxybutyrat benannt) zusammen. Letztere Verbindung ist die bedeutendste der drei.

Die Ketokörper werden in der Leber aus Acetyl-CoA gebildet, welches aus der β-Oxidation stammt. Sie stellen eine transportable Form des Acetyl-CoAs in unserem Körper dar. Zur Verwertung der Ketokörper müssen sich Gehirn und Muskeln aber zunächst umstellen, indem sie Enzyme exprimieren, die zur Rückwandlung von Ketokörpern in Acetyl-CoA benötigt werden. In Hungerzeiten tragen die Ketokörper einen beträchtlichen Anteil zur Energiegewinnung bei. So ist es dem Gehirn nach einiger Zeit möglich, mit 40 Gramm anstatt mit 120 Gramm Glucose pro Tag auszukommen.

wikipedia

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@miimiimiimii

da in besagtem falle der blutzucker in ermangelung des insulins nicht in die zellen aufgenommen wird und die zellen eben hungern, verhält sich der körper wie bei besagten hungerzuständen und baut fettsäuren aus dem fettgewebe ab. in der leber werden diese umgewandelt in eben die ketonkörper, welche im gegensatz zu den freien fettsäuren vom nervengewebe verstoffwechselt werden können.

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@Yugeuner

danke. ;-)

ein vorteil der ketonkörper ist, dass sie frei im blut gelöst transportiert werden können.

bei den fetten die zu ihrer entstehung gespalten werden, benötigt man überwiegend apolipoproteine um das ganze schön verpackt in form von lipoproteinen im blut zu verschicken.

außerdem gibts bei letzteren (glaub ich) auch probleme dabei, die blut-hirnschranke zu passieren.

deswegen werden daher diese ketonkörper benötigt.

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Wenn der Blutzuckerwert sehr hoch ist (> 240 mg/dl) oder die Harnzuckerausscheidung über 2 % beträgt, muss der Harn auf Aceton untersucht werden. Diese Verbindung ensteht beim Abbau von Fett im sogenannten Hungerstoffwechsel. Beim Diabetiker bedeutet das Auftreten von hohen Blutzuckerwerten und Aceton, dass der Stoffwechsel entgleist ist. Es wird dringend Insulin benötigt.

Azeton sind die Abfallprodukte beim Fettabbau des Körpers. Da die Zellen nicht mehr genügend Zucker bekommen, suchen sie sich die Nahrung, indem sie Fett abbauen. Und das ist dann das Azeton. Es kommt damit zu einer vergiftung des Körpers

das problem ist ja, dass die glucose trotz des hohen blutzuckerspiegels nicht in die zellen aufgenommen wird.

im blut herrscht also ein überschuß, in den zellen jedoch ein mangel.

insbesondere das hirn ist jedoch sehr stark auf zucker als energielieferant angewiesen.

als nennenswerte alternative hat es nur noch die möglichkeit ketonkörper (aceton, beta-hydroxybutyrat und acetaceton) zu verstoffwechseln.

damit das gehirn, das ja energie braucht und eben den zucker nicht aufnehmen kann, halt irgendein nahrungsäquivalent bekommt, werden in der leber eben diese ketonkörper aus dem abbau von fettsäuren produziert.

nachteil der ketonkörper ist, dass sie schwache säuren sind. bei einer zu hohen konzentration übersäuert der körper daher (nennt man dann ketoazidose).

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