Wieso Schrot-Munition bei der Entenjagd?

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5 Antworten

Hallo, wenn ich die ganzen "fachmännischen" Argumente von "Besserwisser" lese, gebe ich lieber meinen Jagdschein wieder ab! Die Nutzung von Art (Schrot / Kugel) und Kaliber der Munition ist im Bundes- sowie im Landesjagdgesetz vorgegeben. also: auf Flugwild wird mit Schrot geschossen,da die Trefferwahrscheinlichkeit durch mehrere kleinere Kugeln auf kleine sich mehr oder weniger schnell bewegende Ziele Erfolg bringt. Man möchte ja auch etwas von dem Wild verspeisen, deshalb wird hier auf Kugel - Kaliber verzichtet, da sich die Projektile im Wildkörper aufpilzen um tödliche Wirkung zu haben. Eine Ente würde als Fetzen vom Himmel fallen - nicht mehr verwertbar! Soweit zum Wildbret. Aber stell dir vor du schießt mit einer Kugel auf Flugwild (Treffer oder vorbei) das Projektil fliegt noch etliche 100m ja sogar bis in den km- Bereich ! Also größte Gefahr für Mensch und Tier im Schußfeld im (evtl. Treffebereich), wenn die Erdanziehungskraft das Geschoss wieder Richtung Erdboden lenkt!!! Deshalb wird Schrot benutzt, um dieser Gefahr weitgehend entgegen zu wirken. Hier liegt der Gefahrenbereich bei wenigen Hundert Metern und die Ente schmeckt mit wenigen Außnahmen (Schrotkugeln) vorzüglich! Ich hoffe ich konnte Dir helfen?! LG

Gute Antwort-besser als Wiki.

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@zumsee

Danke! - aber traurig, dass es "Fachleute" gibt , die es nicht besser erklären können oder wollen! LG!

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Es wurde schon viel richtiges geschrieben, möchte nur den Sicherheitsaspekt hervorheben, eine Schrotkugel fliegt "über den Daumen gerechnet" etwa 100m pro mm Durchmesser. Bei Geschossen aus "normalen" Gewehren ist der Gefährdungsbereich bei Durchschüssen/Fehlschüssen schon im Kilometerbereich

Wenn du in der Lage bist mit einem Kaliber 9 mm, 5,56 mm oder 7,62 mm eine Ente oder Wachtel im Flug zu erwischen, dann bist du der nächste Bob Lee Swagger. Schrot richtet nicht so viel Schaden an und man kann auf größere Entfernung höhere Trefferchancen erreichen. Mit den oben genannten Kalibern triffst du nie. Fall doch, bleibt nichts mehr von dem Tier übrig!

Am besten noch ein Kaliber 50 damit man auf Nummer sichergehen kann!

Weil Federwild aus waidmännischen Grundsätzen heraus nur im Flug erlegt werden darf. Um solch kleine Ziele wie Enten oder Gänse zu treffen muss mit Schrot geschossen werden, denn mit einer einzigen Kugel wäre dies nahezu unmöglich. Die Kehrseite dieses Brauchtums ist aber, dass es selbst Ornithologen kaum möglich ist, die Vogelart im Flug zu eindeutig zu erkennen. Somit ist es auch einem normalen Hobbyjäger erst recht nicht möglich bejagbare Arten von geschützten Arten zu unterscheiden und deshalb kommt es bei der Jagd auf Wasservögel häufig vor, dass geschützte Arten erlegt werden. Weiterhin ist von Nachteil, dass durch den Schrotschuss viele Tiere nur einen Teil der Schrotgarbe abbekommen und dadurch nicht tödlich getroffen werden. Untersuchungen haben ergeben, dass ein Großteil der heimischen Wasservögel Schrotkörner im Leib haben, was bedeutet, dass sie irgendwann mal angeschossen wurden und diese Verletzungen überlebt haben.

Luftkutscher, wenn Du mal wieder Deine Anti-Jagd-Haltung hier propagieren möchtest, kommt das sehr durchsichtig hier an.

Die meisten Flugwildarten werden völlig korrekt erlegt, im Flug und die richtige Art. Nur bei wenigen Gänsearten kann es zur Verwechselungen kommen. Die Jägerschaft tut aber alles dafür, dass es zu keinen Fehlabschüssen kommt.

Deine Hetze gegen sog. Hobbyjäger kannst Du Dir schenken. Die meisten Jäger jagden außerordentlich verantwortungsvoll und betrachten ihre Passion nicht als "Hobby", sondern als wichtige Aufgabe für die Gesellschaft, Landwirtschaft etc. Außerdem schaffen wir damit wertvolle Lebensmittel, die wir entweder selber essen oder eben verkaufen und damit der Bevölkerung zugänglich machen. Das schmeckt besser und ist besonders aus tierschutzrechtlichen Gründen deutlich besser, als jede Billigfleischware aus dem Discounter oder vom Supermarkt.

Die zitierten Untesuchungen sind mehr als windig und stammen alle aus der Jagdhasser-veganen-Szene, vergiss es also.

Und an Zumsee: Schrotmunition ist natürlich auch eine 'normale Munition' Man muss eben immer die wählen, die für die jeweilige Wildart passt und tierschutzgerecht tötet. d. h. maximal schnell und sicher. Außerdem stehen im Bundesjagdgesetzt klare Vorschriften, mit welcher Munition, Energie etc. welche Wildart gejagdt werden darf.

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@stichelhaar

Wieso Anti-Jagd-Haltung? Ich habe selbst vor vielen Jahren die Jägerprüfung abgelegt und weiß was Jagd bedeutet. Allerdings ist es für mich immer wieder befremdlich, wenn Waidmänner ohne berufliches Hintergrundwissen der Meinung sind, sie machen alles richtig, nur weil sie dies auf dem Vorbereitungslehrgang zur Jägerprüfung oder am Jägerstammtisch so gelernt haben. Wer das notwendige Hintergrundwissen aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit hat, der kann leider nicht mit allem konform sein, was von Seiten des durchschnittlichen Jägers als richtig erachtet wird.
Weshalb wohl werden die Ansichten des DJV von vielen Forstwissenschaftlern, Wildbiologen und Veterinären nicht geteilt und weshalb haben diese sich im ÖJV organisiert?

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@Luftkutscher

Du meinst doch sicher die Art von Wissen, die in einem Meerschwein einen Großkaliber-Ausschuß erkennt, oder? Bin ich aber froh, nicht so viel geballtes Hintergrundwissen zu haben.

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@Terrier74

Leider gibt es zu viele Hobbyjäger die auf alles ballern, egal ob Wild- oder Haustier. Wenn man hört mit was so mancher Hobbyjäger Wildschweine verwechselt, dann nimmt es nicht Wunder wenn er Wildschweine mit Meerschweinchen verwechselt.

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@Luftkutscher

Weisst Du, alleine Deine Wortwahl sagt schon alles. Und Dein Hinweis auf den ÖJV spricht auch für sich. Dieser Miniverein, der bundesweit 1.625 Mitglieder hat, von denen noch nicht mal alle Jäger sind, propagiert eine Form der Jagdausübung, die nichts mit ordentlicher Jagd zu tun hat, die teilweise tierschutzwidrig ist. Wenn du von 'ballern' sprichtst, dann frage ich mich, wie und was Du beim Schießen machst. Ich 'ballere' nicht, sondern schieße, treffe und erlege damit waidgerecht ein Tier schnell und wirkungsvoll, damit es nicht leiden muss. Ein Verein, der Rehwild als "Schadwild" bekämpft und niedermacht, der Weitschüsse auf 500 m propagiert, in dem führende Vorstandsmitglieder wegen jagdrechtlichen Verstößen ihren Job verloren haben, den kann man nicht ernst nehmen. Und Du kannst hier sooft Du willst von 'Hobbyjägern' schreiben wie Du willst, davon wird es nicht richtiger. Leute wie Du schaden der Jagd, schaden den Tieren. Und es mag ja sein, dass Du mal irgendwann einen Jagdschein gemacht hast, aber Jäger bist Du mit dieser Haltung nicht. Geh cullen, das scheint es ja zu sein, was Du befürwortest.

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Untersuchungen haben ergeben, dass ein Großteil der heimischen Wasservögel Schrotkörner im Leib haben, was bedeutet, dass sie irgendwann mal angeschossen wurden und diese Verletzungen überlebt haben. <

Das könnte aber auch einfach daran liegen dass die Tiere die Kügelchen beim Grundeln mit der Nahrung aufgenommen haben.Auch nicht lustig, aber weit weg von "angeschossen".

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@ES1956

Beim Gründeln gelangen die Schrotkügelchen allenfalls in den Magen-Darm-Trakt, nicht aber in das Muskelgewebe. Das jedoch ist bei einer Vielzahl von Wasservögeln der Fall.

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@stichelhaar

Ja da muss ich Dir ausnahmsweise recht geben, dass es ein großer Mist ist, wenn Jäger auf den Schrotschuss und besonders auf bleihaltiges Schrot bestehen und nicht im geringsten lernfähig sind. Was der Schrotschuss in der Tierwelt bewirkt ist mittlerweile ausführlich untersucht worden, jedoch finden derartige Untersuchungen bei der Mehrzahl der Jäger leider keine Beachtung. http://www.jagd.it/waffenkunde/schrotschuss.htm

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@Luftkutscher

Du weißt ja mal wieder was Sache ist, klar. Dass bleifreie Schrote eine deutlich höhere Gefahr für Umfeld und Schützen bedeutet kann man natürlich vernachlässigen. Und ob alle "Studien", die über bleihaltige Munition veröffentlicht werden, wirklich Studien im wissenschaftlichen Sinne sind und ob alle Schlüsse, die daraus gezogen werden korrekt sind, muss man bezweifeln. Und was Du so behauptetst über die "Mehrzahl" der Jäger ist auch nonsens. In fast allen Landesjagdgesetzen ist eindeutig festgelegt, dass am Wasser und in einer Entferung von in der Regel 2 - 300 m nur mit Stahlschrot geschossen werden darf.

Und für die Nichtjäger, damit Ihr auch versteht, worum es hier geht: Bleifreie Munition - Kugel oder Schrot - hat ein völlig anderes ballistisches Verhalten, andere Abprallwerte (und damit andere Hinterlandgefährdung) und ein anderes Tötungsverhalten. Nach Tierschutzgesetz sind Jäger verpflichtet, möglichst schnell und wirkungsvoll und damit mit möglichst wenig Leid zu töten. Das ist bei bleifreier Munition oft nicht der Fall.

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Triff mal mit einer einzigen Kugel ein kleines Ziel was sich bewegt und dann versuch es mit Schrot wo viel kleine Schrot Kügelchen verschossen werden, somit ist die Wahrscheinlichkeit größer zu treffen, außerdem wenn man mit eine 9mm oder so eine Ente trifft bleibt nicht so viel übrig weil wie gesagt Schrot ist kleiner als 6mm auf jedenfall und macht nicht so viel Schaden!

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