Wieso schmeißt man einfach Griechenland nicht aus der Euro Währung raus,anstatt alle 2-3Jahre 80-100Milliarden an Schulden zu geben die man eh nie wieder sieht?

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20 Antworten

- Am Anfang hatten die Banken, die die griechischen STaatsanleihen hielten (vor allem deutsche und französische Banken) kein Interesse daran, dass Griechenland aus dem Euro geworfen wird und sozusagen Pleite geht, weil dann die Banken ihr Geld von den Anleihen verloren hätten. 

Deshalb haben die Banken die Regierungen dazu gebracht, möglichst viel Geld in Griechenland hineinzubuttern.

Soviel ich weiss kriegen die für dieses Geld eine recht gute Verzinsung. Deshalb geht es Griechenland ja so schlecht - weil sie den Schuldendienst fast nicht aushalten.

Summa Summarum macht Deutschland also ein recht gutes Geschäft, und Griechenland ein schlechtes.

Kommt hinzu, dass es den Euro extrem destabilisieren würde, wenn ein Land austritt, und das wäre für Deutschland nicht gut.

Auf der anderen Seite profitiert zumindest der deutsche Export davon, dass der Euro so tief ist...

Also: die Deutschen sind sowieso sehr gut aus dem Schneider, egal wie es läuft.

Die, die leiden, sind die Griechen, die ihre Kinder ins Waisenhaus schicken müssen, weil sie sie nicht mehr ernähren können. Alles wegen der Sparmassnahmen der Deutschen.

Endlich jemand der weiss wovon er redet!

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Soviel ich weiss kriegen die für dieses Geld eine recht gute Verzinsung

Und was bringt das, wenn nichts davon rein kommt?

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@soprahin

kommt doch rein.

höchstens etwas später.

aber in der ersten runde wurden öffentliche gelder genutzt, um Schulden bei Privaten zu zahlen.

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Griechenland kann nicht deshalb seine Schulden nicht zurückzahlen, weil die Zinsen so hoch sind, sondern weil es über die Maßen Schulden aufgenommen hat.

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@vitus64

DAs ganze Geld, das reingepumpt wurde, war einfach eine wundersame Schuldenvermehrung. d.h. das ganze Geld wurde eigentlich ausschliesslich für den Schuldendienst gebraucht, die Schulden haben sich quasi selbst vermehrt...

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@Accountowner08

Die waren schon vor den Rettungsmaßnahmen so stark überschuldet, dass sie die Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen konnten.

Der Grund war einfach, dass durch die Einführung des Euro die Kredite nicht mehr auf Drachme lauteten, sondern auf Euro und durch den Wegfall des Wechselkursrisikos wesentlich günstiger wurden.

Das Schuldenmachen war also verlockend.

Natürlich hast du Recht, dass es falsch war, die Schuldenlast durch Rettungspakete noch zu vergrößern, aber zur einzig sinnvollen Maßnahme, dem Grexit konnte man sich ja nicht durchringen.

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Alles wegen der Sparmassnahmen der Deutschen.

Die Griechen könnten ja darauf verzichten, das Geld und die damit verbundenen Sparmaßnahmen anzunehmen ^^

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@Oppaidragon

Tatsächlich haben die Griechen sich auch schon 2x gegen das Geld und die damit verbundenen Sparmaßnahmen entschieden:
Im Januar 2015 als Syriza, die damals gegen die Sparmaßnahmen waren, an die macht kam und und ein halbes Jahr später als sie in einer Volksabstimmung mit 61% gegen das "großzügige" Angebot der Eu und Deutschland stimmten.

Nur Alexis Tsipras hat eben den anderen Weg eingeschlagen...

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@Joneson

Hat Syriza wirklich versprochen, kein Geld mehr von der EU zu nehmen oder war es nicht eher so, dass sie die großmächtige EU dazu bringen wollten, das Geld einfach so rauszurücken? Das Referendum betraf nur einen Plan der EU und nicht den gesamten Kurs bezüglich der Hilfsmaßnahmen.

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@Oppaidragon

Naja, indirekt schon. Es war beim Referendum ja eigentlich klar, was ein Nein mit all seinen Konsequenzen bedeutet hätte

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Im Groben und Ganzen richtig aber du musst bedenken das nicht die Deutschen davon profitieren sondern vor allem die Banken und die Unternehmen da diese aber meist keine (oder nur sehr wenig) Steuern zahlen kann man durchaus sagen der Stat nimmt die Steuergelder des Mittelstandes um es den Unternehmen zu geben

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@Chris1489

So sehe ich es auch...

aber auf der anderen Seite sind die Banken im Prinzip die Pensionskassen des Mittelstandes...

Also: der Mittelstand zahlt so oder so...

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Weil die Griechen das Geld verwenden um alte Schulden zu tilgen. Es geht für Deutschland also linke Tasche raus, rechte Tasche wieder rein. Es wird kein zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt.

Na dann sag es doch richtig. Die Gelder gehen an die Deutsche Bank.

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@1988Ritter

Falsch, die Deutsche Bank hat alle Griechenland-Anleihen schon lange an die EZB abgegeben - Stichwort Anleihe-Kaufprogramm. Das Geld geht also von der EZB an die EZB.

Die Deutsche Bank hatte übrigens gar nicht so viele Griechenland-Anleihen. Deshalb sind sie während der EUR-Krise im Gegensatz zu vielen anderen Banken auch nicht in Schwierigkeiten geraten. Deren Probleme kamen später aus den USA.

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Wenn man Griechenland aus dem Euro entlassen würde, wäre das für den Euro nicht hilfreich. Der würde an Wert gewinnen und unsere Produkte würden sich auf dem Weltmarkt verteuern. Unser Exportüberschuss ist auch mit dem sehr günstigen Euro zu erklären. Bei all den Diskussionen die über Griechenland geführt werden, darf man nicht vergessen, dass Griechenland schon  v o r  der Aufnahme in die EU total verschuldet war. Das Land hat in der Vergangenheit schon mehrere Pleiten erleben müssen. Die Griechen lebten über ihre Verhältnisse. Überhöhte Renten, bürokratischer Wasserkopf der immense Summen verschlingt, trotz leerer Kassen. Mit Tricksereien hat sich Athen quasi in diesen EU Verbund eingeschlichen, weil die wussten, dass sie sich der Brüsseler Kasse bedienen können. Es wurde offenbar von den Politkern überhaupt nicht überprüft, in welcher finanziellen Lage sich dieses Land überhaupt befindet, bevor man es als Mitglied aufnahm. Oder manwusste es doch, hat dem aber keinen grossen Wert beigemessen. Hauptsache es geht schnell und viele Länder kann man anheuern. Heute zeigt sich aber, dass wir von Einigkeit noch weit weg entfernt sind. Die Briten sind die ersten die sich aus der EU verabschieden. Es werden sicher weitere folgen. Dazu bedarf es eben einer Volksabstimung wie es die Briten machten und schon haben sie sich der Brüsseler Diktatur entzogen. Können ihre Grenzen scliessen. Selber bestimmen wen sie ins Land lassen und wen nicht. Behalten eben ihre Eigenständigkeit und sind nicht mehr von Brüssel abhängig. Müssen in Brüssel erarbeitete Gesetze nicht in nationales Recht umsetzen. Zudem sparen die Briten im Jahr 2,3 Milliarden Euro welche sie in die Brüsseler Kasse Jahr für Jahr zahlen mussten. Dieses Geld können sie jetzt nach Belieben im eigen Land ausgeben.

Griechenland wird seine Schuldenlast nicht tilgen können, weil soviel Geld ein Agrarstaat gar nicht erwirtschaften kann. Es wird ein Schuldneschnitt gemacht, daran geht kein Weg vorbei. Um die angefallenen Zinsen zu zahlen werden immer neue Finanzpakete für Griechenland geschnürt. Die zahlen also ihre Zinsen mit dem Geld , welches sie von der EZB und anderen bekommen. Der Schuldenberg wird nicht kleiner, sondern höher. Da aber einige damit ordentlich Geld verdienen, lässt man Griechenland nicht faallen.

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