Wieso schaffen es viele Christen nicht wirklich zu lieben (z. B. in der Ehe) und das oft ihres grossen Engagements z. B. in der Kirche/Gemeinde/Versammlung?

19 Antworten

  • Ich empfinde die Verwendung des Wortes Liebes im religiösen Kontext völlig unsinnig und es erschwert eine sinnvolle Diskussion.
  • Liebe als Gefühl ist etwas, das wir gar nicht aktiv beeinflussen können. Niemand kann absichtlich jemanden sympathisch oder unsympathisch finden, absichtlich jemanden gern haben, sich absichtlich verlieben oder eben auch nicht lieben.
  • Oder kannst du das? Eine beliebige Frau treffen und dich absichtlich, willentlich verlieben? Ich halte das für völlig unmöglich. Gleiches gilt für Liebe. Ich kann nicht irgendwen einfach lieben, weil es gut oder richtig wäre oder weil irgendjemand meint, ich sollte so empfinden. Das geht einfach nicht. Da muss man vielleicht mal die Lebenswirklichkeit als Maßstab heranziehen, oder?
  • Man kann sich auch aufrichtig ineinander verlieben, die Verliebtheit kann sich in echte Liebe wandeln und trotzdem entliebt man sich nach einigen Jahren wieder. Liebe kann kommen und gehen und das passiert doch quasi jedem Menschen im Leben, den meisten mehrmals. Welche Teenager-Liebe hält schon? Und war die nicht echt genug? Die Gefühle waren meistens überwältigend. Gleiches gilt ebenso für Erwachsene.
  • Liebe wird viel zu sehr mystifiziert. Sie ist einfach nur ein Gefühl und außerdem auch eine innere, intuitive Bewertung der Wichtigkeit der anderen Person. So etwas kann sich im Verlauf eines Lebens eben ändern, wie wir alle erleben.
  • Sexualität und Liebe haben für sehr viele Menschen natürlich eine enge Verknüpfung. Gute Sexualität verbindet und mangelhafte Sexualität entfernt oftmals voneinander in bezug auf partnerschaftliche Liebe. Ich würde aber dringend raten, trotzdem beide Phänomene separat zu betrachten. Man kann lieben ohne Sex und man kann auch tollen Sex haben ohne Liebe.

Zitat: "Welche Teenager-Liebe hält schon?"

Äh, meine Teenagerliebe hält schon seit über 60 Jahren ... :-)))

Und ich kenne auch viele andere Paare, die sich in der Schulzeit kennengelernt haben. MIr scheint, dass evtl. heutzutage alles unverbindlicher und beiläufiger ist. Jede(r) muss mit einem/einer "zusammensein", solange es für beide von Nutzen ist. Sobald das nicht mehr der Fall ist, wird ausgeklinkt.

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@RudolfFischer

Nun, du bist dir aber schon bewusst, dass das eher die Ausnahme als die Regel ist. Wie viele deiner damaligen Mitscjhüler sind noch mit einer Teenager-Liebe zusammen?

Und ja, es wird zunehmend seltener, was vielerlei Gründe hat, so zum Beispiel auch die gesellschaftliche Akzeptanz von Trennungen, die wegfallende wirtschaftliche Notwendigkeit von Partnerschaften und die größere Flexibilität des sozialen Umfelds.

Was deine Nutzen_Betrachtung angeht, so sehe ich zwei Perspektiven: Kaum jemand berechnet Nutzen, wenn er verliebt ist oder liebt. Das glaube ich einfach nicht. Wenn man sich wirklich gern hat, dann bleibt man auch zusammen. Andererseits, ja, heutzutage ist man zusammen, weil eine Partnerschaft das Leben bereichert (und nicht weil man sonst keinen Sex haben darf, nicht wegen finanzieller Gründe oder gesellschaftlicher Ächtung), und wenn eine Partnerschaft das Leben eben nicht mehr bereichert, dann trennt man sich. Das erscheint mir sogar konsequent und richtig.

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Sex ohne Liebe gibt es für mich nicht.

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@nowka20

Bei meinem Partner nicht. Das soll aber nicht heißen, daß es keine Beziehungen ohne Sex gibt, die nicht auf Liebe basieren.

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Ich kenne einige Christen z. B. bei den Mormonen, denes es nur um Macht und Stellung geht.... und andere unterdrücken oder ausnutzen. Einige Christen meinen, weil sie angeblich eine hohe Stellung vor Gott haben, sind sie privilegiert und daher können sie andere Ungläubigen ausnutzen. Zum Beispiel könnte ein Christ einen ihm bekannten Weltmenschen oder einen anderen Christen darum bitten, ihn im Urlaub mit Nachdruck sein groesseres Haus zur Verfügung zu stellen oder ihm stuende bei einer Erbschaft mehr zu als alle anderen (weil die anderen doch als Suender in die Hölle kommen oder sterben, ist es sinnlos dass sie erben). Oder ein Christ erwartet von einer Christin, dass sie in der Ehe das Gebot von 1. Kor. 7:3-5 befolgt (dass sie die Beine breit macht im Bett und Sex mit ihn haben muss, wann immer es ihm passt....) und pocht darauf mit Nachdruck (waehrend er mit einem Verhalten, das an Vergewaltigung grenzt, durchkommt).

Auf andere junge Mitchristen, die mit ihrem sexuellen Verlangen oder Masturbation zu kämpfen haben, ueben sie Druck und sexuellen Terror aus und verbieten auch sämtliche sexuellen Stellungen wie Oralsex, Petting, Handjob in der Ehe und machen anderen Mitchristen das Leben schwer, grenzen andere aus.....

Woher ich das weiß:Recherche

Einige extreme Christen (z. B. fanatische Katholiken) sind der Meinung, dass gute Werke und hohes Engagement automatisch Liebe zu Gott bedeuten. Gute Werke=Liebe zu Gott - das es Zwischenabstufungen gibt und die Realitaet komplizierter ist und man differenzieren muss oder vorsichtig sein muss im Urteilen, sehen sie nicht. Zum Beispiel hat eine christliche Frau lustlos Standardsex mit ihrem Ehemann hat und er denkt, dass das grosse Liebe bedeutet (genauso wie ein naiver jugendlicher Weltmensch sich bei einem One-Night-Stand/Bowjob Liebe einbildet) . Sex in der Ehe=Liebe. Heirat im Herrn im Christentum =Liebe. Typisches vereinfachtes schwarz-weiß-Denken - und das nicht von eine18jaehrigen, sondern oft auch von aelteren Christen mit Scheukappendenken ohne psychologische Bildung und Realitasssinn. Das ist erschreckend. Es gibt z. B./auch Christen, die uebereifrig sind, aber es kommt ihnen z. B. nur auf Pflichterfuellung an, auf einen guten Ruf in der Gemeinde (manchmal auch Applaus), um Macht oder einen höheren Rang zu kommen (z. B. ein Kirchenvertreter will nur Christinnen beeindrucken) oder Karrierestreben auf Versammlungsebene übertragen - weniger um Liebe. Nach meiner Erkenntnis bedeuten Werke nicht immer automatisch grosse Liebe und eine gross Ich weiß, dass das ein wichtiger Thema ist, das viele Christen mit Argumenten wie "man darf die Beweggründe anderer Glaubensmenschen nicht infrage stellen" oder "man darf nicht so denken oder dieses und jenes tun" (und das ohne Begruendung) und bei eifrige Christen nur Gutes Annehmen. Dabei steht in der Bibel drin, dass Werke ohne Liebe nichts und das die Liebe (um ins Paradies zu kommen) lebenswichtig ist! Aber das sehen viele Christen nicht.

Woher ich das weiß:Recherche

Wo in der Bibel steht ich darf keinen Sex vor der Ehe haben?

Ich hatte eine Unterhaltung mit einem christen, ich respektiere die Religion als solche und finde viele Dinge darin auch aus humanitärer Sicht ganz gut (Nächstenliebe, bestreben nach Frieden, Krankenhäuser resultierten ja auch daraus) aber darüber will ich garnicht reden.

Er sagte mir Sex vor der Ehe sei nicht erlaubt, ich habe nachgeschlagen und versucht die Stelle zu finden. Explizit stimme ich darüber ein dass Sex und Liebe zusammen gehört und das Sex ohne Liebe für einen Christen tabu ist.

Kein Sex vor der Ehe konnte ich in keiner Zeile finden, alles was ich fand ist man soll sich nicht der hurerei hingeben.

Er sagte mir Sex vor der Ehe sei Hurerei, da schlug ich natürlich im Duden nach, die Bedeutung kann ja jeder selbst nachschlagen und auch damit konfrontierte ich ihn. Er erzählte mir dann irgendwas, aber ich glaube so sicher war er sich selbst nicht mehr.

Ich habe es sogar anders verstanden, wer Sex mit einem Menschen hat der ist bereits im Bund der Ehe und zwar vor Gott. Denn mit dem "miteinander schlafen" geht man bereits eine geschlechtliche Vereinigung ein die vor Gott als Ehe bezeichnet wird, sich aus dieser Vereinigung zu lösen würde einen Ehebruch nach sich ziehen.

So habe ICH das verstanden, das sind MEINE Erkenntnisse, keine Ahnung ob die richitg sind, aber jetzt wollte ich nochmal gläubige christen fragen:

Warum ist sex vor der ehe "verboten". Vorausgesetzt Liebe ist im Spiel und nicht die bloße Lust. Und wo genau steht das?

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