Wieso schaffen die Afrikaner es nicht, endlich mit unserer Wirtschaftskraft mitzuhalten?

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16 Antworten

Erst beuteten die europäischen Kolonialmächte ( alias Wertestaaten) die Afrikander und ihre Länder schamlos aus, dann diktierten und diktieren sie nach deren "Unabhängigkeit"  ungünstige Handelsbedingungen für diese. Zollbestimmungen sind z.B. so, dass afrikanische Waren kaum Chancen haben auf dem europ. Markt zu gelangen. Bei den Küstenstaaten kommt noch die Überfischung durch europ. Trawler hinzu. Die Bodenschätze sind nicht selten in der Hand westlicher Konzerne, die nicht selten in den westl. Industriestaaten verarbeitet werden.

Die meisten Staaten in Afrika sind nicht entstanden wie die Nationen in Europa, sondern es sind von den Kolonioalmachten willkürlich Linien durch den Kontinent gezogen worden. So gab es in den 50ern und 60ern plötzlich Staaten mit einer nicht homogenen Bevölkerung, die sich der Sprache der Kolonialisten bedienen musste, um sich überhaupt untereinander zu verständigen.

Nach dem Abzug der Kolonialmächte blieben die Industrien und Rohstoffe weitgehend indirekt in der Hand derselben.

Und wenn sich auf dem afrikanischen Kontinent mal die Wirtschaft entwickelt, kommt die EU und zwingt den Ländern Freihandelsabkommen zu deren Nachteil auf.

Unsere Politik zielt darauf ab, Afrika wirtschaftlich klein zu halten, damit es nicht zur Konkurrenz für unsere Unternehmen werden kann. Einzig an Rohstoffen ist man interessiert. "Die Afrikaner" hatten nie eine Chance, wirtschaftlich gleichzuziehen und können es auch in Zukunft nicht. Selbst wenn Bildung als elementar wichtiger Baustein für eine positive Zukunft erkannt werden würde, sorgt alleine schon die krasse Überbevölkerung für einen unüberwindbaren Teufelskreis. Ein großteil der Afrikaner, die das Privileg einer guten Bildung genießen durften und/oder zu Geld gekommen sind, nutzt ihre Möglichkeiten, um den Kontinent zu verlassen, anstatt die Situation der Gesellschaft zu verbessern.

Vielleicht liegt es daran, dass westliche Staaten alles dafür tun, dass die Situation so bleibt wie sie ist.

Nehmen wir Libyen. Unter Gaddafi das reichste Land Afrika mit kostenloser Gesundheitsversorgung. Afrikaner aus anderen Ländern gingen zum Arbeiten dorthin, weil die Löhne gut waren.

Dann möchte Gaddafi nicht mehr mit dem Dollar handeln, die Nato bombt das Land kaputt, Gaddafi wird ermordet und das Ergebnis kann man sich jetzt ansehen.

Weitere Grunde sind Freihandelsabkommen, die wir mit Afrika haben oder Putsche, sobald jemand an die Macht kommt, der dem Westen nicht in den Kram passt.

LG

Bereits in der Kolonialzeit haben die westlichen Mächte den Kontinent ausgenutzt. Bis heute sind davon Auswirkungen zu spüren. Wir nutzen sie nämlich immer noch aus, indem wir dort billig einkaufen und sogar z.b essen wegschmeissen, weil wir zu viel haben . Dort verhungern viele Menschen. Dann liegt es oft noch an der Korruption der Regierungsmächte. Und natürlich auch an den Naturbeschaffenheiten. Das sind nur einige Gründe...

Falsch. Die sind einfach zu ineffezient.

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Die sind doch selbst schuld wenn sie korrupt sind.

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@SelektionsPache

Wer ist schuld ? Die Bevölkerung ? Die Bevölkerung ist nicht korrupt sondern die Regierungsmächte. Dort wird der eigenen Bevölkerung nichts von den Einnahmen, welche durch Ressourcen des Landes eingenommen werden etc. abgegeben. Noch schlimmer , dir wird manchmal einfach dein Land weggenommen weil von heute auf morgen die Gesetze nicht mehr gelten oder sonst was. Und dann hängst du da ohne Perspektive.

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Das ist ganz einfach & fängt auch schon bei der Agrarwirtschaft an:

In Afrika benötigt man bis zu 7x mehr Wasser um eine Pflanze wachsen zulassen als in Deutschland.
Ganz zu schweigen von den Heuschreckenplagen die fast alles angepflanzte zu Nichte machen.

Somit ist es in Afrika nahezu unmöglich wirtschaftlich voranzukommen.

Das Problem ist, dass vor ca. 100-200 Jahren fast alle Afrikanischen Länder von den Europäischen Ländern ausgebeutet wurden, dadurch entstand ein guter Aufschwung in Europa, und zurückgelassen wurde das pure Chaos in Afrika.

Zusätzlich sind die Umweltbedingungen in Europa besser, weshalb sich hier weniger Menschen mit der Landwirtschaft beschäftigen müssen als in Afrika und sich das leben hier insgesamt einfacher gestaltet.

Ist das denn so? 

Es gibt durchaus sehr florierende und aufstrebende Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Aber so wie wir in Europa Länder wie Griechenland haben, gibt es auch dort Länder,  die wirtschaftlich hinterher hinken.  Aktuell die Länder,  in denen es seit Jahren nicht richtig geregnet hat. 

Das hat nicht nur was mit dem Regen zu tun.

Das ist eine der geringsten Einflussfaktoren

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Afrika war schon immer rückständig, viele hier führen die Kolonisation an, aber die Kolonisation war doch überhaupt nur wegen der Rückständigkeit Afrikas möglich, ohne Kolonisation würde es vermutlich bis heute dort überhaupt keine Staaten und nicht mal im Ansatz moderne Infrastruktur geben.

Die Ausbeutung sämtlicher Rohstoffe und die Unterdrückung der Einheimischen sowie die Zerstörung sämtlicher gewachsener Strukturen ist also positiv zu sehen?

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@AalFred2

Das habe ich nicht gesagt, ich habe gesagt Afrika ist rückständig und ohne die Kolonialzeit wäre es noch rückständiger, aber vielleicht wären die Menschen dort als Buschmänner glücklicher.

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@Trumpete

Aha, aus welchem wissenschaftlichen Standardwerk nimmst du diese These?

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Das liegt einerseits an den unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten...

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=iq+nations&*

...und andererseits daran, daß der Westen diese Unterschiede gnadenlos ausnutzt, den Kontinent ausbeutet und in Abhängigkeit hält. Und wenn mal Leute an die Regierung kommen, die nicht korrupt sind und etwas für ihr Volk tun, dann werden sie von den ehem. Kolonialmächten gnadenlos ermordet (so wie Patrice Lumumba, Thomas Sankara und etliche andere) und durch willfährige, korrupte Marionetten ersetzt.

Und wenn hierzulande bedeutende Bankiers einen Schuldenschnitt für die Dritte Welt fordern, macht ihr Dienstwagen auf wundersame Weise Bekanntschaft mit einer Bombe.

Ihnen fehlt die Technik,die Infrastruktur und das "know-how"

Allerdings pumpen die Chinesen zur Zeit Milliarden von Dollar/€/Renminbi in den Ausbau und die Entwicklung von Afrika.

Industrie, Banken und Arbeitsplätze befinden sich in Europa, Amerika und Ostasien. Sie werden nicht einfach mal so nach Afrika umziehen.

Weil Deutschland, Franreich, USA und Ko. Hochentwickelte Industriestaaten sind und Afrika nicht. Der Kontinent ist sehr unterentwickelt, hat kaum Industrie, viel Menschen leben in Armut und von der Landwirtschaft.

MFG Marco11m22

Als Kolonialismus wird die meist staatlich geförderte Inbesitznahme auswärtiger Territorien und die Unterwerfung, Vertreibung oder Ermordung der ansässigen Bevölkerung durch eine Kolonialherrschaft bezeichnet.

Politische Lage, Diktatoren, Korruption, Gewalt, Globalisierung.

Wie sollen sie denn wachsen, wenn wir die Rohstoffe nahezu ohne Gegenleistung kaufen?

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