Wieso schadet Wechselstrom (Glüh)Lampen nicht?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Anzahl der Schaltungen ist für Kaltstart Schaltungen gerechnet. Beim Wechselstrom wird durch die Sinuswelle der Glühfaden zwar wie von dir beschrieben 100 mal von 0 auf 230 V gebracht. Aber das ist kein an und aus geschalten, und durch die Trägheit hat der Glühfaden keine Zeit abzukühlen. Was für diesen dann weniger Gefahr für das Durchbrennen bedeutet.

Der Spitzenwert bei 230 V Wechselstrom ist ungefähr 314 V, 230 V ist der Effektivwert, alse der Wert, den eine Gleichspannung haben müsste, damit die gleiche Leistung umgesetzt wird.

0

Bei Glühlampen wird ja der Glühfaden durch den Strom zur Glut erhitzt. Der Faden hat 2700 K bis 3000 K (Halogenlampen höher). Innerhalb der Halbwelle des Sinus ändert sich, nachdem der Faden nach einer Einschaltzeit erreicht hat, die Temperatur des Fadens durch die thermische Trägheit wenig. Man kann im Licht eine gewisse Modulationstiefe von ein paar Prozent messen, gegebenenfalls sogar Informationen damit übertragen. Der Faden macht also keinen nennenswerten Temperaturwechsel über die Wechselstromperiode.

Bei LED - Lampen ist das anders. Diese folgen mit der Lichtemission der angelegten Wechselspannung. Da sie nur eine Stromrichtung verwenden, sind sie die halbe Zeit aus. Das sieht man dann am deutlichen Flicker. Bei LED-Lampen verwendet man dann besser einen Brückengleichrichter, damit beide Halbwellen genutzt werden. Dann ist der Flicker geringer aber sichtbar, wenn man die Lampe bewegt. Da hilft dann noch ein Kondensator parallel. Die LED folgt mit ihrer Betriebstemperatur der Wärmesenke nicht der Wechselspannungsfrequenz. Im Chip allerdings gibt es durchaus einen thermischen Zykel. Wenn die LED richtig konstruiert ist, dann schadet das dem Chip nicht. Thermische Zykel tragen durchaus zur Degradation von LEDs bei, allerdings nicht im 50 Hz/100 Hz-Bereich sondern dort, wo die Wärmesenke dem thermischen Zykel folgt.

LED-Lampen werden mit Brückengleichrichter angesteuert und auch ein Kondensator parallell geschaltet. Sogar für einen Vorwiderstand reicht es.

0
@Barney123

Allerdings ist in vielen Fällen die Welt ganz anders. Ein Vorwiderstand würde den Wirkungsgrad verringern. Bei den "ordentlichen" Lampen nimmt man einen Downconverter hinter dem Brückengleichrichter. Dort findet man dann den Spannungswandler bei hoher Frequenz, der letztlich die LEDs strom(!)geregelt ansteuert. Das ist eine saubere Sache und die Eingangsspannungsbereiche können recht groß sein. Wenn man in solche LED-Lampen reinschaut (bei manchen geht das ja), dann findet man dort eine klitzekleine Spule für den Konverter. Daran kann man den Konverter erkennen.

0

Sie wird ja nicht wirklich abgeschaltet, die Glühwendel glüht ja trotzdem durchgängig. Würde sie jedesmal komplett erkalten, würde sie vermutlich schnell hinüber sein.

Was möchtest Du wissen?