Wieso sagt man "spinnst Du" - kommt das vom Handwerk Spinnen?

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5 Antworten

Dieser Zusammenhang besteht tatsächlich!

Früher saßen die Frauen oft nächtelang in kalten Kellern und verspannen den frisch gewonnenen Flachs - oder was auch immer man dazu benutzte. Alt und jung, alle Frauen mussten mithelfen. Und da es damals keine multimedialen Unterhaltungsmöglichkeiten gab, erzählte man sich während des Spinnens Geschichten und Märchen. Dieses Erzählen von phantastischen Begebenheiten wurde dann in übertragener Bedeutung verwendet und fand sich in dem "spinnst du?" also in dem Sinne "Was erzählst du denn da schon wieder für Märchen/verrücktes Zeug etc.?" wieder.

Noch was Interessantes in diesem Zusammenhang: Wenn die jungen Mädchen, die Kinder, geweint haben, weil ihre Finger in den kalten Gemäuern einfroren bei dieser Arbeit, dann hat man ihnen angeblich mitsamt der Spindel die Hände angezündet. Und das ganz im direkten Wortsinne. ("Und? Wärmer?") Sehr makaber, aber das waren eben die guten alten Zeiten ...

hängt vermutlich mit dem Seemannsgarn zusammen, das man da zusammenspinnt: http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=seemansgarn+spinnen&bool=relevanz&suchspalte%5B%5D=rart_ou&suchspalte%5B%5D=bsp_ou

Verbindungen die keinen Zusammenhang ergeben...

Meine Vermutung: Beim Spinnen werden ja Fäden verwoben. Wenn nun im Hirn die Gedanken kreuz und quer laufen und Mist entsteht, dann spinnt man.

Vermutlich, weil einer am Rad dreht.

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