Wieso sagt Jesus zu Nathanael: "Siehe, wahrhaftig ein Israelit in dem keine Falschheit ist.", obwohl der Nathanael davor etwas Schlechtes über Jesus sagte?

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11 Antworten

Es könnte aber auch sein, daß Nathanael lediglich seine Überraschung darüber zum Ausdruck brachte, daß Philippus einen Mann aus der Nachbarstadt Nazareth in Galiläa für den verheißenen Messias hielt, während in den heiligen Schriften doch vorhergesagt worden war, er werde aus Bethlehem in Juda kommen (Mi 5:2). Josephus erwähnt von den Siedlungen in Galiläa nicht viele, und so muß es nichts Besonderes bedeuten, daß er Nazareth nicht erwähnt. Bemerkenswert ist, daß die Bibel Nazareth nicht als Dorf, sondern immer als „Stadt“ bezeichnet (Luk 1:26; 2:4, 39). Außerdem war das nahe gelegene Sepphoris eine wichtige, befestigte Stadt mit einem Bezirksgerichtshof des Sanhedrins. Doch ganz gleich, wie groß und von welcher Bedeutung Nazareth war, lag es jedenfalls im Bereich wichtiger Handelsstraßen und bedeutender Städte, so daß seine Bevölkerung über das, was damals auf sozialem, religiösem und politischem Gebiet geschah, gut unterrichtet sein konnte.

Jesus vermied, die Aussage von Nathanael überzubewerten, und er versuchte, die Person zu bewerten.

Ein gutes Beispiel, finde ich....

cheerio 

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Die MacArthur-Studienbibel kommentiert 1. Johannes 1,46-47:

"Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Nathanael war aus Kana (21,2), einer anderen Stadt Galiläas. Während die Galiläer von den Judäern verachtet wurden, verachteten die Galiläer ihrerseits die Menschen aus Nazareth. Betrachtet man Kap. 7,52, so könnte Nathanaels Verachtung auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass Nazareth eine unwichtige Kleinstadt und scheinbar ohne prophetische Bedeutung war (vgl. jedoch Mt 2,23). Später sollten einige geringschätzig vom Christentum als »der Sekte der Nazarener« reden (Apg 24,5).

keine Falschheit. Jesus meinte damit, die Direktheit Nathanaels gebe zu erkennen, dass er ein Israelit ohne doppelte Motive war, einer, der die über Jesus aufgestellten Behauptungen selbst überprüfen wollte. Der Ausdruck offenbart ein aufrichtig suchendes Herz. Es könnte eine Anspielung auf 1Mo 27,35 sein, wo Jakob im Gegensatz zu dem aufrichtigen Nathanael für seinen Betrug bekannt wurde. Die Bedeutung liegt möglicherweise darin, dass das Anwenden von Tricks nicht nur Jakob charakterisierte, sondern ebenso seine Nachkommen. In Jesu Augen war ein ehrlicher und aufrichtiger Israelit eine Ausnahme und nicht die Regel (vgl. 2,23-25)."

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"Falschheit" bedeutet in dem Zusammenhang sich verstellen, lügen, so tun als ob.

Auch wenn jemand Vorurteile hat oder Zweifel oder "falsche" Überzeugungen, kann er doch ehrlich und wahrhaftig sein, indem er dazu steht.

Besonders dann, wenn es einfacher wäre zu lügen...

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Hallo  Schiggykoloss!

Ich denke, Er sagt es, weil Bartholomäus ein treuer Israelit ist und das Gesetz immer achtet ohne zu lügen, betrügen und zu stehlen, sondern allein darum bemüht guten Gewissens das Gesetz Gottes zu befolgen.Deswegen das in welchem keine Falschheit ist.

Diese Worte bestätigen sich, weil er nach Jesu Worten Gott in Ihm erkennt und glaubt. Gott lässt ihn nicht im Zweifel, eben weil er ohne falsch ist. Sein Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen zeigt nur, dass Nazareth wohl keinen so guten Ruf hatte. Aber er hält nicht fest in seiner Überzeugung, sondern er glaubt, sobald er Ihn hört.

LG Lila14

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Schiggykoloss 01.10.2017, 09:51

wo steht das das Bartholomäus Nathael ist und wo steht das er ein treuer Israelit gewesen ist? :D

Lg

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Es geht in der Geschichte in Johannes 1 um die ersten Jünger von Jesus, die er in seine Nachfolge ruft.

Philippus ist fest davon überzeugt, den Messias gefunden zu haben („Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben“). Nathanael kennt die Schriften des Alten Testaments auch und hat von einem Messias aus Nazareth nichts gelesen. Die Frage „Was kann aus Nazareth Gutes kommen!“ ist also durchaus berechtigt. Und Phillipus läd ihn daraufhin ein, sich selbst ein Bild zu machen.

Joh 1,47 Jesus sah Nathanael kommen und sagt von ihm: Siehe, ein rechter Israelit, in dem kein Falsch ist.

Da steht nicht, dass Jesus zu Nathanael spricht. Aber:

Joh 1,48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bevor Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe ich dich gesehen.

Was Jesus gesehen hat wird nicht berichtet. ABER aus Nathanael platzt es förmlich heraus:

Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel!

Nein, selbst auf dieses Bekenntnis hin verrät uns Jesu nicht, was er gesehen hat. Aber er verspricht seinen Jüngern, dass sie noch größeres sehen werden.

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wo, ist denn da was schlechtes bei nathanael?

Joh 1,46 Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann ausNazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!

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Niemand ist deshalb gut oder böse, nur weil er etwas Gutes oder Schlechtes über Jesus sagt. Es geht darum den Erlöser in das Leben zu lassen.

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Jesu bewies damit, dass er uns Menschen in-und auswendig kennt (Joh.1,48) und Nathanael, "im Grunde" ein ehrlicher Mann zu sein schien.

Was dieser sagte, war eine wiedergabe von Vorurteilen der Bevölkerung  (Joh.1,46), die wie immer einen "hier geborenen Propheten" ablehnt (Mk.1,1-6).


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Weil Jesus nicht nachtragend ist. Der ist voll der korrekte Dude, dem ist es egal, was andere von ihm sagen/denken.

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Schiggykoloss 01.10.2017, 09:37

nein denn davor sagte er zu einem Simon "Du heißt jetzt Stein"...er hat ihn damit sozusagen beleidigt

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Lila14 01.10.2017, 17:27
@Schiggykoloss

Das war keine Beleidigung, sondern eher ein Kompliment: Du bist Petrus, mein Fels, auf dich werde ich meine Kirche bauen. (Mt 16, 18) das heißt Er, übergibt ihm im Voraus Seine Kirche und setzt ihn schon jetzt als Seinen Nachfolger ein. Dieses Vertrauen soll eine Beleidigung sein? Nein. Jesus wusste, dass aus diesem impulsiven Fischer ein Held Seiner Lehre werden würde (Mt 16, 16).

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ninchens 01.10.2017, 09:52

Woher weißt du, dass das als Beleidigung gemeint war?

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Schiggykoloss 01.10.2017, 09:55
@ninchens

ein stein kann nicht hören und sehen...das war damit gemeint...verstehst du? Er hat jesus nicht anerkannt

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ninchens 01.10.2017, 09:57

Das ist nur deine Vermutung oder Auslegung, verstehst du? Man sollte nicht alles so ernst nehmen.

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Hallo Schiggykoloss,

du könntest zum Vergleich mit der etwas provokanten Frage Natanaels die hinterlistige Art der Pharisäer betrachten, sich Jesus aufzudrängen, um ihm eine Falle zu stellenl,

Mt 22 15-22;  Lk 20, 19-26

Grüße, kdd

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Als Nathanael hörte, dass Jesus aus Nazareth stammte, sagte er: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ (Johannes 1:46). 

Jesus hatte gutes Urteilsvermögen und deshalb suchte er das Gute in Nathanael. Er sagte, Nathanael sei wirklich ein Israelit, der einem nichts vormacht (Johannes 1:47). 

Jesus suchte in anderen das Gute. Damit gab er uns ein gutes Beispiel.

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