Wieso sagen Politiker was gegen "Killerspiele", aber nicht gegen Horrorfilme usw?

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8 Antworten

Ach komm, der Drops "Killerspiele" ist doch gelutscht. Als Thomas de Maiziere dieses Jahr beim Amoklauf in München versucht hat, das Thema zu reanimieren, wurde das kaum beachtet. Es gibt ansonsten kaum Politiker, die im Jahre 2016 aktiv was gegen "Killerspiele" sagen.

Gegen Horrorfilme wurde sich ebenfalls gerichtet, etwa als 1984 die Videotheken groß aufkamen. Damals hat das ZDF eine Dokumentation names "Mama, Papa, Zombie" ausgestrahlt

, welche gerade aus heutiger Sicht einen nostalgischen Charme versprüht, damals aber durchaus ernst genommen wurde. Genauso wie damals die Horrorfilme sind die Videospiele gewissermaßen eine neue Technik, die alte Menschen nicht verstehen und deswegen vor ihr Angst haben. Horrorfilme sind gewissermaßen schon halbwegs in der Gesellschaft angekommen, deswegen macht es politisch wenig Sinn, diese heutzutage noch zu stigmatisieren.

Das Problem hierbei und bei einigen ähnlichen Punkten ist, das bei schlimmen Ereignissen alle nach Antworten drängen, nach Gründen, Ursachen und Schuldigen und dann auch nach Bekämpfung der Ursachen und Bestrafung der Schuldigen.

Jedoch lassen sich innerhalb einer Woche meist keine sinnvollen Maßnahmen treffen, und erst recht keine die so schnell greifen.
Und der Schuldige? Der Täter ist meist tot, den Mitschülern meist nichts strafrechtliches anzulasten, bleibt noch die Quelle der Waffe, hier ist aber auch schnell das Potential erschöpft.

Also was liegt näher als das bereits geprägte Bild der bösen "Killerspiele"

Es wird immer das neuste Medium zum Sündenbock ernannt. Aktuell sind es also PC und Videospiele.

Von der Bildzeitung wurden dann die Action Spiele und Ego Shooter sehr schnell mit Killerspiel tituliert. Der Begriff ist in den Medien und bei der Politik hängen geblieben, auch wenn es das Genre Killerspiele nicht gibt.

Es gab auch mal Zeiten, da wurden Fehlverhalten von Frauen das Lesen von Büchern zugeschrieben.

Also geht das auch vorbei wenn ein neues Medium kommt.

Naja es geht auch gegen Horrorfilme.Die meisten sind nämlich gekürzt

Vielleicht auch, weil Politiker (die meistens auch etwas älter und konservativer sind) selber gerne Filme gucken, worunter auch das Genre: Horrofilme fällt, aber die wenigsten Computer- und Videogames zocken, und sich so nicht selber ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie diese verbieten wollen und zum Schluss auch abgeschafft werden.

Und viele Politiker haben auch keine Ahnung/Fachkenntnisse von Games und Leute kritisieren immer gerne Sachen, die für sie selbst fremd erscheinen.

Außerdem manipuliert es die Meinung über etwas, wenn man schon viele Vorurteile, die überall herumschwirren, gehört und eingesogen hat.
(Besonders Negative).


Weil das ein himmelweiter Unterschied ist. Beim Killerspiel bist du aktiv. Du killst. Das hinterläßt einen völlig anderen Eindruck im Gehirn als ein Horrorfilm, bei dem du dich ins Sofa kuschelst und dich ein ein bisschen gruselst.

Kommentar von dubstepy
16.10.2016, 00:54

und beim zocken ist es dir nicht möglich dich ins sofa zu kuscheln?

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Kommentar von LaQuica
16.10.2016, 01:44

Es gibt auch genügend "Ballerspiele" die von den Entwicklern die Möglichkeit erhalten haben ganz ohne Tot durchgespielt zuwerden. Was wiederrum heißt das die Spiele nicht immer daran schuld sind was wir Mensch daraus machen. 

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Weil man in Killerspielen selbst tötet und es zur Sucht werden kann. Außerdem kann sich das schlecht auf das Verhalten auswirken, weil es für manche normal wird das zu tun was sie in den Spielen machen.

Kommentar von LaQuica
16.10.2016, 01:46

Also haben alle Profi Fußballer früher Fifa nur zu ernst genommen? Die rennfahrer sich die rennspiele? Und jeder Soldat auf der Welt hat mal Ballerspiele gespielt? :D dazu hat die Sucht nichts mit dem Spiel Inhalt zutun sondern mit dem spielen an sich. Man kann genauso gut von Tetris süchtig werden..

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Kommentar von minaray1403
16.10.2016, 01:47

Das habe ich auch nicht ausgeschlossen.

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Kommentar von dubstepy
16.10.2016, 01:57

profifußballer spielten fifa, millionäre spielten monopoly, und im mittelalter spielter die ritter world of warcraft

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Kommentar von Jonnymur
23.10.2016, 13:14

Auch beim Sehen von Filmen sind wir aktiv. Wir werten, aber da sich der Zuschauer bei z.B. "Der Pate" nicht wünscht, dass die bösen Jungs alle inhaftiert werden, vollziehen wir auch die Handlungen der Protagonisten im Kopf nach und schlüpfen in ihre Rolle - was unserer Empathiefähigkeit geschuldet ist. Die Unterschiede werden kontrovers diskutiert.

Die mittel- bis langfristige Auswirkung solcher Spiele auf die Psyche ist auch umstritten. Es gibt Thesen, wonach sie als Ventilfunktion den Konsumenten entlasten, einen positiven Effekt haben.

Suchtrisiko gibt es natürlich. Das gilt aber auch für Filme. Videospiele sind das deutlich neuere Medium, was möglicherweise ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.

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Weil die meisten von denen steinalte weltfremde Id|oten sind und ihre Poitik auf Beliebtheit bei anderen steinalten weltfremden |dioten ausrichten.

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