Wieso sagen die Muslime das Mohammed ihr Prophet wäre?

24 Antworten

Wer ihm zuerst eingeredet hat, dass er mit einem Engel / Gott gesprochen haben und nicht geisteskrank sei,

(er selber hielt sich nämlich zunächst für geisteskrank,
Mohammed war ursprünglich nämlich mit einer bemerkenswerten Fähigkeit zur Selbstkritik begabt, die sich später leider verloren hat),

...das war seine erste Frau, Khadidsha, die deutlich ÄLTER war als er selbst!

Übrigens: Du hast Dir mit Deinem "wäre" ein sprachliches Problem geschaffen, lieber adrian:

Dass Mohammed der Prophet WÄRE sagt m.w. nur eine verschwindende MINDERHEIT der Muslime:

Etwa so: "Mohammed WÄRE mein Prophet, wenn er nicht so narzisstisch, paranoid, despotisch, grausam und fies gewesen wäre" - NEIN, das sagen die meisten nicht - das sagen eher Nicht-Muslime;)

Viele sagen "Mohammed IST mein Prophet" (direkte Rede)

In indirekter Rede muss es heißen: "...dasS Mohammed ihr Prophet SEI!"

...ansonsten wären es ungebildete Muslime (von denen es ein paar geben soll - wie von anderen Religionen natürlich auch;)

Meines Wissens hat kein Prophet von sich selbst behauptet, er wäre einer. Es waren immer die Anhänger einer Lehre, die jemanden als einen Verkünder, als Propheten, als Erleuchteten oder sonstwas bezeichnet haben. Ein weiser Mann kann noch so kluge Worte sprechen: Solange niemand ihm folgt, ist er weder Prophet noch Verkünder. "Folgt der heiligen Sandale" oder von mir aus auch "folgt der heiligen Flasche". Wenn aber niemand aufsteht und sich anschließt, dann passiert überhaupt nichts.

Monty Pyton ist großartig

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Doch, Jakob Lorber hat das von sich behauptet.

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@earnest

Ja, kann durchaus sein, daß er es gesagt hat. Und? Wo sind die ganzen Lorberanhänger? Es scheint nicht viele Menschen zu geben, die Lorbers eigene Einschätzung teilen. Ist ein Prophet ohne Publikum überhaupt ein Prophet?

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@GanMar

Die grundsätzliche Frage ist doch eher: Wer oder was ist ein "Prophet"? Was macht einen Propheten aus?

(Ich vermute: Aus der Eigensicht - ein gehöriger Schuss Durchgeknalltsein...)

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@earnest

Ich sehe es mal aus der Außensicht: Prophet wird genannt, wer etwas Neues verkündet und dem gefolgt wird. Eine Art Führer also. Naja, zumindest wenn es um religiöse, theosophische, esoterische und ähnliche Themen geht. Nicht, daß noch jemand auf die Idee kommt, Che Guevara als Propheten zu bezeichnen.

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@earnest

Ich persönlich halte Dawkins nicht für einen religiösen Führer. Hawking im Übrigen auch nicht. Ich bezeichne solche Leute eher als publizistisch erfolgreiche Wissenschaftler.

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@earnest

Aus religiöser Sicht ist  ein Mensch der Gottes Offenbarung verkündet ein Prophet.

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@TCdeniz

Aus religiöser Sicht

Dem will ich auch nicht widersprechen - aber gehört nicht noch dazu, daß es auch Leute gibt, die dieser Verkündigung zuhören, damit die "Funktion" als Prophet auch gegeben ist? Ich denke, ein Verkünder eines "höheren Wesens" ist erst dann ein Prophet, wenn er auch "Follower" hat.

Siddhartha Gautama, der Buddha, hatte und hat auch heute noch viele Follower, verkündete aber nur eigene Erfahrung und seine Sicht und Erkenntnis, war also kein "Sprachrohr" einer höheren Wesenheit. Somit kann er nicht als Prophet bezeichnet werden.

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das ist so nicht ganz richtig, im koran wurde er immer wieder als prophet betitelt und der koran wurde von Mohammed saw empfangen und MÜNDLICH weitergegeben. also hat er es gesagt, als er die Worte Allahs von gabriel as überliefert wiederholte. 

und muslime glauben daran, da das verkündete Wort einfach für die Menschen dort göttlich war und heute immernoch ist.

Gott gab den propheten immer die wunder mit auf dem Weg passend zu der nation und zeit. Das vorauf die menschen am meisten stolz waren, da kam allah mit einem beispiel, aus dem selben stil und zeigte ihnen, wie begrenzt sie sind im verhältnis zu ihm. 

als beispiel:

die ägypter hatten zur zeit von yusuf (josef) as die Wahrsagerei und traumdeutung sehr hoch im kurs, dann kam josef der alles , inkl der 7 armen und 7 fetten jahre vorraussagte...

danach hatten die ägypter viele "Zaubertrickser" wo im koran steht, das es nur eine ilusion ist was die zauberer des pharaos mit ihren stöckern machten und mosis as machte seinen stab zu einer tatsächlichen schlange die die anderen stöcke aufnahm

jesus as kam zur zeit der meisten als es krankheiten gab und die pest und vieles mehr. und nun hatte er das wunder heilung mit auf den weg bekommen

und mohammed saw.... er kam zu den arabern, diese waren bzw fühlten sich allen überlegen in der Dichtkunst und hielten sich für die eloquentesten.... nun da hörten sie den koran rezitiert und stellten weinend fest, dass das kein mensch erreichen kann zu schreiben. 

so ungefähr kann man sich das vorstellen, warum sie dann auch ihn als propheten akzeptierten.

Nachtrag: die poesie und natürlich der inhalt sind göttlich

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Das hast du schön erklärt.

 Wobei ich es nicht schlimm finde, wenn Menschen etwas leisten, und sich dafür Anerkennung zollen.Schließlich hat jeder Mensch bestimmte Gaben und Fähigkeiten , die durchaus sinnvoll und nutzbringend einzusetzen sind.

Kein Gott/Götter gläubiger Mensch käme auf die Idee, sich deswegen mit ( einem) Gott vergleichen zu wollen.

Dein Text wirkt auf mich so, als wäre es für 'Allah' persönlich wichtig, immer wieder zu zeigen, dass er alles besser kann....und dies immer wieder bestätigt haben möchte.

Das kommt mir seltsam vor....

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@Jogi57L

könnte man daraus schließen, aber dem ist bedingt so. 
Ja ich denke Gott / Allah möchte genau das zeigen, aber nicht um seinet willen oder zur befriedigung/bestätigung seiner selbst, sondern um den Menschen zu zeigen, das egal was sie tun - etwas (undzwar das Götlliche) bleibt für Sie unerreichbar. 

es ist eine art den Menschen von seiner Arroganz und überheblichkeit wieder runter zu holen. so verstehe ich es. 

anderes beispiel: 

salih und thamud, die so stolz auf Ihre felsenstadt waren, welche man noch heute sehen kann und nicht versteht wie sie das ohne werkzeuge bauen konnten....

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@Jogi57L

@Jogi: "Das kommt mir seltsam vor"

Mir auch.

Ich finde das islamische Gottesbild sehr frevlerisch. Es stellt einen extrem geltungssüchtigen, unter grossen Minderwertigkeitskomlexen leidenden Gott dar. Sogar die Pflichtgebetstexte, die er selbst vorgegeben hat, enthalten endlos Beschwichtigungen, dass er wirklich, ganz gaaanz bestimmt, der Allerallergeösste sei. Ein erhabener Gott hätte mit diesem Bild wohl erhebliche Schwierigkeiten.

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@Zicke52

frevlerisch ist hier der falsche ausdruck aber egal. 

wenn du deine aussage auf die abrahemitischen religionen bezogen hättest könnte ich es besser nachvollziehen, denn auch bei juden und christen herrscht das gleiche vor. die aussage alleine auf den islam zu beziehen sehe ich als nicht korrekt an.

und du scheinst etwas schlecht informiert zu sein - es gibt ausser mit al fatiha die rakra zu beginnen keinen pflichttext. also könnte ich zum beispiel auch viele suren oder passagen rezitieren, welche kaum verherrlichung allahs beinhalten wie du sie beschreibst sondern mehr zum eignen schutz dienen. 

dennoch tue ich es gerne. denn herrn zu lobpreisen und ihm zu danken ist doch genau das, was den islam oder aber auch juden bzw christen ausmachen sollte. daher verstehe ich die kritik garnicht.

als geltungssüchtig sehe ich das "bild" von ihm aber nicht an. wenn man alleine schon die vorkommenden worte zählt (daran würde ich es ausmachen), kommt im koran bestrafung 117 mal vor und vergebung 234 mal vor

das heißt allah nennt die vergebung im koran exakt doppelt so oft wie die bestrafung. daher ist deine aussage falsch. 

also vielleicht ist hier nicht das "bild" das problem, sondern der "maler", der selbst nicht ganz versteht was er da malt? denn er ist eigentlich sehr leicht zu verstehen wenn man denn verstehen will

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@YassineB87

YassineB87

ich verstehe, was du meinst...

Es gibt sicherlich Menschen, die unglaublich arrogant sind, und sich aufgrund ihrer evtl.  Macht oder ihres Reichtums für "Wunder was" halten.

Denen täte es teils ganz gut, wenn sie wieder zwischendurch "geerdet" werden, meine ich.

..."und drücke stets in meinen Sinn, was DU bist, und was ich bin..."

aus:

http://www.christliche-gedichte.de/?pg=10108

soweit "das Menschliche"... wo sich Christen und Muslime oft einig sein können

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Weshalb sich Muslime und Christen aber NIE einig sein können, liegt in den jeweiligen Glaubensbekenntnissen, den entsprechenden Schriftstellen, sowie den Ausführungen und Erklärungen dazu.

So würden Muslime sagen:

"Wer Allah einen Sohn unterstellt ist fehlgeleitet....."

Christen würden sagen:

"Wer Vater und Sohn verleugnet, ist fehlgeleitet"

aber das wäre ein anderes Thema... und auch nicht wirklich lohnenswert, es hier breit zu treten, da es schon unzählige Erläuterungen dazu aus den jeweiligen Glaubensrichtungen gibt.....

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@Jogi57L

ja je nachdem welche christen aber ich gebe dir recht. guter beitrag!

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@YassineB87

@Yassine: "wenn du deine Aussage auf die abrahamitischen Religionen bezogen hättest"

Ich habe kurz gezögert. Der Gott des AT ist ja auch (nach eigener Aussage) ein eifersüchtiger Gott, der die alleinige Aufmerksamkeit seiner Geschöpfe beansprucht. Aber an den islamischen Gott reicht er in diesem Punkt doch nicht heran. Ich kann mich an keine Stelle im AT entsinnen, in der Gott das Gebet fordert. Ist allerdings schon lange her, dass ich es gelesen habe (zum Grossteil), also kann mir was entgangen sein.

Das NT kenne ich besser. Seine Figur Jesus legt den Schwerpunkt nicht auf die Anhimmelung und Beschwichtigung Gottes, sondern auf das Verhalten gegenüber seinen Nächsten. Nur danach wird man beurteilt, sagt er in seiner Beschreibung des "Weltgerichtes" ("was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan"). Nicht danach, wie oft man sich vor Gott auf den Boden geworfen hat. Das ist doch ziemlich weit von einem geltungssüchtigen Gott entfernt.

Und wenn er vom Gebet spricht, sagt er, man solle es nicht zwecks Zurschaustellung tun, sondern im stillen Kämmerlein. Und gibt als Beispiel für den Inhalt eines Gebets das Vaterunser (nur als Beispiel "WENN ihr betet...", nicht als Pflicht). Und der Text des Vaterunsers drückt zwar Demut aus, aber keine Unterwürfigkeit. Und auch hier wieder der Mitmensch im Fokus ("vergib mir, wie ich vergebe meinen Schuldigern") - Gott dient nur als Umweg, um den Blick auf den Nächsten zu richten.

"auch bei Juden und Christen herrscht das gleiche vor"

Eben nicht, siehe oben. Jedenfalls meines Wissens.

Was die Pflichttexte des Gebets im Islam betrifft: Ich habe nicht geschrieben, dass der Inhalt der Gebete selbst vorgegeben ist, sondern die Gebetsexte - ganz egal welche - da es Koransuren sind, und die sind nach islamischem Glauben eben von Gott selbst diktiert. Also auch die darin vorkommenden Lobpreisungen.

Ich versuche so gut wie möglich, die Religionen objektiv zu beurteilen. Es kommt oft vor, dass ich eine Kritik in einem Atemzug an den jüdischen und islamischen Gott richte. Aber hier schien es mir nicht angebracht.

Was den christlichen Gott betrifft, ist seine Lehre am besten mit meinem Gewissen vereinbar, deshalb kritisiere ich sie seltener. Wohlgemerkt, das betrifft nur die Lehre im Sinn von empfohlener Verhaltensweise. Das Gotteskonstrukt selbst des NT findet in meinen Augen genausowenig Gnade wie das der Juden oder des Islams.  

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