Wieso ruft die Polizei wegen dem Einkommen an?

8 Antworten

Hallo,

wie du selber richtig erkannt hast, ist das Einkommen relevant für eine mögliche Geldstrafe, da diese ja in Tagessätzen á X Euro genannt wird, wobei grob gilt 1 Tagessatz entspricht 1/30 Nettomonatsgehalt.

Was du meinst ist §31 BtmG:

"Strafmilderung oder Absehen von Strafe"

Das Gericht kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 des Strafgesetzbuches mildern oder, wenn der Täter keine Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren verwirkt hat, von Strafe absehen, wenn der Täter

1. durch freiwilliges Offenbaren seines Wissens wesentlich dazu beigetragen hat, dass eine Straftat nach den §§ 29 bis 30a, die mit seiner Tat im Zusammenhang steht, aufgedeckt werden konnte, 

Wenn du als Ersttäter dein Wissen dar gelegt hast, geh ich aber nicht von einer Geldstrafe aus (die im Übrigen bei einer ersten Verurteilung erst bei 90 Tagessätzen im Führungszeugnis auftaucht), sondern von einem Strafbefehl.

Das heißt, die Staatsanwaltschaft dürfte dir vermutlich anbieten, keine Anklage zu erheben, wenn du dafür X Euro zahlst...

Zumindest kenn ich das so aus Bayern, wenn der §31er angewandt wurde...

Erstmal tun kannst du leider nicht viel, aber ich würde mir jetzt nicht DEN Kopf machen... glaube nicht, dass das im Führungszeugnis landet (außer natürlich du hast 12,345 Kilo Cannabis gekauft...^^)

Wenn du als Ersttäter dein Wissen dar gelegt hast, geh ich aber nicht von einer Geldstrafe aus [...], sondern von einem Strafbefehl.
Das heißt, die Staatsanwaltschaft dürfte dir vermutlich anbieten, keine Anklage zu erheben, wenn du dafür X Euro zahlst...

Ein Strafbefehl schließt eine Geldstrafe nicht aus. Ganz im Gegenteil.

Der Strafbefehl wird von einem Richter ausgestellt und steht einem Urteil gleich. Das bedeutet, die Strafbarkeit wurde festgestellt und eine Strafe festgelegt (z.B. Geldstrafe). Auch Nebenfolgen können darin festgelegt werden.

Wenn ein Strafbefehl ausgestellt wurde, ist zuvor auch Anklage erhoben worden. Es handelt sich dabei nicht um eine Verfahrenseinstellung.

https://dejure.org/gesetze/StPO/407.html ff.

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Ein Eintrag ins Führungszeugnis erfolgt erst nach Verurteilung durch ein Gericht, bei Geldstrafe ab 91 Tagessätzen oder einer Haftstrafe. Was bei dir nicht zu erwarten ist.

Ein Verfahren wird sher häufig, im Bereich Drogen eigentlich immer, gegen Auflagen eingestellt.

Sprich, du musst etwas tun oder leisten, auch in Geldform, als "Danke" für die Einstellung.

Das könnte bei dir sein: ein paar Sozialstunden bei einer Drogenberatung, eine Spende an eine Drogenberatung oder Ähnliches.

Die Einstellung KANN ohne Gegenleistung erfolgen, muss es aber nicht.

Und der Gegenwert der Einstellung richtet sich nun mal nach deinem Einkommen.

Geldstrafen werden nach dem Einkommen festgesetzt.

da ein Eintrag ins Führungszeugnis ein Aus für mich bedeuten würde.

Nicht alles kommt ins Führungszeugnis. Außerdem hättest du darüber VORHER nachdenken müssen. Jetzt mußt du mit den Konsequenzen deines Hanelns leben. Ziehe eine Lehre für die Zukunft aus diesem Vorfall!

Das hilft mir überhaupt nicht. Dass das nicht richtig war ist mir klar und alles andere wusste ich auch, was ja aus meiner Frage hervorgeht. Danke, dass du mir noch ein schlechtes Gewissen einredest.

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Das kommt darauf an, was er beruflich macht. Geringfügige Verurteilungen, die nicht im Führungszeugnis auftauchen, sind aber sehr wohl im Bundeszentralregister ersichtlich. Dazu zählen auch Einträge im Erziehungsregister. Daraus beziehen öffentliche Arbeitgeber ihre Informationen, wenn es z.B um Einstellung bei der Polizei, Verbeamtung generell, oder sicherheitsrelevante Tätigkeiten, z.B. Einsatz an Kraftwerken oder kerntechnischen Einrichtungen geht.

Sofern aber keine solche Tätigkeiten angedacht sind, braucht sich der FS keine Sorgen zu machen, da im Führungszeugnis nur Verurteilungen ab 90 Tagessätzen Geldstrafe oder ab drei Monaten Freiheitsstrafe auftauchen. Bei mehreren kleineren Delikten reichen allerdings auch schon 60 Tagessätze.

Wenn keine Berufe betroffen sind, die Umgang mit Menschen erfordern, wie. zB. Pflegeberufe, Erzieherische Berufe u.ä., wird auch das erweiterte Führungszeugnis uninteressant sein.

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Grüße

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