Wieso rodet man Wälder?

10 Antworten

Roden hat Nichts mit nachhaltiger Nutzung zu tun.

Bei nachhaltiger Nutzung muss unter anderem auch zu dicht wachsender Wald ausgelichtet werden damit die verbliebenen mehr Licht bekommen. 

Die komplette Rodung ist in Deutschland eher selten und hat immer Umweltgründe. Wie schon genannt nach Stürmen, nach Insektenbefall etc. Oder Aber zur Nutzung des Grundstücks für andere Zwecke.

Bei uns gab es eine Rodung von städtischem Wald weil ohne dies es nicht möglich gewesen wäre das Grundstück in einen ökologischen Garten zu wandeln. Klingt paradox und es gab natürlich Proteste das Ergebnis nach der Neuaufforstung gibt den Planern aber Recht.

Dabei wurde auch der Bach in einen natürlich Wildbach gewandelt und und und. Ein tolles Projekt und die uralten Bäume im Park blieben zum Glück verschont.

Mein Privatwald wurde komplett gerodet weil sich die Nachbarn über Dauerschatten in Ihren Gärten beschwert hatten. Immerhin 40 20-30m. hohe Bäume mussten weg. Heute ist dort eine Obstbaumwiese.

Tragisch ist die Rodung vor allem im ausland wo reinweg aus Kommerzzwekce z.b. Land Gewinnung für Massentierhaltung z.B. in Brasilien oder aber zur Holzausbeutung getätigt wird.

Grundsätzlich ist die Rodung fast immer eine Schande aber es gibt eben auch berechtigte Gründe.

Hier wird Einiges miteinander vermengt:

Rodung ist so definiert, dass Wald dauerhaft in eine andere Nutzungsart überführt wird. Vorher Wald, nach der Rodung Straße, Industriegebiet, Äcker...

Es bedarf dafür einer Genehmigung. Warum das gemacht wird, kommt halt immer drauf an, ... Eher selten heutzutage bei uns, weil ein Waldbesitzer was anderes machen möchte, eher sind es die Ansprüche der Gesellschaft nach mehr Staßen, etc.

Davon zut trennen ist die hier in den meisten Antworten gemeinte Fällung und Aufarbeitung von Holz im Wald: Falls z.B. nach Sturmwurf oder Borkenkäfer -Aufarbeitung keine Bäume mehr auf der Fläche sind, muss wieder aufgeforstet werden, und es bleibt Wald.

Zu erwähnen ist noch, dass die Waldfläche bei uns in den letzten Jahren nicht ab- sondern zunimmt. Mehr Erstaufforstung (auch dafür ist eine Genehmigung notwendig!) als Rodung. Grund: Landwirtschaft auf schlechten Böden wird aufgegeben. Weltweit mag die Bilanz anders aussehen.

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Waldbewirtschaftung zur Gewinnung von Holz (Bau- und Möbelholz, Papierholz, Brennholz ....) ist unvermeidlich. Die Entnahme von Bäumen darf dabei aber nicht das Ausmaß einer Rodung annehmen, weil sonst in ziemlich naher Zukunft keine Bäume zur Holzgewinnung mehr da wären.

Manchmal ist es auch unvermeidlich, einen Teil eines Waldes zu roden, weil dort etwas gebaut werden muss, das auch nach gründlicher Prüfung nirgends anders gebaut werden kann.

Großflächige Rodungen sind nur mit Profitgier ohne jede Voraussicht zu erklären.

  • Um den Kamin zu schüren
  • Um Platz für Häuser zu schaffen
  • Um Fabriken zu errichten.
  • Um Baumaterial zu bekommen.
  • Um Felder für Lebensmittel anzulegen.


Der Wald bei uns in Deutschland ist zu 98 % Nutzwald. Der wird nur deshalb angepflanzt, damit man später das Holz ernten, also nutzen kann. Denn Wald ist ein Wirtschaftsfaktor, mit dem man Geld verdienen kann.

Und was hat das mit Rodung zu tun?

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@Pomophilus

Wenn ein Nutzwald zum Beispiel durch einen Herbststurm angegriffen wurde, muss dieser bei Bedarf komplett gerodet werden, um weitere Schäden durch nächste Stürme zu vermeiden. Denn jeder Sturm mindert die Einnahmen erheblich.

Genauso sieht es aus, wenn Borkenkäfer, Buchdrucker & Co den Bestand angegriffen haben. Hier muss gerodet werden, um weitere Schäden zu vermeiden.

Es gibt durchaus Gründe, den Bestand komplett zu roden und nicht nur eine nachhaltige Wirtschaft zu betreiben.

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