Wieso redet keiner über den Tod obwohl er so present ist?

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5 Antworten

Naja, die meisten können sich nicht von dem Thema distanzieren und lassen es zu nah an sich dran. Deshalb will man es ungern ansprechen weil es dann eben die Stimmung runterzieht und das will man ja nicht. Man hat Angst man könnte seine Mitmenschen verletzen, vor den Kopf stoßen oder an Dinge erinnern die sie vergessen wollten. Da in der Trauer jeder anders reagiert, hat man Angst, sich falsch zu verhalten oder vom Verhalten seines Gegenübers überrascht zu werden und nicht richtig reagieren zu können. Es kann auch eine Rolle spielen dass man selbst in dieser Situation ist, sich also nicht zutraut neutral über dieses Thema sprechen zu können und zu emotional zu werden.

Also in der Kurzform: weil man anderen nicht zu nahe treten möchte oder sich selbst nicht öffnen kann oder möchte. Aber das ist nur meine persönliche Auffassung.

Weder Sex noch der Tod ist ein Tabu-Thema.

Der Tod ist natürlich nichts schönes worüber man gerne spricht wie über andere lustige oder unterhaltsame Sachen. Viele Leute haben schon unangenehme Erfahrungen mit dem Tod gemacht z.B. wenn Verwandte oder Freunde gestorben sind.

Da ich im Krankenhaus arbeute wird natürlich auch oft über den Tod geredet.

Dieses Gesprächsthema beszieht sich also immer auf die Situation, also ob es passt oder nicht.

Weil jeder schon alles über ihn weiß: entweder du bist tot, oder ein bekannter von dir ist tot. Und das willst du doch nicht? Das ist der Grund. Ein trauriges Thema wird nicht angesprochen.

Warum redet keiner über Schimmelpilzsporen obwohl sie so present sind?

Jeder muss sterben und will nicht daran erinnert werden. Er ist genau wie Sex ein Tabu-Thema

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