Wieso prostituieren sich junge Frauen?

12 Antworten

Auf der Reeperbahn wird zwar gerne mit "Sex für 30€" geworben, auf dem Zimmer (kostet extra) wird dann nachgekobert: Der versprochene Verkehr stellt sich als "Handverkehr" heraus, für "richtigen Verkehr" darfst Du dann nochmal 100 drauflegen, Ausziehen kostet extra und ein Stellungswechsel ebenfalls. So wirst Du dann in einer Viertelstunde schnell 200€ los - und wenn sie es schafft Deinen Dödel weichzuquatschen, dann muss sie noch nicht einmal etwas leisten dafür. So kann eine Frau am Tag leicht einige hundert Euros verdienen - dafür müsste sie bei McDonalds lange Burger braten!

Die meisten Frauen lockt das schnell verdiente Geld, vor allem wenn sie aus armen Ländern wie Rumänien kommen, wo der Durchschnitts-Monatsverdienst unter 400€ liegt. Dabei sind die Frauen, die auf der Strasse arbeiten, von den Arbeitsbedingungen (Hygiene, Publikum, Sicherheit) her noch am schlechtesten dran und leisten sich oft sogar noch einen Zuhälter, der ihnen die große Liebe vorgaukelt und dafür auf ihr Geld "aufpasst"... .

Die Mehrzahl der Prostituierten arbeitet allerdings in Wohnungen und FKK- und Sauna-Clubs. Dort sind die Arbeitsbedingungen schon deutlich besser, das Publikum angenehmer und der Service persönlicher. Dort kostet dann die halbe Stunde meist 50€ - ggf. zuzüglich Extras. Eine fleißige Dienstleisterin kann so einen 5stelligen Monatverdienst erzielen und viele arbeiten auch ausschließlich in die eigene Tasche.

Die allermeisten Gäste behandeln die Mädels zärtlich und mit Respekt, so dass die Tätigkeit weit angenehmer ist als z.B. der einer Altenpflegerin, die einem demenzkranken Senior die Exkremente aus der Arschritze kratzen muss, während sie dieser womöglich mit Schlägen bedenkt. Im Gegensatz zur Prostituierten kann die Pflegerin die unangenehmen Kunden auch nicht einfach ablehnen! Die Frauen machen den Job natürlich nicht, weil sie sonst nicht genügend Sex bekämen - aber wenn man sich sympathisch ist und der Gast sich Mühe gibt, dann ist auch nicht jeder Hurenorgasmus gespielt...

In den modernen Clubs wirst Du das Klischee von Zwang und Verzweifelung vergeblich suchen - wir haben es hier auch mit der "Generation Party" zu tun, die sagt "Ich bin Jung, ich will mir JETZT etwas leisten können" - und da ist das schnell verdiente Geld gerade recht. Wenn Du Dich wirklich für das Thema interessierst, dann solltest Du mal "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) lesen - da sind die Geschäftsmodelle und die Hintergründe ausführlich und unterhaltsam beschrieben.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Ganz genau weiß ich es nicht, aber es gibt wohl tatsächlich einen Teil Frauen, die darin eben nichts tragisches sehen (man muss ja nicht mit jedem schlafen) und sich prostituieren, um eine Art Nebenverdienst zu haben. Man darf sich diese Frauen eben nicht wie in irgendwelchen Filmen oder Medienberichten vorstellen, zum Teil sieht man es ihnen gar nicht an. 

Es gibt aber auch einen, denke ich, sehr beachtlich großen Teil - vielleicht sogar einen Hauptteil von Frauen - die sich aus Geldgründen prostituieren. Manchmal bspw. um sich das Studium zu finanzieren (wobei das in Deutschland ja eher selten wäre) oder um sich am Monatsende über Wasser zu halten. Besonders tragisch sind die Fälle, in denen oftmals osteuropäische Frauen unter illegalen Bedingungen zur Prostitution gezwungen werden - wie man sich denken kann, durch kriminelle Strukturen. Dabei werden die Frauen allerdings nicht immer aktiv dazu gezwungen, stattdessen wird eben die schlechte finanzielle Lage der Frauen ausgenutzt, um sie in die Prostitution zu drängen (was prinzipiell auch Zwang ist). Wichtig ist trotzdem zu wissen, dass man sich das System nicht wie in Filmen vorstellen sollte.

Das hättest Du die schon selber fragen müssen. Per Ferndiagnose kann man die Motive der jungen Frauen wohl kaum genau ermitteln.

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